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Wahl in den Niederlanden


Hippasos

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Auch Geert Wilders wird nicht so können wie er will.

https://www.fr.de/politik/rechts-geert-wilders-niederlande-wahl-ergebnis-regierung-koalition-migration-muslime-moscheen-islam-zr-92701805.html

Geert Wilders siegte in den Niederlanden und bastelt jetzt an einer Regierung. Offenbar ist er zu Opfern bereit. Ein Experte erwartet einen „eisigen Wind“.

Den Haag – Geert Wilders, der seit 20 Jahren in den Niederlanden mit rechtsextremen und radikalen Thesen polarisiert, will weg von der Oppositionsbank und endlich mitregieren. Und das Wahlergebnis bei der Niederlande-Wahl vor gut einer Woche spricht für ihn: Wilders Partei PVV errang mit 37 Sitzen das beste Wahlergebnis unter allen Parteien. „Ihm kommt jetzt die Initiative zur Regierungsbildung zu“, sagt Professor Jacco Pekelder, Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien an der Universität Münster, im Gespräch mit Fr.de von IPPEN.MEDIA.

Hoch umstritten ist Rechtspopulist Geert Wilders in den Niederlanden seit langem. Jetzt könnte er Regierungschef werden. © Sem van der Wal/Imago

Jedoch: Mit dem radikalen Regierungsprogramm seiner Partei „Für die Freiheit“ (PVV) wird Wilders nicht durchkommen. Dieses ist nicht nur mit keiner der anderen Parteien, sondern teils nicht einmal mit dem Grundgesetz vereinbar. Analysten rechnen daher laut einem Beitrag der britischen Zeitung The Guardian damit, dass Wilders große Teile seines „rechtsextremen Manifests opfern“ muss, um in die Regierung zu gelangen.

Seit der Niederlande-Wahl gibt Geert Wilders sich auffallend gemäßigt

Wilders mag rechtsextrem, islamfeindlich und populistisch sein, aber naiv ist er offenbar nicht: Seit seinem Wahlerfolg tritt er auffallend gemäßigt auf. In niederländischen Medien ist bereits von einem neuen, ganz anderen Wilders die Rede. Der 60-Jährige selbst sagte dazu in einem Fernsehbeitrag: „Wenn du Einfluss haben und mitregieren möchtest, musst du hier und da auch mal Wasser in den Wein gießen.“

Die Taktik scheint Früchte zu tragen. Der Niederlande-Experte Pekelder hält die Bildung einer Koalition unter Wilders nicht für abwegig: „Insbesondere die VVD und die neue Mitte-Rechts-Partei Neuer Gesellschaftsvertrag müssen auf Wilders Verhandlungsangebot erst einmal eingehen. Danach hängt es von der Verhandlungsdynamik ab, ob man ausreichend programmatische und persönliche Schnittmengen erreicht.“

Prof. Dr. Jacco Pekelder ist Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien an der Universität in Münster. © Renate Beense/Privat

Geert Wilders arbeitet mit Hochdruck an Bildung einer Koalition in den Niederlanden

Die Agrarartei BBB (7 Sitze) hat einer Regierungskoalition unter Wilders bereits zugestimmt, die neu gegründete Partei Neuer Gesellschaftsvertrag (20 Sitze) will zumindest Gespräche eingehen.

 

Wilders braucht aber noch eine dritte Partei für eine Mehrheit von mindestens 76 Sitzen im Parlament. Die dafür infrage kommende bürgerlich-konservative langjährige Regierungspartei VVD (24 Sitze) schließt eine Zusammenarbeit zumindest nicht vollständig aus.

Wilders arbeitet seit seinem Wahlerfolg jedenfalls unermüdlich an seinem Ziel, neuer niederländischer Ministerpräsident zu werden. Am Dienstag (28. November) unternahm, der Rechtspopulist einen neuen Anlauf für eine Regierungsbildung. Er beauftragte den früheren Bildungs- und Innenminister Ronald Plasterk damit, als Vermittler Sondierungsgespräche zu führen.

Plasterk ist in der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Er habe es „für eine gute Idee gehalten, jemanden aus einer anderen Partei zu wählen“, sagte Wilders. Bis zum 5. Dezember will Plasterk Ergebnisse vorlegen.

Geert Wilders will Regierung bilden und setzt auf „guten Willen“

Wilders gab sich zuversichtlich, dass die Sondierungen Erfolg haben werden. Wenn alle Beteiligten „guten Willen und Kompromissbereitschaft“ zeigten, könne die Regierungsbildung „in ein paar Wochen“ abgeschlossen sein.

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Deenoverdunya
vor 9 Stunden schrieb Hippasos:

Auch Geert Wilders wird nicht so können wie er will.

https://www.fr.de/politik/rechts-geert-wilders-niederlande-wahl-ergebnis-regierung-koalition-migration-muslime-moscheen-islam-zr-92701805.html

Geert Wilders siegte in den Niederlanden und bastelt jetzt an einer Regierung. Offenbar ist er zu Opfern bereit. Ein Experte erwartet einen „eisigen Wind“.

Den Haag – Geert Wilders, der seit 20 Jahren in den Niederlanden mit rechtsextremen und radikalen Thesen polarisiert, will weg von der Oppositionsbank und endlich mitregieren. Und das Wahlergebnis bei der Niederlande-Wahl vor gut einer Woche spricht für ihn: Wilders Partei PVV errang mit 37 Sitzen das beste Wahlergebnis unter allen Parteien. „Ihm kommt jetzt die Initiative zur Regierungsbildung zu“, sagt Professor Jacco Pekelder, Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien an der Universität Münster, im Gespräch mit Fr.de von IPPEN.MEDIA.

Hoch umstritten ist Rechtspopulist Geert Wilders in den Niederlanden seit langem. Jetzt könnte er Regierungschef werden. © Sem van der Wal/Imago

Jedoch: Mit dem radikalen Regierungsprogramm seiner Partei „Für die Freiheit“ (PVV) wird Wilders nicht durchkommen. Dieses ist nicht nur mit keiner der anderen Parteien, sondern teils nicht einmal mit dem Grundgesetz vereinbar. Analysten rechnen daher laut einem Beitrag der britischen Zeitung The Guardian damit, dass Wilders große Teile seines „rechtsextremen Manifests opfern“ muss, um in die Regierung zu gelangen.

Seit der Niederlande-Wahl gibt Geert Wilders sich auffallend gemäßigt

Wilders mag rechtsextrem, islamfeindlich und populistisch sein, aber naiv ist er offenbar nicht: Seit seinem Wahlerfolg tritt er auffallend gemäßigt auf. In niederländischen Medien ist bereits von einem neuen, ganz anderen Wilders die Rede. Der 60-Jährige selbst sagte dazu in einem Fernsehbeitrag: „Wenn du Einfluss haben und mitregieren möchtest, musst du hier und da auch mal Wasser in den Wein gießen.“

Die Taktik scheint Früchte zu tragen. Der Niederlande-Experte Pekelder hält die Bildung einer Koalition unter Wilders nicht für abwegig: „Insbesondere die VVD und die neue Mitte-Rechts-Partei Neuer Gesellschaftsvertrag müssen auf Wilders Verhandlungsangebot erst einmal eingehen. Danach hängt es von der Verhandlungsdynamik ab, ob man ausreichend programmatische und persönliche Schnittmengen erreicht.“

Prof. Dr. Jacco Pekelder ist Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien an der Universität in Münster. © Renate Beense/Privat

Geert Wilders arbeitet mit Hochdruck an Bildung einer Koalition in den Niederlanden

Die Agrarartei BBB (7 Sitze) hat einer Regierungskoalition unter Wilders bereits zugestimmt, die neu gegründete Partei Neuer Gesellschaftsvertrag (20 Sitze) will zumindest Gespräche eingehen.

 

Wilders braucht aber noch eine dritte Partei für eine Mehrheit von mindestens 76 Sitzen im Parlament. Die dafür infrage kommende bürgerlich-konservative langjährige Regierungspartei VVD (24 Sitze) schließt eine Zusammenarbeit zumindest nicht vollständig aus.

Wilders arbeitet seit seinem Wahlerfolg jedenfalls unermüdlich an seinem Ziel, neuer niederländischer Ministerpräsident zu werden. Am Dienstag (28. November) unternahm, der Rechtspopulist einen neuen Anlauf für eine Regierungsbildung. Er beauftragte den früheren Bildungs- und Innenminister Ronald Plasterk damit, als Vermittler Sondierungsgespräche zu führen.

Plasterk ist in der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Er habe es „für eine gute Idee gehalten, jemanden aus einer anderen Partei zu wählen“, sagte Wilders. Bis zum 5. Dezember will Plasterk Ergebnisse vorlegen.

Geert Wilders will Regierung bilden und setzt auf „guten Willen“

Wilders gab sich zuversichtlich, dass die Sondierungen Erfolg haben werden. Wenn alle Beteiligten „guten Willen und Kompromissbereitschaft“ zeigten, könne die Regierungsbildung „in ein paar Wochen“ abgeschlossen sein.

Dann haben ja seine unterirdischen reden doch gefruchtet. Vor allem die wo er Marokkaner als Abschaum beleidigt hat. Dafür hat er ja sehr viel Zuspruch bekommen. Ist sowieso alles nur noch eine Frage der Zeit bis in Europa die rechten herrschen, wenn es nicht schon so ist. Betrachtet man Deutschlands Politik würde man glatt behaupten das wir eine Reise in die Vergangenheit gemacht haben. Naja zurück in die Heimat kann man ja dann auch nicht weil man aus dem eigenen Haus verscheucht wird. 

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