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Fußball in Katar


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Habt ihr gemerkt, wie negativ die Berichterstattung über Katar ist? Dauernd berichte über Sklaven und Kritik.

Vom Arab Cup der gerade in Katar stattfindet ist in Deutschland nichts zu hören. Warum boykottieren sie einfach die WM nicht.

Wenn es um Amerika oder andere geht, sind die meisten voller Lobeshymnen. Kritik hört man hier kaum.

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https://www.spiegel.de/impressum/autor-ed5dda72-0001-0003-0000-000000026743


Fußball-WM in Katar Für unseren Torjubel starben 15.000 Menschen
Eine Kolumne von Samira El Ouassil
Wer Fußball liebt, darf über die toten Arbeitsmigranten in Katar nicht schweigen. Die dort ausgetragene WM findet symbolisch auf deren Gräbern statt.
16.12.2021, 18.45 Uhr

Arbeitsmigranten in Katar: Hitze und Überarbeitung

 

Wir haben 15.000 Gründe, diese WM zu boykottieren. Im August 2021 veröffentlichte Amnesty International einen Bericht mit dem Titel »In der Blüte ihres Lebens«, in welchem es dem Tod etlicher Gastarbeiter in Katar nachging. Die darin zitierten Regierungsdaten zeigen, dass zwischen 2010 und 2019 15.021 Nichtkatarer aller Altersgruppen in dem Land gestorben sind – die Ursachen für diese Todesfälle jedoch nicht angemessen untersucht und die Familien im Unklaren gelassen werden.

Die SPIEGEL Gruppe ist nicht für den Inhalt verantwortlich.
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Samira El Ouassil
Foto: Stefan Klüter

1984 in München geboren, ist Schauspielerin und Autorin. 2016 erschien ihr Buch »Die 100 wichtigsten Dinge« (mit Timon Kaleyta und Martin Schlesinger) im Hatje Cantz Verlag. 2009 war sie Kanzlerkandidatin der »Partei«, die damals allerdings nicht zur Bundestagswahl zugelassen wurde. Jüngst wurde sie für ihre medienkritische Kolumne »Wochenschau« (uebermedien.de) mit dem Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik ausgezeichnet.

Sechs Opfer lernen wir in dem Bericht kennen. Der Lkw-Fahrer Manjur Kha Pathan war 40 Jahre alt und arbeitete zwischen 12 und 13 Stunden am Tag. Er verlor das Bewusstsein und starb bei der Arbeit. Er hatte zuvor keine gesundheitlichen Probleme. Sujan Miah war Rohrleger, 32, und arbeitete auf einer Baustelle in der Wüste. Die vier Tage vor seinem Tod betrug die Temperatur dort 40 Grad. Seine Kollegen fanden ihn tot in seinem Bett. Er hatte zuvor keine gesundheitlichen Probleme. Suman Miah, Yam Bahadur Rana und Mohammad Kaochar Khan, Tul Bahadur Gharti arbeiteten hart in Katar und starben alle im Alter von 34 Jahren. Auch sie hatten zuvor keine gesundheitlichen Probleme.
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Amnesty International hat 18 Totenscheine von Arbeitern untersucht, die Katar zwischen 2017 und 2021 ausgestellt hat. 15 dieser Dokumente enthielten keine genaueren Informationen über die Todesursache, die nebulösen Einordnungen wie »natürliche Ursache« lassen vermuten, dass keine Untersuchung dieser Fälle durchgeführt wurde.

David Bailey, ein Pathologe der Weltgesundheitsorganisation, erklärte der Menschenrechtsorganisation, dass die aufgeführten Todesursachen wie »natürliche Ursache« und »Herzversagen« keine angemessene Erklärung liefern: »Dies sind Formulierungen, die nicht auf einer Sterbeurkunde stehen sollten, ohne dass die zugrunde liegende Ursache näher erläutert wird. Im Grunde stirbt am Ende jeder an Atem- oder Herzversagen, und die Formulierungen sind ohne eine Erklärung des Grundes dafür bedeutungslos.«

Hinzu kommt: Die gerichtsmedizinische Untersuchung wird durch das in Katar geltende Gesetz, das Autopsien einschränkt, zusätzlich erschwert.

Im Februar dieses Jahres berichtete bereits der »Guardian« über die katastrophalen Arbeitsumstände. Der Beitrag enthüllte erstmals Sterberaten von Gastarbeitern, indem die Zeitung Daten der Regierungen ihrer Herkunftsländer gegenprüfte: »Mehr als 6500 Arbeitsmigranten aus Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch und Sri Lanka sind in Katar gestorben, seit das Land vor zehn Jahren den Zuschlag für die Fußballweltmeisterschaft erhalten hat.« Die tatsächliche Zahl der Todesfälle wird sogar noch höher eingeschätzt, da bei anderen Herkunftsländern, etwa den Philippinen oder Kenia, keine Daten erhoben wurden.

Laut »Guardian« sollen 37 Todesfälle direkt auf den Bau oder die Renovierung von acht Stadien zurückzuführen sein. Und auch hier wurde als Todesursache am häufigsten eine »natürliche« genannt. Die britische Zeitung hält es für »wahrscheinlich«, dass ein Großteil der Todesfälle mit diesen Großprojekten in Verbindung steht.
Sie sind gestorben wie Sklaven beim Bau von Pyramiden

Wir haben also etliche Gluthitzetote in einem autoritär regierten Staat im Zusammenhang mit der Vorbereitung der megalomansten und modernsten Sportveranstaltung der Welt. Sie sind gestorben wie Sklaven beim Bau von Pyramiden – und wir wollen da ernsthaft unberührt den Spielen zuschauen, Konfetti in Nationalfarben werfen und trottelige Freudentaumel-Selfies posten?

Schon vor Veröffentlichung dieser Todeszahlen war unsere Fähigkeit zur Verdrängung in Bezug auf die WM beeindruckend, da waren aber auch noch keine Menschen gestorben, sondern nur gefangen gehalten und verramscht worden. Der Journalist Benjamin Best recherchierte für den WDR 2019 vor Ort und interviewte eine Reihe von Gastarbeitern. Viele sprachen über die erschütternden Bedingungen dieser organisierten Ausbeutung: nicht ausgezahlten Löhnen, Wasser und Brot, Massenunterkünften. Eines der häufigsten Probleme war der fehlende Zugang zu den Papieren, die sich im Besitz der Arbeitgeber befanden, sodass die Arbeitnehmer nicht in der Lage waren, das Projekt zu wechseln. Bürokratische Fesseln für eine moderne Sklaverei.
 

»Was aber«, so lautet eine etwas verklärende Überlegung, »wenn der Fußball«, der von diesem System sehr gut profitiert, ich wollte es nur noch mal erwähnen, »durch seinen spielerisch-pazifistischen Wettkampfcharakter eben genau die Verbesserung bringt, deren Notwendigkeit wir ja erst dadurch erfahren haben, dass wir dort überhaupt ein Spiel abhalten wollen?«

Für mich klingt das nach nervöser Selbstaffirmation, um den eigenen wirtschaftsgetriebenen Opportunismus nicht zugeben zu müssen. Zwar argumentiert die Fifa, einen positiven sozialen Wandel herbeiführen zu können, »alle Welt blickt jetzt auf Katar!«, doch die Realität sieht nach zehn Jahren Bekundungen und einigen zarten, aber offensichtlich nicht eingehaltenen Arbeitsrechtsreformen immer noch desaströs aus. Diese argumentativ behauptete Liberalisierung ist, Stand jetzt, gescheitert. Und wir haben an dieser Stelle noch gar nicht von anderen Menschenrechtsverletzungen gesprochen, wie der anhaltenden Diskriminierung von Frauen und queeren Menschen, den Pressefreiheitseinschränkungen, sowie von dem astronomischen Umweltschaden, welchen die WM in Katar erzeugen wird. Die positiven Entwicklungen beruhen auf einer verschwindend geringen Zahl wohlmeinender Projekte und gehen über Sportwashing (und da Katar auch eine klimaneutrale WM behauptet, Greenwashing) nicht hinaus. Und vielleicht ist es auch nicht Aufgabe eines spektakelhaften Fußballspiels, oder, wenn wir es ehrlicher betrachten, einer gewinnorientierten Massenveranstaltung, einen sozialen Wandel herbeizuführen. Aber internationaler Profisport ist, auch historisch betrachtet, schon lange mehr als Geld und Gesellschaftsmoment. Er ist selbstverständlich auch politisch. Und dadurch auch korrumpierbar und korrumpiert.

Bevor man also denkt, man könne mithilfe einer in ihrer derzeitigen Form kaputten Sportart die Menschenrechtslage in Katar verbessern, sollten wir schauen, ob diese Werteprobe in Katar nicht auch den kaputten Sport verbessern könnte.
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Wegducken, schweigen, schönreden

Ein kat(h)artischer Schritt wäre ein Boykott. Ich weiß, in Deutschland zu fordern, man solle eine WM absagen, ist in etwa so, als wolle man Weihnachten stehlen. Die Formen sind aber vielfältig. Dänemarks Nationalmannschaft wird zum Beispiel in Katar nicht an kommerziellen Aktivitäten teilnehmen und während ihres Aufenthalts die Sponsoren von ihren Trainingstrikots entfernen und stattdessen Menschenrechtsproklamationen verwenden. Das wirkt auf den ersten Blick etwas fromm und T-Shirt-Aktivismus-mäßig, sabotiert aber genau den einen für Investoren wesentlichen Teil jedes Sportspektakels mit hoher Sichtbarkeit: Die Spieler sind keine Werbekörper mehr, sondern Mannschaft gewordene Mahnung.

Auch der schwedische Verband hat seine geplante Tournee nach Doha abgesagt.

Und die Fans protestieren ebenso gegen ein Sportwashing, welches professionelle Menschenverachtung mit einem Waschpulver aus Bundesjugendspiel-Romantik und »Sport als Kit« ethisch sauber machen soll.
Man kann die Durchökonomisierung von Menschenleben nicht einfach sportwashen

Als Beispiel, mit indirektem Bezug zur WM in Katar, seien die FC-Bayern-Fans genannt, die schon lange und lautstark gegen ihren eigenen Verein protestieren. Der in gesellschaftspolitischen Debatten normalerweise haltungsklare Klub hat Verträge mit Qatar Airways geschlossen, was für enorme Kritik sorgte, zugleich aber die ganze Versumpftheit der Sportökonomie zutage förderte: Katar selbst ist zu einem Teil an Volkswagen beteiligt, zu dem wiederum Audi gehört. Und das ist der Sponsor des Münchner Fußballklubs. Auch die Klubs haben damit ihre bürokratischen Fesseln. Fans hielten dementsprechend beim Spiel gegen Freiburg ein riesiges Transparent hoch, auf dem Oliver Kahn und FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer blutbefleckte weiße Wäsche sortieren, während ein Koffer mit Geld auf der Waschmaschine auf sie wartet. Die Überschrift: »Für Geld waschen wir alles rein.«

Wenn man Fußball wirklich liebt, schaut man diese verlogene Pseudo-Völkerverständigungs-Veranstaltung, die symbolisch auf einem Grab stattfinden wird, nicht an. Man kann die zerstörerische Durchökonomisierung von Menschenleben nicht einfach sportwashen, und Institutionen, die dies durch Teilnahme oder kritikloses Hinnehmen erlauben, unterstützen ein System von Menschenzermalmung. Wir können nicht schwarz-rot-goldene Fähnchen schwingend bei der PR einer Autokratie mitmachen, die Menschen beim Aufbau eben genau dieser PR-Kampagne elendig sterben lässt.
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»Die Lage hat sich kaum verbessert«

Und ja, ich finde tatsächlich, dass Medien, ja, auch der SPIEGEL, nicht großartig über die Spiele berichten sollten. Oder wenn, dann immer mit dem folgenden letzten Satz: »Es war ein spannendes Spiel, die Franzosen wieder in Topform. Deutschland gewinnt dennoch knapp, aber verdient 1:0 gegen Frankreich. Für dieses Spiel kamen zwölf Menschen ums Leben.«
 

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Sarahlina89
vor 16 Stunden schrieb Hippasos:

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https://www.spiegel.de/impressum/autor-ed5dda72-0001-0003-0000-000000026743


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Die SPIEGEL Gruppe ist nicht für den Inhalt verantwortlich.
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Samira El Ouassil
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David Bailey, ein Pathologe der Weltgesundheitsorganisation, erklärte der Menschenrechtsorganisation, dass die aufgeführten Todesursachen wie »natürliche Ursache« und »Herzversagen« keine angemessene Erklärung liefern: »Dies sind Formulierungen, die nicht auf einer Sterbeurkunde stehen sollten, ohne dass die zugrunde liegende Ursache näher erläutert wird. Im Grunde stirbt am Ende jeder an Atem- oder Herzversagen, und die Formulierungen sind ohne eine Erklärung des Grundes dafür bedeutungslos.«

Hinzu kommt: Die gerichtsmedizinische Untersuchung wird durch das in Katar geltende Gesetz, das Autopsien einschränkt, zusätzlich erschwert.

Im Februar dieses Jahres berichtete bereits der »Guardian« über die katastrophalen Arbeitsumstände. Der Beitrag enthüllte erstmals Sterberaten von Gastarbeitern, indem die Zeitung Daten der Regierungen ihrer Herkunftsländer gegenprüfte: »Mehr als 6500 Arbeitsmigranten aus Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch und Sri Lanka sind in Katar gestorben, seit das Land vor zehn Jahren den Zuschlag für die Fußballweltmeisterschaft erhalten hat.« Die tatsächliche Zahl der Todesfälle wird sogar noch höher eingeschätzt, da bei anderen Herkunftsländern, etwa den Philippinen oder Kenia, keine Daten erhoben wurden.

Laut »Guardian« sollen 37 Todesfälle direkt auf den Bau oder die Renovierung von acht Stadien zurückzuführen sein. Und auch hier wurde als Todesursache am häufigsten eine »natürliche« genannt. Die britische Zeitung hält es für »wahrscheinlich«, dass ein Großteil der Todesfälle mit diesen Großprojekten in Verbindung steht.
Sie sind gestorben wie Sklaven beim Bau von Pyramiden

Wir haben also etliche Gluthitzetote in einem autoritär regierten Staat im Zusammenhang mit der Vorbereitung der megalomansten und modernsten Sportveranstaltung der Welt. Sie sind gestorben wie Sklaven beim Bau von Pyramiden – und wir wollen da ernsthaft unberührt den Spielen zuschauen, Konfetti in Nationalfarben werfen und trottelige Freudentaumel-Selfies posten?

Schon vor Veröffentlichung dieser Todeszahlen war unsere Fähigkeit zur Verdrängung in Bezug auf die WM beeindruckend, da waren aber auch noch keine Menschen gestorben, sondern nur gefangen gehalten und verramscht worden. Der Journalist Benjamin Best recherchierte für den WDR 2019 vor Ort und interviewte eine Reihe von Gastarbeitern. Viele sprachen über die erschütternden Bedingungen dieser organisierten Ausbeutung: nicht ausgezahlten Löhnen, Wasser und Brot, Massenunterkünften. Eines der häufigsten Probleme war der fehlende Zugang zu den Papieren, die sich im Besitz der Arbeitgeber befanden, sodass die Arbeitnehmer nicht in der Lage waren, das Projekt zu wechseln. Bürokratische Fesseln für eine moderne Sklaverei.
 

»Was aber«, so lautet eine etwas verklärende Überlegung, »wenn der Fußball«, der von diesem System sehr gut profitiert, ich wollte es nur noch mal erwähnen, »durch seinen spielerisch-pazifistischen Wettkampfcharakter eben genau die Verbesserung bringt, deren Notwendigkeit wir ja erst dadurch erfahren haben, dass wir dort überhaupt ein Spiel abhalten wollen?«

Für mich klingt das nach nervöser Selbstaffirmation, um den eigenen wirtschaftsgetriebenen Opportunismus nicht zugeben zu müssen. Zwar argumentiert die Fifa, einen positiven sozialen Wandel herbeiführen zu können, »alle Welt blickt jetzt auf Katar!«, doch die Realität sieht nach zehn Jahren Bekundungen und einigen zarten, aber offensichtlich nicht eingehaltenen Arbeitsrechtsreformen immer noch desaströs aus. Diese argumentativ behauptete Liberalisierung ist, Stand jetzt, gescheitert. Und wir haben an dieser Stelle noch gar nicht von anderen Menschenrechtsverletzungen gesprochen, wie der anhaltenden Diskriminierung von Frauen und queeren Menschen, den Pressefreiheitseinschränkungen, sowie von dem astronomischen Umweltschaden, welchen die WM in Katar erzeugen wird. Die positiven Entwicklungen beruhen auf einer verschwindend geringen Zahl wohlmeinender Projekte und gehen über Sportwashing (und da Katar auch eine klimaneutrale WM behauptet, Greenwashing) nicht hinaus. Und vielleicht ist es auch nicht Aufgabe eines spektakelhaften Fußballspiels, oder, wenn wir es ehrlicher betrachten, einer gewinnorientierten Massenveranstaltung, einen sozialen Wandel herbeizuführen. Aber internationaler Profisport ist, auch historisch betrachtet, schon lange mehr als Geld und Gesellschaftsmoment. Er ist selbstverständlich auch politisch. Und dadurch auch korrumpierbar und korrumpiert.

Bevor man also denkt, man könne mithilfe einer in ihrer derzeitigen Form kaputten Sportart die Menschenrechtslage in Katar verbessern, sollten wir schauen, ob diese Werteprobe in Katar nicht auch den kaputten Sport verbessern könnte.
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Wegducken, schweigen, schönreden

Ein kat(h)artischer Schritt wäre ein Boykott. Ich weiß, in Deutschland zu fordern, man solle eine WM absagen, ist in etwa so, als wolle man Weihnachten stehlen. Die Formen sind aber vielfältig. Dänemarks Nationalmannschaft wird zum Beispiel in Katar nicht an kommerziellen Aktivitäten teilnehmen und während ihres Aufenthalts die Sponsoren von ihren Trainingstrikots entfernen und stattdessen Menschenrechtsproklamationen verwenden. Das wirkt auf den ersten Blick etwas fromm und T-Shirt-Aktivismus-mäßig, sabotiert aber genau den einen für Investoren wesentlichen Teil jedes Sportspektakels mit hoher Sichtbarkeit: Die Spieler sind keine Werbekörper mehr, sondern Mannschaft gewordene Mahnung.

Auch der schwedische Verband hat seine geplante Tournee nach Doha abgesagt.

Und die Fans protestieren ebenso gegen ein Sportwashing, welches professionelle Menschenverachtung mit einem Waschpulver aus Bundesjugendspiel-Romantik und »Sport als Kit« ethisch sauber machen soll.
Man kann die Durchökonomisierung von Menschenleben nicht einfach sportwashen

Als Beispiel, mit indirektem Bezug zur WM in Katar, seien die FC-Bayern-Fans genannt, die schon lange und lautstark gegen ihren eigenen Verein protestieren. Der in gesellschaftspolitischen Debatten normalerweise haltungsklare Klub hat Verträge mit Qatar Airways geschlossen, was für enorme Kritik sorgte, zugleich aber die ganze Versumpftheit der Sportökonomie zutage förderte: Katar selbst ist zu einem Teil an Volkswagen beteiligt, zu dem wiederum Audi gehört. Und das ist der Sponsor des Münchner Fußballklubs. Auch die Klubs haben damit ihre bürokratischen Fesseln. Fans hielten dementsprechend beim Spiel gegen Freiburg ein riesiges Transparent hoch, auf dem Oliver Kahn und FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer blutbefleckte weiße Wäsche sortieren, während ein Koffer mit Geld auf der Waschmaschine auf sie wartet. Die Überschrift: »Für Geld waschen wir alles rein.«

Wenn man Fußball wirklich liebt, schaut man diese verlogene Pseudo-Völkerverständigungs-Veranstaltung, die symbolisch auf einem Grab stattfinden wird, nicht an. Man kann die zerstörerische Durchökonomisierung von Menschenleben nicht einfach sportwashen, und Institutionen, die dies durch Teilnahme oder kritikloses Hinnehmen erlauben, unterstützen ein System von Menschenzermalmung. Wir können nicht schwarz-rot-goldene Fähnchen schwingend bei der PR einer Autokratie mitmachen, die Menschen beim Aufbau eben genau dieser PR-Kampagne elendig sterben lässt.
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Katar ein Jahr vor der Fußball-WM: »Die Lage hat sich kaum verbessert« Von Monika Bolliger
»Die Lage hat sich kaum verbessert«

Und ja, ich finde tatsächlich, dass Medien, ja, auch der SPIEGEL, nicht großartig über die Spiele berichten sollten. Oder wenn, dann immer mit dem folgenden letzten Satz: »Es war ein spannendes Spiel, die Franzosen wieder in Topform. Deutschland gewinnt dennoch knapp, aber verdient 1:0 gegen Frankreich. Für dieses Spiel kamen zwölf Menschen ums Leben.«
 

sowas will man hier doch gar nicht lesen. zuviel kritik dabei.

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  • Mitglied

Arab Cup war super!  Mega schöne Stadien, sehr gute Organisation. Alles Top!

Die Europäer, die sich über das Leben/ Kondition von Migranten. Nicht, dass ich lache. Gastarbeiter wurden ja wie Könige behandelt.

Moral, moral!

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  • Mitglied
vor 4 Stunden schrieb Sarahlina89:

sowas will man hier doch gar nicht lesen. zuviel kritik dabei.

Dabei hat so was eine Frau geschrieben, deren Vater Marokkaner ist. Jetzt würden sie alle hier als Nestbeschmutzerin verdammen.

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Mr_Kech03

Der Westen sagt oft das eine, tut aber das andere. Das ist nichts neues, das sind die zwei Gesichter des Westens: Klimaschutz ja COP27 bla bla, aber noch mehr CO2 ausstoßen ist nur ein Beispiel unter vielen.

Wer hat Einfluss auf die WM2022 - Vergabe an Katar genommen? Waren es nicht die Deutschen und die Franzosen..? Bestechungsgelder sollten geflossen sein oder weiß die Samira und der SPIEGEL nichts davon? Große Firmen aus Frankreich und Deutschland arbeiten doch in Katar und haben ein Stück vom Kuchen bekommen. Jetzt auf einmal interessiert sich der Westen für Menschenrechte/Arbeiterrechte 😂. Das ist pure Heuchelei und da steckt mehr dahinter...

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Lionheart

Vielleicht sollte das Thema Arbeitsbedingungen lauten,

Generell sollte da was verändert werden, damit nicht mehr so viele sich kaputt arbeiten, das hat hat aber nix mit Sport zu tun.

Das nächste bauprojekt steht sicher in Planung, 

Weltmeisterschaft ist zum ersten mal im arabischen Raum, besser wäre sie in marokko aufgehoben.

 

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  • Mitglied
vor 7 Stunden schrieb Lionheart:

Weltmeisterschaft ist zum ersten mal im arabischen Raum, besser wäre sie in marokko aufgehoben.

 

Da hätte ich sie auch lieber!!!

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  • Mitglied
HarteNuss1
Am 19.12.2021 um 11:46 schrieb sun-m:

Arab Cup war super!  Mega schöne Stadien, sehr gute Organisation. Alles Top!

Die Europäer, die sich über das Leben/ Kondition von Migranten. Nicht, dass ich lache. Gastarbeiter wurden ja wie Könige behandelt.

Moral, moral!

Außer das Marokko wie immer versagt hat im Fussball 😋😬

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  • Mitglied
vor 2 Stunden schrieb HarteNuss1:

Außer das Marokko wie immer versagt hat im Fussball 😋😬

Das seh ich jetzt nicht so tragisch, vielleicht könnte man durch solch ein Event den Fußball in Marokko fördern, denn Talente gäbe es genug.

Ein anderes Thema: eigentlich müßte man die Spiele in Peking boykottieren. Verfolgung von Minderheiten, Christen und Muslimen. Aber wen kümmert das hier. Was ist mit der Tennisspielerin? Die wird unter Verschluss gehalten.

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  • Mitglied
Lionheart
vor 5 Stunden schrieb HarteNuss1:

Außer das Marokko wie immer versagt hat im Fussball 😋😬

Marokko ist erstmal für die wm qualifiziert mit einer ungeschlagenen Mannschaft,

Beim Arab cup spielten nur Spieler die in marokkanischen Clubs spielen , d.h. die Top Spieler wie hakimi, Zyech, Amrabat usw waren beim Arab cup nicht dabei..

Ausserdem sollten wir Algerien auch mal ein Sieg gönnen, 

Die haben dich sonst nix zu lachen .

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  • Mitglied
HarteNuss1
vor 18 Stunden schrieb Lionheart:

Marokko ist erstmal für die wm qualifiziert mit einer ungeschlagenen Mannschaft,

Beim Arab cup spielten nur Spieler die in marokkanischen Clubs spielen , d.h. die Top Spieler wie hakimi, Zyech, Amrabat usw waren beim Arab cup nicht dabei..

Ausserdem sollten wir Algerien auch mal ein Sieg gönnen, 

Die haben dich sonst nix zu lachen .

Ganz ehrlich, lieber wären sie nicht qualifiziert weil sie schon in der ersten Runde ausscheiden werden wie immer😂

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  • Mitglied
HarteNuss1
vor 9 Stunden schrieb Renaissance:

Frauen und Fussball ist wie Pudding und Ketchup … bitte red lieber von Omlett und Batata frittieren 😂🇲🇦🇩🇪🌹

Nimm dein Mund nicht zu voll, heutzutage sind Frauen mehr Mann als du einer bist😬😊

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  • Mitglied
vor 2 Stunden schrieb HarteNuss1:

Ganz ehrlich, lieber wären sie nicht qualifiziert weil sie schon in der ersten Runde ausscheiden werden wie immer😂

Sei mal nicht so pessimistisch! Und außerdem, sich zu qualifizieren ist doch schon gut und das Team kann sich in der Vorrunde präsentieren.

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  • Mitglied
vor 2 Stunden schrieb HarteNuss1:

Nimm dein Mund nicht zu voll, heutzutage sind Frauen mehr Mann als du einer bist😬😊

Zu Renaissance's Qualitäten im täglichen Leben kann ich nichts sagen, hier ist er doch ganz ok. Aber Frauen im Sport gefallen mir. Zum Beispiel die Weitspringerin, die für Deutschland Gold gewonnen hat. so weite Sprünge schafft doch keiner von uns Männern. Auch Frauenfußball ist schön anzusehen, nicht wegen der Mädels, die Trikots verbergen alles sondern wegen der Kombinationen. Beim Tennis genauso, das Spiel ist viel abwechslungsreicher als bei den Männern, weil sie nicht so brutal draufdreschen können.

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