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Fund des Tages!!!


Renaissance
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Renaissance
vor 20 Minuten schrieb Hippasos:

Musstest du da beruflich hin?

Ja Bei der DB

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Hippasos
Am 28.1.2022 um 18:22 schrieb Renaissance:

Ja Bei der DB

Nochmal zu deinen Beobachtungen im Osten. Also ich glaube, die AfD driftet jetzt voll nach rechts. Meuthen hat hingeschmissen und andere wie Petry und Lucke auch. Ich wäre schon für eine konservative demokratische Partei, aber so nicht.

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Hippasos

https://taz.de/Konflikt-mit-Algerien/!5829154/

Nur zur Info, diskutieren können wir dann später.

 

 

Marokko rüstet auf

König Mohamed VI. will sein Land zur regionalen Militärmacht ausbauen. Der nordafrikanische Staat investiert so viel in Rüstung wie nie zuvor.

 

MADRID taz | Kaufwütig – dieses Wort könnte einem bei Marokkos Armee in den Sinn kommen. Vor Weihnachten erst eröffnete das Königreich unweit der Hauptstadt Rabat die erste Basis für Luftabwehrraketen. Die Technik dazu stammt aus China. Die USA liefern ein weiteres Luftabwehrsystem sowie Kampfhelikopter, bereiten Panzer und F16-Kampfjets für über zehn Milliarden Euro auf. Marokko ist damit der beste nordafrikanische Kunde der USA.

Die Einkaufstour der Armee von König Mohammed VI. hat einen Grund: der Konflikt um die von Marokko seit 1975 besetzte ehemalige spanische Kolonie Westsahara. Dort brach die Befreiungsbewegung Polisario im November 2020 nach Provokationen der marokkanischen Armee den Waffenstillstand. Seither wird in der Wüste wieder geschossen.

Der Streit um das phosphatreiche Land ist nicht ungefährlich. Denn die Polisario wird von der regionalen Militärmacht Algerien unterstützt. Algeriens Streitkräfte stehen auf dem Global Firepower Ranking weltweit auf Platz 31, Marokkos Armee auf Platz 55. Diese Liste basiert auf der „potenziellen Fähigkeit zur Kriegsführung“ jedes Landes. In die Bewertung fließen etwa die Zahl der Soldat*innen, Finanzstärke und Ausrüstung ein.

Marokko versucht, diesen Vorsprung zu verringern. 2021 stieg der Militärhaushalt um 30 Prozent, 2022 um weitere knapp zwölf Prozent. Insgesamt wird Marokko im laufenden Jahr für seine Streitkräfte 4,8 Milliarden Euro ausgeben. Das Militärbudget beläuft sich so auf etwas mehr als vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts und macht mehr als 12 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben des Landes aus. Marokko hat ein jährliches Pro-Kopf-Einkommen von nur 2.500 Euro.

Im Kampf gegen die Polisario in der Westsahara zeigt Marokkos Armee, was sie an neuester Waffentechnologie zu bieten hat. Mindestens ein Dutzend Zivilisten kamen – nach Angaben der Polisario – seit Ende der Waffenruhe durch Drohnenangriffe ums Leben. Unter den Toten befanden sich auch drei algerische LKW-Fahrer. Algier reagierte mit dem Abbruch aller Beziehungen mit Rabat.

Auch der Chef der sahrauischen Nationalgarde der Bewegung, Addah Al-Bendir, fiel Anfang April 2021 einem Drohnenangriff zum Opfer. Marokkos Presse, sowie auf Rüstung und Kriegstechnik spezialisierte Internetmedien gehen von israelischen Waffensystemen in den Händen der Marokkaner aus.

Abbruch der Beziehungen zu Deutschland

Ein Artikel der israelischen Tageszeitung Ha'aretz bekräftigt diesen Verdacht. Demnach hat das Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) in einem Geschäftsbericht an die Börsenaufsicht für 2021 19,4 Millionen Euro aus Marokko angegeben. Vermutlich handelt es sich um den Verkaufserlös von den „Kamikaze-Drohnen“ Harop an Rabat.

Diese Kombination aus unbemanntem Flugzeug und tödlicher Rakete hat eine Reichweite von 1.000 Kilometern und eine Sprengladung von 20 Kilogramm. Außerdem soll Marokko vergangenen September vier Hermes-900-Drohnen gekauft haben, die mit unterschiedlichsten Waffensystemen bestückt werden können.

Die seit langem bestehende Beziehung zwischen Marokko und Israel hat sich in den letzten zwölf Monaten intensiviert. Denn in seinen letzten Amtstagen erkannte der ehemalige US-Präsident Donald Trump – anders als die Vereinten Nationen – Marokkos Anspruch auf die Westsahara an. Im Gegenzug versprach Rabat, die Beziehungen zu Israel auszubauen.

Auch brach Marokko die diplomatischen Beziehungen zu Spanien und zu Deutschland weitgehend ab. Beide Länder halten weiterhin daran fest, ihre Westsaharapolitik dem unterzuordnen, was die UN entscheidet. Und für die gehört die Westsahara nicht Marokko, sondern ist ein dekolonialisiertes Gebiet, dessen finaler Status ungeklärt ist.

Waffen aus Israel

Marokko hält sich derweil an die Trump gegenüber gemachten Versprechen. Vergangenen Sommer kam es zu einem Treffen der Außenminister von Israel und Marokko. Im November fand dann eine Premiere statt: Die beiden Länder unterzeichneten ein Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit, das Waffenlieferungen Israels in großem Stil die Tore öffnet.

„Bisher bestand zwischen Israel und Marokko ein bestimmtes Niveau von Zusammenarbeit. Das Abkommen wird erstmals die Grundlage für militärische Kooperation schaffen“, heißt es in einem Kommuniqué des israelischen Verteidigungsministers Benny Gantz. Es mache „die Arbeit an gemeinsamen Projekten möglich“, fügte er hinzu.

Neben den Drohnen interessiert sich Mohamed VI. wohl auch für das israelische Luftabwehrsystem „Iron Dome“, mit dem es Israel immer wieder gelingt, die Raketen palästinensischer Gruppen aus dem Gaza-Streifen abzufangen. Außerdem sollen Tel Aviv und Rabat zwei Fabriken für Drohnen in Marokko planen. Weniger als ein halbes Jahr vor dem Besuch des israelischen Verteidigungsministers hatte Marokko ein Gesetz zur Förderung eigener Waffenindustrie und ausländischer Investitionen in der Branche erlassen.

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Renaissance
vor 15 Stunden schrieb Hippasos:

https://taz.de/Konflikt-mit-Algerien/!5829154/

Nur zur Info, diskutieren können wir dann später.

 

 

Marokko rüstet auf

König Mohamed VI. will sein Land zur regionalen Militärmacht ausbauen. Der nordafrikanische Staat investiert so viel in Rüstung wie nie zuvor.

 

MADRID taz | Kaufwütig – dieses Wort könnte einem bei Marokkos Armee in den Sinn kommen. Vor Weihnachten erst eröffnete das Königreich unweit der Hauptstadt Rabat die erste Basis für Luftabwehrraketen. Die Technik dazu stammt aus China. Die USA liefern ein weiteres Luftabwehrsystem sowie Kampfhelikopter, bereiten Panzer und F16-Kampfjets für über zehn Milliarden Euro auf. Marokko ist damit der beste nordafrikanische Kunde der USA.

Die Einkaufstour der Armee von König Mohammed VI. hat einen Grund: der Konflikt um die von Marokko seit 1975 besetzte ehemalige spanische Kolonie Westsahara. Dort brach die Befreiungsbewegung Polisario im November 2020 nach Provokationen der marokkanischen Armee den Waffenstillstand. Seither wird in der Wüste wieder geschossen.

Der Streit um das phosphatreiche Land ist nicht ungefährlich. Denn die Polisario wird von der regionalen Militärmacht Algerien unterstützt. Algeriens Streitkräfte stehen auf dem Global Firepower Ranking weltweit auf Platz 31, Marokkos Armee auf Platz 55. Diese Liste basiert auf der „potenziellen Fähigkeit zur Kriegsführung“ jedes Landes. In die Bewertung fließen etwa die Zahl der Soldat*innen, Finanzstärke und Ausrüstung ein.

Marokko versucht, diesen Vorsprung zu verringern. 2021 stieg der Militärhaushalt um 30 Prozent, 2022 um weitere knapp zwölf Prozent. Insgesamt wird Marokko im laufenden Jahr für seine Streitkräfte 4,8 Milliarden Euro ausgeben. Das Militärbudget beläuft sich so auf etwas mehr als vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts und macht mehr als 12 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben des Landes aus. Marokko hat ein jährliches Pro-Kopf-Einkommen von nur 2.500 Euro.

Im Kampf gegen die Polisario in der Westsahara zeigt Marokkos Armee, was sie an neuester Waffentechnologie zu bieten hat. Mindestens ein Dutzend Zivilisten kamen – nach Angaben der Polisario – seit Ende der Waffenruhe durch Drohnenangriffe ums Leben. Unter den Toten befanden sich auch drei algerische LKW-Fahrer. Algier reagierte mit dem Abbruch aller Beziehungen mit Rabat.

Auch der Chef der sahrauischen Nationalgarde der Bewegung, Addah Al-Bendir, fiel Anfang April 2021 einem Drohnenangriff zum Opfer. Marokkos Presse, sowie auf Rüstung und Kriegstechnik spezialisierte Internetmedien gehen von israelischen Waffensystemen in den Händen der Marokkaner aus.

Abbruch der Beziehungen zu Deutschland

Ein Artikel der israelischen Tageszeitung Ha'aretz bekräftigt diesen Verdacht. Demnach hat das Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) in einem Geschäftsbericht an die Börsenaufsicht für 2021 19,4 Millionen Euro aus Marokko angegeben. Vermutlich handelt es sich um den Verkaufserlös von den „Kamikaze-Drohnen“ Harop an Rabat.

Diese Kombination aus unbemanntem Flugzeug und tödlicher Rakete hat eine Reichweite von 1.000 Kilometern und eine Sprengladung von 20 Kilogramm. Außerdem soll Marokko vergangenen September vier Hermes-900-Drohnen gekauft haben, die mit unterschiedlichsten Waffensystemen bestückt werden können.

Die seit langem bestehende Beziehung zwischen Marokko und Israel hat sich in den letzten zwölf Monaten intensiviert. Denn in seinen letzten Amtstagen erkannte der ehemalige US-Präsident Donald Trump – anders als die Vereinten Nationen – Marokkos Anspruch auf die Westsahara an. Im Gegenzug versprach Rabat, die Beziehungen zu Israel auszubauen.

Auch brach Marokko die diplomatischen Beziehungen zu Spanien und zu Deutschland weitgehend ab. Beide Länder halten weiterhin daran fest, ihre Westsaharapolitik dem unterzuordnen, was die UN entscheidet. Und für die gehört die Westsahara nicht Marokko, sondern ist ein dekolonialisiertes Gebiet, dessen finaler Status ungeklärt ist.

Waffen aus Israel

Marokko hält sich derweil an die Trump gegenüber gemachten Versprechen. Vergangenen Sommer kam es zu einem Treffen der Außenminister von Israel und Marokko. Im November fand dann eine Premiere statt: Die beiden Länder unterzeichneten ein Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit, das Waffenlieferungen Israels in großem Stil die Tore öffnet.

„Bisher bestand zwischen Israel und Marokko ein bestimmtes Niveau von Zusammenarbeit. Das Abkommen wird erstmals die Grundlage für militärische Kooperation schaffen“, heißt es in einem Kommuniqué des israelischen Verteidigungsministers Benny Gantz. Es mache „die Arbeit an gemeinsamen Projekten möglich“, fügte er hinzu.

Neben den Drohnen interessiert sich Mohamed VI. wohl auch für das israelische Luftabwehrsystem „Iron Dome“, mit dem es Israel immer wieder gelingt, die Raketen palästinensischer Gruppen aus dem Gaza-Streifen abzufangen. Außerdem sollen Tel Aviv und Rabat zwei Fabriken für Drohnen in Marokko planen. Weniger als ein halbes Jahr vor dem Besuch des israelischen Verteidigungsministers hatte Marokko ein Gesetz zur Förderung eigener Waffenindustrie und ausländischer Investitionen in der Branche erlassen.

https://nex24.news/2021/09/spannungen-mit-algerien-marokko-kauft-tuerkische-kampfdrohne-bayraktar-tb2/

 

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Renaissance
vor 2 Stunden schrieb Hippasos:

Warum soll es da anders zugehen als in der katholischen Kirche? Wenn sie nur Pornos gucken würden, dann könnte das einem egal sein.

 

Das hier war natürlich ein gefundenes Fressen für die Bildzeitung.

https://www.facebook.com/bild/videos/298909680794446/

Die ist duchgeknallt 😂😂😂

Das ist nicht mein Niveau … mit solchen Menschen will ich nicht zu tun haben 🤢

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Renaissance

Ein Hund führt die Polizei zu einem Unfallort in einer Entfernung von einer Meile, wo die Polizei den Hund zuerst gesehen hat.

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Hippasos
vor 18 Stunden schrieb Renaissance:

Die ist duchgeknallt 😂😂😂

Das ist nicht mein Niveau … mit solchen Menschen will ich nicht zu tun haben 🤢

Honecker ließ sich von Schalk-Golodkowski streng verbotene Pornofilmkassetten importieren.

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Renaissance
vor 19 Stunden schrieb Hippasos:

Honecker ließ sich von Schalk-Golodkowski streng verbotene Pornofilmkassetten importieren.

Schau dir lieber das an 😉

Winston Churchill: »Wir sind alle Würmchen. Aber ich glaube, dass ich ein Glühwürmchen bin. 😅

 

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Hippasos
vor 7 Stunden schrieb Renaissance:

Schau dir lieber das an 😉

Winston Churchill: »Wir sind alle Würmchen. Aber ich glaube, dass ich ein Glühwürmchen bin. 😅

 

Den Lesch mag ich sehr gerne. Den obigen Vortrag find ich allerdings etwas zu lang geraten. Seinen Vorträgen höre ich mit Interesse zu, nur um manchmal zum Schluss das Gefühl zu haben, dass ich jetzt auch nicht mehr weiß als vorher. Wie können wir die Welt verstehen ist eine Frage, die uns alle interessiert. Es gibt da auch ein Buch dazu:

Können wir die Welt verstehen?

Josef M. Gaßner, Jörn Müller

Meilensteine der Physik von Aristoteles zur Stringtheorie

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2019
ISBN 9783103974812
Gebunden, 672 Seiten, 32,00 EUR

Physik für alle - für Physiker wie für Nichtphysiker! Der Astrophysiker Josef M. Gaßner und der Experimentalphysiker Jörn Müller erklären in ihrem Grundlagenwerk alle Highlights der Physik. Indem sie allgemein verständlich und anschaulich in die großen Theorien der Physik einführen, schlagen sie eine Brücke zwischen Populärwissenschaft und Fachpublikationen. Die Lektüre ähnelt einer Bergwanderung, die sich über die vorgelagerten Hügel der Klassischen Mechanik und der Speziellen Relativitätstheorie empor hangelt zu den ersten Aussichtspunkten der Allgemeinen Relativitätstheorie und der Quantenmechanik. Vom Hauptkamm der Quantenfeldtheorien, dem Standardmodell mitsamt Higgsmechanismus geht es weiter hoch zur Eichtheorie, der Quantenschleifentheorie, der Supersymmetrie und den Stringtheorien.

Damit bin ich auch nicht so zufrieden, auch wenn die Rezensionen sehr gut sind, da ich glaube, dass die Physik auch nur bestimmte Aspekte der  Welt erklären kann.

 

Die Videos von Gaßner sind übrigens sehr gut. Er arbeitet viel mit Lesch zusammen.

Vom Mathe- oder Physikstudium rat ich allen Herren hier ab, man kann dort nur häßliche Mädels kennenlernen. Abschreckende Beispiele zum Beispiel hier:

 

 

Noch eine Physikerin

https://www.swissinfo.ch/ger/astronautin-eth-physik-_die-schwerkraftforscherin--die-von-der-schwerelosigkeit-traeumt/46374104

 

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Hippasos

Das kann einen sehr traurig machen.

https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/marokko-rettungaktion-103.html

Trauer in Marokko Rayan hat Sturz in Brunnen nicht überlebt

Stand: 06.02.2022 09:59 Uhr

Tagelang hatten Helfer einen Parallel-Schacht gegraben. Doch sie konnten den fünfjährigen Rayan, der in einen 32 Meter tiefen Brunnen gefallen war, nur noch tot bergen. Die Bestürzung ist groß - in Marokko und weltweit.

Von Dunja Sadaqi, ARD-Studio Rabat

Laute Stoßgebete Richtung Himmel und Jubelgeschrei, als die Rettungskräfte mit schnellen Schritten den fünfjährigen Rayan zum Krankenwagen tragen - dort warteten schon seine Eltern auf ihn. Hunderte hatten Tag und Nacht vor Ort rund um die Unfallstelle die dramatische Rettungsaktion beobachtet, saßen auf Baggern und Fahrzeugen. Sie feuerten die Rettungskräfte an, klatschend, es wurde laut zusammen gebetet. Ganz Marokko, so schien es, bangten um das Schicksal des jungen Rayan. Ein Mann sagte:

Wir beten, dass Rayan am Leben ist. Möge seine Familie Geduld haben - ehrlich gesagt: Unsere Herzen sind gebrochen.

 

Dunja Sadaqi ARD-Studio Rabat

Menschenmenge war Herausforderung

Die Menschenmenge war zuletzt auch eine Herausforderung für die Einsatzkräfte geworden - die deswegen Barrieren errichten mussten. Die Zuschauer jubelten, als nach vier Tagen die Retter Rayan endlich aus dem 32 Meter tiefen Loch befreien konnten.

 

Rettungskräfte tragen den Leichnam und legen ihn in einen Krankenwagen. Bild: dpa

Tür zu und los raste der weiße Krankenwagen. Tagelang waren die Ambulanz und ein Rettungshubschrauber vor Ort gewesen. Wenig später dann die Nachricht aus Marokkos Königspalast: Der Junge hat nicht überlebt. Marokkos König Mohammed VI. habe bereits mit den Eltern gesprochen.

Die Maschinen haben seit Beginn des Einsatzes zu keinem Zeitpunkt angehalten. Was den Grabevorgang betrifft, so ist dies keine einfache Sache. Der Vorgang ist so kompliziert und schwierig. Techniker sind anwesend, weil die Erde an der Stelle so zerbrechlich ist und wir Angst vor einem Einsturz haben.

Das hatte Einsatzleiter Abdelhadi Temrani in den vergangenen Tagen noch im Staatsfernsehen gesagt - da war immer noch nicht sicher, wie es Rayan geht. Zäh und nervenaufreibend zog sich der Einsatz über mehrere Tage, kam immer wieder ins Stocken.

Das Problem: Die Rettung war Schwerstarbeit, weil der Brunnen sehr eng ist - in den letzten Metern nur gut 45 cm - konnte niemand direkt zu dem Jungen gelangen. Deshalb wurde ein Parallel-Schacht gegraben, dann eine Art horizontale Brücke, um zu ihm zu gelangen. Tagelang bestand das Risiko, dass die Erde ins Rutschen kommt, ein gefährliches Gemisch aus hartem Fels und Sand. Immer wieder rutschten auch Erde und Steine ab - Lebensgefahr für Helfer und das Kind.

 

Hunderte Menschen stehen an der Unglücksstelle in Marokko. Bild: AFP

Der fünfjährige Rayan steckte seit Dienstagnachmittag in dem ausgetrockneten Brunnen fest - ein Loch 32 Meter tief in der Erde. In seinem Dorf Ighrane im Norden Marokkos war er beim Spielen in der Nähe seines Familienhauses in den Brunnen gefallen. Laut seinem Vater Khalid Agourram ist das Unglück geschehen, als er gerade den Brunnen instand setzen wollte und kurz unachtsam war, erzählte er Anfang der Woche dem Staatsfernsehen:

Wir wussten auf einmal nicht mehr, wo das Kind ist und haben ihn gesucht und ihn nicht gefunden. Und dann haben wir ihn mithilfe einer Kamera im Brunnen entdeckt. Dann haben wir die Behörden zu Hilfe gerufen und sie taten, was nötig war. Möge Gott sie belohnen!

Weltweite Anteilnahme

Bis zum Schluss hatten Aufnahmen einer eingeführten Kamera im Innern des Brunnens Eltern und Einsatzkräfte hoffen lassen. Die Anteilnahme und der Schock über den Tod des Jungen sind groß in Marokko - und sogar weltweit.

Bis in die Abendstunden hatten Zehntausende live den Rettungseinsatz noch im Fernsehen oder im Internet verfolgt. In sozialen Medien hatte sich der Hashtag #saverayan verbreitet. Seit der Meldung seines Todes ist es still in seinem Heimatdorf geworden.

 

 

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Renaissance
vor 13 Stunden schrieb Hippasos:

Das kann einen sehr traurig machen.

https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/marokko-rettungaktion-103.html

Trauer in Marokko Rayan hat Sturz in Brunnen nicht überlebt

Stand: 06.02.2022 09:59 Uhr

Tagelang hatten Helfer einen Parallel-Schacht gegraben. Doch sie konnten den fünfjährigen Rayan, der in einen 32 Meter tiefen Brunnen gefallen war, nur noch tot bergen. Die Bestürzung ist groß - in Marokko und weltweit.

Von Dunja Sadaqi, ARD-Studio Rabat

Laute Stoßgebete Richtung Himmel und Jubelgeschrei, als die Rettungskräfte mit schnellen Schritten den fünfjährigen Rayan zum Krankenwagen tragen - dort warteten schon seine Eltern auf ihn. Hunderte hatten Tag und Nacht vor Ort rund um die Unfallstelle die dramatische Rettungsaktion beobachtet, saßen auf Baggern und Fahrzeugen. Sie feuerten die Rettungskräfte an, klatschend, es wurde laut zusammen gebetet. Ganz Marokko, so schien es, bangten um das Schicksal des jungen Rayan. Ein Mann sagte:

Wir beten, dass Rayan am Leben ist. Möge seine Familie Geduld haben - ehrlich gesagt: Unsere Herzen sind gebrochen.

 

Dunja Sadaqi ARD-Studio Rabat

Menschenmenge war Herausforderung

Die Menschenmenge war zuletzt auch eine Herausforderung für die Einsatzkräfte geworden - die deswegen Barrieren errichten mussten. Die Zuschauer jubelten, als nach vier Tagen die Retter Rayan endlich aus dem 32 Meter tiefen Loch befreien konnten.

 

Rettungskräfte tragen den Leichnam und legen ihn in einen Krankenwagen. Bild: dpa

Tür zu und los raste der weiße Krankenwagen. Tagelang waren die Ambulanz und ein Rettungshubschrauber vor Ort gewesen. Wenig später dann die Nachricht aus Marokkos Königspalast: Der Junge hat nicht überlebt. Marokkos König Mohammed VI. habe bereits mit den Eltern gesprochen.

Die Maschinen haben seit Beginn des Einsatzes zu keinem Zeitpunkt angehalten. Was den Grabevorgang betrifft, so ist dies keine einfache Sache. Der Vorgang ist so kompliziert und schwierig. Techniker sind anwesend, weil die Erde an der Stelle so zerbrechlich ist und wir Angst vor einem Einsturz haben.

Das hatte Einsatzleiter Abdelhadi Temrani in den vergangenen Tagen noch im Staatsfernsehen gesagt - da war immer noch nicht sicher, wie es Rayan geht. Zäh und nervenaufreibend zog sich der Einsatz über mehrere Tage, kam immer wieder ins Stocken.

Das Problem: Die Rettung war Schwerstarbeit, weil der Brunnen sehr eng ist - in den letzten Metern nur gut 45 cm - konnte niemand direkt zu dem Jungen gelangen. Deshalb wurde ein Parallel-Schacht gegraben, dann eine Art horizontale Brücke, um zu ihm zu gelangen. Tagelang bestand das Risiko, dass die Erde ins Rutschen kommt, ein gefährliches Gemisch aus hartem Fels und Sand. Immer wieder rutschten auch Erde und Steine ab - Lebensgefahr für Helfer und das Kind.

 

Hunderte Menschen stehen an der Unglücksstelle in Marokko. Bild: AFP

Der fünfjährige Rayan steckte seit Dienstagnachmittag in dem ausgetrockneten Brunnen fest - ein Loch 32 Meter tief in der Erde. In seinem Dorf Ighrane im Norden Marokkos war er beim Spielen in der Nähe seines Familienhauses in den Brunnen gefallen. Laut seinem Vater Khalid Agourram ist das Unglück geschehen, als er gerade den Brunnen instand setzen wollte und kurz unachtsam war, erzählte er Anfang der Woche dem Staatsfernsehen:

Wir wussten auf einmal nicht mehr, wo das Kind ist und haben ihn gesucht und ihn nicht gefunden. Und dann haben wir ihn mithilfe einer Kamera im Brunnen entdeckt. Dann haben wir die Behörden zu Hilfe gerufen und sie taten, was nötig war. Möge Gott sie belohnen!

Weltweite Anteilnahme

Bis zum Schluss hatten Aufnahmen einer eingeführten Kamera im Innern des Brunnens Eltern und Einsatzkräfte hoffen lassen. Die Anteilnahme und der Schock über den Tod des Jungen sind groß in Marokko - und sogar weltweit.

Bis in die Abendstunden hatten Zehntausende live den Rettungseinsatz noch im Fernsehen oder im Internet verfolgt. In sozialen Medien hatte sich der Hashtag #saverayan verbreitet. Seit der Meldung seines Todes ist es still in seinem Heimatdorf geworden.

 

 

Als Absolvent der Montanuni und Spezialist für Tunnelbau und konstruktiver Tiefbau habe ich Zweifel an der Methodik mit dem Ausbruch eines Querstollens, der direkt zu dem Kind führt. Es sind zwei Szenarien zu erwarten, entweder wird das Kind durch den passiven Druck an der Firste erdrückt oder es wird von Löckerböden erstickt.

Ich hätte zuerst die Böschung mit Duplexankern oder Injektionsmörtel (Soil Fracturing Method) gesichert.

Danach würde ich die besten Markscheider finden und das Kind in exakten kartesischen Koordinaten lokalisieren. Denk an Eurotunnel. Die Engländer und Franzosen trafen  millimetergenau in der Mitte.

Anschließend bohre ich einen Querstollen mit einem Durchmesser von 1,5 Metern. Der Aushub wird entweder mit einem Minibagger oder mit einer Mikro-TBM durchgeführt.

Der Querstollen sollte mindestens 3 m unter dem Niveau liegen, auf dem sich das Kind befindet.

Anschließend bohre ich ein Loch vom Boden bis zum Kind.

Was die "Helfer" getan haben, ist aus geotechnischer Sicht ein Kamikaze-Akt.

Inna lilah wa inna Ilayhi Raji3oun.

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M3aLem
vor 5 Stunden schrieb Renaissance:

Als Absolvent der Montanuni und Spezialist für Tunnelbau und konstruktiver Tiefbau habe ich Zweifel an der Methodik mit dem Ausbruch eines Querstollens, der direkt zu dem Kind führt. Es sind zwei Szenarien zu erwarten, entweder wird das Kind durch den passiven Druck an der Firste erdrückt oder es wird von Löckerböden erstickt.

Ich hätte zuerst die Böschung mit Duplexankern oder Injektionsmörtel (Soil Fracturing Method) gesichert.

Danach würde ich die besten Markscheider finden und das Kind in exakten kartesischen Koordinaten lokalisieren. Denk an Eurotunnel. Die Engländer und Franzosen trafen  millimetergenau in der Mitte.

Anschließend bohre ich einen Querstollen mit einem Durchmesser von 1,5 Metern. Der Aushub wird entweder mit einem Minibagger oder mit einer Mikro-TBM durchgeführt.

Der Querstollen sollte mindestens 3 m unter dem Niveau liegen, auf dem sich das Kind befindet.

Anschließend bohre ich ein Loch vom Boden bis zum Kind.

Was die "Helfer" getan haben, ist aus geotechnischer Sicht ein Kamikaze-Akt.

Inna lilah wa inna Ilayhi Raji3oun.

Hätte hätte,war nie die Lösung für irgendetwas.
Aus der Ferne kann jeder den Helden spielen und im Nachhinein kann jeder kluge Ratschläge geben,Respekt und Hochachtung an die Rettungskräfte,die alles gegeben haben, trotz mangelnder Erfahrung in Tunnelbau und fehlender Moderne Gerätschaft,man soll ihre Leistung mit sowas wie "Hätte , Müsste,Sollte" nicht herabwürdigen,nur weil sie vielleicht nicht studiert haben oder kein Fachabschluss haben.
Am Ende haben sie ihre Ziel erreicht,auch wenn das ganze tragisch und traurig endete,über Leben und Tod kann der Mensch nicht entscheiden.
Die größten Helden sind welche die sich trotz aller Schwierigkeiten,mangelnder Erfahrung und Ausrüstung der Herausforderungen stellen und nicht aufgeben.
Du3a und tatkräftige zusammenarbeit können sehr wirkungsvoll sein.

Inna lillahi es inna ilayhi raaji3uun.

Möge Allah seine Eltern viel Geduld geben.

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