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Viele Pflegekräfte wollen Beruf aufgeben


Koriander
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Koriander

Mehr als 3000 Pflegerinnen und Pfleger sind weltweit an Covid-19 gestorben, viele sind am Ende ihrer Kräfte. Ihr Weltverband warnt vor einem »Massenexodus aus dem Beruf«, bald könnten 13 Millionen Fachkräfte fehlen.

Verschärft die Pandemie den Personalengpass in der Pflege? Der Weltbund der Krankenschwestern und Krankenpfleger hält das für sehr wahrscheinlich. Wegen der Coronapandemie würden immer mehr Pflegekräfte ihrem Beruf den Rücken kehren. Die Pandemie könnte bereits in der zweiten Jahreshälfte zu »einem Massenexodus aus dem Beruf« führen, warnte der International Council of Nurses (ICN) am Donnerstag. Mindestens 3000 Pflegekräfte in 60 Ländern seien erwiesenermaßen bereits an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die tatsächliche Zahl liege wahrscheinlich deutlich höher.

Wegen Burn-outs und Stress in der Pandemie erwägen Millionen Fachkräfte einen Berufswechsel, wie ICN-Chef Howard Catton in Genf erläuterte. Die Pflegekräfte seien durch die Pandemie bis zur körperlichen und geistigen Erschöpfung getrieben worden und hätten eine »Massentraumatisierung« erlebt. »Sie erreichen den Punkt, an dem sie alles gegeben haben, was sie können.«

Unklare Datenlage in Deutschland

Weltweit seien derzeit 27 Millionen Krankenschwestern und Krankenpfleger tätig. Bereits zu Beginn der Pandemie habe es einen Mangel von sechs Millionen Pflegekräften gegeben. Bis 2030 gingen zudem vier Millionen Fachkräfte in Rente. Sollten sich die Befürchtungen des ICN bestätigen, könnte der weltweite Fachkräftemangel laut Hatton auf fast 13 Millionen steigen. »Wir könnten vor einem Abgrund stehen«, sagte Catton. Der ICN, der mehr als 130 nationale Berufsverbände vertritt, forderte eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte.

In Deutschland sind einem Medienbericht zufolge seit Beginn der Coronapandemie bereits Tausende Pflegekräfte aus dem Beruf ausgeschieden. Betroffen seien Krankenhäuser ebenso wie die Altenpflege, berichteten die Zeitungen, die zur »Funke Mediengruppe« gehören, unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach ging die Zahl der Beschäftigten in der Pflege zwischen Anfang April und Ende Juli 2020 um mehr als 9000 zurück – dies entspreche einem Rückgang um 0,5 Prozent.

Diese Zahlen sind allerdings von beschränkter Aussagekraft: Der Großteil des Rückgangs betrifft Pflegekräfte in Krankenhäusern, die in der Coronapandemie unter abgesagten Operationen und geringer Auslastung leiden. Welcher Anteil des Rückgangs auf den Rückzug von Beschäftigten aus dem Berufsfeld zurückgeht, ist unklar.

 

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DerPfleger

Ich habe in der Coronakrise von Anfang an in der Pflege (Altenhaus/Krankenhaus) gearbeitet

 

Ich kam zu Beginn der Krise in die Patienten-, Bewohnerzimmer rein dort lief meistens non Stop NTV.

 

Der/die Patientin war am weinen und sagte "ich will nicht sterben"

 

ich habe die oder den Betroffenen dann beruhigt "Frau Maier sie werden nicht sterben sie sind doch fit" 

 

"Nein wenn soll ich glauben den Nachrichtensprecher oder Ihnen"

 

war dann die Antwort also nervlich ist er wirklich eine besondere Sitatuion.

 

Die Umgangston der Vorgesetzen zu uns Pfleger wurde seh Barsch und herablassend und respektlos.

 

Vorher war er wertschätzend nun war davon nichts zu sehen.

 

 

Die deutliche Mehrarbeit und noch weniger Freizeit träagt auch dazu bei.

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Renaissance
Am 12.3.2021 um 09:57 schrieb DerPfleger:

Ich habe in der Coronakrise von Anfang an in der Pflege (Altenhaus/Krankenhaus) gearbeitet

 

Ich kam zu Beginn der Krise in die Patienten-, Bewohnerzimmer rein dort lief meistens non Stop NTV.

 

Der/die Patientin war am weinen und sagte "ich will nicht sterben"

 

ich habe die oder den Betroffenen dann beruhigt "Frau Maier sie werden nicht sterben sie sind doch fit" 

 

"Nein wenn soll ich glauben den Nachrichtensprecher oder Ihnen"

 

war dann die Antwort also nervlich ist er wirklich eine besondere Sitatuion.

 

Die Umgangston der Vorgesetzen zu uns Pfleger wurde seh Barsch und herablassend und respektlos.

 

Vorher war er wertschätzend nun war davon nichts zu sehen.

 

 

Die deutliche Mehrarbeit und noch weniger Freizeit träagt auch dazu bei.

Schalt den Fernseher auf Heimatkanal um 😒 

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  • 2 weeks later...
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GordonCornisha

Natürlich verschärft die Pandemie den Engpass beim Pflegepersonal. Es ist nicht nur ein harter Job, sondern er wird auch noch schlecht bezahlt. Die Logik dahinter erschließt sich mir nicht so ganz. Jedes Element dieser Gesellschaft kann sich dem Zahn der Zeit nicht entziehen. Müsste der Beruf nicht an Wichtigkeit gewinnen, wenn er so dringend gebraucht wird? Wenn man jedoch noch fit genug ist, und keine Hilfe braucht verschafft die Expertenseite healthcanal.com Klarheit. Die Artikel werden ausschließlich von Spezialisten geschrieben, und auch die Produkte sind hochwertig in der Anwendung.

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