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Statement : Amoklauf in Hanau


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GeheimeFrau

#fuckoff

Während ein Teil von uns noch immer krampfhaft versucht um mehr Solidarität zu kämpfen, auf eine offensichtliche Unterwanderung hinzuweisen, entstanden durch eine jahrelang relativierte und offensichtlich ignorierte Vernetzung von vermeintlichen „Personengruppierungen“, die ausländerfeinlichem Gedankengut folgen, die bis heute, nein, gerade heute noch immensen Anklang findet, sitzt die andere Hälfte da und hat spätestens heute einen jungen Mann in der Timeline, der die Geschehnisse mit einer Schusswunde im Krankenhaus schildert. 
Während die trägen Augen, die seit Stunden aufs Display starren, der gewohnten Scrollbewegung durch Outfit-Of-The-Days, Fitnessworkouts und Influencer-Werbedeals folgen, frage Ich mich, wie verbittert, ignorant und gleichgültig eine Gesellschaft geworden sein muss, um sich in seiner eigenen weißen, privilegierten Haut zu baden, sich nicht die zwei Minuten zu nehmen oder nehmen zu wollen und darüber nachzudenken, wie es sich hätte anfühlen müssen, wenn man sich an diesem Abend dazu entschieden hätte das nächste Café aufzusuchen, mit Bekannten zusammenzusitzen, um im nächsten Moment hinter den Tresen zu springen und seinem Freund dabei zuzusehen, wie er mit einer Schusswunde am Hals nach Luft ringt. Stattdessen wird der Ball scheinheiliger Solidarität und Beileidsbekundung jedem (!) Menschen zugespielt. Zurecht demjenigen, der sich in seinem stillen Kämmerlein an dem Luxus seines „unpolitisch-sein-dürfens“ ergötzt, fälschlicherweise aber auch denjenigen, die seit Jahren mit Ihrem Gesicht, Ihrem Namen und alledem, was Sie sich unabhängig von Ihrer Herkunft, auf die Sie auch in solchen Situationen noch immer reduziert werden, aufgebaut haben, die weiterhin, trotz Frustration, für Aufklärungsarbeit einstehen. Sachliche Differenzierung wird an solchen Tagen vergeblich gesucht.
Je mehr Informationen über den Bildschirmrand fließen, umso größer wird der Hass gegenüber denjenigen, die uns nach solchen Tagen uns selbst überlassen. Ein weiteres Mal. 
Ein weiteres Mal sitze Ich hier und schaue wieder dabei zu, wie sich ein Gauland im Interview von der Tat distanziert, mit einem Pokerface, das das perverse Schmunzeln versucht zu unterdrücken, wenn er jegliches Beisteuern seiner Partei, jede Auswirkung von Propaganda in eigenen Kreisen relativiert und den Impuls zur Tat erneut in der psychischen Verfassung eines irritierten Mannes sucht und findet. Die Ermittlung der Schuldursache findet auf der gleichen profanen Ebene statt, wir die ekelhafte, bewusst verweigerte Differenzierung.

Der Postillon verfasst einen Satireartikel. 
Die AfD habe einen treuen Wähler bei der Schießerei in Hanau verloren. Die Kommentare darunter überwiegend von denjenigen, die sich selbst für die primitivste Differenzierungsarbeit zu schade sind und selbst wenn Sie es nicht wären, dennoch nicht davon absehen würden pietätlose Kommentare zu hinterlassen.

Mit der Aussage „Wir haben einen echten Bruder verloren“ realisiere Ich, wie spät es ist.

I'm Out.

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M3aLem

Menschen haben unterschiedlicher Ansichten was Recht und unrecht angeht,aus der sicht der afd und ihrer rechtsradikalen schergen,ist der Terroranschlag richtig und die Täter Märtyrer,man darf sich von diesen feigen haufen von hass und angst erfülltes pack nicht einschüchtern lassen,sie verstecken sich ihn ihren Löcher wie ratten,einsam und führen ein sinnloses leben,und für ihrer Versagen geben sie anderen die schuld.

Diese partei und ihrer gefolsleute,sind nichts weiter als Marionetten.

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Guest Unknown_Identity

die traurige Gewissheit ist dass man diese rechtsgesinnten Minderheiten in einer demokratischen Gesellschaft niemals eliminieren kann. Die Welt ja sogar der gesamte Kosmos besteht aus Gegensätzlichkeiten die so verrückt das auch klingen mag, teil des Ganzen ist. Seit es die Menschheit gibt gibt es auch Meinungsverschiedenheiten. Manchmal werden sie verbal jedoch auch mal mit Gewalt ausgefochten.

Das soll nicht heissen dass wir uns damit einfach abfinden sollten, natürlich nicht. Vielmehr sollte man weiterhin die Anstrengung unternehmen dieses Gedankengut mittels Aufklärungsarbeit aus dem kollektiven Gedächtnis zu vertreiben. Man sollte sich dennoch im Klaren sein dass man diese braungefärbte Gesinnung nicht gänzlich herausdestillieren kann und auch jemals wird. 

 

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GeheimeFrau

Ich sehe es aus einer Perspektive, die es mir ermöglich Hoffnung zu haben.

Die Menschheit ist verdorben, die Rechtsextremisten haben Angst vor etwas, was ganz alleine in ihrem Kopf und in ihren Gedanken passiert. Sie haben Angst vor der Vorstellung, dass wir sie aus ihrem Revier ziehen und ihnen alles nehmen wofür sie all die Jahre gearbeitet haben. Doch, wie sollen wir gegen etwas ankämpfen was in den Köpfen dieser Menschen passiert?

Wie sollen wir das ganze aufhalten? Der Staat fördert strengere Kontrollen auf YouTube und Sozialen Plattformen weil dort der Hass gegen Nationalitäten beginnt und geschnürt wird. Dennoch gelingt es jedem der Attentäter bis jetzt, sein Manifest online zu teilen, seine Gedanken auf YouTube zu posten oder auf Facebook einen Livestream der Tat zu starten.

vor 14 Stunden schrieb Unknown_Identity:

Vielmehr sollte man weiterhin die Anstrengung unternehmen dieses Gedankengut mittels Aufklärungsarbeit aus dem kollektiven Gedächtnis zu vertreiben.

Das erste was ich mir dachte Nach der Tat in Hanau war, dass es so viele Menschen zusammen gebracht hat die gegen den Hass waren. Das so viele zusammen gesprochen haben und auch online aufzupassen falls so jemand auffällt. 

und dennoch gab es erneut irre die nur 3 Tage später es in Stuttgart versucht haben. 
 

was war die Aussage des Täters in Christchurch? - ich habe diese Stadt gewählt, weil sie so ruhig ist und keiner hier damit gerechnet hat. Sie dachten sie wären sicher“

ich finde das diese Aussage so unglaublich viel sagt, und mir zumindest das Blut in den Adern gefrieren lässt. Nicht wegen mir, ich habe keine Angst vor dem Tod. Aber ich habe Angst vor Verluste die ich niemals ertragen würde. 

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Guest Unknown_Identity
vor 13 Stunden schrieb GeheimeFrau:

Ich sehe es aus einer Perspektive, die es mir ermöglich Hoffnung zu haben.

Die Menschheit ist verdorben, die Rechtsextremisten haben Angst vor etwas, was ganz alleine in ihrem Kopf und in ihren Gedanken passiert. Sie haben Angst vor der Vorstellung, dass wir sie aus ihrem Revier ziehen und ihnen alles nehmen wofür sie all die Jahre gearbeitet haben. Doch, wie sollen wir gegen etwas ankämpfen was in den Köpfen dieser Menschen passiert?

Wie sollen wir das ganze aufhalten? Der Staat fördert strengere Kontrollen auf YouTube und Sozialen Plattformen weil dort der Hass gegen Nationalitäten beginnt und geschnürt wird. Dennoch gelingt es jedem der Attentäter bis jetzt, sein Manifest online zu teilen, seine Gedanken auf YouTube zu posten oder auf Facebook einen Livestream der Tat zu starten.

Das erste was ich mir dachte Nach der Tat in Hanau war, dass es so viele Menschen zusammen gebracht hat die gegen den Hass waren. Das so viele zusammen gesprochen haben und auch online aufzupassen falls so jemand auffällt. 

und dennoch gab es erneut irre die nur 3 Tage später es in Stuttgart versucht haben. 
 

was war die Aussage des Täters in Christchurch? - ich habe diese Stadt gewählt, weil sie so ruhig ist und keiner hier damit gerechnet hat. Sie dachten sie wären sicher“

ich finde das diese Aussage so unglaublich viel sagt, und mir zumindest das Blut in den Adern gefrieren lässt. Nicht wegen mir, ich habe keine Angst vor dem Tod. Aber ich habe Angst vor Verluste die ich niemals ertragen würde. 

bin hier zu 100% bei dir 

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Hippasos

Ich bin da auch ganz verzweifelt. Muss es denn immer so weiter gehen. Ein Anschlag provoziert den Gegenanschlag. Nach Christchurch war Sri Lanka dran. Gibt es nur noch Irre auf der Welt?

https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschlag_auf_zwei_Moscheen_in_Christchurch

https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschlag_in_Sri_Lanka_am_Ostersonntag_2019

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