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Österreich beschließt Kopftuchverbot an Grundschulen

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In Grundschulen in Österreich dürfen Kinder keine Kopftücher mehr tragen. Das beschloss das Parlament - mit Stimmen der rechtskonservativen Regierung. Ob das Gesetz aber auch vollzogen wird, ist noch nicht klar.

Das österreichische Parlament hat ein Verbot von Kopftüchern an Grundschulen beschlossen. Mit der Entscheidung, die mit den Stimmen der konservativen ÖVP und der rechten FPÖ durchgesetzt wurde, wird künftig "das Tragen weltanschaulich oder religiös geprägter Bekleidung, mit der eine Verhüllung des Hauptes verbunden ist", untersagt.

Ausgenommen sind damit Verbände aus medizinischen Gründen oder Kopfbedeckungen als Schutz vor Regen oder Schnee. Die jüdische Kippa etwa bleibt erlaubt, da sich das Verbot auf Kleidungsstücke bezieht, "welche das gesamte Haupthaar oder große Teile dessen verhüllen". Es ist davon auszugehen, dass es Beschwerden gegen das Gesetz vor dem Verfassungsgerichtshof geben wird.

Durch den Vorstoß der rechtskonservativen Regierung in Österreich griff auch Nordrhein-Westfalen die Diskussion auf und kündigte an, ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren zu prüfen. Kinder in diesem Alter seien religiös unmündig, lautete die Argumentation. Das Kopftuch zwinge sie in vorgefertigte Geschlechterrollen

 

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/oesterreich-beschliesst-kopftuch-verbot-an-grundschulen-a-1267656.html

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Guest Rifman
vor 2 Minuten schrieb KillMe3:

In Grundschulen in Österreich dürfen Kinder keine Kopftücher mehr tragen. Das beschloss das Parlament - mit Stimmen der rechtskonservativen Regierung. Ob das Gesetz aber auch vollzogen wird, ist noch nicht klar.

Das österreichische Parlament hat ein Verbot von Kopftüchern an Grundschulen beschlossen. Mit der Entscheidung, die mit den Stimmen der konservativen ÖVP und der rechten FPÖ durchgesetzt wurde, wird künftig "das Tragen weltanschaulich oder religiös geprägter Bekleidung, mit der eine Verhüllung des Hauptes verbunden ist", untersagt.

Ausgenommen sind damit Verbände aus medizinischen Gründen oder Kopfbedeckungen als Schutz vor Regen oder Schnee. Die jüdische Kippa etwa bleibt erlaubt, da sich das Verbot auf Kleidungsstücke bezieht, "welche das gesamte Haupthaar oder große Teile dessen verhüllen". Es ist davon auszugehen, dass es Beschwerden gegen das Gesetz vor dem Verfassungsgerichtshof geben wird.

Durch den Vorstoß der rechtskonservativen Regierung in Österreich griff auch Nordrhein-Westfalen die Diskussion auf und kündigte an, ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren zu prüfen. Kinder in diesem Alter seien religiös unmündig, lautete die Argumentation. Das Kopftuch zwinge sie in vorgefertigte Geschlechterrollen

 

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/oesterreich-beschliesst-kopftuch-verbot-an-grundschulen-a-1267656.html

Bruder wenn ich sowas lese kriege ich nur Verachtung für so ein Gesindel. Das Kopftuch zwinge in vorgefertigte Geschlechterrollen. Gehirnwäsche Pur solche Aussagen. Ihre Frauen haben die schön ins verderben geführt und nun versuchen sie es mit unseren.

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KillMe3

"Meine Tochter soll selbst entscheiden"

Wie kann man muslimische Mädchen am besten fördern? Ein Vorschlag führte in den vergangenen Tagen zu kontroversen Debatten: Österreichs rechtskonservative Regierung will Mädchen untersagen, mit Kopftuch in Kindergärten und Grundschulen zu kommen.

Nordrhein-Westfalens Regierung griff den Vorstoß auf und kündigte an, ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren zu prüfen. Die Argumentation: Kinder in diesem Alter seien religiös unmündig, und das Kopftuch zwinge sie in vorgefertigte Geschlechterrollen und hindere sie daran, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Das Thema ist umstritten, auch unter Muslimen. Viele wehren sich gegen ein staatliches Verbot, das sie als entmündigend und pauschalisierend empfinden. Andere, etwa Ali Ertan Toprak von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände, fordern, Kinder besser vor dem "religiösen Totalitarismus der Eltern" zu schützen.

SPIEGEL ONLINE hat muslimische Lehrer, Kinder, Bloggerinnen und Eltern gefragt, was sie von einem Verbot halten. Lesen Sie die Antworten hier:

Aziz Chabani, Grundschullehrer, Essen: "Wichtig ist, was sie im Kopf haben, nicht darauf"

 

"Kopftücher sind für muslimische Mädchen oft mit einem Gefühl verbunden, und Gefühle kann man nicht verbieten. Sie tragen es zum Beispiel aus Tradition am Ramadan, oder weil ihre Mutter eins trägt. Wenn man das untersagt, signalisiert man ihnen, dass ihre Mutter schlecht ist. Das ist verletzend.

Wir sollten lieber alles dransetzen, die Kinder zu stärken und zu fördern. Dafür ist es erst mal nicht wichtig, was sie auf dem Kopf haben, sondern was sie im Kopf haben. Solange sich ein Kind mit Kopftuch wohlfühlt, gibt es kein Problem. Wenn es das nicht tut, muss man mit seiner Familie reden.

Wir suchen an unserer Schule den Dialog mit den Eltern und bauen Vertrauen zu ihnen auf. Ein Kopftuchverbot könnte dazu führen, dass sie dieses Vertrauen wieder verlieren, weil etwas über sie und ihre Kinder entschieden wurde, ohne sie einzubeziehen."

Merve Kayikci, 23, Medienstudentin und Journalistin, Schwaben: "Mädchen, die das Kopftuch freiwillig tragen, werden grundlos bestraft"

 

"Ich habe in der fünften Klasse angefangen, ein Kopftuch zu tragen, und ich war damals genauso religiös mündig oder unmündig wie meine christlichen Freunde, die zur Kommunion gingen.

Meine Mutter fand, dass ich mit zehn Jahren noch zu jung für ein Kopftuch war. Doch ich dachte damals, dass mich meine Lehrer und Mitschüler an der neuen Schule mit Kopftuch leichter akzeptieren, wenn sie mich gleich so kennenlernen.

Viele Musliminnen passen sich in dieser Hinsicht ans deutsche Schulsystem an und tragen das Kopftuch erstmals mit dem Wechsel auf die Sekundarschule.

Wer Mädchen in diesem Alter helfen will, darf ihnen das Kopftuch nicht verbieten. Denn die, die es freiwillig tragen, bestraft man damit grundlos. Und die, die gezwungen werden, müssen es dann außerhalb der Schule trotzdem tragen. Das ist für diese Mädchen ein anstrengender Spagat zwischen den Kulturen."

Akif Sahin, 36, PR-Referent, Hamburg: "Meine Tochter soll selbst entscheiden"

 

"Ich halte die Diskussionen um das Kopftuchverbot bei Mädchen für grundsätzlich falsch. Meine vierjährige Tochter trägt eines, aber nur in der Moschee oder in ihrem Zimmer. Nicht, weil wir das so wollen. Im Gegenteil - meine Frau hatte das zunächst verboten. Doch meine Tochter findet das Kopftuch bei ihrer Mutter so schön, sie will ihr nacheifern.

Natürlich ist sie noch viel zu klein, um zu verstehen, was ein Kopftuch bedeutet. Ich möchte deshalb nicht, dass sie es in der Öffentlichkeit oder der Kita trägt. Ich möchte nicht, dass sie deshalb diskriminiert wird.

Keine islamische Quelle verlangt, dass Kinder vor der Pubertät ein Kopftuch tragen sollen. Werden Mädchen trotzdem dazu gezwungen, liegt das meiner Meinung nach an einem falsch verstandenen Islam. Und da helfen keine Verbote, sondern Aufklärung."

Cigdem Toprak, 31, Journalistin und Bloggerin, Frankfurt: "Ein Verbot ist ein notwendiger Eingriff"

 

"Ich gehöre der Religionsgemeinschaft der Aleviten an, wir tragen keine Kopftücher, zumindest nicht aus religiösen Gründen. Deshalb war das für mich auch nie ein Thema. Ich sehe das Kopftuch sehr kritisch, aber natürlich respektiere ich, wenn sich Frauen dafür entscheiden.

Doch junge Mädchen können das noch nicht, sie sind den Vorstellungen ihrer Eltern und ihrer Community ausgeliefert. Sie mögen es schön finden, ihren Müttern nachzueifern. Doch sie können nicht abschätzen, was es bedeutet, schon früh ein Kopftuch zu tragen.

Ein Kopftuch ist eine Lebensentscheidung. Die Mädchen bekommen damit antrainiert, wie sie sich als muslimische Frauen zu verhalten haben. Und wenn sie das Kopftuch später wieder ablegen wollen, ist das mit Scham verbunden.

Ein Verbot ist zwar ein schwerwiegender Eingriff, aber ein notwendiger, um muslimischen Mädchen die Möglichkeit zu geben, zu individuellen Wesen heranzuwachsen und ihren eigenen Lebensweg zu gehen - auch wenn der anders sein mag als der ihrer Mütter."

Fatima, 9, mit Mutter Kamila, 30, Hamburg: "Komisch angeschaut hat mich noch niemand"

Fatima: "Ich trage ein Kopftuch, weil ich es schön finde und weil ich an Allah glaube. Ich trage es immer, auf der Straße in der Schule oder auf dem Spielplatz, auch zu Hause lege ich es nicht immer ab. Ich liebe mein Kopftuch. In meiner Klasse bin ich die Einzige, die eines trägt. Das finde ich nicht schlimm, komisch angeschaut hat mich deshalb noch niemand. Wenn mir jemand sagen würde, ich muss das Kopftuch abnehmen, würde ich sagen: Nein!"

Mutter Kamila: "Ich frage Fatima immer, ob sie das Kopftuch tragen möchte. Und sie sagt immer Ja. Sie mag es eben. Ich freue mich natürlich schon, dass sie unsere Religion teilt. Ich will nur das Beste für sie. Wenn sie kein Kopftuch tragen möchte, wäre das kein Problem. Wenn das Kopftuch tatsächlich verboten werden sollte, dann würde sie eben keines tragen. Für mich würde das nicht viel ändern, aber ich glaube, Fatima wäre traurig."

Vanessa, 23, Hamburg: "Ein Verbot bedeutet Diskriminierung"

"Wenn meine Tochter von sich aus ein Kopftuch tragen möchte, dann soll sie es tun dürfen, auch wenn sie noch nicht 14 Jahre alt ist. Ich kenne beispielsweise zehnjährige Mädchen, die ein Kopftuch tragen möchten, weil sie es bei ihrer Mutter sehen. Dann tragen sie es eben mal einen Tag oder ein paar Stunden und nehmen es wieder ab. Was ist falsch daran?

Und: Nicht nur Muslime treffen religiöse Entscheidungen für ihre Kinder. Christen werden auch im jungen Alter getauft und jüdische Jungen beschnitten - ohne dass sie entscheiden können, ob sie das wirklich wollen. Müssten wir das dann nicht auch verbieten? Die Religionsfreiheit hat in Deutschland zu Recht einen hohen Stellenwert. Ein Kopftuchverbot bedeutet dagegen Diskriminierung."

Menerva Hammad, 28, Journalistin, Wien: "Mir wäre ein Verbot egal"

"Ein Kopftuchverbot für junge Mädchen würde mich und die allermeisten Muslime im Alltag überhaupt nicht treffen. Insofern ist es mir egal. Niemand weiß, wie viele Mädchen in Österreich im Kindergarten oder der Grundschule ein Kopftuch tragen - es dürften aber sehr wenige sein.

Man würde also etwas verbieten, dass es de facto gar nicht gibt. Das ist auch mit dem Burkaverbot in Österreich schon so. Ich finde das bekloppt. Wenn wir unbedingt etwas verbieten wollen, dann doch lieber Diskriminierung, Fremdenhass und Homophobie.

 

Quelle:https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/kopftuch-verbot-fuer-maedchen-was-muslime-davon-halten-a-1203726.html

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KillMe3
vor 2 Minuten schrieb Rifman:

Bruder wenn ich sowas lese kriege ich nur Verachtung für so ein Gesindel. Das Kopftuch zwinge in vorgefertigte Geschlechterrollen. Gehirnwäsche Pur solche Aussagen. Ihre Frauen haben die schön ins verderben geführt und nun versuchen sie es mit unseren.

Dann sollte man alle Barbies in Rosa verbieten müssen... vermutlich auch vorgefertigte Geschlechterrollen. 🤦‍♂️

Egal.. alhamdulillah... weitermachen... bis demnächst inschaAllah... ✌️

 

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BatataHaloua
vor 56 Minuten schrieb Rifman:

....

Ihre Frauen haben die schön ins verderben geführt und nun versuchen sie es mit unseren.

Wie meinst du das?

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BatataHaloua
vor einer Stunde schrieb KillMe3:

....

Nordrhein-Westfalens Regierung griff den Vorstoß auf und kündigte an, ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren zu prüfen. Die Argumentation: Kinder in diesem Alter seien religiös unmündig, und das Kopftuch zwinge sie in vorgefertigte Geschlechterrollen und hindere sie daran, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

...

Dann frage ich mich, warum katholische Kinder im Alter von ca. 9 oder 10 Jahren zur 1. Heiligen Kommunion gehen. Bei der Erstkommunion bestätigen die Kinder ihren Glauben. Können sie das eigentlich, wenn sie im Alter von unter 14 noch religiös unmündig sind? Oder geht es mehr darum, dass es eine Tradition ist, dass die Kinder an dem Tag gerne im MIttelpunkt stehen, Engelskleidchen tragen oder einen schicken Anzug, Geschenke bekommen und ganz viel Lob und Zuspruch?

Unabhängig davon finde ich es völlig normal, dass Kinder sich an ihren Bezugspersonen orientieren. Natürlich möchten kleine Mädchen das anziehen oder tun, was ihre Mama tut. Warum sollten sie dann kein Kopftuch tragen dürfen? Machen das nicht kleine Kinder auf der ganzen Welt? Allerdings bin ich sicher, dass das Tragen eines Kopftuchs im Kindergarten- und Grundschulalter tatsächlich noch kein Ausdruck überzeugten Glaubens ist. Die echte Bedeutung und Tragweite verstehen so kleine Kinder noch nicht. 

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