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Geschäft nimmt nach Protesten Sport-Kopftuch aus Sortiment


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Guest Safran-Bluete
vor 4 Stunden schrieb Sturmtochter:

Aber es gibt nicht mehr Inhalt 🤷‍♀️

Und wenn ein Geschäft keine Kopftücher verkaufen will, steht dem Inhaber dies frei. In den marokkanischen Supermärkten gibts auch keine Schweinekottelets. Sollen wir deshalb nun auch einen Aufstand machen? 

Ich habe solche Dinge vor einigen Jahren zunächst auch mit Gelassenheit
wahrgenommen, aber diese Einstellung hat sich mit der Erkenntnis geändert, dass solche Prozesse Folgen für die gesellschaftliche Dynamik haben.

Zumal der oben aufgestellte Vergleich hinkt:
In diesem Fall wurde ein Betrieb, welcher aus eigenem Antrieb Kopftuchprodukte in Frankreich vermarkten wollte, durch externe Intervention dazu genötigt, vom Verkauf Abstand zu nehmen.

Die Intervention (franz. politische Vertreter untersch. Reihen riefen zum Boykott der Marke auf) ist dadurch gekennzeichnet, dass Nicht-Muslime implizit einen kulturellen Herrschaftsanspruch erheben, indem sie vorgeben, was sich für muslim. Frauen schickt und was nicht (die Differenzierungslinie ergibt sich aus der Debatte, ist nicht von mir vorgegeben).
Dabei könnte die geführte Debatte, ebenso der Aufschrei in den sozialen Medien,
doppelzüngiger nicht sein. Sie ist geprägt von der Imagination und
Degradierung des "Anderen" (Kopftuchfrau = unterdrückt, rückständig, Produkteinführung gleicht einem Wertebruch mit France [Vorwürfe aus Macrons Partei!]) und der Besserstellung des kulturellen Selbst, als Vorbild in puncto Frauenrechte und Selbstbestimmung. Klar🤨

Es ist ganz offensichtlich keine Diskussion um ein triviales Produkt, sondern eine Symboldebatte mit sozialem Degradierungseffekt. Doch gerade demokratische Gesellschaften sollten sich darin beweisen, jeder soziokulturellen Gruppe/Religionsgemeinschaft in ihrer Gesellschaft auf Augenhöhe zu begegnen.

Rassistische/Religionsfeindliche Darstellungen werden wieder salonfähig - das ist gefährlich (auf das Produkt können wir alle verzichten).

Ein Lichtblick in der dunklen Debattenkultur war die franz. Justizministerin 🧡, welche die polit. Reaktionen als hysterisch beschrieb und den Standpunkt verdeutlichte, dass ein Sporthidjab nicht im Widerspruch zur Frankreichs Säkularität stünde. 

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