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Tobse

Tritt aber eine neue Befreiungstheologie auf, in der ein kapitalistisches Modediktat genau so überwunden wird,...

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Salam aleikum
 
Die Kleidung einer Nonne hingegen ist eine Katastrophe für den Kapitalismus. So lange ihre Zahl immer weiter abnimmt, kann der Kapitalismus sie dulden. Tritt aber eine neue Befreiungstheologie auf, in der ein kapitalistisches Modediktat genau so überwunden wird, wie die Ausbeutung des weiblichen Körpers, schlägt die Zivilisation des Kapitals mit seiner ganzen Macht zurück.
 
 
 
Wenn man sich anschaut zu welcher Zeit in Europa, vor allem England und auch Deutschland, die Emanzipationsbewegung anfing, dann sehen wir, dass es gerade zu einer Zeit los ging, als man die ersten Kaufhäuser aufmachte. Hier entdeckte man die Frau als Wirtschaftsfaktor, damit hing unmittelbar zusammen, dass die Frau ihre Bürgerrechte durchsetzen konnte und vor allem, durfte. Emanzipation wurde im Grunde genommen da zugelassen, wo die Frau konsumierte und andere an ihr verdienten. Wenn man diesen Zusammen entdeckt versteht man auch, weshalb eine Frau, die sich nicht über Konsum definieren lässt, nicht über das Makeup und die Klamotten die sie trägt, sondern nur über etwas Geistiges, wie eine Religion, eine Bedrohung ist. Darum geht es.
 
Es zieht sich die Ausbeutung der Frau als Konsumentin, sexuelles Konsumprodukt und billige Arbeitskraft durch die ganze Geschichte der sogenannten Emanzipation. Nicht die Positionen der Frau als Frau und Mutter, nicht ihre eigentliche Veranlagung wurde emanzipiert, sondern die Frau, die ein System besser benutzen kann, hin und her formen kann, wie man will. Nachdem der Genderwahn die Frau zum seelischen Eunuch gemacht hat, ist jetzt der Mann dran.
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Ein kapitalistisches Modediktat gibt es nicht. Das würde ich in den Bereich der Verschwörungstheorien verweisen. Die Mode ändert sich natürlich ständig, aber im Grunde genommen nur marginal, wenn man die letzten Jahre betrachtet. Menschen wollen Veränderung und Abwechslung, und dem trägt die Modeindustrie Rechnung. Sie muss natürlich immer im voraus planen und weiß nie so richtig, was beim Kunden ankommt. Die neueste Frühjahrs- und Sommerkollektion ist schon genäht und in den Magazinen und kommt demnächst in die Geschäfte. Es sind nicht die Sachen, die auf den Laufstegen präsentiert werden, das ist Exotik. Für die normale Mode, wie sie wir hier alle tragen, wird knallhart Marktforschung gemacht. Es ist also der Kunde, der sagt was er will, es wird einem nichts diktiert. Es diktiert der Massengeschmack. Wem die neuesten Trends nicht gefallen, der kauft sich halt nichts. Die Schränke der Leute quellen über von Sachen, die noch gut sind und nicht ersetzt werden müssen. Wenn ich bedenke, was ich alles im Schrank hängen hab, da brauch ich mir zehn Jahre nichst mehr kaufen.

Mode ist natürlich auch immer ein Mittel der Selbstdarstellung und ein Kind ihrer Zeit. Man muss nur mal schauen, wie sich die Mode von der Zeit des Barocks bis heute geändert hat. Die Fürsten und das reiche Bürgertum liefen im Barock mit aufwendigen Perücken, reich bestickten prächtigen Jacken, Kniebundhosen, Seidenstrümpfen und edlem Schuhwerk herum. Bei den Frauen ähnlich, ebenfalls prächtig. Man wollte imponieren und seinen Reichtum zur Schau stellen, wie andere heute ihre Frömmigkeit zur Schau stellen wollen.

Dann kam der Prothestantismus und Bescheidenheit war angesagt, vor allem im Calvinismus. Die Männer zogen jetzt schlichte einfache, meist schwarze, Anzüge an. Sie wollten damit signalisieren, wir haben was besseres zu tun als rumzuprotzen, wir arbeiten und verdienen Geld. Nur wer fleissig ist und Erfolg hat, dem ist Gott wohlgesonnen. Die Ehefrauen durften sich aber schön rausputzen und teure Mode und Schmuck zeigen. Denn auf diese Weise konnten die Männer zeigen, dass sie das sich leisten konnten und es zu etwas gebracht hatten.

Im Ersten Weltkrieg hat sich das geändert. Scharenweise mussten jetzt gutbürgerliche Frauen, die vorher nie einen Hammer in der Hand hatten, in die Fabriken abkommandiert. Da haben sie auf einmal gemerkt, dass sie auch was können. Und diese selbstbewussten Damen haben sich nicht mehr hinter den Herd verbannen lassen und sich vor allem nicht mehr vorschreiben lassen was sie anziehen dürfen oder nicht. Frauen nehmen heute immer höhere Positionen in Wirtschaft und Gesellschaft ein, sei es mit Hosenanzug oder schlichtem Kostüm, und das ist auch gut so.

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