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Erste deutsche Bank bietet Konto extra für Muslime an

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Nach Regeln der Scharia

Erste deutsche Bank bietet Konto extra für Muslime an

Freitag, 19.01.2018, 07:31
Banken, Islamische Banken
dpa/Ulrike Koltermann Banken nach Schariah-Recht dürfen keine Zinsen verlangen

Der Islam erlaubt bei Geldgeschäften keine Zinsen. Investitionen in Tabak-, Alkohol- oder Rüstungsbranche sind tabu. Auch für Muslime in Deutschland gibt es nun schariakonformes Banking.

Die Bankgeschäfte sind glänzend angelaufen am Fuße der neuen Ditib-Zentralmoschee in Köln. Streng nach den Regeln des Islam, kontrolliert von einem Scharia-Ethikrat. Wenige Wochen nach dem Start der KT Bank AG in der Domstadt haben dort schon mehr als tausend überwiegend muslimische Kunden ihr Geld angelegt. 

"Unter den 1,5 Muslimen in Nordrhein-Westfalen sind über 20.000 türkischstämmige Unternehmer vertreten, die 130.000 Menschen beschäftigen, hier sehen wir ein großes Potenzial", sagt Filialleiter Ayhan Cengizer. Die nach eigenen Angaben einzige Islam-Bank in der Eurozone ist seit Mitte 2015 in Deutschland aktiv - und expandiert. 

Keine Zinsen, weder Kunden noch für die Bank

Das besondere Prinzip: Keine Zinsen, weder für Kunden noch für die Bank. Damit ist ein Sparkonto ebenso ausgeschlossen wie ein Kredit, der ja mit Zinsen zurückgezahlt werden müsste. Investiert wird nur in reale Güter, nicht in Wertpapiere, Aktien oder Fonds. Alkohol-, Tabak- oder Schweinfleisch-Industrie sind tabu, schildert Ferhat Aslanoglu, Unternehmenssprecher der KT Bank AG in Deutschland. "Investitionen in Waffengeschäfte und jegliche Deals mit Glückspielcharakter sind ebenfalls untersagt."

Trotz - oder gerade wegen - dieser Einschränkungen laufe das Ganze bisher erfreulich, man nähere sich der 10.000-Kunden-Schwelle. Erst im Sommer 2015 ist die KT Bank - Tochter der Kuveyt Türk Beteiligungsbank in Istanbul - mit einer Zentrale in Frankfurt und zwei Filialen in Mannheim und in Berlin gestartet. Nach Köln sollen weitere Neueröffnungen folgen. 

"Die Nachfrage seitens der muslimischen Community reißt nicht ab", erzählt Aslanoglu. Drei Viertel sind Privatkunden, der Rest Verbände, Unternehmen, Institutionen. Für gläubige Mitarbeiter und Kunden stehen Gebetsräume bereit. Geschätzte 15 Prozent der Kundschaft haben dem Sprecher zufolge keinen muslimischen Hintergrund. 

 

"Auch muslimische Kunden wollen gute Rendite"

Finanzexperten sehen einen großen Markt für Banking im Einklang mit der Scharia - dem islamischen Recht. Er gehe für Deutschland bei fast fünf Millionen Muslimen - oder rund 1,5 Millionen muslimischen Haushalten - von einem Potenzial von bis zu 300 000 Kunden aus, sagt Philipp Wackerbeck, Partner der Beratungsgesellschaft "Strategy&". "Und dieses Potenzial ist bei weitem nicht ausgeschöpft." In den islamischen Kernmärkten - Türkei oder arabische Länder - wachse korankonformes Banking deutlich stärker als das konventionelle. Das Geschäftsmodell sei aber hierzulande nur wenigen bekannt. 

Aus internationalen Studien weiß Wackerbeck: "Kaum ein muslimischer Kunde, so fromm er auch sein mag, ist bereit, für schariakonforme Geschäfte mehr zu zahlen als bei einer anderen Bank. Und alle möchten eine gute Rendite". Wie also wird es profitabel, wenn alles wegfällt, was nicht Allahs Gefallen findet? 

 

Bank und Kunde kaufen gemeinsam ein Haus

Konkret läuft es so: Braucht ein Kunde Geld, um ein Haus zu erwerben oder ein Auto, kauft die KT Bank dieses für ihn. "Wir verkaufen dem Kunden das Objekt dann mit einem Finanzierungsaufschlag weiter, er bezahlt in Raten", erläutert Aslanoglu. Manchmal wird es angesichts deutscher Rechtsnormen etwas komplizierter. 

Beispiel: Damit beim Immobilienkauf nicht zweimal die Grunderwerbsteuer gezahlt werden muss - einmal von der Bank, einmal vom Kunden - bilden beide eine Gesellschaft, kaufen das Haus gemeinsam, dann zieht sich die Bank zurück. Aslanoglu: Die deutsche Finanzaufsicht Bafin habe das als korrekt eingestuft.

Viele gläubige Muslime, die keinen zinsgebundenen Kredit wollten und daher zur Miete gewohnt hätten, leisteten sich nun mit diesem Finanzierungsmodell ein Eigenheim, sagt Aslanoglu. "Wer sein Geld früher in der Sparsocke hatte, kommt jetzt zu uns." Das Geld werde in die reale Wirtschaft investiert - damit würden also Objekte, Güter gekauft - und der Kunde partizipiere am Erfolg seiner Einlage in Form einer Gewinn- und Verlustbeteiligung. 

Kein anderes Geldhaus wird so unter die Lupe genommen

Experte Wackerbeck erläutert: "Beim Islam-Banking gibt es die Theorie einerseits und die gelebte Praxis andererseits. Konkret werden die Modelle so gebaut, dass sie klassische Einlagengeschäfte nachbilden. Dem Kunden zahlt man einen Ertrag, der dem Zins bei einer klassischen Bank entspricht." Falls es mal schwache Jahre gebe, halten Islam-Banken in der Regel Gewinnausgleichreserven bereit, erklärt Wackerbeck: "Das ist weiß Gott nichts Schlechtes."

Wohl kaum ein Geldhaus werde so unter die Lupe genommen, betont Cengizer: Ein Scharia-Ethikrat prüft jedes Produkt und jeden Vertrag. Die Bafin kontrolliert, ob alles mit nationalem Recht konform geht. Und der Aufsichtsrat in der Türkei schaut ebenfalls genau hin. Die angespannten deutsch-türkischen Polit-Beziehungen haben sich bisher nicht negativ ausgewirkt, sagt Cengizer. "Im Gegenteil, wir haben zusätzlich Zulauf, auch von arabischstämmigen Kunden."

 

 

Quelle: https://www.focus.de/finanzen/banken/nach-regeln-der-scharia-erste-bank-bietet-konto-extra-fuer-muslime-an_id_8327421.html

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boutghat
vor 2 Stunden schrieb Racfield:

Konkret läuft es so: Braucht ein Kunde Geld, um ein Haus zu erwerben oder ein Auto, kauft die KT Bank dieses für ihn. "Wir verkaufen dem Kunden das Objekt dann mit einem Finanzierungsaufschlag weiter, er bezahlt in Raten", erläutert Aslanoglu. Manchmal wird es angesichts deutscher Rechtsnormen etwas komplizierter. 

Herrliches Wortspiel: die "Shaaristen" nennen Zinsen (auf Raten!) einfach "Finanzierungsaufschlag" und alles ist halal! xDxD

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Ja-Ha

Danke für den Beitrag.

Verstehe nicht ganz, warum im zweiten Absatz "Keine Zinsen weder Kunden noch für die Bank" betont wird, dass "...nicht in Wertpapiere, Aktien oder Fonds" investiert wird. Der Quran erlaubt doch ausdrücklich, dass Erträge, die auf einem Handel beruhen erlaubt sind. Auch wird gerne gesehen, dass sich Anleger am unternehmerischen Risiko beteiligen und dies ist doch gerade bei Aktien der Fall, die auf dem Prinzip der Gewalt- und Verlustteilung zwischen Firma und Aktionär beruhen.

Das die KT Bank nur in "reale Güter" investiert will, hört sich bei dem Hauskauf natürlich gut an. Aber es gibt hier auch Investitionen, die hochspekulativ sind, wie beispielsweise Rohstoffe. Das kann für einen Anleger dann auch einmal an die finanzielle Substanz gehen.

Bei Aktienfonds, die wie gesagt auch islamkonform sind, kann das Risiko sogar stark eingeschränkt werden, wenn die Anleger auf einen festen Rückzahlungszeitpunkt verzichten (meistens muss auch längerfristig angelegt werden) und auf seriöse Unternehmen setzen, wie z.B. DAX-Unternehmen.

Edited by Ja-Ha
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Guest
vor 8 Stunden schrieb boutghat:

Herrliches Wortspiel: die "Shaaristen" nennen Zinsen (auf Raten!) einfach "Finanzierungsaufschlag" und alles ist halal! xDxD

diese Diskussion hatten wir vor 2 Jahren schon mal mit dieser "Islamic Bank" oder so ähnlich, müsste noch im Forum sein.

Ich hab denen den Wucher haarklein vorgerechnet...

und ein Angebot meines Arbeitgebers eingestellt...

 

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Bouffi

Es handelt sich um die KT Bank AG, ein Unternehmen der Kuveyt Türk Beteiligungsbank A.Ş, welche wiederum zu 62% dem Kuwait Finance House gehört (Kuwaitischer Staat).

Sie behaupten islamkonform zu arbeiten. Zum Bsp. gibt es ein sogenanntes Beteiligungskonto, wo angeblich die eingezahlten Gelder in der Realwirtschaft investiert werden. Seltsamerweise entsprechen die angegebenen zu erwartenden Renditen (welche nicht wie bei Zinsen üblich garantiert werden) ziemlich genau den Zinsen, welche man auch bei Festgeldern im Euroraum erhält. Beispiel Laufzeit 12 Monate --> Rendite 0,64%. 

Ein Ausflug direkt zur Seite von Kuveyt Türk (https://www.kuveytturk.com.tr/en/) zeigt interessanterweise dass eine Beteiligung in türkischer Lira dort ein Rendite von ca. 8% ergibt, also wieder dem Zinssatz entspricht, den man für Festgelder in der Währung bei normalen Banken erhält.

Für mich ist es unglaubwürdig, dass Investments in der türkischen Realwirtschaft 8% und im Euroraum nur 0,64% abwerfen. 9_9

Fazit: ich glaube einfach nicht dass dahinter etwas anders als Zinsen stecken - das Märchen können sie gerne Anderen andrehen.

 

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Guest

Alter Schwede, da wird man eine Woche von der Grippe heimgesucht und dann lese ich eine Shitan Bank...... 

Langsam geht den arabischen Hunde das Öl aus, jetzt müssen die anderweitig zusehen wie sie an Geld kommen,  diese Bastarde. 

 

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boutghat
vor 11 Stunden schrieb Fauxpas:

diese Diskussion hatten wir vor 2 Jahren schon mal mit dieser "Islamic Bank" oder so ähnlich, müsste noch im Forum sein.

Ich hab denen den Wucher haarklein vorgerechnet...

und ein Angebot meines Arbeitgebers eingestellt...

 

Es gibt halt Themen, die in Foren a la "MZ" ständig wiederkehren, ohne dass irgendetwas Neues geschrieben wird. Die KM-langen Kopftücher sind hierfür ein Musterbeispiel. Kann man nicht ändern.

Kaum ein Muslim weltweit hält sich an das sog. Zinsverbot, außer mit dem Mund. Und ein paar bärtige Gelehrtenhunde wird man immer und überall gegen Entgeld finden, welche bestätigen, dass "Finanzierungsaufschläge" keine Zinsen sind, alles Scharia-konform.

Ab in die Tonne mir dem Quatsch wäre die bessere Lösung.

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Guest
vor 23 Minuten schrieb boutghat:

Es gibt halt Themen, die in Foren a la "MZ" ständig wiederkehren, ohne dass irgendetwas Neues geschrieben wird. Die KM-langen Kopftücher sind hierfür ein Musterbeispiel. Kann man nicht ändern.

Kaum ein Muslim weltweit hält sich an das sog. Zinsverbot, außer mit dem Mund. Und ein paar bärtige Gelehrtenhunde wird man immer und überall gegen Entgeld finden, welche bestätigen, dass "Finanzierungsaufschläge" keine Zinsen sind, alles Scharia-konform.

Ab in die Tonne mir dem Quatsch wäre die bessere Lösung.

als Zinsen würde sich das auch nicht erklären lassen, denn bei der Islamic Bank waren es satte 40% für einen Hauskauf und wenn man 3 Monate zahlungsunfähig ist, ist alles weg....

Das Konzept war aber schon geschickt gestrickt, für "Otto-Normal-Verbraucher" nicht gleich transparent...

 

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Guest
vor 9 Stunden schrieb Excellent:

Alter Schwede, da wird man eine Woche von der Grippe heimgesucht und dann lese ich eine Shitan Bank...... 

Langsam geht den arabischen Hunde das Öl aus, jetzt müssen die anderweitig zusehen wie sie an Geld kommen,  diese Bastarde. 

 

ich hätte jetzt zu 100% auf Juden getippt....

das Konzept spricht dafür.

9_9

Allah ischafik...

 

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Guest
vor 10 Stunden schrieb Bouffi:

Fazit: ich glaube einfach nicht dass dahinter etwas anders als Zinsen stecken - das Märchen können sie gerne Anderen andrehen.

 

schreib es nur aus, dahinter steckt Zinswucher!

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Guest
vor einer Stunde schrieb Fauxpas:

schreib es nur aus, dahinter steckt Zinswucher!

Oder arabische Halsabschneider.... Tfuuuuuuuu auf diese Bastarden... 

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boutghat
vor 22 Stunden schrieb Excellent:

Oder arabische Halsabschneider.... Tfuuuuuuuu auf diese Bastarden... 

Finanzielle Halsabschneider gab/gibt es weltweit und zu jeder Zeit. Kein Wunder. Das ist kein arabisches Problem. In den meisten Ländern dieser Welt wird jedoch der Zinswucher strafrechtlich geahndet (so man diese Typen/Firmen dabei erwischt). Hier öffnet sich nun der Unterschied: in vielen islamischen Ländern kann sich der "Halsabschneider" bärtige Gelehrtenhunde kaufen, die ihm schriftlich bestätigen, dass seine Handlungen, incl. Geldwucher, religiös gerechtfertigt sind, Hadithe rauf, Tafsire runter (alles selbstredend "lupenrein"). Der islamische Staat hat nun ein Riesenproblem: geht er gerichtlich gegen diese "Halsabschneider" vor, kommt postwendend der Aufstand jenes Gelehrtenpacks mit Rückendeckung der frömmelnden Ignoranten, die es dort leider zuhauf gibt.

Das ist kein arabisches, sondern ein ISLAMISCHES Problem!

 

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Maroc-Prinz
Am Friday, January 19, 2018 um 12:07 schrieb boutghat:

Herrliches Wortspiel: die "Shaaristen" nennen Zinsen (auf Raten!) einfach "Finanzierungsaufschlag" und alles ist halal! xDxD

Solange du den Unterschied zwischen Zinsen und Handel nicht kennst, rate ich dir im Sandkasten spielen zu gehen. Das Thema ist ein bisschen zu hoch für Dich ;)

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Epikureer

Halal Konto mit Zinsen Extra für Muslime 😄

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Maroc-Prinz
Am 27.7.2018 um 21:38 schrieb Epikureer:

Halal Konto mit Zinsen Extra für Muslime 😄

Es werden bei der KT Bank AG keine Zinsen ausgezahlt.

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