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Anleitung/Pflegehinweise für die Tajine


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Sie haben vielleicht schon davon gelesen, dass es glasierte und unglasierte Tajine Exemplare gibt. Das bedeutet nicht nur ein Unterschied in der Interaktion mit dem Schmorgut und im optischen Aussehen, in der Eignung für diverse Herdarten und den Pflegeaufwand betreffend, sondern verlangt auch nach einer Unterscheidung in der Vorbereitung des Schmortopfes für den Erstgebrauch.

Die glasierte Tajine braucht keine besondere Vorbereitung, die Poren ihrer Wände aus gebranntem Lehm sind allemal fest von der Glasur abgedichtet. Die Tajine Anleitung wendet sich also speziell an die Besitzer der unglasierten oder naturbelassenen Tajine in ihrer ursprünglichen Form.

Alles dreht sich dabei um den offenporigen Charakter ihrer irdenen Wände, sowohl im Schalenuntersatz als auch im gewölbten Deckel, wobei es keinen Unterschied macht, ob Sie sich die spitzhütige arabische Version oder die kugelige Deckelform der Berberversion angelacht haben. Es ist ähnlich wie ein Umgang mit Holz als ‚lebendigem Material‘. Diese Tajine Anleitung möchte Ihnen ans Herz legen, die unglasierten Teile vor dem ersten Einsatz einige Stunden ins Wasser einzulegen.

Danach sollten Sie die Tajine in Ihr leckeres Gewerbe einführen durch Probeeinkochen, wozu Sie sie mit einer Füllung beschicken, die sich aus Wasser und Öl und etwas Gemüse zusammensetzen sollte – unabhängig davon, ob Sie das hinterher verzehren möchten oder nicht. Zum Akklimatisieren reichen daher auch Küchenabfälle vom Gemüseschneiden. Es geht nur darum, eine Schutzschicht aus Ausdünstungen und Dampf zu erzeugen, die von den Innenwänden der Tajine quasi ‚aufgesogen‘ werden und ihren künftigen Charakter mitbestimmen. Mit dieser Sättigung der irdenen Wände sorgen Sie auch einem späteren Anbrennen vor.

Tajine Anleitung – Kochen

Tajine auf der Herdplatte

In jeder Hinsicht sollte man die Tajine wie ein lebendiges Geschöpf behandeln, im Unterschied zu unseren modernen edelstählernen Töpfen. Denn mit der Initialhandlung des Wassereinlegens ist es nicht getan. Der niedriggebrannte Lehm oder magere Ton will nicht anders gehandhabt werden, wie eine echte, lebendige Haut mit Seife und Cremes gepflegt werden möchte.

Das wird Ihnen klar, wenn Sie dank dieser Tajine Anleitung erfahren, dass die Prozedur des Wassereinlegens ihrer beiden Hälften auch vor jedem späteren Schmoreinsatz wiederholt werden sollte, allerdings nicht mehr so lange – zehn Minuten reichen nun aus.

Dafür sollte immer Zeit vorhanden sein, schließlich sprechen wir hier von ‚Slow Food‘ und keinem hastigen Mikrowellen-Einsatz. Ist die Vorbereitung per Aufsaugen von Wasser in den Lehmwänden abgeschlossen, wird die Tajine nur oberflächlich abgetrocknet und zum Einsatz gebracht, optimalerweise auf gemächlichem Holzkohlenfeuer oder im Backofen, keinesfalls zu heiß. Richten Sie sich auf langwieriges Schmoren ein, nicht auf schnelles Kochen. Dazu genügen niedrige Temperaturen. Die Befüllung ist nicht beliebig, sondern nach Tajine Anleitung durchdacht vorzunehmen. Auf dem Boden legt man die Zutaten, die länger brauchen, in der Mitte aus, während die mit kurzer Garzeit außen herum drapiert werden.

Leckeres Gemüse Gericht in einer Tajine

 

Eine wohl kalkulierte Anordnung. Was genau reinkommt, liegt natürlich im Rezept begründet, dem Sie folgen. Und die Rezepte sind vielfältig. Vergessen Sie nur nicht, das kleine Bassin oben auf dem Deckel der Tajine mit kaltem Wasser zu befüllen, damit es seine Aufgabe erfüllen kann.

Tajine Anleitung – Pflege

Sie ahnen es schon: mit dem Kocheinsatz ist die Tajine Anleitung noch nicht an ihrem Ende angelangt, denn bekanntlich gibt es zu jedem Kochspaß und Essvergnügen auch noch – den Abwasch. Wie pflegen Sie nun Ihre Tajine? Die glasierte Version wird so behandelt wie jede andere glasierte Keramik auch.

Wieder schaut man dabei auf die Eigenheit des Materials, aus dem die Tajine besteht. Nach unserer Tajine Anleitung ist keinesfalls Scheuerpulver oder Spülmittel anzuwenden, sondern wird nur mit Zitronenwasser oder Essig ausgewischt. Das muss genügen zur Neutralisierung der Rückstände von Schmorgut-Gerüchen und -Geschmack in den Poren der Keramikwände.

Etwas rabiater geht es auch mit Ausbrennen im Backofen bei hoher Temperatur, wenn auch dabei ein gewisses Risiko der Rissbildung entsteht. Darum hinterher langsam auskühlen lassen.

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