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Wie das Leben halt spielt


al-raoui
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al-raoui
vor 10 Stunden schrieb Orientperle:

As_salamu_a3laikoum,

so habe die Geschichte nun gelesen und dein Schreibstil ist wirklich sehr gut und deine Gedankengänge dazwischen machen es rund, allerdings in der Geschichte selber einige Verwirrungen und das liegt an der Anzahl der Frauen................Ouarda, Karima, Janine, Dounia und Latifa...........wobei Janine und Latifa ein und dieselbe Person ist??? Du hattest geschrieben das sie ihren Namen in dein Handy gespeichert hat "Janine" später am Strand hieß sie dann Latifa???????? Es sind irgenwie echt einfach zuviele Frauen in der Geschichte.........du hast irgendwo auch irgendwas mit Ouarda und Dounia verwechselt, dies macht es bisschen schwierig der Geschichte zu folgen!

Das ist mir leider später auch aufgefallen, aber Ouarda und Dounia sind die selbe Person. Ansonsten gibt es denke ich soweit keine andere Verwechslung. 

Janine war der Spitzname für Latifa. Das ist richtig. 

Edited by al-raoui
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al-raoui
vor 2 Stunden schrieb briefkasten:

:D Genau deswegen habe ich mir nicht die Mühe gemacht und sie gelesen!

Ein Träumer unser al-raoui

Vielleicht baust du noch Fatosch oder 7mamusch oder Thlaythmas mit ein.....das würde die Story etwas abrunden und einen Campo-Touch verpassen....

Wer weiß, vielleicht kommen die auch vor :)

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al-raoui

Das ewige gehupe ist vorbei. Die Menschen stellen sich geordnet an und die Sprache auf der Straße hört sich befremdlich an. So vertraut un doch so fremd. Mein Geburtstort mit dem ich mich nur wenig identifiziere. Ich war zurück in Deutschland.

Die letzten Tage begannen, bevor sie Pflicht wieder rief. Der Briefkasten voller Briefe, der Kopf voller Bedenken. Die Sommerklamotten verschwanden in den Keller und der Herbst kündigte sich so langsam an. Der Gedanke an den beendeten Sommer löste ein Gefühl von Trauer in mir aus. Noch am selben riefen meine Freunde an und jeder hatte viel zu erzählen. Wir trafen uns abends in einer Bar und jeder erzählte genau was er alles erlebte, aber ich blieb still. Dounia schrieben uns ständig Sms und freuten uns auf ein Wiedersehen. Ich wusste aber, dass ich noch ein klärendes Gespräch mit Karima vor mir hatte. Seit jenem Tag hörte ich nichts mehr von ihr. Ich fragte mich ständig, wie es ihr seit jenem Tag erging. Im Nachhinein bin ich schlauer und weiß, dass es besser gewesen wäre mein Mitleid auszublenden und den Kontakt unwiderruflich zu beenden. Oft verfolgen wir gute Absichten und machen alles schlimmer, als es ohnehin schon ist. Nach einem langen Abend kam ich zuhause an und schrieb Karima. Was schreibt man in so einer Situation? Ich wollte nicht so tun, als wären total Fremde, aber wollte auch nicht zu vertraut wirken. Menschen Empfangen Nachrichten, die vielleicht nur 3 Wörter beinhalten und wissen meistens nicht wie lange der Absender an diesen überlegt und gebastelt hat. Das Schreiben von Nachrichten verzerrt den Inhalt. Wenn wir mit Menschen sprechen, achten wir fast nur auf das Verhalten beim Sprechen. Eine Pause im Satz, ein Blick zu Seite, traurige, oder lachende, Augen. Eine Nachricht verzerrt die Bedeutung des Wortes. Ich entschied mich für: "Salam, wie gehts dir?" Einfach bescheuert, aber mir fiel in diesem Moment einfach nichts besseres ein. 

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al-raoui

Salam liebe Leser,

vielleicht gibt es ja die eine- oder andere Person, die die Geschichte gespannt mitliest. Durch schwierige private Umstände zur Zeit komme ich nicht dazu mir dafür Zeit zu nehmen. Ich bitte nicht um Mitleid 😄 Sondern um Duaa!

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Guest Orientflamme
Am 30.8.2017 um 14:46 schrieb al-raoui:

Durch schwierige private Umstände zur Zeit komme ich nicht dazu mir dafür Zeit zu nehmen. Ich bitte nicht um Mitleid 😄 Sondern um Duaa!

Möge Allah dir nach der Erschwernis die Erleichterung geben und möge er dir viel Sabr in der monentan schwiergen Situation geben inscha_Allah !!!!

Kheir inscha_Allah....

index öö.jpg

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Am 31.8.2017 um 15:56 schrieb Orientperle:

Möge Allah dir nach der Erschwernis die Erleichterung geben und möge er dir viel Sabr in der monentan schwiergen Situation geben inscha_Allah !!!!

Kheir inscha_Allah....

index öö.jpg

amin, Danke für die empathischen Worte

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Wir sind uns noch nicht begegnet, aber ich weiß schon jetzt, dass ich dich ohne Bedingung lieben werde. Wenn du weinst, werde ich dich trösten und wenn du lachst, dann lösen sich alle meine Probleme in nächster Sekunde auf. Ich werde dir Zöpfe flechten und dich beruhigen, wenn der erste Zahn wächst. Auch wenn ich mal mit dir schimpfe, wirst du wissen, dass ich nur dein Bestes will. Wenn du dein Lieblingsspielzeug einem armen Kind schenkst, weiß ich ich habe alles richtig gemacht. Nicht immer war dein Vater schlau im Leben und hat Dinge getan, die nicht besonders schlau waren. Lerne von mir, schau mir zu und hör mir zu. Du kletterst auf meinen Rücken während des Gebets und ich werde warten. Ich warte auf dich, aber lasse dir nicht zu viel Zeit. 

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"Mehr fällt dir nicht ein? Salam, wie gehts? Was glaubst du wie es mir geht? Ich weiß nicht was ich dir getan habe und du schuldest mir Antworten. Können wir uns treffen?" Mit so einer direkten Antwort habe ich nicht gerechnet. Diese Zurückweisung brannte aber in ihrer Seele. Wenn das Herz schreit, hört man es in fernen Ländern. Wir verbredeten uns am Wochenende. Es war erst der Anfang der Woche, also konnte ich mir noch Gedanken machen was ich ihr sagen werde. Zur selben Zeit wurde meine Mutter krank. Sie hustete ständig und verbrachte oft ganze Nächte damit. Sie hustete so stark, bis sie anfing zu erbrechen. Es machte uns allen große Sorgen, doch der Arzt sagte, dass ihre Lunge nur etwas gereizt sei. Nachdem die Medikamente nicht wirkten, brachten wir sie ins Krankenhaus. Damals hatte ich noch viel Zeit und konnte viel Zeit mit ihr verbringen. Zuhause kochte ich mit meiner Schwester zusammen. Die geborene Hausfrau war sie nicht. Ich sagte ihr immer, dass sie lieber auch nie für ihren Mann später kochen sollte. Ich hatte nicht nur Angst um die Ehe, sondern um seine Gesundheit. Sie rächte sich immer, indem sie ihre Hände an mir abwichte. Es war mir egal, weil sie die Klamotten gewaschen hat. Viele Stunden verbrachte ich bei ihr und mit der Zeit hustete sie fast durchgehend. Es war kaum auszuhalten sie so zu sehen. Meine Familienangelegenheiten hielt ich meistens aus meinen Beziehungen raus. Es hatte meiner Meinung nach niemanden zu interessieren. Dounia wusste nicht was in unserer Familie vor sich ging. Meine Schwester weinte oft in dieser Zeit. Wir wussten zwar alle, dass es nichts Schlimmes war, aber es gibt einen Moment im Leben an dem man merkt, dass die Eltern nicht immer da sein werden. Jedes mal ging sie lachend ins Zimmer und wenn alles ruhig war und ich vorbeilief hörte ich dieses leise schluchzen. Die Woche verging so wie im Flug und das einzige was ich schaffte war es einen Nebenjob im Callcenter zu kriegen. Am Wochenende war dann das klärende Gespräch mit Karima. Wir trafen uns abends an einem Park. Wir liefen aufeinander zu, lächelten dezent und gaben uns die Hand. Dann liefen wir einige Schritte langsam in eine Richtung und schauten nach vorne auf den Boden. Jeder erwartete vom anderen den ersten Schritt zu machen. 

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Angst ist ein stetiger Begleiter in unserem Leben. Es relativiert das Erfahrene und trübt unsere Wahrnehmung. Sie hemmt uns und schützt vor Gefahren. Das Erlebte zeichnet Bilder auf der Leinwand unserer Seelen. Es können wundervolle Gemälde entstehen, oder hässliche Ausdrücke einer zerrütteten Geschichte. Bilder bleiben aber Bilder. Je nachdem aus welcher Perspektive man sie sich anschaut kann man jedes Motiv erkennen. Wenn du viele Feinde vor dir hast, kannst du dich umdrehen und schon stehen sie wie Freunde hinter dir. Das Leben ist ein Spiel. Wenn du Angst hast zu verlieren, macht das ganze Spiel keinen Spaß. Finde deine Perspektive auf das Leben und halte das Glas sauber durch das du darauf schaust. 

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Lange ist es her, seit ich meine Tochter sah. Vor 15 Jahren verlies sie mich wegen eines Mannes. Ein Spieler und Säufer. 9 Monate meines Lebens trug ich sie in mir und sie lies mich alleine sitzen. Ihr Vater verstarb, als sie noch jung war. Ich versuchte alles in meiner Macht stehende zu tun, damit sie ein gutes und glückliches Leben hatte. Irgendwann kam dieser Mann zu uns und hielt um die Hand meiner Tochter an. Kontakt zu seinen Eltern hatte er nicht, also kam er mit einem Freund. Sein Sportwagen stand vor unserer Einfahrt und seine Ausstrahlung war düster. Warum sah meine Tochter das alles nicht? Ich versuchte eine gute Gastgeberin zu sein und tischte meine besten Kochkünste auf. Das gute selbstgepresste Olivenöl verwendete ich und packte das Wenige, das wir hatten auf den Tisch. Irgendwann ging er und ich beriet mich mit meiner Tochter. "Was denkst du? Willst du ihn heiraten?" Wollte ich von ihr wissen. "Ja, ich denke ich werde zustimmen." "Ya Benti, er hat keine Berufsausbildung und prahlt dauernd von seinem Geld. Er ist eindeutig ein Krimineller. Vielleicht macht er sein geld mit Drogen. Lass es bitte und lebe ein einfaches, aber gutes Leben im Sinne Allahs. Willst du, dass er deine Kinder mit verbotenem ernährt?" Meine Vermutung sollte sich später bewahrheiten. "Du kennst ihn nicht! Du unterstellst ihm das alles nur. Immerhin kann er sich um mich kümmern und ich komme endlich hier raus", schrie sie mir entgegen. Wir verstritten uns sprachen nur noch das Nötigste. Die Zeit verging und sie sagte ihm zu. Sie feierten eine Hochzeit zu der ich nicht kam. Jeden tag schaute ich mir ihre Bilder an. Jedes mal schaute ich in den Sternenhimmel und fragte mich, ob sie gerade den selben Stern anschaut. Denkt sie an mich? Vermisst sie mich? Ich war von diesem Tag an nur noch bedingt am Leben. Sie gab mir keine Adresse und keine Nummer, also lebte ich die nächsten Jahre vor mich her. 15 Jahre später und keinen Monat länger klingelte mein Telefon. Es war meine Tochter. Sie lud mich zu sich nach Casablanca ein. Ich hörte Kinderstimmen im Hintergrund. Zum ersten mal hörte ich die Stimmen meiner Enkelkinder. 15 Jahre meines Lebens lebte ich mit einer Wolke vorm Gesicht. Getrübte Blicke durch Einsamkeit des eigenen Ich's. Wenn das Herz einsam ist, vergehen Tage wie Jahre. Ich packte nachts aufgeregt meine Sachen. Eine alte Frau wie ich fährt quer durch das Land. Am nächsten Tag nahm ich den Bus nach Rabat. Auf dem Weg kam ich an einen Laden vorbei und kaufte mir eine Sonnenbrille. Tattoo im Gesicht und Sonnenbrille - das sah ungewohnt aus. Es war eine Lange Fahrt bis Rabat aber irgendwann kam ich an. Ich musste schnell ein Zugticket kaufen, weil mein Zug kurz darauf kam. Ein junger Mann steht vor mir. Er hat eine eigenartige Ausstrahlung. Irgendwas ist seltsam. Ich musste meinen Zug kriegen und bat ihn mich vorzulassen. Wir holten beide ein Ticket und ich rannte vollgepackt zum Zug. Der junge Kerl stand an der Tür und hielt sie mir auf. Wir setzten uns beide gegenüber und ich brauchte einige Minuten, um Luft zu kriegen. 

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Ich teilte mein Essen mit dem Jungen und wollte wissen was ihm auf der Seele lastet. Er kam aus Deutschland und schien eine abgekühlte Art zu haben. Irgendwas schien ihn zu beschäftigen. Ein höflicher Mensch, der große Ziele hatte. Ich gab ihm einen Rat mit auf den Weg, der ihn scheinbar traf. Wir schauen und oft eine Sache an-, ein Problem, oder eine Situation. 100 mal kommen wir auf das gleiche Ergebnis. Ständig treten wir auf der Stelle, bis jemand von außen kommt und uns zeigt wie es richtig zu betrachteb wäre. Alleine kommen wir klar, doch unsere Ungebung kann ein helfender Lehrer sein. Ein Erzieher, wenn wir nicht zu stolz sind. Wenn wir dem Falschen hinterherlaufen enden wir entweder unglücklich, oder einsam und alleine. Diesen Rat gab ich ihm, weil es der große Fehler meines Lebens war. 15 Jahre sah ich das Wertvollste meines Lebens nicht. 15 Jahre schluckte ich, wenn die Nachbarn und die Familie meine Tochter angriffen. Wie kleine Messerstiche waren ihre Worte und sie trafen mein Herz. Wenn das Herz blutet, hilft kein Verband. Wäre ich nur auf ihrer Hochzeit gewesen. Ich hätte Enkel und ein Leben. 15 Jahr weilte der Vorhang vor meinen Augen. Ich lief vor den Bahnhof und sie kam auf mich zu. Ich konnte es nicht glauben. Ihre zwei großen Kinder liefen neben ihr. Ein Junge und ein Mädchen. Ein baby im Kinderwagen. Sie trug das Kopftuch locker auf dem Kopf. Der Hals nur teilweise Bedeckt. Die Sonnenbrille, die ich ihr nie kaufen konnte, auf Nase. Menschen liefen hecktisch vorbei. Taxis stritten sich um den vordersten Platz. Kinder verkauften Taschentücher. Alles blendete ich aus. Meine Enkelkinder fielen mir um den Hals, die Mundwinkel meiner Tochter fielen nach unten und zitterten. Mein Herz fing wieder an zu schlagen. Als wäre ich 15 Jahre nicht am Leben gewesen, so schien es. Saloua zog die Sonnenbrille runter - Die Augen verschmiert vom Weinen. Wir fielen uns in die Arme und ich wusste... ich bin hier und hier will ich bleiben. 

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Am 9.9.2017 um 22:21 schrieb Orientperle:

Sehr gerne............ich hoffe es geht dir mittlerweile besser inscha_allah!

Vielen Dank. Handulillah ist alles wieder gut. 

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