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Was können wir für ihn tun?


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Lichtschwert

السلام عليكم Letzten Freitag kam ein syrischer junger Mann, den ich seit mehreren Wochen in der Moschee treffe, auf mich zu und klagte mir sein Leid. Er ist Flüchtling und sitzt seit drei Jahren hier in Deutschland, während seine Mutter krank in Syrien ist. Er scheint ziemlich verzweifelt, da es in seinem Leben nach seinem Gefühl keinen Zentimeter vorwärts geht und er seiner Mutter nicht helfen kann. Wenn er arbeiten und sich etwas aufbauen könnte, wäre dies eher möglich, und dies ist sein sehnlichster Wunsch. Man merkt ihm an, dass er psychisch leicht angegriffen ist, womöglich hat das etwas mit seinen Erlebnissen im Bürgerkrieg zu tun. Er glaubt, sein Problem lasse sich nur mit einer Scheinehe lösen, aber die 12.000 Euro, die eine Frau von ihm dafür gefordert hat, kann er natürlich nicht aufbringen. Aufgrund meiner Position in der Gemeinde sieht er mich wohl irgendwie in der Verantwortung, ihm zu helfen. Wie ich das tun sollte, ist mir bis jetzt nicht ganz klar, denn finanzielle Hilfe ist seiner Aussage nach nicht sein Hauptanliegen. Was ich herausgehört zu haben glaube - er hat in seinem vorwurfsvollen Ton etwas um den heißen Brei herumgeredet - , ist, dass ich ihm dabei helfen solle, eine Frau zu finden, die bereit ist, mit ihm eine Scheinehe einzugehen. Er beteuerte, sie brauche sich keine Sorgen machen, da er überhaupt nichts von ihr wollen würde und er es sowieso nicht als Heirat ansehen würde. Ich bin nun keiner, der Leute gerne hängen lässt, und deswegen habe ich ihm versprochen, über seine Angelegenheit nachzudenken und zu schauen, was sich machen lässt. Doch was? Habt ihr eine Idee oder Anregungen?

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boutalghemt

AW: Was können wir für ihn tun? [url]http://www.proasyl.de/de/themen/basics/basiswissen/rechte-der-fluechtlinge/[/url] Wenn der Mann seit 3 Jahren hier als anerkannter/geduldeter Flüchtling lebt, soll er sich eine Arbeit suchen. Ist er illegal hier, sieht es schlecht aus. Scheinehen sind übrigens auch illegal.

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Guest Racfifchen

AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=bouhmara_;2302804]Halte Dich von diesem Pack besser fern. Ansonsten wirst Du es noch bitter bereuen.:)[/QUOTE] So abwertend solltest du nicht sein - du kennst die Hintergründe ja nicht, die ihn in diese Lage gebracht haben. Allerdings ist es schon ein starkes Stück, so direkt nach der Vermittlung einer Scheinehe zu fragen. Unmöglich ... Ein Job würde ihm sicher viel weiter helfen und wäre obendrein noch legal.

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AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=bouhmara_;2302804]Halte Dich von diesem Pack besser fern. Ansonsten wirst Du es noch bitter bereuen.:)[/QUOTE] Unglaublich...

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Little_Woman

AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=Lichtschwert;2302724]السلام عليكم Letzten Freitag kam ein syrischer junger Mann, den ich seit mehreren Wochen in der Moschee treffe, auf mich zu und klagte mir sein Leid. Er ist Flüchtling und sitzt seit drei Jahren hier in Deutschland, während seine Mutter krank in Syrien ist. Er scheint ziemlich verzweifelt, da es in seinem Leben nach seinem Gefühl keinen Zentimeter vorwärts geht und er seiner Mutter nicht helfen kann. Wenn er arbeiten und sich etwas aufbauen könnte, wäre dies eher möglich, und dies ist sein sehnlichster Wunsch. Man merkt ihm an, dass er psychisch leicht angegriffen ist, womöglich hat das etwas mit seinen Erlebnissen im Bürgerkrieg zu tun. Er glaubt, sein Problem lasse sich nur mit einer Scheinehe lösen, aber die 12.000 Euro, die eine Frau von ihm dafür gefordert hat, kann er natürlich nicht aufbringen. Aufgrund meiner Position in der Gemeinde sieht er mich wohl irgendwie in der Verantwortung, ihm zu helfen. Wie ich das tun sollte, ist mir bis jetzt nicht ganz klar, denn finanzielle Hilfe ist seiner Aussage nach nicht sein Hauptanliegen. Was ich herausgehört zu haben glaube - er hat in seinem vorwurfsvollen Ton etwas um den heißen Brei herumgeredet - , ist, dass ich ihm dabei helfen solle, eine Frau zu finden, die bereit ist, mit ihm eine Scheinehe einzugehen. Er beteuerte, sie brauche sich keine Sorgen machen, da er überhaupt nichts von ihr wollen würde und er es sowieso nicht als Heirat ansehen würde. Ich bin nun keiner, der Leute gerne hängen lässt, und deswegen habe ich ihm versprochen, über seine Angelegenheit nachzudenken und zu schauen, was sich machen lässt. Doch was? Habt ihr eine Idee oder Anregungen?[/QUOTE] Ich denke, langfristig hilft ihm nur ein Job! Ermutige ihn, sich aktiv an der Gemeinschaft zu beteiligen und seinen Beitrag zu leisten, um anderen zu helfen (in der Moschee unterrichten, Nachhilfe in Arabisch o. sonstigem anbieten, Vorträge mit organisieren und vielleicht auch halten, Jugendarbeit etc.). Er muss lernen, sich selbst zu helfen und sich nicht darauf zu verlassen, dass man ihm hilft.... So kommt er eher in Kontakt mit der Gemeinschaft und weckt als "ehrenvoller" Mensch vielleicht das Interesse einer heiratswilligen Frau als sein Leben hier in Deutschland mit einer illegalen Sache zu beginnen. Vielleicht kann man ihm einen kleinen Job vermitteln o. ä....

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AW: Was können wir für ihn tun? wa alaikum salam mein Lieber Lichtschwert, auf gar keinen Fall eine Scheinehe, dabei solltest du ihm nicht helfen, das passt auch nicht zu dir. (Weil wie schon erwähnt, illegal) ....ich persönlich denke, du solltest ihm bei der Suche nach einer Muslima für eine richtige Ehe helfen. Im günstigsten Fall aus einer großen, starken Familie aus deiner Gemeinde, die ihn auffangen und ihm helfen kann. Das braucht er. Durch die legale Ehe hat er auch mehr Rechte (arbeiten usw) Was du allerdings tun kannst ist, wenn er sich dafür entscheidet, hier mit/bei uns zu sammeln, dass er sich adäquat bei der Familie vorstellen kann. Wobei du ihn auch wieder unterstützend begleiten kannst. Mir fällt grad ein, schalte doch mal eine Heiratsanzeige hier in maroczone für ihn, dann ist diese Rubrik auch mal nützlich. :D möge Allah dich das Richtige tun lassen..... amin

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AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=Little_Woman;2302822]Ich denke, langfristig hilft ihm nur ein Job! Ermutige ihn, sich aktiv an der Gemeinschaft zu beteiligen und seinen Beitrag zu leisten, um anderen zu helfen[B] (in der Moschee unterrichten, Nachhilfe in Arabisch o. sonstigem anbieten, Vorträge mit organisieren und vielleicht auch halten, Jugendarbeit etc.). [/B]Er muss lernen, sich selbst zu helfen und sich nicht darauf zu verlassen, dass man ihm hilft.... So kommt er eher in Kontakt mit der Gemeinschaft und weckt als "ehrenvoller" Mensch vielleicht das Interesse einer heiratswilligen Frau als sein Leben hier in Deutschland mit einer illegalen Sache zu beginnen. Vielleicht kann man ihm einen kleinen Job vermitteln o. ä....[/QUOTE] :daumen hoch: allerdings wird es mit dem kleinen Job ohne Arbeitserlaubnis und mit Duldung sehr eng. Wenn er Sozialleistungen bekommt, darf er nichts verdienen.

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Lichtschwert

AW: Was können wir für ihn tun? Sein syrischer Dialekt mit der leisen Stimme war etwas schwierig zu verstehen, er meinte, er wolle auf keinen Fall in ein Kirchenasyl, was sich für mich so anhört, als ob er Abschiebung fürchtet. Vielleicht hat er gegen irgendwelche Auflagen verstoßen. Vorträge wird er eher weniger halten können, wie ich ihn einschätze, aber das mit dem Arabischunterricht für Kinder ist eine gute Idee. Da müsste ich mal nachhaken, die Gemeinde sucht sowieso einen Lehrer. Bringt aber nur was, wenn er nicht abgeschoben wird. Heiratsanzeigen für ihn aufgeben werde ich wohl nicht, weil ich keine Werbung für jemanden machen möchte, den ich nicht gut genug kenne, um ihn mit reinem Gewissen an eine Schwester weiterzuempfehlen.

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AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=Little_Woman;2302822]Ich denke, langfristig hilft ihm nur ein Job! Ermutige ihn, sich aktiv an der Gemeinschaft zu beteiligen und seinen Beitrag zu leisten, um anderen zu helfen (in der Moschee unterrichten, Nachhilfe in Arabisch o. sonstigem anbieten, Vorträge mit organisieren und vielleicht auch halten, Jugendarbeit etc.). [B]Er muss lernen, sich selbst zu helfen und sich nicht darauf zu verlassen, dass man ihm hilft....[/B] So kommt er eher in Kontakt mit der Gemeinschaft und weckt als "ehrenvoller" Mensch vielleicht das Interesse einer heiratswilligen Frau als sein Leben hier in Deutschland mit einer illegalen Sache zu beginnen. Vielleicht kann man ihm einen kleinen Job vermitteln o. ä....[/QUOTE] ich denke nicht, dass leute aus solchen gebieten es erst lernen müssen, sich selbst zu helfen. es wird ihnen durch die(se) gesetzeslage schlicht und ergreifend verwehrt!

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Little_Woman

AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=vulture;2302846]ich denke nicht, dass leute aus solchen gebieten es erst lernen müssen, sich selbst zu helfen. es wird ihnen durch die(se) gesetzeslage schlicht und ergreifend verwehrt![/QUOTE] Wir kennen seinen genauen Aufenthaltsstatus nicht und ich bin davon ausgegangen, dass er geringfügig arbeiten gehen kann. :weiss nicht:

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Guest Racfifchen

AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=Lichtschwert;2302842]Sein syrischer Dialekt mit der leisen Stimme war etwas schwierig zu verstehen, er meinte, er wolle auf keinen Fall in ein Kirchenasyl, was sich für mich so anhört, als ob er Abschiebung fürchtet. Vielleicht hat er gegen irgendwelche Auflagen verstoßen. Vorträge wird er eher weniger halten können, wie ich ihn einschätze, aber das mit dem Arabischunterricht für Kinder ist eine gute Idee. Da müsste ich mal nachhaken, die Gemeinde sucht sowieso einen Lehrer. Bringt aber nur was, wenn er nicht abgeschoben wird. Heiratsanzeigen für ihn aufgeben werde ich wohl nicht, weil ich keine Werbung für jemanden machen möchte, den ich nicht gut genug kenne, um ihn mit reinem Gewissen an eine Schwester weiterzuempfehlen.[/QUOTE] Flüchtlinge aus Syrien werden nicht abgeschoben. Nichtmal dann, wenn sie illegal nach Deutschland gekommen sind. Es gibt sowieso im Moment kaum legale Wege, von Syrien hierher zu kommen. Sogar Botschaftsangehörige sagen das offen - wer es illegal aus Syrien nach Deutschland schafft, kann bleiben. Aber Visa oder so gibt's nicht mehr.

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Little_Woman

AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=Racfield;2302850]Flüchtlinge aus Syrien werden nicht abgeschoben. Nichtmal dann, wenn sie illegal nach Deutschland gekommen sind. Es gibt sowieso im Moment kaum legale Wege, von Syrien hierher zu kommen. Sogar Botschaftsangehörige sagen das offen - wer es illegal aus Syrien nach Deutschland schafft, kann bleiben. Aber Visa oder so gibt's nicht mehr.[/QUOTE] Dürfen diese dann auch arbeiten?

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AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=Lichtschwert;2302842]Sein syrischer Dialekt mit der leisen Stimme war etwas schwierig zu verstehen, er meinte, er wolle auf keinen Fall in ein Kirchenasyl, was sich für mich so anhört, als ob er Abschiebung fürchtet. Vielleicht hat er gegen irgendwelche Auflagen verstoßen. Vorträge wird er eher weniger halten können, wie ich ihn einschätze, aber das mit dem Arabischunterricht für Kinder ist eine gute Idee. Da müsste ich mal nachhaken, die Gemeinde sucht sowieso einen Lehrer. Bringt aber nur was, wenn er nicht abgeschoben wird. [B]Heiratsanzeigen für ihn aufgeben werde ich wohl nicht, weil ich keine Werbung für jemanden machen möchte, den ich nicht gut genug kenne, um ihn mit reinem Gewissen an eine Schwester weiterzuempfehlen.[/B][/QUOTE] Also bleibt die Hilfe bei den "Papieren" Aufenthaltserlaubnis, Arbeitserlaubnis usw. spricht er deutsch? schau, vielleicht kannst du dich ja hier mal erkundigen: [url]http://www.nordbayern.de/region/erlangen/pirckheimer-preis-an-erlanger-fluchtlingsinitiative-1.4272724[/url] wenn ich helfen* kann, sag bescheid..... *alles ausser heiraten ;)

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  • Mitglied

AW: Was können wir für ihn tun? [QUOTE=Little_Woman;2302852]Dürfen diese dann auch arbeiten?[/QUOTE] Hier heißt es, dass sie das dürfen: [I]Welchen Status haben die Flüchtlinge? Die Syrer sind sogenannte Kontingentflüchtlinge, die im Rahmen internationaler humanitärer Hilfsaktionen aufgenommen werden. Da der Begriff Kontingentflüchtling selbst veraltet ist, wird meist von Flüchtlingen gesprochen, die in festgelegter Anzahl aus humanitären Gründen aufgenommen werden. Diese Flüchtlinge durchlaufen nicht das Asylverfahren. Ihnen wird vorübergehend Schutz in Deutschland gewährt. Sie erhalten laut Anordnung des Bundes-Innenministeriums zunächst eine auf zwei Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis auf Grundlage von § 23, Absatz 2 Aufenthaltsgesetz (AufenthG). Die Aufnahme erfolgt aber grundsätzlich für die gesamte Zeit des Konflikts und kann unter Umständen verlängert werden. Die so aufgenommenen Syrer dürfen eine Erwerbstätigkeit ausüben. Sie haben einen Anspruch auf einen Integrationskurs und – in Fällen, in denen kein bereits in Deutschland lebender Verwandter für die Lebenshaltungskosten aufkommen kann – auch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II und XII).[/I]

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