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I-Slams


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Ich liebe poetry slams und bin gestern auf ein paar I- Slams gestoßen, von denen einige sehr gelungen sind. Ein Beispiel von Farah Bouamar Kurze Info zum Text Das Gedicht ist als eine Art Antwort auf eine Aussage eines Kommilitonen zu verstehen. Obwohl sich in einem Seminar der letzte freie Platz zu meiner linken befand, wollte der Typ sich nicht neben mich setzen und quetschte sich lieber mit anderen an einen voll besetzen Tisch. Erst Aber als er sah, wie eloquent ich auf eine Frage eines anderen Kommilitonen antwortete, nahm er seine Sachen und wechselte den Platz und saß neben mir, als ob nix wäre. Als ich ihn etwas fordernd anschaute, sagte er: ‘Oh, Du bist ja gar nicht dumm; Du bist ja richtig schlau -.-‘...Damals ließ ich jene Aussage unkommentiert, denn ich hatte zwei Möglichkeiten zu antworten. Die eine war; ich schweige und schreibe, was eher dem Bild einer verkopftuchten Gebärmaschine (so wie Thilo Sarrazin es gerne nennt) gebührt – und die andere Möglichkeit war, dass ich meiner Faust bzw. wir Araber haben eher die Tendenz die flache Hand zu benutzen, freien Lauf lasse, da wir Muslime bekanntlich von Geburt an auf Gewalt konditioniert sind. Ich entschied mich ausnahmsweise für die erste Variante und unterdrückte meine vererbte Gewaltbereitschaft und schwieg und schrieb. Wie gesagt ‘Was Dich nicht juckt – musst Du nicht kratzen’ In deinem Kopf schwirrt: les musulmans – les terroriste – l’islamiste – les arabes – les arabes – les arabe – les turcs – les kurdes – les musulmans – It’s a game and you are the victim Wie oft habe ich das Gefühl zu ertrinken – ja wie oft habe ich das Gefühl mich in meinen eigenen Gedanken zu verlieren – während mir der Boden unter den Füßen entgleitet, während ich daran denke, dass ich nicht zu Hause bin und mich der Gedanke zur Flucht verleitet. Geh – lauf – renn – marschier – spazier oder flieg – doch das Entkommen kommt Dir entgegen und Du bewegst Dich im Kreis, während der Schweiß rollt und Du irrst und irrst – Dich auf Glatteis verlierst. Wie oft muss ich mir das Geschwätz antun – und mir anhören, was nichts hat mit mir zu tun. Worte wandern unaufhaltsam – Du rennst mühsam hinterher und versuchst sie langsam einzuholen, doch bleibt ihre Wirkung grausam und ist n-i-c-h-t aufzuholen. Ich will kein Lächeln sehen, wenn Dein Lächeln mit blindem Belächeln versehn – ich will keine Toleranz, wenn ich weiß, dass die Stufe der Anerkennung nie erreicht und es reicht die Ignoranz. Es tut mir leid, dass ich dein Klischee nicht bestätige Es tut mir leid, dass ich deinen Vorstellungen widerspreche Es tut mir leid, dass ich einfach nicht dumm bin. Ich sitz im Seminar und mach mir Gedanken zur gestellten Frage – überlege – notiere – reflektiere und zeige auf – zeige auf und lasse meinen Redefluss für sich sprechen. Was ich ernte sind Blicke – intensive Blicke die mir verraten, dass ich ein Kopftuch trag und anders bin – und deswegen anders bin – ich höre nicht auf zu reden und führe meine Gedanken zu Ende; doch die Blicke weichen nicht von mir – und ich weiß was Du denkst. Und ich weiß worauf Du wartest. Dein Blick heftet sich an meinen Lippen und Du bist aufmerksamer denn je – Du sprichst jedes Wort in deinem Gedächtnis nach und was DU suchst findest Du nicht. Zumindest heute nicht! Es tut mir leid, dass ich Deine Sensationsgeilheit nicht befriedigen kann Es tut mir leid, dass ich der verbalen Verstopfung nicht zum Opfer gefallen bin Es tut mir auch leid, dass mich die orthographische und grammatikale Verarmung nicht soweit eingenommen hat, dass ich dir den erwarteten Fehler geben kann! Es tut mir leid, dass ich einfach nicht dumm bin. Ich bin es leid, Deinen verwirrten Blick zu ertragen, der es nicht wahr haben will, dass meine Aussage Konsistenz hat; während Dein Gedanke substanzlos ist. Ich bin es leid beäugt zu werden und mir anhören zu müssen, dass mein Beitrag gut war – meine Präsentation überzeugt hat und meine Mitarbeit zu schätzen ist – und ich weiß was DU! wirklich denkst. Habe ich Dein Bild erschüttert? كَذَلِكَ يُبَيِّنُ اللّهُ لَكُمْ آيَاتِهِ لَعَلَّكُمْ تَعْقِلُونَ Oder ist es die geistige Umnachtung, die deinen Verstand maskiert? [2:242] Schweig wenn es sein muss, Doch sprich wenns Zeit ist Jedes Wort ist gut überlegt – jedes Fremdwort gut gewählt Du weißt Dich zu benehmen, Du weißt Dich zu artikulieren – zu gestikulieren – zu kalkulieren, ob Dein Wort Deine Gedanken fassen kann oder ob es sich soweit verselbstständigt hat dass es Dich in den Ruin treibt und alle Muselmannen und Muselfrauen mit kompromittiert. – doch spar Dir die Mühe, es juckt keinen! Wen interessierts, dass Du Dich fürs Ballett interessiert, Pferde liebst, Hugo liest, Goethe sprichst Wen interessierts, dass Du Philosophie isst und Politik trinkst Wen interessierts, ob die Literatur Dein Freund ist oder ob ‘Haute Couture’ Deine Gefährte ist. Was Dich juckt ist das verzerrte Bild des Islams – Doch freu Dich drauf – lass uns reden und ich erzähl Dir was vom Islam und nebenbei was über Coco Chanel.:yepi:

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AW: I-Slams PALESTINE i-slam i,Slam - Muslimischer Poetry Slam Youssef Adlah und Younes Al-Amayra sind die beiden Gründer von i,Slam e.V. Younes ist Islamwissenschaftler und Youssef studiert Luft- und Raumfahrttechnik. [B]Younes[/B]: Zeitraffer [B]Youssef[/B]: Im Zeitraffer vergeht alles um mich herum Meine Ohren sind taub und mein Laute sind stumm [B]Younes[/B]: mein Körper ist Taub und ihre Gesichter sind stumm Und die Frage die mich quält ist warum [B]Beide[/B]: und eine Stimme in meinem Innern sollte mich an den Schmerz erinnern Und an meinen Wangen laufen die Tränen Und die Zeit läuft mir davon, sie rennt Nichts wird mehr aus meinen Plänen Und sterben werden sie mit mir, ohne dass sie je einer kennt [B]Younes[/B]: Flashback [B]Youssef[/B]: Das erste was ich erblickte waren die Trümmer Das erste was ich fühlte war der Kummer Die erste Schule die ich besuchte war zerstört Und das erste was ich jemals brüllte blieb im Feuerhagel ungehört [B]Younes[/B]: Das erste was ich erblickte waren Verfall und Tod Das erste was ich fühlte war Hilflosigkeit in der Not Ich besuchte nie eine Schule denn hier schert sich niemand drum Und die Frage, die mich quält ist warum [B]Beide[/B]: Und eine Stimme in meinem Innern sollte mich an den Schmerz erinnern Und an meinen Wangen laufen die Tränen Und die Zeit läuft mir davon, sie rennt Nichts wird mehr aus meinen Plänen Und sterben werden sie mit mir, ohne dass sie je einer kennt [B]Youssef[/B]: Flashback [B]Younes[/B]: Die ersten Schritte die ich gemacht hab, waren um vor den geschossen zu entkommen und Krieg nichts als Krieg hab ich in meinem Leben vernommen Die letzten Schritte, in Richtung Checkpoint ging ich sie Und, dass das die letzten Schritte werden ahnte ich nie [B]Youssef[/B]: Die ersten Schritte die ich gemacht habe, ich dachte sie wären Richtung Freiheit Und als ich den Soldaten in die Augen blickte erfuhr ich die Wahrheit Ihre Finger, lang am Abzug und einer macht ihn krumm und die Frage, die mich quält ist warum [B]Beide[/B]: und eine Stimme in meinem Innern sollte mich an den Schmerz erinnern Und an meinen Wangen laufen die Tränen Und die Zeit läuft mir davon, sie rennt Nichts wird mehr aus meinen Plänen Und sterben werden sie mit mir, ohne dass sie je einer kennt [B]Youssef[/B]: Zeitraffer [B]Younes[/B]: Tod nichts anderes erwartet mich nun mehr Langsam drückt es in der Brust und das Atmen fällt mir jetzt schwer ich senke mich und spüre noch Geschosse an mir vorbei rauschen, ja ich sehe sie sogar Und noch nie war die Welt, wie in diesem Chaos und in diesem moment, so einfach, so klar Und mit dem Durchschuss kam auch der Durchblick Ich merke, wie ich in meinem eigenen Blut erstick’ Die Zeit scheint still zu stehen als wollten die letzten Sekunden nie vergehen [B]Youssef[/B]: Ohne Substanz, der Krieg ohne Seele, wie gleich mein Körper auch langsam knie ich nieder, spüre Brennen im Bauch ich sag inti fadia und nein, das ist kein Versprecher, sondern genau das und nichts mehr ich sag inti fadia, also du bist leer Die Soldaten und die Miliz, sie wissen nicht mehr wofür sie kämpfen sollen und die Panzer wissen nicht warum sie noch rollen Wofür wird überhaupt gekämpft? Für den Sieg, die Heimat für Stolz und Ehre? Welcher Frieden ist was wert wenn es nicht der Seelenfrieden wäre....

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  • 2 weeks later...
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AW: I-Slams Ummi :( An die Frau, die mich liebte vor meiner Geburt. An die Frau, die nach ALLAH mein Tränen hört. An die Frau, die von Abends bis frühs nicht schlief. An die Frau die wegen mir weh Rufe rief. An die Frau, die erlitt, wegen mir neun Monate. An die Frau, die Schmerzen ertrug und mich zu Welt brachte. Sie entbloßte ihre Füße um meine warm zu halten. Sie arbeitete 24 Stunden und wollte nicht abschalten. Sie verhalf mir vom sitzen zu krabbeln,vom kauen zu gehen und von sprechen zu schreiben. Ihr verdank ich das ich heute auf eigenen Beinen stehe. Das Ich gut von böse unterscheiden kann und verwerfliches mit eigenen Augen sehe. Doch manchmal meine ich besser zu wissen als sie. Erfahrener zu sein und sie nicht zu brauchen und das nie. Wer war ich als, ich diese Worte sagte. Wer war ich, das ich diese Worte wagte. Vergib mir ya ummi, für mein Verachten. Verzeih mir ya ummi, für mein Verhalten. Immer wenn ich Trauer und kummer in ihren Augen erkannte, wussten nur ALLAH und ich, wie ich die Nächte verbrachte. Ich wünschte, ich könnte ihr alles, was sie für mich tat zurück geben. Jede Sekunde mit ihr verweilen und in Firdaws mit ihr leben. Ich bitte um Vergebung, für die Nächte die du wach bliebst wegen mir. Ich bitte um Vergebung, für meine Stimme die ich laut erhob gegenüber dir. Ich will die Tochter sein, die du dir wünschstest. Ich will die Tochter, sein die du schon immer verdientest. Von jetzt an! Ya ummi, nichts auf dieser dunya hat deinen Wert. Ya Rabbi, lass mich die sein die sie am meisten verehrt. Nichts, aber wirklich nichts kann sich zwischen uns stellen. Auch eine Ehe schafft es nicht mich von dir zu trennen. Jeden Tag bitte ich ALLAH, dass er barmherzig mit dir ist so wie du zu mir warst. Und dich ummi bitte ALLAH das er uns bei dem vereint, was du zwischen deinen Füßen tragst. Von Aisha Abdulqader

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AW: I-Slams [QUOTE=PiPa_original;2301668]Was ist das, Lost? Will das alles auch unbedingt haben/lesen :love:[/QUOTE] Ich schick' dir nachher mal was. :*

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  • 1 month later...
  • Mitglied
_Lost_

AW: I-Slams Ein Terrorist ist dort wo Terror ist doch wenn hier kein Terror ist warum bin ich ein Terrorist Sehe meinen Glauben an den musst du nicht glauben ohne Zwang soll man glauben Fraglich was ist glaubhaft Frag dich was ist glaubhaft bevor du Urteilst so werde jemand da sein der seine Uhr teilt in Liebe sagt er dir die Zeit in der wir leben Unschuldige werden verurteilt und Schuldige bleiben abseits Es sind Erfahrungen die mitteilen dass jemand Lügen verteilt Du musst wollen wenn du willst dass der Wahrheit Wunde verheilt Das Feuer im Zorn wurde hier befreit Habt ihr es nicht erkannt das gleiche wie beim Reichtagsbrand Ohne zu wissen weißt ihn falsche Klugheit ja der mit Respektlosigkeit ist auch der der direkt los schreit Ist es nicht schonmal passiert durch falsche Infos das Geld kassiert damit der Mensch irrt Verwirrt und empört das er nur schlechtes hört vergessen das zum Islam Frieden gehört lieben gehört nicht bekriegen gehört akzeptieren gehört doch hier werden die Falschen verhört Es ist nicht fair hört auf sie zu diskriminieren anzuspucken oder sie zu provozieren Es ist verboten im Islam zu töten Wie oft wurde das schon zitiert Doch jetzt zittere ich hier weil es wenige kapieren Könnt es tausend mal kopieren notieren Bevor ihr euch das falsche Herz tattowiert wäre es gerecht sich vorher zu informieren Zakaria Touba

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