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Guest al-hmoum

La Sa3d La 7anan

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Guest al-hmoum

traurig.jpg

Salam Ich möchte euch eine geschichte erzählen die auch in wirklichkeit passiert ist. Sie handelt von meiner mutter, von mir und meinen Geschwistern. Es geht um ein leben ohne kindheit, ohne glück und lachen. Ohne freude und Hoffnung. Ohne würde und Stolz. In dieser Geschichte geht es auch um den mann, der uns das alles damals genommen hat, nämlich meinen Vater. Meinen vater den ich überalles gehasst habe. Ich heisse hamid und ich möchte mit euch meine inneren gedanken tauschen. Meine sorgen und erlebnisse. Wir sind heute eine kaputte Familie mit tiefen narben in uns. Jeder von uns hat eine narbe in sich, die immer noch nicht verheilt ist. Wir lieben uns zwar, aber lieben uns nicht so, wie es eigentlich für eine familie gehört, weil die vergangenheit noch tief in uns steckt. Obwohl es keiner zugeben will. Ich werde bald mit meiner geschichte anfangen.

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Sana17

bin auch schon gespannt 🙂 kheir inschallah

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Guest al-hmoum

1979 In einem Dorf nähe Berkan findet eine hochzeit statt. Auf den schönen Bergen marokkos. Wo die welt noch einigermassen in ordnung war. Die hochzeit meiner mutter. Meine mutter ist eine frau die in ihrer jugend nix anderes kannte als die berge und die Natur. Sie lebte mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter unter der sie sehr gelitten hat auf einem kleinen bauernhof. Naja einen marokkanischen bauernhof wie man ihn kennt. Ihre Stiefmutter hat sie nie als vollwertig behandelt. Sie verbat ihr zu essen und schlug sie regelmässig wegen kleinigkeiten. Sie konnte sie nicht ausstehen, weil meine mutter der schatz meines opas war. Sie war seine einzige und jüngste tochter unter ihren 4 brüdern. Die leibliche Mutter, also meine oma, starb als meine mutter noch 5 jahre alt gewesen ist. Woran sie wirklich gestorben ist weiss wirklich keiner so richtig. Heute erzählt man sich, es wäre krebs gewesen. Es gab damals keien diagnosen für sowelche krankheiten und schon garkeine Ärtze die das behandelten. Meine mutter kann sich an ihr nur noch waage erinnern. Sie freute sich einerseits über die hochzeit einerseits auch wieder nicht. Aber was ihr wichtig war, dass sie endlich dieses haus verlassen konnte und ihr eigenes leben aufbauen konnte. Doch wusste sie wirklich wen sie da wirklich heiraten tut? Heiratet sie einen mann der sie glücklich machen wird oder einen Mann der ihr leben zur hölle machen wird??? Nein an sowas konnte meine mutter garnicht denken. Sie war noch jung und optimistisch. Was sie aber schon ahnte war, dass was mit ihm nicht stimmte. Er übergab sich sehr oft und zog sich oft zurück. " Amina was ist los mit deinem mann??? der ist aber komisch. ist er krank? " ich weiss es nicht. vielleicht hat er einfach magenprobleme" " naja hoffentlich hat er keine krankheit von kharij mitgebracht. ewa allah yester." Man weiss ja nie was in diesen ländern alles gibt. Doch wusste eigentlich jeder was mit ihm los war. Jeder ausser meiner mutter. Er ist ein monster. Ein monster ohne herz und gefühle. Seine eigene familie mochte ihn nicht. Sie wollten ihn sogar loswerden. Darüber hat aber keiner gesprochen. Wozu auch den ruf der familie beschmutzen wenn es anders geht. Leider hatte sie recht gehabt. Mein Vater hatte eine krankheit, nämlich seine drogensucht. Er war verrückt nach haschisch und bier. Aber das wusste natürlich keiner bzw jeder hat einfach weg geguckt. Aber was noch schlimmer war, ist sein charakter gewesen, von dem ihr noch einiges mitkriegen werdet. Aber selbst der Hochzeitstag begann nicht gut. Mein vater hatte nämlich vergessen, die hochzeit bei den behörden anzumelden. Ich kann mich noch erinnern, wie meine mutter erzählte, das polizisten reinkamen und meinten, die musik muss abgestellt werden, weil es nicht gemeldet ist. Ja nicht mal ihre Hochzeit konnte sie geniessen.

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Guest nour-al-haya

Salamou alaikum, das hört sich schon sehr traurig an. Mich interessiert, wie es weiter geht. chayr inshaallah

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Guest Nour-Noura

subhanllah wie einige menschen doch sein können

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Guest al-hmoum

In dem gleichen Jahr ist sie nach Deutschland mit meinem Vater gereist um dort mit ihm ihr neues leben zu führen. Sie wohnten in einer kleinen stadt in nrw. Sie mieteten sich eine wohnung aber sehr abgelegen. Für meine mutter war das eine qual. Sie konnte kein deutsch, kannte hier niemanden und war den ganzen tag mit sich selber beschäftigt. Der haushalt hatte sich schnell erledigt und die zeit verging sehr langsam. Ausserdem war die wohnung fast mitten in einem wald. Sie bekam richtig angst, wenn mein vater am arbeiten gewesen ist und sie allein zu hause. Eines tages war sie draussen am spazieren und entdeckte einen vogel auf der strasse, der aber verletzt war. Sie liebte tiere , weil sie mit ihnen aufgewachsen ist. Sie nahm ihn mit nach hause um ihn zu pflegen. Für sie war der vogel eine kleine abwechslung in ihrem langweiligen alltag. Paar tage später erkrankte sie leider wegen dem vogel und sie bekam tubakulose. Dies bedeutete für sie 3 monatigen krankenhausaufenthalt. " Wie du bist krank???" "Wieso wohl? Wegen dem vogel!" "Ach halt deinen mund. Seit wann wird man krank von einem vogel. Ist doch kein wunder, aus dem stück land wo du herkommst. Wehe du steckst mich mit deiner pest noch an!!! Kannst mir dankbar sein, dass ich dich überhaupt hier finanziere und dich mitgenommen habe." "Aber ich hab dich nicht gezwungen mich mit zunehmen. Wir hätten auch in marokko leben können." "Noch ein wort von dir und du lernst mich richtig kennen." Ja das waren die worte meines vater als trost für meine mutter. Die 3 monate in dem krankenhaus hat sie nur mit weinen und kummer überstanden, weil sie keiner besucht hat oder sie wenigstens verstanden hat. Das essen war sehr fremd, es gab nur schwein zu essen und trocknes brot. am ende hatte sie sehr stark abgenommen. Es arbeitete zwar ein ägyptischer arzt dort, den sie aber kaum verstanden hatte. Während meine mutter im krankenhaus lag, vertreibte sich mein vater die zeit mit der arbeit und seinen saufabenden. Das war seine lieblingsbeschäftigung.

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Guest SunSally

kheir insha´allah Bruder. Möge Allah s.w.t. euren Kummer mindern, amin. Weiter bitte

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Guest al-hmoum

kheir insha´allah Bruder. Möge Allah s.w.t. euren Kummer mindern, amin. Weiter bitte

amin ich danke dir schwester

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Guest al-hmoum

1982 Tag für Tag verging bis 1982. In dem Jahr bekam meine mutter ihr erstes kind und ich wurde geboren. Nun ja ob sich mein vater damals über meine geburt freute weiss ich nicht. Es begann aber für meine mutter eine schwere zeit. Mein vater hörte dann mit seiner arbeitstätigkeit auf und entschloss sich nicht mehr für seine familie zu sorgen. So wurden wir ein Sozialfall wie man so schön sagt. Aber selbst als sozialfall konnte man damals noch sehr gut leben, aber nicht wenn man einen Vater zuhause hatte, der sein geld für Drogen und Alkohol ausgegeben hatte. Meiner mutter hat er sehr selten geld gegeben fürs einkaufen. Ja darum kümmerte er sich auch nicht mehr. Sie musste für alles ab sofort sorgen. So war sie manchmal gezwungen, pfennig stücke zusammen zu kratzen auf dem spielplatz, damit sie sich eine tüte Mehl kaufen konnte um brot zu backen oder sie brachte bierflaschen wieder zurück wegen dem pfand. Er musste natürlich nicht darunter leiden, da er immer draussen fein essen war. Das machte er mehrere male in der woche. An einem abend gab er locker 80 euro aus. In mark war das natürlich mehr. In dem gleichen jahr konnte meine Mutter endlich wieder ihre verwandtschaft in marokko besuchen mit meinem vater zusammen. Sie hatte hoffnung dass alles gut gehen würde und er sich ändern würde nachdem er seine famiile wiedersieht und seine heimat. Doch sie hat sich leider getäuscht wie oftmals. Als sie bei meiner oma in marokko ankamen, waren sie garnicht willkommen. Man hat sie gezwungenermaßen aufgenommen. Ja das muss man sich vorstellen. Sogar seine Familie wollte ihn nicht bei sich haben. Sie blieben ungefähr 4 wochen in marokko als es zeit war wieder abzureisen. Doch sie irrten sich im Tag. so mussten sie wieder zurück zu ihrer oma und fanden die ganze familie im putzwahn. Es wurden alle neu geputzt. Sogar die wände haben sie mit Seife und wasser abgewaschen. Die Tat haben sie aus Aberglaube gemacht. Denn es heisst, so kommen die leute nie wieder heim. Auf dem Rückflug am Düsseldorfer Flughafen kam es zu einem streit zwischen meinen Eltern. Mitten auf der rolltreppe zeigte er dann sein wahres gesicht: "Von heute an wirst du kein schönen Tag mehr mit mir erleben. Mach dich auf was gefasst du Tochter einer....." " Was ist wieder los mit dir? was habe ich dir getan um gottes willen dass du mich so behandelst???" Meine Mutter fing an zu weinen und er ging weg und liess sie alleine auf der rolltreppe. Während sie mich im arm trug und auf einmal ihr gleichgewicht auf der rolltreppe verloren hatte.....

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Guest Hbila

Salam 3alaykum, La Hawla Wala quwatta Illa Bi ALLAH. Wie kann ein Mann nur so seine Frau behandeln? Ich kann mir vorstellen, dass es im Laufe der Story nur noch schlimmer wird. Möge ALLAH SwT deine Mutter für ihr Sabr belohnen & inschaALLAH wendet sich alles noch zum Guten.:)

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Guest al-hmoum

Salam 3alaykum, La Hawla Wala quwatta Illa Bi ALLAH. Wie kann ein Mann nur so seine Frau behandeln? Ich kann mir vorstellen, dass es im Laufe der Story nur noch schlimmer wird. Möge ALLAH SwT deine Mutter für ihr Sabr belohnen & inschaALLAH wendet sich alles noch zum Guten.:)

baraka allahu fik al hbila:) nein es wendet sich leider nicht alles zum guten, aber alles hat mal irgendwann ein ende....:)

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Guest Hbila

baraka allahu fik al hbila:) nein es wendet sich leider nicht alles zum guten, aber alles hat mal irgendwann ein ende....:)

Das ist schade, aber manchmal ist ein Ende besser. Jede Qual hat eines Tages ein Ende.:)

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Guest al-hmoum

Als sie das gleichgewicht verloren hatte, stand gottsei dank ein älterer herr hinter ihr und hatte sie festgehalten. 1984 wurde meine schwester Hanan geboren und wir wurden eine familie. Sie war eine Frühgeburt und musste 2 monate im krankenhaus bleiben. Die frühgeburt wurde durch den stress ausgelöst den meine mutter hatte. Meine mutter lernte mit der zeit marokkanische freundinnen kennen zum beispiel im woolworth an einem regal. Sie bemerkte wie eine frau mit kopftuch sie beobachtete und näher kam: "Ntiya maghribiya"?? " wah a khti hta ana maghribia. Ki smitek? " Aicha wenti???? " Smiti Hafida" " ewa metcharfin a khti. Wir können ja die Telefonnr tauschen und uns gegenseitig besuchen" " ja natürlich, sehr gerne, marhba bikoum" Natürlich antwortete sie mit einem mulmigem gefühl im Bauch. Wie soll sie Gäste empfangen in der wohnung??? Er würde es niemals zulassen, dass sie irgendwelche leute kennenlernt geschweige sie einzuladen. Ihre deutschkenntnisse verbesserten sich, so dass sie selbstständiger wurde im alltag. Der Fernseher war wie ein Sprachlehrer für sie. Mein vater schaffte sich auch nette freunde an. Familienväter die nebenbei mit Drogen dealten und bei uns zuhause ihre geschäfte machten. Sein "bester" freund war ein türke mit 3 kindern. Seine frau beklagte sich ständig bei meiner mutter,wie er sie zusammengeschlagen hatte nach seinen Trinkattacken.... In dem gleichen Jahr erfuhr mein Vater von meinem onkel in marokko, dass der vater meiner mutter gestorben ist an herzversagen. Aber er sah es nicht ein, meine mutter davon zu berichten. Eines tages klingelte das Telefon zuhause: : Salam hafida meine schwester : Wa Salam. labas???? : Naja wie soll es mir schon gehen. Du hast dich nicht gemeldet und bist nicht gekommen. Wieso nicht? " Warum sollte ich denn kommen. Ich verstehe nicht was du meinst. Ist was passiert??? " Hafida hat dir dein mann nix erzählt? " Nein sag schon was denn? " Baba ist gestorben vor einem monat. Ich habs deinem mann gesagt, dass er dich hierhin bringt. Er meinte er würde dir bescheid sagen " Nein das hat er nicht" Sie fing an zu weinen. Ich kann mich noch dran erinnern, wie sie weinte vor mir. Er nahm ihr diesen Augenblick im leben, sich von ihrem Vater zu verabschieden. Sie verpasste so die beerdigung ihres Vaters. Warum er das gemacht hatte? Um kosten zu sparen wegen der reise. An diesem Tag begann sie ihn richtig zu hassen. Sie hat ihm das nie verziehen. Sie liebte ihren Vater überalles, und er nahm ihr diesen wichtigen moment im leben.

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