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Guest Regentropfen

Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde.

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Guest Regentropfen
Ich schaue zum Fenster raus. Immer noch gefangen. Wie geht es weiter? Tränen überfüllen meine Augen. Ich ziehe mein Kopftuch an und fange an das Dhur-Gebet zu beten ehe mich entscheide meine Geschichte in einer Kurzfassung zu schreiben. Sommer 2003. Es sollte der schönste Sommer werden. Mein Abi abgeschlossen, meinen Führerschein und mehr als 6 Wochen Urlaub. Meine Sommerkleider sind auch schon eingepackt also ging es los nach Marokko. Ich freute mich sehr. Ich flog mit meiner älteren Schwester und meine Eltern flogen nach. Allah gab mir ein attraktives Äußeres und ich geizte nicht damit. Täglich zog ich viele Blicke auf mich und ich genoß es als Teenie. Auch blieb ich nicht von den üblichen Heiratsanträgen verschont die keiner ernst nahm da es sich hauptsächlich nur um Papierangelegenheiten handelte. Ich lernte einen hübschen Mann kennen. Braun und hellblaue strahlende Augen. Wir trafen uns manchmal mit meiner Cousine zusammen und sonst telefonierte ich mit ihm. Er lebte dort. In diesem Sommer passierte bei uns in der Familie so einiges. Nur erwähne ich eben nur die Dinge die für diese Geschichte wichtig sind um sie anschließend zu verstehen. Die Gerüchteküche brodelte. Man erzählte,das mein Vater mich an den Sohn des Bürgermeisters verkaufte. Die Schwägerin meines Vaters läuft schon seit zwei Jahren hinter mir her. Nur mich könne ihr Sohn angeblich als Frau vorstellen. Ich machte Witze darüber und lachte. Hätte ich es vielleicht doch ernst nehmen sollen? Zurück nach Deutschland. Ich druckte meine Urlaubsbilder aus und zeigte sie meinen Freundinnen. Ich beginne das freiwillige soziale Jahr, weil ich noch nicht weiß was ich beruflich anfangen soll. Der Alltag in Deutschland hat mich auch schon eingeholt und ich habe den Urlaub in Marokko schon längst vergessen. Der Blauäugige Typ ruft mich immer noch an und will mich auf Msn sehen. Für mich war es aber nur ein Urlaubsflirt wie ich im Nachhinein merkte und somit schenkte ich ihm keine Beachtung mehr. Ich wusste aber,das er mich liebte und auf mich warten wollte. Er war verrückt nach mir. Er plante unser Leben gemeinsam in Marokko. Er nannte mich immer seine indische Schönheit wegen meiner langen Haare. Ich wurde draußen von einem Mann angesprochen. Ein Marokkaner. Wir lernten uns weiter kennen und dann riefen auch schon seine Eltern bei meinen an. Ich freute mich sehr und ich gab meiner Freundin die Aufgabe,das wenn der Typ aus Marokko anruft sie mit ihm sprechen sollte und ihm sagen sollte,dass ich nun glücklich verheiratet bin und er mich nie wieder anrufen sollte. War das der fatale Fehler des Lebens? Ich war nun verlobt. Es fühlte sich sehr schön an. Meine Familie war etwas dagegen, weil ich noch jung war aber es kam trotzdem dazu. Unsere Hochzeit war in Planung und ich wurde von allen arabischen Freundinnen beneidet. Ich war das Hauptthema in unserer Stadt. Keiner wollte es wirklich wahrhaben, das ich, die kleine junge von Nebenan bald heiraten würde. Die Telefone klingelten bei uns non-stop. Alle wollten Informationen zu der bevorstehenden Hochzeit und vor allem zu dem Mann der mich bald heiraten würde. Die Schwägerin von meinem Vater in Marokko bekam es natürlich auch mit und war alles andere als begeistert. Haben wir ihre Reaktion eventuell unterschätzt? Ich war glücklich und zufrieden. Ich hatte alles was ich wollte und bestellte mein Brautkleid. Ich betete und dankte Allah für dieses Geschenk. Wir waren sehr verliebt und er tat alles für mich. Hätte man das Thema Hochzeit und die dazugehörigen Informationen vielleicht verheimlichen sollen? Ein halbes Jahr später ging alles in die Brüche. Von heute auf morgen. Meine Familie und vor allem ich konnten nicht wirklich glauben, das es aus ist. Ich war am Boden zerstört. Jegliche Versuche wieder zueinander zu finden scheiterten. Es war die erste große Liebe und der erste große Bruch in meinem Herzen. Ein Verlust war es auch. Er war der erste Mann in meinem Leben und ich war sehr jung. Mein Arbeitgeber kündigte mich. Einen richtigen Grund gab es nicht. Ich war sehr überrascht. Also doch kein abgeschlossenes soziales Jahr. Die darauffolgenden Tage verbrachte ich tagsüber bei meiner Freundin und nachts zuhause in meinem Zimmer eingeschlossen. Der Koran war mein Begleiter aber trotzdem konnte ich meine Tränen nicht still halten. Ich weinte jeden Tag. All die Tage die ich glücklich und strahlend gewesen bin wurden nun durch depressive Tage überstrichen. Ich weine nur noch und kann nachts nicht schlafen. Die Nächte wurden mir zum Verhängnis. Ich bekam Angst wenn ich schlafen musste. Ich ging nicht mehr gerne raus. Es fiel mir schwer. Ich zog mich zurück. Ich betrachtete mich selber als depressiv und ging zum Arzt. Nach meinen Schilderungen verschrieb mir der Arzt Anti-Depressiva und ich nahm sie ein. Aber ich sah keine Besserung und setzte sie ab. Im Gegenteil es wurde schlimmer. Der Arzt wusste auch nicht weiter. Ich musste raus aus dem Haus. Ich suchte mir einen Job. Einen Kellnerjob bekam ich. Ich kellnerte rum und fühlte mich alles andere als wohl. Aber ich hatte keine andere Wahl. Ich wollte nicht arbeitslos sein. Trotz meines sehr guten Abschlusses bekam ich keinen Studienplatz, keine Ausbildungsstelle und keinen anderen vernünftigen Job. Sind das schon erste Anzeichen gewesen? Ich hatte keine Freunde mehr und mein Führerschein war wegen eines Unfalls auch weg. Ich musste den Führerschein neu machen. Es war nicht einfach denn ich bestand nie. Für den Lehrer und für meine Eltern völlig unerklärlich. Den jeden Abend bin ich die Prüfungsbogen zig mal durchgegangen und davon abgesehen waren mir ja die Regeln schon alle bekannt. Nun sind auch meine Ersparnisse weg. Alles in dem Führerschein investiert aber nichts ist daraus geworden. Das Jahr geht auch bald zuende und zum Jahresende lerne ich ein Mädchen kennen. Wir befreundeten uns und besuchten gemeinsam die Moschee. Ich lache wieder und bin froh, das ich wieder Leben in meinem Leben habe. Wir hatten beide wenig Geld und trotzdem hatten wir Spaß indem wir einfach nur spazierten und uns Sachen erzählten. (Das ist keine Lovestory. Ich schreibe gleich weiter und ich will einfach nur, das ihr diese Geschichte respektiert und nicht voreilig urteilt)

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Guest Menina_Maluca
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. So ist das Leben...egal wie viel Erfolg und Glück man erlebt hat... das was am Ende übrig bleibt ist allah subhanu wa ta3ala und das ist das wichtigste überhaupt. Abschluss, Job, Geld alles vergänglich. Aber schön dass du dein Ende so gefunden hast :) alhamdulilah

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TRANSA
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Lesezeichen

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Guest Regentropfen
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Ich trockene die Gabel ab und setze ein Lächeln auf, obwohl ich innerlich weine. Ich höre das Feuerwerk. Das war mein Silvester 2005. An diesem Abend gab es viel zu tun und wegen Personalmangel mussten auch die Kellner in der Küche mithelfen. Auf meinem Heimweg denke ich an meinen Ex. Was er macht etc. Ich fange an mich mit verschiedenen islamischen Themen zu beschäftigen und lese viel. Das Schiksal. Wie es aufgebaut ist warum uns, nein warum mir bestimmte Dinge passieren und wie ich weiter meinen Iman stärke. Ok, ich weiß nun, das es alles so passieren musste und versuche mich mit dem Gedanken anzubefreunden, das alles eine Grund hat und es besser ist, das es so passierte. Scheiss drauf. Ich bin noch jung und ich muss mich nicht verstecken. Ich fange neu an. Meine Eltern stressten mich immer wegen dem Kellnern. Was ist wenn dich jemand abends draußen sieht was soll man von dir denken usw. Das war mir egal. Ich hatte mir dir Situation nicht ausgesucht. Raus aus dem Selbstmitleid. Ich kündigte wegen meinen Eltern den Kellnerjob und suchte was neues. Es war wieder das gleiche Szenario. Die guten Stellen bekomme ich nicht nur Drecksarbeit bekam ich. Ich fange eine Arbeit als Reinigungskraft an. Ich musste früh aufstehen. Naja hat wenigstens seinen Vorteil, das Fajr-Gebet morgens pünktlich zu beten. Es war noch dunkel und sehr kalt. Der Boden war glatt und frostig. Ich laufe zu meiner Arbeitsstelle. Ich ging dieser Tätigkeit nach und war sehr demotiviert. Es fiel mir sehr schwer morgens aufzustehen. Eine Trägheit umgab meinen Körper. Meine Haare nicht gemacht und zerissene Schuhe. So sah ich aus. Genau an dem Morgen kommt mein Ex-Schwager in das Center rein bei dem ich geputzt habe und läuft Richtung Bäckerei. Er sah mich. Wie ein Stück Elend mit dem Wischmob in der Hand auf dem Boden schauend. Ich schämte mich so sehr und sagte ein flüchtendes Salam. Es war irgendwie auch ein demütigendes Gefühl. Trägheit. Ein weiteres Anzeichen? Am nächsten Morgen kam der Chef zu mir und sagte, das ich nach Hause gehen soll. Also eine Kündigung. Ich fragte nicht warum. Ich fuhr nach Hause und war einerseits froh von dieser Qual entlassen zu sein. Ich begab mich wieder zum Arbeitsamt und bekam Adressen auf die ich mich bewerben sollte. Sehr motivert schrieb ich Bewerbungen und sammelte meine letztens Cents ein um die Briefmarken zu bezahlen. Ich hatte keine Briefhüllen mehr und entschloss mich nur noch online zu bewerben. Den Geld hatte ich nicht mehr und musste auch noch zuhause was abgeben. Arbeitslosen Alltag. Ich schaue die Nacht lang islamische Vorträge zu Themen die mich interessieren. Schiksal und Bittgebete. Manchmal betete ich noch zwei Rakat, manchmal schlief ich sofort ein. Am nächsten Morgen nachdem ich gefrühstückt habe und meiner Mutter geholfen habe verabredete ich mich mit meiner Freundin die ich kennenlernte. Ich nenne sie mal Salima. Salima war noch zwei Jahre jünger als ich und noch sehr verspielt. Es war mir aber egal. Irgendwann mal erzählte mir Salima komische Dinge. Das sie sich komisch fühle und sie einen Imam kennt der über sie Koran lesen würde damit es ihr wieder besser geht, sagte sie. Ich hielt nichts davon und versuchte herauszufinden warum sie sich so fühlt. Ich versuchte es ihr rauszureden aber Salima bittete mich sehr darum, das ich mit ihr zu einem Imam nach Dortmund fahren sollte. Ich hatte eh nichts zu tun und sagte ihr auch aus Neugier zu. Wir fuhren dahin. Ich habe draußen gewartet ich wollte nicht rein, weil ich irgendwie Angst hatte und mit Imam etc nichts anfangen konnte. Davon abgesehen bekam ich ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen Eltern. Was hätten sie bloß gesagt wenn sie wüssten, das ich zu einem Imam fahre? Das dürften sie niemals erfahren. Sie kam wieder raus und sah erleichtert aus. Ich tat so als wäre ich an ihrer Erzählung interessiert und fragte sie. Ich fühlte mich in Dortmund unwohl und wollte wieder endlich nach Hause fahren. Ich fange an, an Salima zu zweifeln, weil ich eigentlich nie so eine Freundin kennenlernen wollte die sich mit Imams beschäftigt. Ich sage die darauffolgenden Tage Salima jegliche Treffen ab. Irgendwie mochte ich sie nicht mehr. Ich ziehe alleine weiter. Ramadan steht vor der Tür. Ich liebe diese Zeit. Ich erhoffe mir sehr viel Kraft dadurch und konnte es kaum erwarten Allah nahe zu sein. Davor lernte ich einen Mann kennen. Khalid aus Wuppertal. Wir telefonieren viel und er erzählte mir von seiner letzten Beziehung. Khalid hat ein Kind. Khalid schien nach kurzer Zeit sich in mich verliebt zu haben und beschloss zu meinen Eltern zu kommen. Eigentlich wollte ich nie einen Mann mit Kind heiraten aber man sag niemals nie sagte ich mir. Meine Brüder versammelten sich alle zuhause und erwarteten die Gäste. Drei Monate später war auch das nur eine Seifenblase die platzte. Das Gleiche Phänomen passierte ein Jahr später mit einem anderen Mann. Schiksal oder höhere Macht? Das letzte Jahr enthielt wieder nur Verluste. Ich achtete nicht mehr auf mein Äußeres. Meine Haare wurden sehr dünn und meine Augenwinkel zogen sich nach unten. Mein Gesicht sah sehr traurig aus. Wieder habe ich nichts erreicht. Ich traute mich auch keinen Mann mehr kennenzulernen. Ich wollte nur normale Freundinnen haben und eine gute Arbeitsstelle. Ich träumte sehr schlecht. Sehr oft von schwarzen Männern die mich festhielten oder entführten. Wenn ich nicht von solchen Dingen träumte dann träumte ich von gefährlichen Tieren die mich bissen oder mich anfauchten/anbellten. Selbst wenn ich vor dem Schlaf Koran gelesen habe. Es war komisch. Träume. Manche sagen sie seien vom Shaytan. Was aber wenn Träume Botschaften enthielten? Ich bin ein Mensch der alles hinterfragt. Ich fange an zu googlen und versuche herauszufinden warum ich ständig diese wiederholenden Träume habe. Ich erzählte meinen Eltern davon. Meine Eltern nahmen es nicht ernst. Die Träume wurden immer komischer und meine Körpersignale auch. Mir war sehr oft heiß , sodass ich viel schwitzte. Ich suche Salimas Nummer auf und erzähle ihr von meinen Träumen und körperlichen Beschwerden, weil ich mich daran erinnern kann, das sie mir auch sowas mal erzählte und ich es aber nie ernst nahm. Wir riefen gemeinsam den Imam aus Dortmund an. Ich schilderte ihm am Telefon die Dinge und er fragte mich, ob ich oft von intimen Dingen träume. Ich bejahte ihm diese Frage worauf er mir dann mitteilte, das in mir wohlmöglich ein Djinn sei der in mich verliebt ist. Dieser Jinn ließe wohl keinen Mann an mir ran und die intimen Träume sind der Beischlaf mit dem Djinn. Der Djinn benutzte seiner Aussage nach meinen Körper. Der Imam machte mit mir einen Termin zu dem ich aber nicht ging. Ich hatte Angst und fand den Imam auch nicht seriös genug. Mein Gefühl sagte es mir. Salima behauptete stark das Gegenteil aber ich wollte nicht. Vielleicht wäre es der Beginn einer Auflösung? Vielleicht. Ein Djinn der in mich verliebt war. Komisch hörte sich das an. Das dürfte ich keinem erzählen die lachen mich aus und würden mich für verrückt halten. Ich glaubte nicht daran aber konnte es nachvollziehen. Es war irgendwie logisch gewesen. Jetzt wusste ich auch warum die Männer letzendlich immer den Rückzieher machten. Ich rechercherte wieder und stoß tatsächlich auf einer Seite die darüber berichtete. Es war alles auf französisch aber ich verstand ein wenig. Zum Teil wurden auch viele Fälle beschrieben und es schien sowas wirklich zu geben. Überall wo ich was darüber las stand was von einem Namen. Rukia. Ich las nach was Rukia bedeutet etc. Ich rief wieder Salima an und fragte sie, ob sie eine Rukia zuhause hat und war total verwundert das sie sowas hat. Für mich war dieses Thema neu. Sehr neu. Ich hörte viel über die Djinns aber wirklich ernst genommen hatte ich das Thema nie genommen. Salima schickte mir die Datei und spielte sie auf meinem MP3 Player. Davon sollte alles negative verschwinden. Ich versuchte diese Rukia jeden Tag zu hören aber ich schaffte es nie. Es hörte sich langweilig an und ich konnte nicht wirklich was damit anfangen. Alles quatsch dachte ich. Ich schmiss alles weg und wollte diese Gedanken rund um das Thema Djinns abschalten. Das schaffte ich auch. Ich hörte Musik und versuchte mein Aussehen wieder zu verändern und frischer zu wirken. Mit Salima wollte ich nun endgültig nichts mehr zu tun haben. Sie war irgendwie so typisch marokkanisch und das passte nicht zu mir. Auch wollte ich keinen Mann mehr kennenlernen. Absagen von Arbeitsstellen bekam ich weiterhin. Ich ließ mich aber nicht unterkriegen. Ich ging selbst auf die Suche und läufte von Büro zu Büro, von Geschäft zu Geschäft und stellte mich vor. Ich hatte etwas Glück und bekam eine Anstellung bei einem Textilhandel. Dort arbeitete ich in Vollzeit und war froh diese Tätigkeit gefunden zu haben. Es war sehr schön dort und ich hatte endlich wieder eine sinnvolle Beschäftigung. Ich raffte mich auf und auch mein Aussehen pflegte ich wieder. Mir kam es vor als würde ich ein neues Leben anfangen. Ich genoss es. Nach etwas zwei Monaten konnte ich an einem Morgen nicht aufstehen. Ich fühlte mich sehr schwer. Mein Inneres fühlte sich sehr schwer an. Ich musste husten. Die ganze Zeit. Den ganzen Tag. Mein ganzer Körper fühlte sich sehr verstaut an. Ich schlief weiter. Es wurde spät. Ich rief an und meldete mich krank mit schlechtem Gewissen. Ich traute mich nämlich nicht drei Stunden später zur Arbeit zu gehen deswegen meldete ich mich krank, weil der Tag eh schon spät angefangen hätte bis ich dort angekommen wäre. Nachdem ich mich krank gemeldet hatte ging es mir plötzlich gut. Es war wirklich komisch. Ich fühlte mich wieder frei. Doch am nächsten Tag kam die Kündigung. Fristlos. Ich habe gefehlt und es war viel los sagten sie. Mein Attest interessierte sie nicht. Ich fing an mir starke Vorwürfe zu machen. Das Gefühl der Befreiung. Hätte ich dieses Gefühl länger untersuchen sollen? Ich weiß nicht mehr genau was ich danach tat. Also nach der Kündigung. Ich weiß nur, das ich mich auf dem Arbeitsmarkt wieder begab. (Ich schreibe gleich weiter) Edited by Regentropfen

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Marokian
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Hmm...irgendwas sagt mir, dass die Geschichte nicht wirklich passiert ist.... aber mach mal weiter.

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Cinderella_2010

AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde.

Hmm...irgendwas sagt mir, dass die Geschichte nicht wirklich passiert ist.... aber mach mal weiter.

mein Gefühl sagt mir das auch!

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Ghanilli
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Lesezeichen :)

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Guest Marmita_i7aqen
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Lesezeichen

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Guest Regentropfen
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Eigentlich wollte ich irgendwo wegfliegen. Urlaub machen. Auf neue Gedanken kommen und vor allem neue positive Gedanken schöpfen. Es waren bereits 4 Jahre verstrichen und ich hatte nichts postives mehr erlebt geschweige denn was von einem gesundem Alltag gehabt. Mir blieb nichts anderes übrig als mich beim Arbeitsamt bei einer Maßnahme anzumelden mit anschließendem 3-monatigem Praktikum. Die Theorie war vorbei und ich bekam immer noch keine geeignte Praktikumsstelle.Mein Berater beim Arbeitsamt wunderte sich ebenfalls da meine Bewerbungsunterlagen sehr gut waren und ich einen guten Eindruck machte.In letzter Minute bekam ich eine Zusage von einem Büro. Der Chef war Türke.Ich stellte mich vor und er war von mir sehr beeindruckt. Ich fand ihn auch sympathisch und er stelle mir meine Tätigkeiten sowie Arbeiztplatz vor. Ich bekam ein eigenes Büro. Ich war doch nur Praktikantin dachte ich mir aber was solls. Ich war froh eine Zusage gehabt zu haben. Doch nach mit der Zeit merkte ich, das mich der Chef sehr ausnutzte. Ich sollte mich um alles kümmern. Er überließ mir manchmal einfach alles und ging nach Hause. Dann fing er an mir diverse Bücher mitzugeben die ich durchlesen sollte und an den vereinbarten Tagen vorzutragen. Projektmanagement, Vertrieb und Marketing. Ich fand es sehr dreist von ihm aber ich bleib still, weil ich wusste wie es da draussen ist und versuchte diese Stelle zu schätzen. Er übertreinbte. Es wurde immer mehr. Und dann sollte ich auch noch anfangen die Homepage zu überarbeiten, obwohl ich keinen blassen Schimmer davon hatte. Hier haben Sie ein Buch. Lesen Sie sich das bis morgen durch und dann können Sie es. Das waren seine Worte dazu. Auch das tat ich. Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus und bei jedem Besuch schleppte ich ein Buch mit und las hinein. Meine Familie fand es sehr unverschämt aber ich hatte keine andere Wahl. Ich musste durchhalten. Nun fing er an mich anzuschreien wenn ich Fehler gemacht habe. Fehler für dich ich eigentlich nichts konnte, weil ich in den Tätigkeiten die er von mir verlangte nicht qualifiziert war. Wie sollte ich ohne Vorkenntnisse einen Flyer mit einem selbstkreirten Logo herstellen? Es wurde zuviel und ich ging mit Bauchschmerzen zur Arbeit. An einem Nachmittag gab er mir wieder zwei Bücher plus einen Ordner der Informationen enthielt die ich über das Wochenende lernen sollte. Jetzt wollte ich nicht mehr. Ich fuhr nach Hause, packte zwei Tüten mit seinen Büchern ein und brachte sie ihm am nächsten Tag zurück. Ich kündigte. Er fand es überhaupt nicht gut und schrie mich weiter an. Das war mir sehr egal. Ich rief meinen Berater an und erzählte ihm alles. Mich traf keine Schuld und der Grund war ok, das ich abgebrochen habe. Auch dieses Jahr ging zu Ende und wieder einmal habe ich nichts erreicht stellte ich fest. Ich betete Tag und Nacht eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Oder überhaupt eine gute Stelle. Aber nichts passierte. Es war immer das Gleiche. Ich schrieb tausende von Bewerbungen und es kamen nur Absagen. Finanziell hielt ich mich nur durch diverse Putzstellen über Wasser. Sie sind doch so jung kam jedesmal von den Leuten wenn ich in ihr Büro reinkam und die Mülltüten einsammelte. Ich sah sehr armselig aus. Ein Büro war immer leer wenn ich reinging. Ich stand da in meinem hässligen Kittel, meine Haare kaputt, meine Hände vertrocknet und mit traurigem Blick auf dem Bürotisch schauend. Lieber Gott, ist es zuviel verlangt eine saubere Arbeit zu bekommen. Eine Arbeit die zu mir passt und die ich mir vor allem verdient habe. Waren die Bittgebete vielleicht nicht intensiv genug? Mein Handy vibriert in meiner Hosentasche. Ich zog die Handschuhe aus und schaute wer es war. Es war Khalid. Ich traute meinen Augen nicht. Ich antwortete nicht auf seine Sms und fragte mich gleichzeitig was er wollte. Ich war außerdem beleidigt. Das er sich einfach nicht mehr meldete und mich vor meiner ganzen Familie blamierte. Was sollte das? Und was dachte er denn wer er sei? In Gedanken überlegte ich weiter wie ich ihm antworte sollte wenn er mich wieder anrufen sollte. Aber ehe ich das Ganze zu Ende dachte kam auch schon eine Sms von ihm die mich sehr überraschte. Ich weiß nicht wieso aber wenn es zwischen uns intensiver wurde fühlte ich plötzlich eine komische Abneigung zu dir und fand dich nicht mehr schön. Bitte lass uns reden. Das schrieb er. Diese Worte und das darauffolgende Gespräche und die weiteren Vorfälle nämlich, das diese Sache mit jedem darauffolgendem Mann passierte lösten bei mir wieder Recherchearbeiten aus. Ich stoß dabei auf eine Seite namens [url]www.koranheilung.de[/url] und schrieb eine Email an die angegebene Emailadresse. Ich erzählte meine Vergangenheit sowie jegliche Scheiterungen und weitere Vorfälle. In wenigen Tagen bekam ich auch schon eine Antwort die ich hochinteressiert durchlas. Der Imam/Sheikh schrieb mir, das ich zu 99,9% einen Sihr habe der darauf ausgerichtet ist keine Ehe zu schließen und mich mit negativen Dingen zu konfrontieren. Er schrieb mir, das sie oft solche Fälle haben und gab mir eine Telefonnummer von einem Imam der mir Rukia anwenden sollte. Ich rief den Imam an aber wir kamen nicht auf einem Termin,weil ich einen Mahram mitbringen sollte. Da aber keiner von meiner Situation wusste traute ich mich keinem davon zu erzählen,weil alles so verrückt vorkam und zweitens nahmen wir in der Familie nie das Thema schwarze Magie ernst. Es wurde auch noch nie bei uns darüber geredet und dann sollte ich plötzlich davon erzählen? Das ging nicht. Wäre es vielleicht schon damals besser gewesen? Nun stand ich alleine da mit dieser Ferndiagnose. Um das Ganze weiter zu bestätigen ließ ich mich erneut auf einen Mann ein bei dem tatsächlich wieder dasselbe passierte. Immer wenn es darum ging das Kennenlernen erfolgreich abzuschließen scheiterte es. Ich erstellte mir selbst ein Programm. Das Programm enthielt alle Ergebnisse die ich durch Recherchen zum Thema schwarzer Magie und Rukia herausgefunden hatte. Ich las also täglich eine bestimmte Sure aus dem Koran und trank täglich ein Schluck Zam-Zam Wasser. Das sollte gut sein. Auch hielt ich das Fajrgebet ein und machte viele Bittgebete. Ich entschloss mich ein Praktikum zu machen um nicht faul zuhause zu sitzen. Ich fand eine Praktikumstelle mit Übernahme einer Ausbildung.Das klappte auch. Es war ein Steuerberater und ich nahm die Stelle zur Ausbildung auch an. Ich verkürzte diese und es war die schlimmste Zeit. Ich dachte nicht, das es schlimmer käme aber anscheinend doch. Er zahlte mir sehr wenig Gehalt aus und machte immer rassistische Bemerkungen zum Islam und und und. Einmal wurde ich an Ramadan ohnmächtig auf der Arbeit. Er regte sich auf, das ich nicht weiterarbeiten konnte. Einem Arbeitskollegen dem ich leid tat gab mir eine Cola zu trinken und empfahl mir einen neuen Arbeitgeber zu suchen, weil er es selbst als sehr unmenschlich empfand. Aber wenn es eins war was ich nicht wollte dann dieses arbeitslos sein.Ich bat Allah um Kraft und vor allem Geduld. Ich weiß nicht wie ich es schaffte die Tage dort zu überstehen. Ich hielt durch und wurde wie eine Sklavin behandelt. Sehr oft weinte ich dort und war kurz davor zu gehen. Ich versuchte stark zu bleiben denn es blieb mir nichts anderes übrig. Ungebildet wollte ich nicht sein. Ich wollte wenigstens eine abgeschlossene Ausbildung haben.Auch in den zwei Jahren gab es keinen Urlaub für mich. Keine freie, schöne Zeit. Keine Erholung nichts. Auf der Arbeit durfte ich nie fehlen. Er machte mir das Leben zur Hölle wenn ich fehlte. Da er mir sehr wenig auszahlte brauchte ich noch einen Nebenjob. Ich arbeitete also den ganzen Tag. Von morgens bis abends. Es reichte gerade mal. Trotz allem. Aber ich stellte mich einfach meinem Schiksal nieder und machte weiter. Es war komisch. Ich lebte nur für die Arbeit. Keine sozialen Kontakte. Keine Familienbesuche. Endlich war die Zeit der Ausbildung vorbei und ich schloss die Ausbildung erfolgreich ab. Wenigstens etwas. Danke Allah. (Schreibe nachher weiter. An die zwei User die meinen die Geschichte sei nicht echt, es ist unverschämt mir sowas zu unterstellen. Allah ist mein Zeuge,das alles echt ist auch wenn es sich alles komisch liest. Genau das ist der Kern der Geschichte)

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Marokian
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Ich unterstelle dir garnichts, die Geschichte ist super interessant zu lesen und liest sich auch angenehm, du hast einen schönen Schreibstil. Aber das ist einfach zu Detailreich, viel zu genau erklärt, mit vielen kleinigkeiten, die eigentlich nicht wichtig sind zu erwähnen. Und du achtest auf deine Rechtsschreibung, dadurch wirkt das ganze aufgesetzt und es fehlt einfach irgendwie "Leben"...vielleicht liegt es auch daran, dass es einfach ungewöhnlich ist, dass jemand so viel schlechtes erlebt. Mag sein, dass ich falsch liege, Alahu alem, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass du "nur" eine gute Story schreiberin bist...eine sehr gute. Ich bin auf das Ende gespannt, weiter bitte ! :)

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Malle
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. .................................

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Guest Regentropfen
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Interessant schrieb User Marokian. Ich fand mein Leben bis dahin alles andere als interessant. Eine gebildete Frau die letzendlich Büroräume putzt. Kellnern wollte ich nicht. Die Atmosphäre war mir viel zu gefährlich auch wenn ich immer sehr gut auf mich aufgepasst habe. Männer die betrunken sind oder auch nicht gaffen dich an, machen dich an, fragen dich Dinge und lachen sich darüber kaputt. Für sie war ich nur eine Kellnerin. Eine billige Kellnerin um es mal klischeehaft auszudrücken. Aber selbst als Putzfrau musste ich so einiges schlucken. Eingebildete Frauen die sich plötzlich wichtig vorkommen sobald man mit dem Putzlappen reinkommt und bewusst Dreck hinterlassen. Ich bin gerade etwas durcheinander. Ich weiß nicht wie ich weiter schreiben soll. Was soll ich euch erzählen? Es ist immer die gleiche Laie gewesen. Alles schlechte wiederholte sich die ganze Zeit. Deswegen schreibe ich manchmal auch die kleinsten Details. Die sind wichtig. Damit sich genau das herauskristalisiert worauf ich letzendlich hinausgehe. Denn trotz der Dinge die mir der Imam per Mail mitteilte und der Sache mit den Djinns die mir der Imam aus Dortmund mitteilte war ich mehr oder weniger ahnungslos. Ist es vielleicht besser, im Leben nicht alles zu hinterfragen? Ich konnte nicht glauben, dass ich ständig vom Pech verfolgt wurde. Ich blickte zurück und analysierte mein Leben. Wie lebte ich die letzten Jahre? War es islamisch genug? Ich versuchte harame Dingen auszuschließen. Ich wollte nicht an diese ganzen Djinngeschichten etc. glauben. Ich versuchte eine logische, eine natürlich Erklärung für mein Leben herauszufinden warum es so verlief. Ich konnte nichts feststellen. Ich hatte eigentlich alles richtig gemacht. Ich betete viel und fastete viel freiwillig. Auch las ich den Koran viel. Und ein schlechter Mensch war ich nicht. Im Gegenteil alle mochten mich, weil ich ein gutes Herz hatte. Aber war es vielleicht das der Fehler? Dieses gute Herz? Die Welt draußen ist ein Haifischbecken. Da bringt es nichts nett zu sein. Aber wieso, wieso zum Teufel lerne ich jedesmal nur schlechte Menschen kennen? Wieso bekomme ich trotz meiner guten Qualifikation nur schlechte Arbeitsstellen? Und dumm war ich ja auch nicht. Ich hörte auf zu philosophieren. Denn eine Antwort bekam ich nicht auch wenn ich mir jedesmal sehr gewünscht hatte mit Allah zu sprechen. Nur er wusste über alles Bescheid. Zurück zu meinem Alltag. Es wurde wieder so vor ein paar Jahren. Mir fiel alles schwer. Selbst was zu Essen fiel mir schwer. Manchmal ging ich raus in den Park und schaute mir das schöne Grün an. Ich genoss es sehr. Denn denoch war ich sehr froh diesen Segen, dieses Glück zu haben, gesunde Augen zu haben und in einem ruhigen Land zu leben und die Möglichkeit haben diese schönen Geschenke der Erde anzusehen. Es tat gut. Aber ich fühlte mich auch einsam. Manchmal kam ein Paar mit einem Kinderwagen an mir vorbei. Ich schaute sie an und freute mich für sie. Es war schön anzuschauen wie frischgebackene Eltern Freude mit ihrem Nachwuchs hatten und dann musste ich wieder an meine Einsamkeit denken. Ich verlangte nicht viel. Ich sehnte mich nach einem liebevollen Mann und vor allem nach ehrlichen Menschen. Soviel und vor allem so oft wurde ich von Frauen enttäuscht. Ist Ehrlichkeit und Vertrauen heutzutage zuviel verlangt? Edited by Regentropfen

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Marokian
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Kannst du die Geschichte bitte HEUTE noch zu Ende schreiben ??? Ich möchte das Ende wissen, oder schreib mir ne PN und erzähl mir einfach nur das Ende...ich halte das echt nicht aus ! ;PP

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Guest Regentropfen
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Ehrlichkeit. Was bedeutet das für einge von uns? Speziell für uns Marokkaner. Nun waren 8 Jahre vergangen. Wie im Flug. Was nahm ich mit? Erfahrungen. Und wie sehr man sich in Menschen täuschen kann. Das Menschen letzendlich egoistisch sind. Wenn es darauf ankam interessierte keinem deine Vergangenheit. Also die Gründe wieso etwas seinen Lauf genommen hat. Gerade in meinem Fall. Das will keiner wissen was ich erlebt hatte und vor allem wieso es so war. Das versteht nur jemand der in ähnlicher Lage war. Pech gehabt würde ich sagen. Ich war vom Pech verfolgt. Aber wie oft sollte ich mir das noch sagen? Wie oft sollte ich mit all den Dingen die bei mir negativ verliefen konfrontiert werden? War mein Iman zu schwach und meine Nafs zu stark? Das Jahr entwickelte sich für mich wieder sehr schlecht. Vor allem meine Gesundheit schien darunter zu leiden. Ich bekam Schmerzen an verschiedenen Bereichen. Ich aß selten was gutes. Ein Butterbrot oder Süßigkeiten reichten mir aus. Ich las sehr viel. Aber ich merkte, das das was ich las nicht hingen blieb. Es war komisch. Ich konnte nichts mehr behalten. Die einfachsten Dinge wusste ich nicht mehr. In dem Jahr musste die Sparkasse mir dreimal eine EC-Karte schicken, weil ich meinen PIN jedesmal vergass. Mit dem Handy ist mir das zweimal passiert. Gott sei dank hatte ich noch den PUK. Was war das alles? Ich schob es auf Konzentrationsstörungen. Ich trank viel um meine Konzentration zu bessern und machte Bittgebete. Apropos Bittgebete. Etwas was mir noch nie passierte fing an sich zu entwickeln. Ich betete nicht mehr. Einfach so. Wenn ich keine Lust mehr hatte betete ich nicht. Ich fühlte mich träge und lustlos. Das Wudu war mir eine Last und ich konnte mich nur schwer dazu bewegen. Aber sobald der neue Tag eintraf bereute ich es sehr und holte die Gebete nach. Mein gesundheitlicher Zustand wurde immer schlechter wie ich erst im Nachhinein bemerkte. Ahnungslos war ich. Ich dachte an nichts böses. Irgendwie war es ein Hochzeitsjahr. Alle in meinem Familien und Bekanntenkreis heirateten. Sogar Frauen von denen man es nie gedacht hätte. Aber auch Männer. Maschallah dachte ich mir. Ich gönnte es jeder und jedem, weil ich nämlich wusste wie schön es war und freute mich jedesmal mit. Aber spätestens auf der Hochzeitsfeuer war meine Freude weg. Neugierige Frauen die an unserem Tisch kamen und meine Mutter fragten warum ich noch nicht vergeben bin. Deren Töchter fragten mich wo ich arbeite und vor allem als was. Die Fragerei hörte nicht auf. Sogar öffentlich ging es weiter. Fremde Menschen fragten mich. Wirklich ungelogen. In einem Monat fragten mich mindestens drei fremde Menschen warum ich erstens noch Single bin und zweitens warum ich trotz meiner Bildung keinen vernünftigen Job habe. Jedesmal lächelte ich sie an und sagte ihnen, das es einfach so ist und ich selber nicht weiß warum es so ist. Aber naja, tief innerlich hatte ich eine Antwort parat. Eine Antwort die wenn wir alle ehrlich zu uns sind wahrscheinlich in viele marokkanischen Fragenkataloge passt. Ich war eine Frau die verlobt war und um die danach zwei weitere Männer anfragten und alle drei Männer sich letzendlich gegen sie entschieden haben. Ich war also eine Frau die mit drei Männern Kontakt hatte. Sowas war für einige sehr schlimm. Des weiteren wurde auch vielleicht darüber getuschelt, das ich keinen guten Abschluss hätte denn sonst hätte ich ja schon längst einen Job. Vorurteile nennt man das. Die Menschen kennen dich nicht. Wissen deine wahre Geschichte nicht. Aber selbst wenn sie es wüssten wäre man nur Gesprächsstoff in den Leitungen oder auf Märkten. Wollte ich das? Nein. Aber was durfte ich mir schon aussuchen? Wenn man die Wahrheit aufgetischt hätte, wäre man eine Lachnummer für die schadenfreudigen Menschen gewesen. Dann lass sie lieber denken was sie wollen denn letzendlich waren es nun mal alles Tatsachen für die ich nichts konnte und zu denen ich auch stehe. Die Wahrheit tut eben weh. Ich versuchte mir gute Laune zu machen. Ich hörte Musik und dachte an nichts. Musik soll ja haram sein. Ich hörte aber selten Musik. Und diesmal war nur die Musik die es schaffte mir gute Laune zu machen. Ich plante mich im Bereich Buchhaltung weiterzubilden. Ich meldete mich bei einem Kurs an und es machte mir Spaß. Ich konnte es kaum erwarten die Prüfung anzutreten. Täglich lernte ich und der Dozent war zufrieden mit mir. Ich erklärte sogar den anderen Kursteilnehmern die Schritte. Buchhaltung machte sehr Spaß. Die Prüfung rückte näher. Ich freute mich, weil ich ja alles konnte und mir alles einfach fiel. Doch dann eine Woche vor der Prüfung überkam mich plötzlich ein Gefühl der Unsicherheit. Dieses Gefühl was ich immer hatte wenn ich meinen PIN vergass kam wieder auf. Es ist ein schweres aber gleichzeitig ein leeres Gefühl. Um mich zu vergewissern, das ich alles konnte schlug ich ein Buch auf und ging die Aufgaben nochmal durch. Tatsächlich ich konnte den logischen Zusammenhalt nicht mehr verstehen geschweige denn nachvollziehen. Bei der nächsten Aufgabe genauso. Ich geriet in Panik. Ich wollte am liebsten schreien. Ich hatte einen guten Freund gehabt dem ich immer alles erzählte. Nennen wir ihn Tarik. Tarik war jederzeit für mich erreichbar. Ich konnte ihn immer anrufen und ich war für ihn wie eine kleine Schwester. Ich erzählte Tarik davon und er versuchte mich zu beruhigen, das es nur ein Blackout war. Ok, haken wir das mal darunter ab. Ich beruhigte mich und versuchte einzuschlafen. Die darauffolgenden Nächte waren schrecklich. Schlaflos und mit verwirrenden Gedanken lag ich jedesmal im Bett und wartete bis der Wecker klingelte. Wenn ich wach wurde fühlte ich mich nicht gut. Ich fühlte mich meistens schwer, lustlos und manchmal kam es vor, das ich mit niedrigen Kreislauf aufgestanden bin, sodass ich schon auf dem Weg zum Bad fast ohnmächtig wurde. Die Gebete fielen mir schwerer und schwerer. Ich konnte es kaum erwarten die Gebete zu beenden. Die Reue kam direkt am nächsten Tag. Wie konnte ich nur fragte ich mich jedesmal? Was ist mit mir los? Zwei Krankenhausaufenthalte hatte ich und nichts garvierendes konnte man feststellen. Sobald ich aber zuhause war ging es mir wieder schlecht. Ich kam mir vor wie eine Schwangere oder eine Frau die in die Wechseljahre tritt. Ich fragte mich, ob ich eventuell an Burn-Out litt und das die Sympthome gewesen sind? Denn immerhin hatte ich die letzten Jahre durchgearbeitet von morgens bis abends und es waren keine einfachen Arbeiten von den Arbeitszeiten ganz zu schweigen und hinzu kam noch, das ich keine richtige Auszeit hatte um mich zu erholen. Wie Regentropfen. Es fühlte sich an wie Regentropfen die am Fenster klopften. Ich hörte das Klopfen und wusste es regnete. Und wenn ich draußen war und die Regentropfen meine Wangen hinab rinnen und ich merkte, dass der Körper nicht gleichmäßig nass wurde. Genau sowas ähnliches geschah in meinem Körper. Die Prüfung fand statt und es war schrecklich. Ich wusste nichts mehr und hatte nur noch geraten. Ich fiel durch. Ich verstand die Welt nicht mehr und weinte. Ich ließ mich trotz allem nicht unterkriegen und lernte erneut. Mein Dozent wunderte sich warum ich bei der letzten Prüfung durchgefallen bin. Sie waren doch seh gut vorbereitet und konnten doch alles. Ja, das wusste ich selbst aber es war vorbei. Vielleicht war es auch die Strafe, dass ich die Gebete nicht mehr pünktlich verrichtete. Und den Koran hatte ich auch lange nicht mehr in die Hand genommen. Ich wünschte es wäre anders gekommen aber das war nun die Strafe. Selbst die zweite Prüfung bestand ich nicht. Es war das Gleiche passiert. Nämlich, dass mir plötzlich nichts mehr einfiel. Aus unerklärlichen Gründen. Ich verlor mein Gesicht bei meinem Dozenten. Die müssen doch denken, ich sei dumm. Wie konnte man nur zweimal durchfallen? Strafen resultieren aus unseren Sünden. War es in meinem Fall wirklich eine Strafe? Mein Zustand blieb unverändert. Entweder ich hatte Kraft und betete pünktlich oder ich war wieder kraftlos und betete nicht und wiederholte sie somit erst am nächsten Tag wieder. Möge Allah mir dafür verzeihen. Ich schämte mich so sehr dafür und weinte sehr oft. Ich weinte aus vielerlei Gründen. Das ich nicht weiterkomme, obwohl ich das Können habe, das ich keine guten Menschen kennenlerne, obwohl ich ein guter Mensch bin, das ich nicht mehr regelmäßig betete und das, obwohl ich eine zeitlang das Gebet sogar freiwillig verrichtete. Ich weinte, weil ich einfach nichts erreichte was mich zufriedenstellte. Ich hatte versagt. Und das Schlimme war, das ich nicht wusste wieso. Was tat ich falsch? Ich hatte keine Lebensfreude mehr, ich war alleine und konnte mit niemandem außer mit Tarik reden. Aber selbst Tarik wurde beruflich ins Ausland versetzt und stand mir nicht mehr zur Verfügung wie es einst mal war. Ich weinte, weil ich feststellte, dass ich mein Leben nicht erfüllt hatte und nicht gesund gelebt habe und das ich die Zeit nicht mehr zurückdrehen konnte. Ich weinte, weil ich die besten Jahre meines Lebens nicht genießen konnte und in ihnen nichts schönes getan hatte. Ich weinte, weil ich die Rechtfertigungen da draußen satt war und für die Marokkaner wahrscheinlich eine Frau bin die keiner mehr heiraten würde, weil sie zu alt war. Ich weinte, weil ich wusste, das ich meinen Eltern leid tat und ich sie nicht bedrücken wollte denn ich wusste, dass ich ihre Lieblingstochter war und sie sich immer um mir Sorgen machte. Und ich? Jedes Jahr wenn ich dachte, dass alles besser kommen würde, kam es schlimmer. Ich war immer noch verwundert wie schnell die Zeit vorbei ging. Das 27. Lebensjahr wurde erreicht. Ich musste mich nun entscheiden. Wie sollte es ab 30 weitergehen? Ich plane nichts mehr. Das Planen hat bei mir keinen Platz. Ich wischte mir die Tränen weg. Hör auf sagte ich mir. Ich musste dieses Schiksal akzeptieren denn dieses Weinen war ein Anzeichen, dass ich gegen die Vorherbestimmung Allahs war, redete ich mir ein. War ich verloren? Oder hatte ich mich zu sehr mit mir selbst beschäftigt? Edited by Regentropfen

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Cinderella_2010
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. Unterstellung? :confused: Ja, genau ich habe auch geschrieben: DAS IST ALLES GELOGEN!:D

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Philosophin
AW: Zerstört. Wie ich 10 Jahre lang von schwarzer Magie begleitet wurde. schreibst du heute noch zu ende ?

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