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Marokkanische Autoren


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al-firnas

AW: Marokkanische Autoren Die Rede ist von deutschen Autoren marokkanischer herkunft. Von diesen gibt es leider sehr wenig. Sie brauchen unsere Unterstützung, weil sie eine Bereicherung für die deutsche und marokkanische Kultur sind. Sie haben eine andere Perspektive auf die Dinge. Daher schlage ich vor einige dieser autoren in regelmäßigen Abständen zu erwähnen. So wird momentan in Hessen diskutiert, ob im Falle eines Islamunterrichts an hessischen Schulen das Buch " Die verdrängte Kultur " genommen wird. Habt ihr andere Vorschläge? al-firnas

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  • Jamila_1

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Guest bouth9ubut

AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=al-firnas;1875122]Die Rede ist von deutschen Autoren marokkanischer herkunft. [/QUOTE] sorry, die habe ich auch gemeint also deutsche autoren marokk. abstammung oder herkunft. du kannst sie uns hier auflisten (auch wenn es wenige sind) wenn du magst:)

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BusinessWoman

AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=al-firnas;1872319]Ich rede von Autoren marokkanischer Herkunft, die in deutscher Sprache veröffentlichen. Die obengenannten Autoren sind mir bekannt, auch die Kritik der arabischen Vernunft von al-Jabri habe ich gelesen. Alles wunderbar. Aber wir brauchen Schriftsteller marokkanischer Herkunft in Deutschland. In Frankreich leben 5 Millionen Araber- dafür sie sie zu unproduktiv. Außerdem geht es mir nicht um Regime-Kritik, sondern um die Besinnung auf den wissenschaftlichen Islam- das ist ein Unterschied Saadi sagte in seinem Buch Der Rosengarten: Der Weise trägt seinen Verstand im Herzen, Der andere auf der Zunge Si vis pacem-para pacem al-Firnas[/QUOTE] Also kenne einige marokkanische Autoren in Deutschland, allerdings handelt es sich um Dissertationen, Forschungen, Fachliteraturen etc. Kenne 1-2 "hobby"autoren die sich an Romane versucht haben, aber die sind wirklich nicht erwähnenswert.

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Guest Lou-Cinda

AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=BusinessWoman;1875282] Kenne 1-2 "hobby"autoren die sich an Romane versucht haben, aber die sind wirklich nicht erwähnenswert.[/QUOTE] Ich bin sehr wohl erwähnenswert. :mad::heul::D Guck die ganzen Lovestorys hier. Alle meine. :cool:

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al-firnas

AW: Marokkanische Autoren Ich danke Ihnen für diese Stellungnahme. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich bin keine Frau, aber ich gebe Ihnen recht. Wir sollten aufhören Opfer zu sein. Wir sind viele-diese zweifel, die sie äußerten sind nachvollziehbar. Man sollte basierend auf seine Kultur argumentieren Danke Ihnen, Sie machen es richtig. Ich will Sie nicht nerven, aber lesen Sie das Buch, Der Schrei aus dem Serail, wenn Sie Zeit haben. Es geht genau um diese Probleme. Wir sind dumm, die anderen sind kultiviert. Ich sage nur 800 Jahre islamische Kunst und Wissenschaft und ich erinnere uan unsere Dichter und denker Wie sagte Rumi Der Weise hat seinen Verstand im Herzen Der andere auf der Zunge Bravo, bitte schreiben Sie weiter so! al-firnas

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BusinessWoman

AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=Lou-Cinda;1875316]Ich bin sehr wohl erwähnenswert. :mad::heul::D Guck die ganzen Lovestorys hier. Alle meine. :cool:[/QUOTE] Also die ich meine, haben wirklich Bücher veröffentlicht :hammer: Lovestory ? Bei denen dreht sich das Leben nur um Rachids, Tariks und Farids, Smartphone, Primark, Marokkourlaub & Maxiröcke....sie hat gesagt, dann sagte er....wir haben uns verlobt, dann sah er doch scheiße aus...uffff Zum Thema noch fällt mir der [B]Driss ben Hamed Charhadi ein Ein Leben voller Fallgruben[/B], das Buch gibt es aber glaub ich nicht mehr

Edited by BusinessWoman
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  • 2 months later...
Guest Tengis

AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=Jamila_1;1871509]Der marokkanische Schriftsteller und Journalist Driss Chraibi zeichnet in seinem Roman ein farbiges Bild der Ureinwohner des Maghreb, ihrer Traditionen und Lebensweisen. Gleichzeitig ist das Buch jedoch eine bissige Kritik am marokkanischen Regime. [...] direkt zum Buch Driss Chraibi: Ermittlungen im Landesinneren auf deutsch erschienen: 1992[/QUOTE] ABSOLUT empfehlenswert. Lustig. Bissig. Einfach zu lesen. Driss Chraibi Allah yrehmo ist mein Lieblings Schriftsteller aus Marokko.

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  • 3 weeks later...
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Perlentaucher

AW: Marokkanische Autoren Kennt jemand dieses Buch? Zorngebete von Saphia Azzedine. Hier die Amazon Kurzbeschreibung: Kurzbeschreibung Erscheinungstermin: 5. März 2013 Der Alltag ist schmutzig und elend, das Glück schmeckt nach Granatapfeljoghurt, und Jbara spricht mit Allah: Wütend und demütig, klagend und dankbar, poetisch und vulgär für den Fall, dass er doch nicht alles sieht und nicht versteht, warum sie so weit gehen konnte... Eine tragikomische Emanzipationsgeschichte aus dem Maghreb. Eine Kindheit im Ziegenlederzelt, umgeben von Bergen und Wüste. Schafe als Gefährten. Nicht hinterfragte Gesetze als Norm. Jbara lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einem winzigen, ärmlichen Dorf und rechtet mit Allah, ihrem zugleich einzigen Vertrauten. Die Freiheit fährt zweimal pro Woche im Bus vorbei, doch eines Tages fällt Allah sei Dank ein rosa Koffer mit Rollen vom Gepäckdach herunter. Jbaras Aussteuer für ein neues Leben, das sie sich unter vielen Opfern und mit Einsatz ihres Körpers erkämpfen wird. Aus Jbara wird Scheherazade, aus Scheherazade schließlich Khadija. Sie verliert ihre Unschuld, ihre Heimat und zwei Zähne, doch nie ihren trockenen Humor und den Glauben an Gott. Azzeddines Debüt ist ein tabuloser Monolog, das zornig-zärtliche Gebet einer jungen Frau im Maghreb, ein außergewöhnlicher Bildungsroman. Hier noch eine Kundenrezension, die andern könnt ihr selbst nachlesen: Mit Allah reden? Dieses Gespräch sucht die junge Frau aus einem maghrebinischen Dorf fast täglich. Und was sich höchst gläubig anhört ist ein immerwährendes, heftiges Bekenntnis, auch zu Gott, aber mehr noch zu sich selbst, zur armen, unterdrückten und zornigen Hirtin. "Bei uns ist alles haram", sagt Jbara, die Ich-Erzählerin, "Selbst ich bin haram" stellt sie fest, denn die Wege der Frauen im Islam sind mit Tabus gepflastert. In "Zorngebete" der Autorin Saphia Azzeddine wird von einer Frau über die Frauen im Islam erzählt, und der Glaube kommt dabei nicht gut weg. Trotzdem bleibt Allah das Zentrum der jungen Frau, der alles überwölbende Dialogpartner, einer der häufig angebettelt und manchmal auch gescholten wird. Angeblich hat Allah den Männern die Macht über die Frauen verliehen: Deshalb vögelt Jbara für einen Becher rosa Joghurt mit einem Mann. Das ist, außerhalb der Ehe, natürlich haram, und weil dem Vögeln eine Schwangerschaft folgt, wird die junge Frau zur Ausgestossenen. Doch ein wenig wird sie auch geschubst: Von dem unglaublichen Koffer der von einem Reisebus herunterfällt. Einem Bus der die fremden Menschen aus dem Westen durch das karge Land der Hirtin transportiert und der voll ist von sagenhaften Sachen aus Amerika: Lipgloss, Paillettentops und Jeans mit Strass-Steinchen: "Im Grunde genommen eine komplette *****nausstattung", weiß Jbara. In der großen Stadt, der ersten Station Jbaras bei ihrer Reise in eine anderen Welt, wird ihr der *****nkoffer gute Dienste leisten. Auch wenn ihre Schulung zur **** eher privat beginnt - ein kleines Zimmer und ein kleines Gehalt bezahlt sie mit regelmäßigen Blowjobs - wird der pinkfarbene String aus dem Koffer, verborgen unter dem Ganzkörperschleier, zum Symbol ihrer neuen Profession werden. "Ich bin jetzt Geschäftsfrau und mein Körper ist mein Büro", meint Jbara, die zur Luxus**** aufgestiegen ist, und sich jetzt Scheherazade nennt, nach jener Geschichtenerzählerin, die in Tausend und einer Nacht einen König gewinnt. Märchen gehen meist gut aus, nicht jenes mit Jbara im Mittelpunkt des Romans. "Wenn das Nichts bei der Unendlichkeit anruft, ertönt das Besetztzeichen", stellt Jbara fest als sie im Gefängnis landet und fleht: "Allah, antworte mir." Obwohl es keinen Anschluss unter dieser Nummer zu geben scheint versucht sie es immer wieder. Jbara ist eine Simplicia Simplicissisma deren Krieg mit den Männern länger als dreissig Jahre dauern wird. Die nicht nachlässt in ihrem Ringen mit und um Allah. Der Autorin Saphia Azzadine ist ein islamischer Schelmenroman gelungen der, wenn er denn von den Frauen des Islam gelesen werden würde, Änderungen herbeiführen könnte. Es sind Fragen wie jene, ob denn im Paradies auf hervorragende Frauen "zweiundsiebzig knackige Kerle mit nagelneuen Schwänzen" warten, die eine Sprengkraft bergen, die der Autorin eine Todes-Fatwa eintragen könnte und dem Buch einen bisher unerreichten Umsatz.

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  • 6 months later...
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AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=Perlentaucher;1954324]Kennt jemand dieses Buch? Zorngebete von Saphia Azzedine. Hier die Amazon Kurzbeschreibung: Kurzbeschreibung Erscheinungstermin: 5. März 2013 Der Alltag ist schmutzig und elend, das Glück schmeckt nach Granatapfeljoghurt, und Jbara spricht mit Allah: Wütend und demütig, klagend und dankbar, poetisch und vulgär für den Fall, dass er doch nicht alles sieht und nicht versteht, warum sie so weit gehen konnte... Eine tragikomische Emanzipationsgeschichte aus dem Maghreb. Eine Kindheit im Ziegenlederzelt, umgeben von Bergen und Wüste. Schafe als Gefährten. Nicht hinterfragte Gesetze als Norm. Jbara lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einem winzigen, ärmlichen Dorf und rechtet mit Allah, ihrem zugleich einzigen Vertrauten. Die Freiheit fährt zweimal pro Woche im Bus vorbei, doch eines Tages fällt Allah sei Dank ein rosa Koffer mit Rollen vom Gepäckdach herunter. Jbaras Aussteuer für ein neues Leben, das sie sich unter vielen Opfern und mit Einsatz ihres Körpers erkämpfen wird. Aus Jbara wird Scheherazade, aus Scheherazade schließlich Khadija. Sie verliert ihre Unschuld, ihre Heimat und zwei Zähne, doch nie ihren trockenen Humor und den Glauben an Gott. Azzeddines Debüt ist ein tabuloser Monolog, das zornig-zärtliche Gebet einer jungen Frau im Maghreb, ein außergewöhnlicher Bildungsroman.[/QUOTE] Meine Freundin hat es gelesen und fand es ganz gut, wenn auch die Erzählweise ungewohnt. Demnächst will ich es auch endlich lesen. Liegt bei mir seit Wochen rum :D @Jamila_1 Wow, echt cool, dass Du so viel gepostest hast. Allgemein ist es echt schade, dass der Bereich Literatur so wenig besucht ist und so wenig Leute dazu schreiben. Lesen Marokkaner wirklich so wenig. Beschämend :( Kann man das nicht ändern? Was das Thema marokkanische Autoren, die in deutscher Sprache schreiben, befinden wir uns hier glaub ich in einer Wüste. Ansonsten für die Leseratten hier: Interessante marokkanische Bücher findet man hier: [url]http://www.kinzelbach-verlag.de/[/url] Und aktuell ist auch noch ein neues Ben Jelloun Buch ershienen: [url]http://www.berlinverlag.de/buecher/eheglueck-isbn-978-3-8270-1167-1[/url]

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AW: Marokkanische Autoren Die relativ geringe Anzahl deutschsprachiger marokkanischer Autoren ist tatsächlich ein Problem. Hinzu kommen meiner Meinung nach die ziemlich hohen Buchpreise in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern. So kostet beispielsweise das von Perlentaucher genannte Zorngebete von Saphia Azzedine in Deutschland = [B]16,90 Euro [/B]und in Frankreich gerade schlappe [B]6,80 Euro[/B]. Mittlerweile ist der Preis sogar noch etwas heruntergegangen [url]http://www.amazon.de/Zorngebete-Saphia-Azzeddine/dp/3803132487/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390287369&sr=8-1&keywords=zorngebete[/url] bzw. [url]http://www.amazon.fr/Confidences-%C3%A0-Allah-Saphia-Azzeddine/dp/2290054550/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390286614&sr=8-1&keywords=Confidences+%C3%A0+Allah[/url] Sicher kommen da beispielsweise noch die Übersetzungskosten hinzu. Aber die machen ein Buch nicht mehr als doppelt (!) so teuer. Wenn man einen neuen Markt "erobern" will und das ist der für marokkanische Autoren in Deutschland nun einmal funktioniert dies mit Sicherheit nicht, wenn ich bei den Preisen gleich in die vollen gehe.

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Guest bouhmara_

AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=Sohora;2089464]Die relativ geringe Anzahl deutschsprachiger marokkanischer Autoren ist tatsächlich ein Problem. Hinzu kommen meiner Meinung nach die ziemlich hohen Buchpreise in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern. So kostet beispielsweise das von Perlentaucher genannte Zorngebete von Saphia Azzedine in Deutschland = [B]16,90 Euro [/B]und in Frankreich gerade schlappe [B]6,80 Euro[/B]. Mittlerweile ist der Preis sogar noch etwas heruntergegangen [url]http://www.amazon.de/Zorngebete-Saphia-Azzeddine/dp/3803132487/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390287369&sr=8-1&keywords=zorngebete[/url] bzw. [url]http://www.amazon.fr/Confidences-%C3%A0-Allah-Saphia-Azzeddine/dp/2290054550/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390286614&sr=8-1&keywords=Confidences+%C3%A0+Allah[/url] Sicher kommen da beispielsweise noch die Übersetzungskosten hinzu. Aber die machen ein Buch nicht mehr als doppelt (!) so teuer. Wenn man einen neuen Markt "erobern" will und das ist der für marokkanische Autoren in Deutschland nun einmal funktioniert dies mit Sicherheit nicht, wenn ich bei den Preisen gleich in die vollen gehe.[/QUOTE] das ist nicht ganz richtig. Die gebundene Ausgabe kostet auch in Frankreich um die 15 Euro. lediglich die Taschenbuchausgabe ist für weniger als 7 Euro zu haben. Somit ist der Preisunterschied zwischen der beiden gebundenen Ausgaben gar nicht so groß...und zu den Übersetzungskosten kommen noch die Kosten für die Rechte, die der deutsche Verlag an den Rechtsinhaber (in der Regel der franz. Verlag) entrichten muss. Erschwerend hinzu kommt noch, dass die Stückzahl um ein vielfaches niedriger ist als in Frankreich, wo der Markt für maghrebinische Autoren recht bedeutend ist. Somit sind die Stückkosten in Deutschland viel höher als in la France. Der Markt für maghrebinische Autoren in Deutschland ist im Grossen und Ganzen und bis auf wenige Ausnahmen recht dünn. Daher ist es für die Verlage stets ein Risiko, maghrebinische Autoren in ihrem Programm aufzunehmen...Oft steckt dahinter purer Idealismus und sehr viel Wohlwollen für die Region und die Menschen. Geld verdienen kann man damit nicht - höchstens welches verlieren. Sogar bei einem Weltbekannten Autor wie T. Benjelloun wurden in der Vergangenheit viele seine Werke nur Dank finanzielle Unterstützung einige Stiftungen ins Deutsche übersetzt und verlegt.:)

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Tamazighlady

AW: Marokkanische Autoren Das mit den Buchpreisen war mir gar nicht so bewusst.. Ich kaufe nämlich überwiegend Bücher, die aus dem Ausland kommen (Amerika, usw.) und da ist es für mich irgendwie schon selbstverständlich geworden, dass ich pro Buch -solange dieses nicht als Taschenbuch erscheint- mindestens 16,90 € bezahle :o Aber wenn die Bücher von Marokkanischen Autoren in Deutschland wirklich fast doppelt so viel kosten wie in Frankreich, ist das mehr als nur extrem.. Wäre natürlich sehr interessant das ganze zu vergleichen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man als Verlag mit Büchern von Marokkanischen Autoren wirklich so wenig einnimmt.. Ich meine klar- es kommt auf die Thematik des Buches an aber so an sich wäre das doch mal eine Abwechslung... Naja - mal sehen, wie sich der Markt noch so entwickelt :)

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  • 3 weeks later...
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AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=Tamazighlady;2091122]Das mit den Buchpreisen war mir gar nicht so bewusst.. Aber wenn die Bücher von Marokkanischen Autoren in Deutschland wirklich fast doppelt so viel kosten wie in Frankreich, ist das mehr als nur extrem.. Wäre natürlich sehr interessant das ganze zu vergleichen. [/QUOTE] bouhmara_ hat ja bereits erklärt, dass die Bücher nicht teurer sind. Ein gebundenes Buch ist immer etwas teurer als ein Taschenbuch. Also ich finde die Preise völlig in Ordnung. @bouhmara_ Du bist aber gut informiert. Bist Du in der Buchbranche? Ich habe Zorngebete mittlerweile gelesen. Die Sprache war für mich sehr gewöhnungsbedürftig und auch die Bilder, die sie einem vermittelt. Aber es ist dennoch ein gutes Buch, weil es die traurige Seite von Armut und Abgeschiedenheit vieler Frauen in Marokko darstellt. Lohnt sich zu lesen.

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  • 3 weeks later...
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AW: Marokkanische Autoren Hallo Community, ich möchte auf das jüngste Buch eines deutschmarokkanischen Autors hinweisen. Er heißt Mohammed Khallouk, ist Politologe und Islamwissenschaftler und lebt seit eineinhalb Jahrzehnten in Deutschland. Unter dem Titel "In Deutschland angekommen - Marburg" hat er im vorigen Jahr ein aus 76 Fragmenten bestehendes Prosabuch beim Aachener Rimbaud Verlag veröffentlicht. Darin beschreibt er das Leben und die Gesellschaft in einer deutschen Universitätsstadt und setzt sich aus muslimischer Perspektive mit der deutschen Kultur auseinander. Zu dem Buch sind bereits mehrere Rezensionen erschienen. Eine schöne Rezension findet Ihr unter diesem Link: [url]http://www.das-marburger.de/2013/06/stets-dem-unerklarlichen-auf-der-spur-buchvorstellung-in-deutschland-angekommen-marburg/[/url]

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  • 1 month later...
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AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=Perlentaucher;1954324]Kennt jemand dieses Buch? Zorngebete von Saphia Azzedine. Hier die Amazon Kurzbeschreibung: Kurzbeschreibung Erscheinungstermin: 5. März 2013 Der Alltag ist schmutzig und elend, das Glück schmeckt nach Granatapfeljoghurt, und Jbara spricht mit Allah: Wütend und demütig, klagend und dankbar, poetisch und vulgär für den Fall, dass er doch nicht alles sieht und nicht versteht, warum sie so weit gehen konnte... Eine tragikomische Emanzipationsgeschichte aus dem Maghreb. Eine Kindheit im Ziegenlederzelt, umgeben von Bergen und Wüste. Schafe als Gefährten. Nicht hinterfragte Gesetze als Norm. Jbara lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einem winzigen, ärmlichen Dorf und rechtet mit Allah, ihrem zugleich einzigen Vertrauten. Die Freiheit fährt zweimal pro Woche im Bus vorbei, doch eines Tages fällt Allah sei Dank ein rosa Koffer mit Rollen vom Gepäckdach herunter. Jbaras Aussteuer für ein neues Leben, das sie sich unter vielen Opfern und mit Einsatz ihres Körpers erkämpfen wird. Aus Jbara wird Scheherazade, aus Scheherazade schließlich Khadija. Sie verliert ihre Unschuld, ihre Heimat und zwei Zähne, doch nie ihren trockenen Humor und den Glauben an Gott. Azzeddines Debüt ist ein tabuloser Monolog, das zornig-zärtliche Gebet einer jungen Frau im Maghreb, ein außergewöhnlicher Bildungsroman. Hier noch eine Kundenrezension, die andern könnt ihr selbst nachlesen: Mit Allah reden? Dieses Gespräch sucht die junge Frau aus einem maghrebinischen Dorf fast täglich. Und was sich höchst gläubig anhört ist ein immerwährendes, heftiges Bekenntnis, auch zu Gott, aber mehr noch zu sich selbst, zur armen, unterdrückten und zornigen Hirtin. "Bei uns ist alles haram", sagt Jbara, die Ich-Erzählerin, "Selbst ich bin haram" stellt sie fest, denn die Wege der Frauen im Islam sind mit Tabus gepflastert. In "Zorngebete" der Autorin Saphia Azzeddine wird von einer Frau über die Frauen im Islam erzählt, und der Glaube kommt dabei nicht gut weg. Trotzdem bleibt Allah das Zentrum der jungen Frau, der alles überwölbende Dialogpartner, einer der häufig angebettelt und manchmal auch gescholten wird. Angeblich hat Allah den Männern die Macht über die Frauen verliehen: Deshalb vögelt Jbara für einen Becher rosa Joghurt mit einem Mann. Das ist, außerhalb der Ehe, natürlich haram, und weil dem Vögeln eine Schwangerschaft folgt, wird die junge Frau zur Ausgestossenen. Doch ein wenig wird sie auch geschubst: Von dem unglaublichen Koffer der von einem Reisebus herunterfällt. Einem Bus der die fremden Menschen aus dem Westen durch das karge Land der Hirtin transportiert und der voll ist von sagenhaften Sachen aus Amerika: Lipgloss, Paillettentops und Jeans mit Strass-Steinchen: "Im Grunde genommen eine komplette *****nausstattung", weiß Jbara. In der großen Stadt, der ersten Station Jbaras bei ihrer Reise in eine anderen Welt, wird ihr der *****nkoffer gute Dienste leisten. Auch wenn ihre Schulung zur **** eher privat beginnt - ein kleines Zimmer und ein kleines Gehalt bezahlt sie mit regelmäßigen Blowjobs - wird der pinkfarbene String aus dem Koffer, verborgen unter dem Ganzkörperschleier, zum Symbol ihrer neuen Profession werden. "Ich bin jetzt Geschäftsfrau und mein Körper ist mein Büro", meint Jbara, die zur Luxus**** aufgestiegen ist, und sich jetzt Scheherazade nennt, nach jener Geschichtenerzählerin, die in Tausend und einer Nacht einen König gewinnt. Märchen gehen meist gut aus, nicht jenes mit Jbara im Mittelpunkt des Romans. "Wenn das Nichts bei der Unendlichkeit anruft, ertönt das Besetztzeichen", stellt Jbara fest als sie im Gefängnis landet und fleht: "Allah, antworte mir." Obwohl es keinen Anschluss unter dieser Nummer zu geben scheint versucht sie es immer wieder. Jbara ist eine Simplicia Simplicissisma deren Krieg mit den Männern länger als dreissig Jahre dauern wird. Die nicht nachlässt in ihrem Ringen mit und um Allah. Der Autorin Saphia Azzadine ist ein islamischer Schelmenroman gelungen der, wenn er denn von den Frauen des Islam gelesen werden würde, Änderungen herbeiführen könnte. Es sind Fragen wie jene, ob denn im Paradies auf hervorragende Frauen "zweiundsiebzig knackige Kerle mit nagelneuen Schwänzen" warten, die eine Sprengkraft bergen, die der Autorin eine Todes-Fatwa eintragen könnte und dem Buch einen bisher unerreichten Umsatz.[/QUOTE] Alles wegen " raybi jamila" hhhhh

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