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Marokkanische Autoren


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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren 50 JAHRE MAROKKANISCHE MIGRATION RAFOUD, ABDELKADER "Ich bin in Marokko geboren. Das Schicksal machte mich zum Migranten. Heute lebe ich mit meiner eigenen Familie in Deutschland ... " (Zitat aus dem Buch) Obgleich marokkanische Migrantinnen und Migranten bereits zu Anfang der 60er Jahre als Arbeitskräfte in die Bundesrepublik Deutschland angeworben wurden, sind sie auch heute noch eine kleine Minderheit unter den bei uns lebenden Menschen mit Migrationshintergrund. Anstoß zu diesem Sachbuch gaben die beiden Feierstunden "50 Jahre Marokkanische Migration" des Zentralrates der Marokkaner in Deutschland im September 2010 in Frankfurt und Essen.

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren [B]Startseite » Kultur » Literatur Share on facebook Share on twitter More Sharing Services 1 Literatur Marokko Die marokkanische Literatur ist in arabisch, berberisch und französisch geschrieben und richtet sich stark an die Menschen Marokkos. Die Kultur- und Geschichtenerzählung auf Papier begann unter der Herrschaft der Almohaden-Dynastie, die sehr viel von der europäischen Literatur gelernt hat. Die Koutoubia-Moschee von Marrakesch, die von den Almohaden erbaut wurde, beherbergt seit frühster Zeit Bücher, Manuskripte, Bücherläden und Büchereien und gilt als erster Bücher-Basar der Welt. Der Almohaden-Kalif Abu Yakub sammelte sehr gerne Bücher und gründete eine große Bibliothek, die sich in einer Kasbah befand und später auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Die moderne marokkanische Literatur begann hauptsächlich in den frühen dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Als Marokko französisches und spanisches Protektorat war, konnten die marokkanischen Intellektuellen die literarischen Freiheiten genießen und schrieben ohne politische Einschränkungen. In den fünfziger und sechziger Jahren war Marokko ein Kunstzentrumfür berühmte Autoren wie Tennessee Williams, Paul Howles und William S. Burroughs. Führende Autoren, die als Symbolfiguren betrachtet werden sind Mohamed Choukri, der in arabisch schreibt, und Driss Chraibi, der bisher seine Romane in französischer Sprache verfasst hat. Andere bekannte marokkanische Autoren sind Mohammed Berrada, Tahar Ben Jelloun, Leila Abouzeid und Fouad Laroui.[/B]

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren Guardian Autoren Logbuch STARTSEITE POLITIK KULTUR ALLTAG COMMUNITY Salon Produkt der Woche Kiosk-Finder Shops 03. APRIL 2013 SCHLAGWORTE bücher TOOLS Kommentieren SOCIAL MEDIA nicht mit Facebook verbundennicht mit Twitter verbundennicht mit Google+ verbundenEinstellungen KERSTEN KNIPP 21.08.2009 | 15:30 1 Postlagernd: Casablanca Marokko Offene Briefe ans eigene Bewusstsein: Marokkanische Schriftsteller versuchen sich, nach zehn Jahren unter Mohammed VI. ihrer selbst klar zu werden. Der Monarch ist nicht amüsiert Die Vorgeschichte: Marokko feiert derzeit die zehnjährige Regentschaft von Mohammed VI. Der marokkanische Schriftsteller Abdellah Taïa nahm das zum Anlass, 17 Kollegen zu bitten, Offene Briefe an ihre Landsleute zu schreiben. Die versammelte er in einem Band, der ursprünglich Anfang August in einer Auflage von 50.000 Exemplaren als Beilage des liberalen Nachrichtenmagazins Tel Quel in Marokko kostenlos verteilt werden sollte. Daraus wurde zunächst nichts: Die entsprechende Ausgabe des Magazins wurde durch Beamte des marokkanischen Innenministeriums beschlagnahmt und vernichtet. Der Grund: Tel Quel präsentierte darin eine Meinungsumfrage zur zehnjährigen Regierungsbilanz von König Mohammed VI. Die hätte zwar gezeigt dass 91 Prozent der Marokkaner diese sie als "positiv“ bis „sehr positiv“ bezeichnen. Vernichtet wurde die Ausgabe dennoch. Die Begründung des Innenministeriums: „Die Monarchie kann nicht zum Gegenstand einer Debatte werden, nicht einmal im Rahmen einer Meinungsumfrage.“ Der Band mit den Briefen wird nun der folgenden Ausgabe beigelegt. In einem Monat erscheint er dann in den französischen Buchhandlungen. Der Vorfall zeigt, warum den Autoren nicht nur zum Feiern zumute ist. Der zerbrochene Raum der Geschichte Als die Franzosen kamen, änderte sich alles. Sie eroberten das Land, unterwarfen seine Bewohner und zwangen ihnen eine neue Ordnung auf. Die Traditionen kippten, was so lange von den Vätern auf die Söhne ging, mochten die Enkel nicht mehr glauben. Die Franzosen, so beschrieben es die unter ihrer Herrschaft aufgewachsenen marokkanischen Schriftsteller, hatten dem Land das Erbe geraubt und die Menschen um ihre Erinnerung gebracht. Geblieben waren Ruinen, Reste eines Erbes, die kaum mehr in die Landschaft passten. „Man weiß, wie die Kolonialisten vorgehen“, schrieb der Philosoph Abdelkabir Khatibi in seinem 1971 erschienenen Buch Die eintätowierte Erinnerung: „Sie zerschneiden die Stadt, teilen sie in ethnische Zonen auf, militarisieren das Land und begraben die Kultur der Unterworfenen. Seitdem diese begriffen haben, dass sie Verbannte im eigenen Land sind, irren sie durch den zerbrochenen Raum ihrer Geschichte. Es gibt nichts Schlimmeres, als eine abgerissene Erinnerung.“ Ob und wie dieser Riss zu kitten wäre, das war das zentrale Thema der in den 1920er, 30er Jahren geborenen marokkanischen Schriftstellergeneration. Autoren wie Abdallâh Laroui, Mohammed Chukri und Mubarak Rabî beschrieben eine Gesellschaft, die sich mit dem Französischen nicht nur eine zweite Muttersprache zulegte, sondern sich auch und vor allem mühte, in der Logik des frisch importierten Kapitalismus heimisch zu werden. Wie sehr sich Marokko und die Marokkaner seitdem verändert haben, das zeigen die 18 Briefe junger Autoren und Künstler, die der in Paris lebende Schriftsteller Abdellah Taïa als kostenloses Buch hat verteilen lassen. Aber vor allem zeigen sie, dass das Kolonialzeit für die jüngere Generation längst Vergangenheit ist. Einfacher hat sie es darum nicht. Früher ließ sie jeder Misstand durch die Herrschaft der Franzosen begründen. Heute muss man sich an die eigene Nase fassen. Denn längst haben die Marokkaner die neuen Spielregeln verinnerlicht, räumen Geld und Besitz einen hohen Stellenwert wie die Menschen nördlich des Mittelmeeres ein – mit dem Unterschied freilich, dass Wunsch und Wirklichkeit viel weiter auseinanderklaffen. Ein gutes Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, knapp die Hälfte kann nicht lesen und schreiben, und jeder Zehnte ist ohne Arbeit. Eine niederschmetternde Wirklichkeit also, vor der sehr viele Marokkaner in die Knie gehen, in Mutlosigkeit und Apathie versinken oder, im Gegenteil, ihr Heil im Zynismus suchen. „In Marokko“, schreibt Tahar Ben Jelloun, der mit Abstand älteste der in dem Band vertretenen Schriftsteller, „hat die allgemeine Leichtfertigkeit verheerende Folgen. Sie ist verantwortlich für den Traum vom schnellen Geld, für Vetternwirtschaft, Korruption, unverdiente Privilegien, Nachlässigkeit und Amtsanmaßung. All dies ist Folge pervertierter Verzweiflung und allgemeiner Enttäuschung.“ Die Diagnose gibt vor allem eines zu verstehen: Weltanschaulich ist Marokko von Europa und den USA kaum mehr zu unterscheiden: Hier wie da bestimmen Zynismus und nüchternes Kalkül den Alltag, die Großen Erzählungen früherer Tage haben ausgedient. Wer meint, dass Orient und Okzident im kulturellen Clash miteinander lägen, hat in den 18 Briefen reichlich Gelegenheit, seinen Eindruck zu überdenken. Beide Regionen sind vereint im Glauben ans Geld, einem Glauben, der sich von moralischen Erwägungen nur geringfügig stören lässt. Überhaupt scheint Moral vor allem eine Frage der Perspektive. „Sobald wir uns als Opfer fühlen, kritisieren wir alles und jeden“, schreibt etwa die Journalistin Sanaa Elaji. „Aber sobald wir unseren Vorteil wittern, verhalten wir uns exakt wie die, die wir eben noch angeklagt haben. Die meisten von denen, die sich über Korruption beklagen, praktizieren sie, sobald sich dazu Gelegenheit bietet. Und viele, die sich eben noch über den Egoismus der anderen aufgeregt haben, verlieren die Geduld, sobald sie sich in eine Schlange einreihen müssen.“ Das aufgeklärte Bewusstsein vom Falschen Große Worte und kleine Heucheleien: Das „aufgeklärte falsche Bewusstsein“, das Peter Sloterdijk vor Jahren einmal beschrieb, hat sich auch in Marokko erfolgreich durchgesetzt – mit dem Unterschied, dass es sich für die meisten trotzdem nicht lohnt: Sie kommen einfach nicht vom Fleck, beruflich nicht, und privat auch nicht. Es genügt ein kleiner Spaziergang durch eine beliebige marokkanische Stadt, um zu wissen, wovon die Autoren sprechen: Überall sieht man junge Menschen, die im Café die Zeit totschlagen oder sich als Schuhputzer, Touristenführer, Parkwächter versuchen. Ermutigend ist das nicht. „Du hast auf vollem Weg angehalten“, schreibt der Videokünstler Mounir Fatmi seinem Bruder. „Eigentlich bist du niemals richtig gestartet. Du hast alles aufgegeben: dein Studium, deine Träume, die Philosophie und die Philosophen. Du hast alles fallen lassen. Warum, habe ich niemals verstanden. Du warst der stärkere und intelligentere von uns beiden – und trotzdem!“ Und Fatmis Bruder ist nicht allein: Auch die anderen Autoren handeln von Melancholie und Depression, von fundamentaler Verzagtheit, die immer wieder auf den Entschluss hinausläuft, es am besten gar nicht zu versuchen und alles zu lassen, wie es ist. Zufall ist diese Haltung nicht. In Marokko, erklärt Abdellah Taïa, der Herausgeber der Briefe, würden junge Menschen regelmäßig zurückgepfiffen. „Was immer du tust, es gibt immer jemanden, der dich an deinen alten Platz verweist.“ Er selbst hat Marokko vor zehn Jahren den Rücken gekehrt – nicht nur, um als Schriftsteller, sondern auch, um offen als Homosexueller leben zu können. Aus diesem Grund hat er sich vor zwei Jahren auch öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Sein Bekenntnis hat für erhebliche Aufregung gesorgt. Viele Menschen zeigten sich empört, viele unterstützten ihn aber auch. Die Empörung wurde von konservativen Politikern geäußert. Ihnen kam sein Bekenntnis durchaus gelegen, meint Taïa, denn es erlaubte ihnen, die Anhänger ideologisch bei der Stange zu halten. Und wenn Marokko derzeit ein Problem mit dem Fundamentalismus habe, dann vor allem darum, weil vor dem irdischen Jammer die Transzendenz noch am leichtesten Zuflucht biete. Die übrigen Autoren sehen es ähnlich. Ihre Deutungen des Fundamentalismus lesen sich, als wären sie in einem liberalen think tank irgendwo in Europa verfasst worden – mit dem Unterschied, dass sie mit den Fundamentalisten früher die Schulbank drückten, zumindest aber hätten drücken können. Ein Haufen Widersprüche Die ruinierte Tradition: Einiges mag zu retten sein, aber in Zukunft wird es nicht mehr genügen. Längst reichen eine Sprache und eine Kultur als Inspirationsquelle nicht mehr aus. „Ich bin wie jeder Mensch ein Haufen von Widersprüchen“, schreibt der Dichter Omar Berrada. „Ich habe viel Zeit damit zugebracht, mich neu zu erfinden, mich der Symbole zu entledigen, die Herkunft und Anschein mir auferlegt haben.“ Wie Taïa und mehrere andere Autoren des Bandes lebt Berrada in Paris, also mit und zwischen zwei Kulturen, der marokkanischen und der französischen. Und durch seine Frau, berichtet er, werde diese Welt noch bunter: Sie ist Amerikanerin. Gegen die junge Tochter aber, verrät Berrada, seien die Eltern chancenlos: Die junge Babysitterin spreche nämlich in noch einer anderen Sprache mit ihr, nämlich in Russisch. In vielen Welten zuhause zu sein: Das ist die Entschädigung, die die Marokkaner für ihre geraubte Erinnerung erhalten haben. Kein ganz schlechter Tausch, gegen den sich die Weltläufigkeit vieler Europäer einigermaßen bescheiden ausnimmt. Doch Multikulturalität allein, so kann man die hier versammelten Autoren verstehen, reicht nicht. Man muss aus ihr auch was machen.

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren Der letzte Freund (Gebundene Ausgabe) Tahar Ben Jelloun, Tahar BenJelloun,... Der Verlag über das Buch Eine zutiefst bewegende Geschichte von Freundschaft und Verrat. Klappentext »Dieser Roman zeigt das Porträt der ebenso archaischen wiemodernen arabischen Gesellschaft in einer Offenheit wie seltenzuvor.« Kulturradio Über den Autor Tahar Ben Jelloun wurde 1944 in Marokko geboren und lebt in Paris. Er gilt als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur des Maghreb. 2011 wurde Tahar Ben Jelloun mit dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis ausgezeichnet. Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten. Ali Er sagte immer wieder: "Worte lügen nie; es sind die Menschen, die lügen. Ich bin wie die Worte!" Mamed lachte über seinen Einfall, zog eine schwarze Zigarette aus der Tasche und ging auf das Klo des Gymnasiums, um sie heimlich zu rauchen. Es war die erste des Tages und er fand, sie schmecke besonders. Wir warteten draußen auf ihn und hielten ängstlich Ausschau nach Monsieur Briançon, dem unbeugsamen Oberaufseher, der jeden Moment auftauchen konnte. Wir hatten Angst vor ihm, er war streng und bestrafte seine beiden Kinder genauso mit Nachsitzen wie jeden anderen Schüler, der Radau oder Mumpitz veranstaltete. Es gab keinerlei Chance, dass sich seine Laune je bessern würde, besonders nicht seit dem Tag, an dem sein Ältester zum Militärdienst nach Algerien eingezogen worden war. Wir schrieben das Jahr 1958. Algerien blutete bereits unter einem erbarmunsgslosen Krieg. Monsieur Briançon saß manchmal mit Monsieur Hakim, unserem Arabischlehrer, zusammen, der auch einen Sohn in der Schlacht hatte, allerdings auf Seiten der Befreiungsbewegung FLN. Beide haben wohl über den Horror und die Absurdität dieses Krieges gesprochen, aber auch über die wilde Entschlossenheit der Algerier, ihre Unabhängigkeit wiederzuerlangen. Mamed war klein geraten, hatte kurz geschorenes Haar, einen intelligenten Blick und viel Humor. Er schämte sich seiner schmächtigen Gestalt. Er dachte, solange er den Mund nicht aufmachte, würde kein einziges Mädchen ihn beachten. Er brauchte die Worte, um die anderen zu verführen, zum Lachen zu bringen oder schmerzhafte Spitzen auszuteilen. Er war bekannt für seine Kampfbereitschaft und nur sehr wenige Jungs provozierten ihn. Wir waren Freunde geworden, weil er mich verteidigt hatte, als ich von Arzou and Apache angegriffen wurde, zwei Ganoven, die wegen Diebstahl und Überfällen der Schule verwiesen worden waren. Sie hatten vor dem Gymnasium auf mich gewartet und mich in die Falle zu locken versucht, indem sie mich als "Al Fassi, du Zecke", "Al Fassi, du Jude" beschimpften ... Damals mochte man die Leute nicht, die in Fes geboren und nach Tanger umgezogen waren. Man nannte sie "Leute aus dem Landesinneren ", was so viel hieß wie Ausländer. Tanger hatte internationalen Status und seine Einwohner hielten sich für etwas Besonderes. Mamed hatte sich zwischen die beiden Ganoven und mich geworfen; er zeigte sich entschlossen, für seinen Freund zu kämpfen. Arzou und Apache gaben klein bei und behaupteten: "War ja nur ein Scherz. Wir haben nichts gegen die Weißhäute von Fes. Sie sind wie die Juden, wir haben nichts gegen sie, aber sie setzen sich überall durch. Nein, nein, nur ein Scherz ..." Mamed sagte mir, meine Haut sei zu weiß und ich solle mich am Strand sonnen. Er meinte, auch er fände, die Fassi seien wie die Juden, doch er bewundere sie und sei ein wenig neidisch auf ihren Minderheitenstatus in der Stadt. Er sagte mir auch, Fassi und Juden seien berechnend und geizig, intelligent und oft ausnehmend klug, doch er selber wünschte auch, so sparsam zu sein wie sie. Eines Tages zeigte er mir eine Seite aus einer historischen Zeitschrift, wo stand, dass mehr als die Hälfte der Leute aus Fes jüdischer Herkunft seien. "Der Beweis", sagte er lachend, "alle Namen, die mit Ben anfangen, sind jüdisch, es sind aus Andalusien eingewanderte Juden, die sich zum Islam bekehrt haben. Schau mal, was für ein Glück du hast! Du bist Jude und musst doch keine Kipa tragen. Du hast ihre Mentalität, ihre Intelligenz und bist doch ein Moslem wie ich. Du hast alle Vorteile und, besser noch, keine der Unannehmlichkeiten, mit denen die Juden zu kämpfen haben! Ist doch normal, daß alle neidisch auf euch sind. Doch du bist mein Kumpel. Du musst dich nur anders kleiden und weniger geizig sein."

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren [url]http://www.amazon.de/gp/aw/d/3827005566/ref=mw_dp_mpd?pd=1&qid=1120630003&sr=1-8[/url]

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren Die Nacht der Unschuld OT La nuit sacréeOA 1987 DE 1988 Form Roman Epoche Moderne Die Nacht der Unschuld setzt den zwei Jahre zuvor veröffentlichten Roman Sohn ihres Vaters (1985) fort und variiert die darin aufgegriffenen Themen, etwa die Emanzipation der Frau, die Verletzungen der Kindheit, die Kraft der Träume, die Problematik des Erzählens und der Identitätsfindung, die Entdeckung der Sexualität sowie die soziale Gewalt. Inhalt: Zahra, die achte Tochter ihres Vaters, musste wie ein Sohn aufwachsen. Nach dem Tod ihres Vaters in der Nacht auf den 27. Tag des Ramadan, in der islamischen Nacht der Bestimmung, beginnt für Zahra ein neues Leben als Frau. Ihre Emanzipation stellt sich als eine Serie sexueller Abenteuer dar, die dezent beginnt und in enthemmter Leidenschaft endet. Mit einem Blinden entdeckt Zahra schließlich die Weite ihrer Sinnlichkeit und Sexualität, doch wird das Glück von einem Gefängnisaufenthalt unterbrochen. Wieder in Freiheit, findet Zahra ihren Geliebten im Süden des Landes wieder, wo er wie ein Heiliger verehrt wird. Stil: Der Roman wird aus der Sicht der weiblichen Hauptfigur als Rückblick auf ihr Leben erzählt. In die Handlung mischen sich Traumszenen, die manchmal klar als solche gekennzeichnet sind, manchmal mit der erzählten Wirklichkeit verschwimmen. Eine erotische Begegnung im Dampfbad lässt sich zum Beispiel weder der Traumebene noch der Haupthandlung eindeutig zuordnen. Diese erzählerische Mehrdeutigkeit ist typisch für die Literatur von Ben Jelloun, die auch von stilistischen Verschachtelungen und zeitlichen Verschiebungen geprägt ist. Der Autor hebt die realistische Erzählweise nach dem Muster orientalischer Märchen, der fantastischen Literatur und einer assoziativen Schreibweise auf. Seine Vorbilder sind James R Joyce, Jorge Luis R Borges und Friedrich R Nietzsche, dessen Vernunftkritik im französischen Originaltitel von Die Nacht der Unschuld anklingt. Zugleich erweist sich Ben Jelloun als Meister des Selbstzitats, der »Réécriture« und Intertextualität, indem er eigene und fremde Texte collagiert, wiederholt und verfremdet. Wirkung: Die Nacht der Unschuld löste eine heftige Diskussion darüber aus, ob sich die weibliche Hauptfigur tatsächlich emanzipiert, ob sie ihre sexuelle Befreiung aktiv erlebt oder nur weiter in den patriarchalen Klischees von der sexuellen Verfügbarkeit von Frauen verharrt. Gleichwohl wurde die Emanzipation nicht nur aus diesem Aspekt heraus erörtert, sondern auch als Beispiel für die Unterdrückung des marokkanischen Volks durch Frankreich im Einzelnen und des Maghreb im Ganzen gesehen: Die Nacht der Unschuld wurde als politische Parabel gelesen, die die Etappen der Entkolonisierung umschreibt. Die Verleihung des renommiertesten französischen Literaturpreises, des Prix Goncourt, an Ben Jelloun für seinen Roman Die Nacht der Unschuld steigerte erheblich den Marktwert der maghrebinischen Literatur französischer Sprache und führte zu einer verspäteten Anerkennung marokkanischer und vor allem algerischer Autoren, deren Werke im Folgenden in ganz Europa zunehmend Beachtung fanden. Die Preisverleihung 1987 setzte zudem ein politisches Signal, da sie zu Zeiten heftiger Auseinandersetzungen zwischen Franzosen und Einwanderern aus dem Maghreb erfolgte. M. L. Kurzbeschreibung Mit Sohn ihres Vaters erlebte Tahar Ben Jelloun seinen Durchbruch als Schriftsteller. Er erzählt darin im Stil eines orientalischen Märchens aus Tausendundeiner Nacht die Geschichte von Zahra, der achten Tochter des arabischen Kaufmanns Hadsch Ahmed Suleiman, der sich verzweifelt einen Sohn als Nachfolger wünscht. Weil er den Sohn nicht bekommt, erklärt er kurzerhand Zahra zu seinem "kleinen Prinzen". Und so wächst Zahra vor den Augen der Familie, der Verwandten, der Nachbarschaft als Knabe Ahmed auf ... Mit Die Nacht der Unschuld spinnt Ben Jelloun Zahras Geschichte fort. Sie ist zwanzig Jahre alt, als ihr Vater stirbt und sie sich endlich nicht mehr als Junge ausgeben muss. "Glücklich, verrückt und ganz neu" macht sie sich in einer haltlosen Männergesellschaft auf die Suche nach ihrer Identität. Der zärtlichste und zugleich zornigste Roman des großen Ben Jelloun, für den er den Prix Goncourt bekam. Über den Autor Tahar Ben Jelloun wurde 1944 in Marokko geboren und lebt in Paris. Er ist der bedeutendste Vertreter der französischsprachigen Literatur des Maghreb. Seine beiden Romane Sohn ihres Vaters und Die Nacht der Unschuld wurden in 43 Sprachen übersetzt.

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren Die Zivilisation, Mutter! (Broschiert) Kurzbeschreibung Der zärtlich und augenzwinkernd geschilderte Weg einer Frau aus einer vorindustriellen Welt mitten in die Turbulenzen des modernen Marokko - eine Liebeserklärung! Über den Autor Driss Chraïbi wurde 1926 in El Jadida in Marokko geboren und ging nach dem Abitur 1945 nach Paris, um Chemie und Medizin zu studieren. 1952 wandte er sich jedoch von den Naturwissenschaften ab, um sich ganz der Literatur zu widmen. Er unternahm zahlreiche Reisen und arbeitete in den unterschiedlichsten Berufen: als Ingenieur, Journalist, Nachtwächter und Arabischlehrer. Für sein Werk erhielt er die Auszeichnung »Chevalier des Arts et Lettres«. Sein Roman »Die Zivilisation, Mutter!« gilt als eines der originellsten Werke in der nordafrikanischen Literatur. 2007 starb Driss Chraïbi an seinem Wohnort in Frankreich.

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren [Malika Oufkir: Die Gefangene - Ein Leben in Marokko Taschenbuch (Gut) Ullstein 2001 1. Auflage] Kurzbeschreibung Tage des Glanzes, Nächte der Angst: Die unglaubliche Geschichte einer Marokkanerin, der zwanzig Jahre ihres Lebens gestohlen wurden. Über den Autor Malika Oufkir, geboren 1953 in Marokko, ist verheiratet mit einem französischen Architekten und lebt heute in Miami und Marrakesch. Ihr erstes Buch, Die Gefangene, 1999 bei Marion von Schröder, wurde in 26 Sprachen übersetzt und weltweit über 1,5 Millionen Mal verkauft.

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren ' Ihr Leben ist ein Prozess, dessen Begleiter die Liebe und die Freunde sind. Freiheit ist ein Buch, an dem sich Leser stärker reiben können als an Die Gefangene, das auf ganz andere Weise dramatisch ist. Oufkir vermittelt mit dem Einblick in ihre Art der Vergangenheitsbewältigung völlig andere Informationen, die aber über weite Strecken nicht weniger berührend sind.' (Main-Echo, svm, 10.03.07) 'Im Nachfolgewerk (Die Gefangene) geht es nun um einen nicht minder schmerzhaften Prozess: neu laufen zu lernen in einer völlig veränderten Welt, die ihr so fremd ist wie die Menschen in Paris, Marrakesch oder New York.' (Stern, Irmgard Hochreither, 29.03.07) Kurzbeschreibung Wer erinnert sich nicht an das außergewöhnliche Schicksal von Malika Oufkir? Als man ihr die Freiheit nahm, war sie noch keine zwanzig. Und als sie in die Welt zurückkehrte, fast vierzig. Sie wollte sich mit dem Leben versöhnen, doch zunächst holten sie die Schatten der Vergangenheit ein. Die langersehnte Freiheit ist ein fremdes Gefühl. Malika Oufkir betrachtet das heutige Leben mit den Augen einer Frau, die ein schweres Schicksal durchlitten hat und in einer völlig veränderten Welt erst wieder Fuß fassen muss. Malika Oufkir wuchs wie eine Prinzessin am Königshof von Hassan II. auf. Nachdem ihr Vater 1972 versucht hatte, den marokkanischen König zu stürzen, wurde sie mit ihrer Mutter und fünf Geschwistern fast zwanzig Jahre lang gefangen gehalten – in dunklen Kerkern und abgeschiedenen Verliesen, mitten in der Wüste. Die Hölle auf Erden hat sie überlebt. Doch welchen Preis musste sie dafür zahlen? Wie ist es, durch die Straßen von Paris, Marrakesch, Miami oder New York zu laufen, wenn einem die Angst nach wie vor im Nacken sitzt? Wie schwer fällt es, zu akzeptieren, dass sie niemals eigene Kinder bekommen kann? Soll sie Nawal und Adam, ihren beiden Adoptivkindern, von ihrem schrecklichen Martyrium erzählen?

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren Tränenmond: Ich war fünf, als meine Kindheit starb (Taschenbuch) Ouarda Saillo 16 Der Vater, ein Mann ohne Selbstbewusstein, kann die Eigenständigkeit seiner Frau nicht länger ertragen. Er schlägt seine Frau - und nichts ändert sich. Da wächst in ihm ein teuflischer Plan heran, und er macht die fünfjährige Ouarda zu seiner Mitwisserin. Damit stellt er sie vor eine schwere Entscheidung Soll sie ihm gehorchen, oder der Mutter in ihrer Not beistehen? Ouarda verlässt das Elternhaus, und es passiert, was der Vater angekündigt hat. Die Tochter fühlt sich schuldig am Tod der Mutter und macht sich Vorwürfe. Heute, nach über zwanzig Jahren, kehrt Ouarda an den Ort des Grauens zurück. Sie löst den Konflikt von damals auf und verabschiedet sich von ihren Schuldgefühlen. Doch die Trauer bleibt, und der Weg zurück ist lang. Kurzbeschreibung Der Vater, ein Mann ohne Selbstbewusstein, kann die Eigenständigkeit seiner Frau nicht länger ertragen. Er schlägt seine Frau - und nichts ändert sich. Da wächst in ihm ein teuflischer Plan heran, und er macht die fünfjährige Ouarda zu seiner Mitwisserin. Damit stellt er sie vor eine schwere Entscheidung: Soll sie ihm gehorchen, oder der Mutter in ihrer Not beistehen? Ouarda verlässt das Elternhaus, und es passiert, was der Vater angekündigt hat. Die Tochter fühlt sich schuldig am Tod der Mutter und macht sich Vorwürfe. Heute, nach über zwanzig Jahren, kehrt Ouarda an den Ort des Grauens zurück. Sie löst den Konflikt von damals auf und verabschiedet sich von ihren Schuldgefühlen. Doch die Trauer bleibt, und der Weg zurück ist lang. Der bewegende Bericht eines traumatischen Erlebnisses - eine starke Geschichte voll Leben und Emotionen!

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Sarahlina

AW: Marokkanische Autoren [QUOTE=Jamila_1;1871595]Die Zivilisation, Mutter! (Broschiert) Kurzbeschreibung Der zärtlich und augenzwinkernd geschilderte Weg einer Frau aus einer vorindustriellen Welt mitten in die Turbulenzen des modernen Marokko - eine Liebeserklärung! Über den Autor Driss Chraïbi wurde 1926 in El Jadida in Marokko geboren und ging nach dem Abitur 1945 nach Paris, um Chemie und Medizin zu studieren. 1952 wandte er sich jedoch von den Naturwissenschaften ab, um sich ganz der Literatur zu widmen. Er unternahm zahlreiche Reisen und arbeitete in den unterschiedlichsten Berufen: als Ingenieur, Journalist, Nachtwächter und Arabischlehrer. Für sein Werk erhielt er die Auszeichnung »Chevalier des Arts et Lettres«. Sein Roman »Die Zivilisation, Mutter!« gilt als eines der originellsten Werke in der nordafrikanischen Literatur. 2007 starb Driss Chraïbi an seinem Wohnort in Frankreich.[/QUOTE] ein tolles Buch mit viel humor,ich liebte es!!!

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