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Marokkanische Autoren


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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren MOHAMMED KHAÏR-EDDINE Sein letzter Kampf. Ein Roman, der in visionärer Weise und mit eruptiver Sprachgewalt anhand der legendären Geschichte Agoun’chichs, "Verbrecher der Ehre", das alte Marokko des Südens mit seinen Halt gebenden Traditionen und seinen schweren inneren Zerwürfnissen wieder aufleben lässt. Sein Untergang ist unvermeidlich angesichts des Vordringens der modernen Welt – gewaltsam von der französischen Kolonialmacht gefördert. Eine leidenschaftliche Liebeserklärung des Autors an seine Heimat! Sein Name fällt immer, wenn man auf die marokkanische Literatur unserer Tage zu sprechen kommt: Mohammed Khaïr-Eddine. Dieser marokkanische Rimbaud, 1941 in der südmarokkanischen Berberstadt Tafraout geboren und 1995 in Rabat verstorben, war nicht nur ein kompromissloser Adept der "guérilla linguistique", sondern auch beseelt vom Glauben an eine mystische Autorität der Sprache. Mourad Kusserow in der Neuen Zürcher Zeitung

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren LEILA ABOUZEID Eine Verstossene geht ihren Weg. Im Mittelpunkt steht Zahra, eine Frau um die Vierzig, die von ihrem Mann verstoßen wurde. Nachdem sie sich in einem kleinen Zimmer eingerichtet hat, lässt sie ihr Leben Revue passieren. Jung und ungebildet hatte sie in den Fünfziger Jahren einen Französischlehrer geheiratet, dem sie nach Casablanca folgte. Im Gegensatz zu den Frauen aus ihrem Dorf führte sie dort ein Luxusleben. Mit ihrem Mann und Freunden engagiert sie sich im Kampf gegen das französische Protektorat. Nach der Unabhängigkeit Marokkos erhielt ihr Mann einen angesehenen Posten in der Verwaltung - und seine Frau entsprach nicht länger seinen gesellschaftlichen Ansprüchen. Der Mann, korrumpiert wie so viele von der neuen Macht, beginnt ein Verhältnis mit seiner Sekretärin und verstößt seine Frau. Zahra bewahrt ihre Unabhängigkeit und nimmt schließlich in Casablanca eine Stelle als Putzfrau im französischen Kulturinstitut an - Ironie des Schicksals und Versöhnung mit der einstigen Besatzungsmacht... „Zu Beginn des Unabhängigkeitskampfes hatten wir gedacht, dass Hass und Groll weggewaschen würden und Sorgen und Kummer verschwänden – wie durch ein Wundermittel aus dem Sûq. Doch wir hatten uns mehr auferlegt als wir ertragen konnten.“ (Zitat: Leïla Abouzeïd)

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren Sprichwörter gibt es überall auf der Welt. Sie sind ideale Brückenbauer zwischen den Völkern, denn in ihnen offenbart sich deren alltägliches Denken und Handeln. Tiefe philosophische, psychologische und religiöse Einsichten mischen sich mit Humor und schmerzlichen Erfahrungen, denen die Rätselhaftigkeit des Daseins nicht fremd ist. Sprichwörter sind eine andere Form von Literatur, ähnlich wie das Briefe schreiben, sie folgen keinem erkennbaren System, spielen mit Gleichnissen und Bildern, um Erlebtes und Geahntes darzustellen. Sprichwörtern haftet eine erfrischende Spontaneität an, hinter der sich die Suche nach der gültigen Metapher verbirgt.

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren MOHAMMED KHAIR-EDDINE Der Ausgräber Khaïr-Eddine erweist sich in diesem Roman als ein Visionär, der die Verhältnisse einer gärenden Zeit in große Literatur gegossen hat. Alles in allem ein bemerkenswerter Roman, der nicht nur eine erschütternde Selbstschau des Autors ist, sondern auch das Zeug zum Kultbuch hat - ein Roman, dem wir die Teilnahme unseres Herzens nicht versagen können. NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren MOURAD KUSSEROW FLANEUR ZWISCHEN ORIENT U. OKZIDENT Hier wird eine Geschichte erzählt, die im Nachkriegsdeutschland ihren Anfang nimmt und in Nordafrika endet. Wie alle Geschichten, die das Leben schreibt, handelt auch diese von der Liebe, und zwar in all ihren Facetten. Mein Weg führte mich zunächst, im Jahr 1954, von Ost nach West, von Sachsen nach Westberlin, 1955 dann nach Baden-Württemberg. Weitere vier Jahre zogen ins Land, und ich fand mich in Marokko wieder, wo ich, aus freien Stücken, in den Reihen der Algerischen Nationalen Befreiungsfront - FLN - diente, die gegen die französische Fremdherrschaft im Herzen Nordafrikas kämpfte. (aus dem Vorwort des Autors) Er wollte Journalist werden, vielleicht auch einmal Bücher schreiben, ohne in eine bürgerliche Existenz hineinzugleiten. Der Lebensbericht des Mourad Kusserow ist spannend. Im Gewimmel der Altstadt von Tetouan, in den versteppten Hochplateaus Ostmarokkos mit den weiten Horizonten und der einsamen Wildnis der Bergwelt des Rifs konnte er durchatmen und die große Freiheit, von der er träumte, erleben. Er las dort Cháteaubriand, Victor Hugo, Rousseau. Aus allen Zeilen spricht seine hohe Wertschätzung der französischen Kultur. Mourad Kusserow kennt keinen Kampf der Kulturen. NEUES DEUTSCHLAND

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren MOHAMMED KHAIR-EDDINE AGADIR Schon nach wenigen Seiten werden die Leser Opfer des Bebens. Da hat einer leidenschaftlich geschrieben unter der Voraussetzung, daß Schreiben und Lesen gefragt sind. Wer bereit ist, auf schwankendem Boden zu lesen, sollte sich Agadir besorgen, solange es noch nicht von Neuerscheinungen verschüttet ist. DIE ZEIT FADÉLA SEBTI ICH, MIREILLE Die Marokkanerin Fadéla Sebti lässt in ihrem Roman ihre Heldin Mireille, Französin und Christin, gleichzeitig Ehefrau eines islamischen Marokkaners, trotz aller guten Vorsätze einem tragischen Ende entgegendriften... Der Wechsel der Religion endet letztlich mit einem völligen Identitätsverlust. BUCHMARKT

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren ABDELHAK SERHANE DIE SCHWARZEN JAHRE Die Jugend der Romanhelden endet abrupt, als sie aus ihrem Dorf abgeholt und in Europa als Kanonenfutter gegen Nazideutschland eingesetzt werden. Der Leser spürt, dass das Thema des Autors streckenweise nicht Kunst, sondern Politik ist, wenn er das quälende und erniedrigende Dasein im Schützengraben und den Weg zur Erkenntnis beschreibt: offensichtlich sind Freiheit und Recht französisch, während Frankreich, selbst Opfer des deutschen Imperialismus, nicht daran denkt, seine Kolonialpolitik in Nordafrika in Frage zu stellen. Zweifellos schreibt sich Serhane seine politischen Enttäuschungen über die augenblickliche Entwicklung in Marokko von der Seele. In diesem Sinne fordert er seine Landsleute auf, ihren eigenen Standpunkt neu zu überdenken. „Logik und Effizienz gibt es nicht in unserem Wortschatz, und auch nicht in unserem Alltag. Unsere Sache sind Angst, Resignation, Lüge, Feigheit, Heuchelei“, schleudert der Erzähler seinem Cousin an den Kopf. Oder in einer politischen Versammlung heißt es: „Ihr habt doch weder Kraft, noch Solidarität, noch Entscheidungsfreude. Strohpuppen seid ihr“. Dieser Roman zeigt, dass sich in Marokko eine ungemein ausdrucksstarke, entschieden selbstbewusste Literatur entwickelt hat, die nicht nur hypnotische Wirkung erzielt, sondern auch unverkennbar politische, ja revolutionäre Züge trägt.

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren ABDELHAK SERHANE ROYAL FLUSH DER VERSTOSSENEN Der Autor tut sich keinen Zwang an, wenn es darum geht, brisante Themenkomplexe wie Sexualität und Religion, Kinderprostitution und Gewalt gegen Frauen beim Namen zu nennen. NEUE ZÜRCHER ZEITUNG Serhane entwirft ein Psychogramm seines Landes (...). Sein bisher bestes Werk; ein Buch wie ein Orkan. NEUES DEUTSCHLAND

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren ABDELHAK SERHANE SONNE DER FINSTERNIS In diesem an Tempo, Leidenschaft und Lokalkolorit reichen Roman verlegt Serhane seine Erzählung ins traditionelle, dörfliche, aber alles andere als beschauliche Umfeld. Gewalt, Mißbrauch und der Zwang der Konvention werden dabei in einer ebenso starken Sprache beschworen, wie es dem Autor gelingt, ein Panorama des dörflichen Lebens zu entwerfen... KITAB

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren Die Autoren: TAHAR BEN JELLOUN, geboren 1944, ursprünglich Soziologe und Journalist, zählt zu den bedeutendsten Autoren Marokkos. Er ist Träger der höchsten französischen literarischen Auszeichnung (Prix Goncourt). Der Marokkaner YOUSSOUF AMINE ELALAMY (*1961) gilt als neuer Stern der marokkanischen Literatur. Studienaufenthalte in Frankreich und den USA verarbeitete er zu preisgekrönten Werken. Heute lehrt er an der Universität von Kénitra Stilkunst und Medienkunde. MINA OUALDLHADJ lebt seit ihrem elften Lebensjahr in Brüssel. Nach einem Abschluss als Master in französischer Sprache und Literatur wurde sie Schulmediatorin und Koordinatorin für sozio-kulturelle Projekte in Problemvierteln. Seit 2001 arbeitet sie im Kleinkindbereich, mit der ihr eigenen Leidenschaft, wenn es ums Menschliche geht. MOURAD KUSSEROW, geboren 1939 in Berlin. Nach langem Aufenthalt in Marokko lebt der Autor heute wieder in Deutschland als Buchautor und Journalist. Als Kenner und sensibler Beobachter sind ihm Orient und Okzident gleichsam vertraut. MOHAMMED KHAÏR-EDDINE, geboren 1941 in Tafraout/Südmarokko. Verwaltungsangestellter in Casablanca, lanciert literarische Manifeste und Zeitschriften, in den 60er Jahren Arbeiter in Frankreich, seit 1979 wieder in Marokko, wo er 1995 stirbt. Die Marokkanerin LEILA ABOUZEID veröffentlichte den vorliegenden Roman auf Arabisch (Originaltitel: Âm al-Fil). Er wurde schon bald in den Vereinigten Staaten auf Englisch publiziert (bislang 6 Neuauflagen!). Damit war er der erste Roman einer Marokkanerin, der in eine Fremdsprache übersetzt wurde. Mittlerweile hat sich der Text seinen Weg in die Lehrpläne marokkanischer, anderer afrikanischer und auch amerikanischer Universitäten gebahnt. Der Roman ist eine gelungene Mischung aus persönlichem und nationalem Schicksal und hat bis heute an Aktualität nicht eingebüßt. Die Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in der islamischen Gesellschaft, ihr schwieriger Weg in die Selbständigkeit und nicht zuletzt die Verknüpfungen mit der neueren Geschichte Marokkos ziehen den Leser in ihren Bann. Vertraute wie auch fremde Elemente gilt es zu entdecken. Mit dem Themenkomplex Scheidung - Verlassen-Werden - Entfremdung von der ländlichen Heimat besteht ein hohes, überkulturelles Identifikationspotenzial. FADELA SEBTI arbeitet als Anwältin in Casablanca. Mit "Ich, Mireille" liegt nach mehreren juristischen Schriften ihr literarisches Erstlingswerk vor, das in Marokko sofort ein Bestseller wurde. ABDELHAK SERHANE wird 1950 in Kenitra/Marokko, geboren. Während seiner Studien erwirbt er den docteur en psychologie und den docteur d'état des lettres. Der Autor ist derzeit Dozent an der Universität Toulouse und Herausgeber der Zeitschrift "Horizons maghrébins". Seine Bücher zeichnen sich aus durch harte Kritik an der marokkanischen Gesellschaft.

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren Der marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun über die Folgen der Anschläge von Madrid, die Reformfähigkeit des Islam und das friedliche Zusammenleben von Europäern und Muslimen Ben Jelloun, 59, ist der erfolgreichste und prominenteste Autor des Maghreb. In Deutschland erschien 2002 sein Buch "Papa, was ist der Islam?". Geboren wurde Ben Jellounin in Fes, heute lebt er abwechselnd in Paris und in Marokko. ------------------------------------------------------------------- [url]http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-30285791.html[/url]

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren [url]http://deumages.de/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=40[/url]

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren ES WAR EINMAL EIN GLÜCKLICHES PAAR KHAÏR-EDDINE, MOHAMMED Es war einmal ein glückliches Paar. Sie waren Berber aus den marokkanischen Bergen, wo das Leben noch von den Jahreszeiten und von der Farbe des Himmels geprägt wird. Der alte Mann, der eine bewegte Vergangenheit hinter sich hat, verbringt seine Tage damit, Kalligrafien eines langen Gedichtes zu Ehren eines Heiligen in tifinagh, der alten Überlieferung der Tuareg, anzufertigen. Dieses Gedicht, allgemein anerkannt, sollte im Radio gespielt werden, als Kassette verbreitet, abgedruckt werden. Die Schilderung der Besucher, amerikanische Studenten oder Freunde aus dem Ausland oder lokale Helden, die die Tradition hochhalten wie der afrikanische Schmied, verzieren den schlichten Tagesrhythmus, den die Teezeremonie und die Zubereitung traditioneller Gerichte - wie Couscous - bestimmt. Voller Widerspruch gegen die prahlerische Modernität und gegen die, die er die "Emporkömmlinge" schimpft, macht sich der Alte an ein neues Gedicht mit dem Titel "Regenbogen"... MOHAMMED KHAÏR-EDDINE (1941-1995) hinterlässt mit diesem Buch (nach den beiden bereits auf Deutsch vorliegenden Romanen "Agadir" und "Der Ausgräber") ein hochkarätiges Erbe. Es ist ein Roman von der Rückkehr zum Frieden, von der er so sehr geträumt hat.

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Jamila_1

AW: Marokkanische Autoren RÜBER MACHEN... Eine Kindheit und Jugend in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR KUSSEROW, MOURAD Der Autor nimmt den Fall der Mauer in Berlin am 9. November 1989, den er als Redakteur der Deutschen Welle in Köln erlebte, zum Anlass, seine Kindheits- und Jugenderinnerungen in der Sowjetischen Besatzungszone Revue passieren zu lassen. Am Einzelschicksal werden hier die politischen Ereignisse - Ende des 2. Weltkrieges, schleichende Stalinisierung, Gründung der DDR 1949 und Einführung des SED-Sozialismus zu Beginn der 50er Jahre, die zum Volksaufstand am 17. Juni 1953 führte, aus der Sicht eines Heranwachsenden erzählt. Der entbehrungsreiche Alltag, die Sorge der Eltern, ihre vier Kinder großzuziehen, die Angst, dass der Vater, ein ausgemachter Antikommunist, von der Stasi abgeholt würde sowie die Auseinandersetzungen in Schule und Familie mit den SED-Phrasen vom Aufbau des Sozialismus und der ewigen Verbundenheit zu Stalin und der Sowjetunion ziehen sich wie ein roter Faden durch die Aufzeichnungen. Der Gedanke an eine Flucht in den Westen ist stets gegenwärtig. Der Autor will mit diesem Buch den Opfern der SED-Diktatur sowie denen, die sich gegen die totalitäre Herrschaft auflehnten, ein Denkmal setzen. Das Buch ist ein "wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der SED-Diktatur". Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

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