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  1. hamudi1109033

    Islamische traumdeutung Augen

    السلام عليكم Ich hatte einen Traum den ich leider nicht deuten kann vielleicht kann mir inshallah jemand dabei helfen...Ich habe im Traum eine arbeit gefunden als altenpflegerin (hab zuletzt eine Frau gepflegt zuhause die leider verstorben ist vor kurzen) im Traum war es ein Mann er war nicjt krank und nackt allerdings seine genitalien habe ich nicht gesehen .Ich habe von meiner Chefin gesagt bekommen ich sollte was sauber machen es war Holz und als ich es sauber machte mit einem Schwamm hätte ich aufeinmal weißen Stoff in der Hand der dreckig war und dann sauber würde.auf einmal war der Mann duschen und ich legte ihm ein gelbes handtuch um die Schultern. -Dann hab ich den Mann gebadet und im wasser hatte er kaka gemacht und ich hab das gesehen -das wichtigste aber: der Mann den ich pflegte stand auf der Straße sowie 2 andere Männer ich beobachtete alles die anderen 2 männer stritten sich und der eine erschoss den anderen. Der Mann den ich pflegte hat von dem einen der den anderen erschossen hat ein Messer ins Auge bekommen und er sollte sich das zweite Auge auch kaputt machen sonst stirbt er (weil er den Mord beobachtet hat sollte er sein Augenblick verlieren) dann sag ich dem Mann in die Augen ich sah 2 Schlitze da wo die Augen waren und Blut in den Augen des Mannes....Ich verstehe diesen Traum einfach nicht und er macht mir etwas Angst weil ich nicjt weiß was er bedeutet...kann mir bitte jemand diesen Traum erklären? Wa alejkum as selam
  2. Maroc-Diamond

    TRÄUME

    Salam Aleikum liebe Geschwister , In shaa Allah geht's euch allen gut und bei euch läuft alles in Ordnung. Möge Allah euch alle schützen amiin. Mein Anliegen für dieses Thema ist das Thema Träume . Ich brauche Rat diesbezüglich . Ich weiss nicht weiter und würde evtl .zu einem imam gehen und mir helfen lassen aber schäme mich so sehr über meine Lage zu sprechen. Ich Träume seit Monaten sehr viel . Meistens schlimme unschöne Träume. Ich habe kaum Schlaf . Vielleicht liegt das an meiner momentan schweren Situation aber allahu alem. Es gab natürlich auch schöne Träume . Meint ihr das sind Zeichen von Allah bzw. Dass er mir irgendwas sagen will???. Ich habe auch oft Kopfschmerzen und fühle mich so allein bzw. So hilflos ....weiss nicht wie ich es richtig ausdrücken soll. Vielleicht habt ihr ein Rat oder kennt das. Baraka allahu feekom ihr Lieben Geschwister . Liebe Grüße Maroc Diamond ♡ Freue mich auf eure Nachrichten. Hier als auch in der PN. ♡ Möge Allah euch reichlich belohnen in der dunya und akhira. Amiin ♡
  3. Fünf Nächte schon.... Eines Tages ist ein Student zu seinem Professor, einem Sheikh gekommen und hat ihm eine Nachricht übermittelt: "Sehr geehrter Sheikh. Eine Nachbarin von uns bat mich dir auszurichten, dass sie gerne mit dir sprechen würde und deinen Rat braucht. Sie ist eine greise Frau, Witwe ohne Kinder und lebt alleine und wir helfen ihr immer Fisa billah bei all ihren Belangen. Auch dieses Mal wollten meine Familie und ich ihr helfen, denn sie ist sehr traurig, aufgelöst und schon quasi in Panik, aber sie hat explizit nach dir verlangt, lieber Sheikh. Dürfte ich sie morgen hier zur Universität mitbringen?" Der Sheikh merkte, dass es seinem Studenten wichtig ist bzw der alten Dame und antwortete ihm: "Nein, brauchst du nicht. Dadurch, dass diese Frau anscheinend wirklich ein Problem hat werde ich sie heute noch nach dem Maghreb Gebet besuchen. Ich komme zu dir und du führst mich dann heute Abend zu ihr, Incha Allah. Ist das okay für dich? " "Selbstverständlich, Sheikh. Ich würde dich auch gerne danach zum Abendessen einladen, wenn du erlaubst und ich erwarte dich dann heute Abend freudvoll bei uns Zuhause, um dir diese Frau vorzustellen und Barak Allahu fik für deine offenes Ohr und deine Mühen ", entgegnete er ihm und setzte sich wieder auf seinen Platz im Auditorium. Der Abend war gekommen und der Sheikh und sein Student trafen sich, wie verabredet und er führte ihn zu dieser alten Frau. Inmitten von schönen und pompösen Häusern stand dieses ebenerdige Gebäude, welches noch mit Lehm zusammen gehalten wurde und es war offensichtlich, dass hier eine Familie bzw eine Frau schon seit langer Zeit lebt, welches nicht vermögend oder gar am Existenzminimum lebt und der Sheikh verstand jetzt auch, wieso man ihr hilft, als er sie vor der Tür hat sitzen sah. Die Augen des Sheikhs sahen eine alte Frau, die auf einem Stuhl vor ihrer Haustür saß und auf ihn wartete. "Salam Aleikum warahmatuallah oua barakatu, liebe Mutter" , begrüßte der Sheikh die gute Frau respektvoll mit der Hand auf ihren Kopf. "Ich bin der Mann, nachdem du deinen Nachbarn gebeten hast dich zu besuchen. Kheir Incha Allah, liebe Mutter, womit kann ich dir mit Allahs Segen behilflich sein", fuhr er fort. Sie wollte aufstehen, jedoch hielt sie der Sheikh auf und bat sie ruhig sitzen zu bleiben und er gesellte sich neben sie auf einen Stuhl, den ihm sein Student zu seiner rechten reichte. "Aleikum Salam warahmatuallah oua barakatu, geehrter Sheikh. Ich bin so froh, dass du so schnell gekommen bist. Ich bin sehr traurig und betrübt und verstehe nicht was gerade passiert. Mein Herz platzt vor Sehnsucht und ich brauche einen Rat", fing die Dame an ihr Leiden zu schildern. "Liebe Mutter", antwortete der Sheikh ihr. "Erzähle mir einfach, was du hast. Wenn es dir gesundheitlich nicht gut geht, dann lass ich dich zu meinem Arzt bringen und er hilft dir. Brauchst du finanzielle Hilfe oder ähnliches, werde ich dir ebenfalls helfen. Kheir Incha Allah, egal was es ist, Fisa billah, werde ich dir helfen mit dem Segen von Allah, dem Erhabenen.", fuhr der Sheikh fort. Die alte Frau antwortete: "Nein, Sheikh. Barak Allahu fik. Bei meinem Anliegen kann mir kein Arzt helfen und kein Geld der Welt. Ich habe ein anderes Problem. Seit fünf Nächten ist mir unser geliebter Prophet Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, nicht mehr im Traum erschienen und ich weiß nicht, warum. Und dieser Zustand macht mich traurig und ich empfinde Schmerz und bin fernab von Glück. Ich vermisse unseren Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, und in jeder Nacht, wo er mir nicht mehr erscheint ist eine verlorene Nacht und ich weiß nicht, wieviele Nächte mir noch bleiben und Allah, der Allwissende, weiß es am besten." Der Sheikh und sein Student tauschten verwunderte Blicke aus und der Sheikh musste diese Aussage erstmal für einen Moment sacken lassen. Er hat mit vielen Dingen gerechnet, aber auf solch ein Anliegen war er definitiv nicht vorbereitet. "Subhan Allah, liebe Mutter. Ich muss dich erstmal was fragen...wenn du gerade mal seit fünf Tagen nicht mehr von unserem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, geträumt hast....was ist mit der Zeit davor? Ist das vorher nicht vorgekommen?", fragte er die alte Dame. Sie antwortete ihm voller Selbstverständlichkeit: "Natürlich ist das vorher nicht vorgekommen. So lange ich denken kann, erscheint mir mein geliebter Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, jede Nacht in meinen Träumen und erst jetzt, in den letzten fünf Nächten ist dem nicht so und genau deswegen verstehe ich nicht wieso dem so ist und deswegen bin ich so verzweifelt, Alhamdulillah!". Der Sheikh war gerührt und im Herzen berührt und dachte sich augenblicklich, welch eine schöne Konstanz diese Frau in jeder Nacht ihres langen Lebens erleben durfte und unterdrückte seine Tränen. "Liebe Mutter, ich weiß nicht, wieso dem jetzt so ist und eine direkte Hilfe und Antwort kann ich dir zumindest jetzt nicht geben, denn nur Allah, der Herrscher über allem, vermag darüber zu entscheiden, was ein jeder träumt oder nicht. Was ich jetzt und auch in jedem Gebet für dich tun kann ist Bittgebete für dich an Allah, dem Barmherzigen, zu richten. Desweiteren werde ich dir trotzdem meine Ärzte zu dir kommen lassen, um zu gucken, ob dir vielleicht doch nichts körperliches fehlt. Weiter kann ich dir raten Sabr zu haben und mit Allahs Segen und Hilfe wirst du wieder glücklich sein, Incha Allah", antwortete er ihr. Ich brauche keinen Arzt, deine Bittgebete reichen mir vollkommen und Incha Allah wird dieses angenommen und ich treffe meinen geliebten Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, bald wieder. Mehr als deine Bittgebete vermag ich von dir nicht zu erbitten und Allah möge dich dafür reichlich belohnen, Incha Allah", sagte zu ihm mit einer gewissen Erleichterung in den Augen und stand auf, um ihm zu danken. Sie bat ihn noch zu bleiben und einen Tee zu trinken und der Sheikh lehnte höflichst ab, denn sein Student hatte ihn zuvor schon zum Abendessen in sein Elternhaus eingeladen. Die beiden verabschiedeten sich und gingen dann die Straße runter in Richtung des Elternhauses des Studenten. "Geehrter Sheikh, meinst du das stimmt, was unsere Mutter gesagt hat? Wie kann jemand jede Nacht von unserem Propheten Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, träumen? Und wenn du dies bestätigst in deiner Waisheit, ich möchte auch in diesen Genuss kommen solche Träume zu erleben....wie schaffe ich oder irgendwer von unserem Propheten Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, zu träumen? Bitte teile deine Meinung, deinen Rat, dein Wissen mit mir, geehrter Sheikh.", fragte der Student seinen Lehrer. Der Sheikh schmunzelte, als er diese Frage hörte und beschloss gleichzeitig seinen Studenten zu belehren. "Mein Schüler, ich könnte dir jetzt diese Frage beantworten, aber besser ist es, wenn ich es dir zeige. Wenn ich es dir zeigen soll, dann gehe bitte hoch zu deinen Eltern und entschuldige uns respektvoll und höflichst und sage ihnen, dass wir heute Abend bei mir essen werden, denn dein Unterricht ist für heute noch nicht beendet", wies er seinen Studenten an, als die beiden vor der Tür des Elternhauses seines Studenten angekommen sind. Der Student befolgte die Anweisung während der Sheikh im Auto auf ihn wartete, um dann direkt zu ihm nachhause zu fahren. Am Haus des Sheikhs angekommen bat er seinen Studenten ins Esszimmer und entschuldigte sich für einen Moment. Der Sheikh ging in die Küche und erfragte dort, was es zum essen gibt und bat den Koch und seine Bediensteten an das Essen reichlich mit Salz zu würzen, so dass es schon ungenießbar sein wird und zum Essen kein Wasser zu servieren. Diese guckten verdutzt und verstanden es nicht, aber kamen dann natürlich der Bitte des Sheikhs nach. Zurück im Esszimmer fragten ihn der Student: " Geehrter Sheikh, jetzt sind wir bei dir. Vermagst du mir zu zeigen, wie auch ich von unserem Propheten Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, träumen kann?". " Ja, ich werde es dir zeigen, aber warten wir das Essen ab. Danach beten wir gemeinsam Ishaa und dann werde ich es dir zeigen ", antwortete er ihm. Der Student nickte dies ab und übte sich in Geduld. Das Essen kam und wie der Sheikh das wollte war dies vollkommen versalzen und es gab nichts zu trinken. Der Student bemerkte dies natürlich sofort, jedoch hat er sich aus Respekt und Scham nicht darüber beschwert und durch die wiederholte Ermunterung des Sheikhs aß er sogar reichlich, ohne zu trinken. Das versalzene Mahl war beendet und die beiden verrichteten gemeinsam das letzte Gebet des Tages. Nach dem Gebet sprach der Student den Sheikh wieder an, jedoch unterbrach ihn der Sheikh geschickt, bevor er seine Frage beendete mit der Aussage, dass er müde sei, verabschiedete sich in die Obhut eines seiner Angestellten, der ihm seinen Schlafplatz zeigen soll, wies ihn vorher aber auch an im Gästezimmer keine Flasche Wasser zu hinterlassen, verabschiedete ihn bis zum Fajr Gebet, in dessen Anschluss er ihm endlich zeigen wollte, wie er vom Propheten träumen kann. Aus Respekt nahm der Student dies alles ohne Widerworte an und ging schlafen, bis er zum Fajr Gebet geweckt wurde, welches die beiden zusammen verrichtet haben. Beim darauf folgenden Frühstück gab es dann auch endlich was zu trinken für den Studenten und nachdem er seinen Durst gestillt hat bat er den Sheikh ihm endlich zu zeigen, was er ihm versprach. "Sag mir erstmal, wie du diese Nacht geschlafen hast und ob du diese Nacht was geträumt hast und wenn ja, was hast du geträumt? ", fragte ihn der Sheikh mit einem süffisanten Lächeln im Gesicht. "Ich habe eigentlich gut geschlafen, geehrter Sheikh und geträumt habe ich auch viel, aber nicht von unserem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm. Ich träumte, dass ich in einem Meer geschwommen bin, überall um mich herum war Wasser, welches ich aber nicht trinken konnte, obwohl ich durstig war. Aus dem Meer rausgekommen fing es dann an zu regnen und ich legte meinen Kopf in den Nacken und trank den Regen", antwortete er dem Sheikh. "Ich habe mir sowas in der Art schon gedacht. Fandest du das Essen gestern nicht auch sehr salzig?", fragte der Sheikh seinen Studenten, der anscheinend allmählich begann zu verstehen. "Ja, geehrter Sheikh. Ich fand es ebenfalls salzig". "Ich habe gestern in der Küche angeordnet das Essen zu versalzen und kein Wasser zu servieren und dich durstig schlafen gehen zu lassen!", fuhr der Sheikh mit seiner Erklärung weiter fort mit einem Lächeln im Gesicht. Der Student nahm jetzt erstmal einen kräftigen Schluck Wasser, bevor er weiter entgegnete: "Und sehr geehrter Sheikh...wieso taten sie das? Womit habe ich diese Strafe verdient? Ich dachte ich wäre hier damit sie mir zeigen, wie man von unserem Propheten träumen kann". "Ganz genau deswegen hab ich dich in diesen Zustand versetzt und in diesem Zustand hab schlafen lassen", erklärte er seinem Studenten. "Du warst durstig. Dein Körper, dein Geist, deine allergrößte Sehnsucht am gestrigen Abend war Wasser, war etwas zu trinken. Nichts hätte dich am gestrigen Abend glücklicher machen können, nicht wahr?" "Ja, Sheikh. So war es tatsächlich". "Und wovon hast du geträumt? Von dem, wonach sich dein Geist und dein Körper am meisten gesehnt hat, richtig?". "Ja, Sheikh. Dem war so!" , antwortete ihm der Student und nun mit Tränen in denen durch die Erkenntnis der ganzen Bedeutung. "Ich glaube, dass du jetzt verstehst, mein Schüler. Du fragst mich, wie du gleich der alten Dame von unserem geliebten Propheten träumen kannst? Dein Geist und dein Körper müssen sich einfach, wie der dieser Frau danach sehnen, sich nichts anderes wünschen, nichts anderes begehren und und unseren Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, wie Wasser zum trinken brauchen, dann wirst du auch von ihm träumen. Verstehst du jetzt? Verstehst du jetzt, welch eine liebe zu unserem Propheten diese alte Frau haben muss, wenn sie jede Nacht von unserem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, träumt. Diese Liebe....können wir die aufbringen?" . Jetzt weinte sein Student bitterlich und antwortete:"Nein, können wir jetzt noch nicht, aber werde nicht eher zur Ruhe kommen bis ich diese Liebe zu unserem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, haben werde und ebenfalls von ihm träumen werde. Darauf antwortete der Sheikh, jetzt ebenfalls mit Tränen in den Augen und einer Hand auf der Schulter des Studenten: "Incha Allah, mein Schüler. Incha Allah!"
  4. Eine Reise ins vergessene Prolog Es ist wahrlich eine Reise ins vergessene, da ich Marokko, meine Heimat, 16 Jahre nicht besucht habe. Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen und bin bis zu meinem 16. Lebensjahr fast jedes Jahr in den Sommerferien für sechs Wochen in Marokko gewesen. Wir haben damals die noch dort lebenden Familien Mitglieder, die im Gegensatz zu meinen Eltern in den späten 60ern Anfang der 70er Jahre ihr neues Leben in Deutschland begannen, besucht und dieses dann natürlich auch mit einem Urlaub für die Kinder verbunden. Damals ist es mir nicht aufgefallen, im Gegenteil, aber eigentlich hat sich alles im Leben der "älteren", der Eltern um die Kinder gedreht. Der regelmäßige Urlaub im Land unserer Herkunft sollte uns nicht vergessen lassen...wie eine stetige Erinnerung an die Kultur, Sprache, die Art wie man mit Dingen im Alltag umgeht, wie man sich verhält, sogar wie man isst, sich benimmt, was sich gehört und was nicht. Es war aber auch eine Erinnerung an die Religion, denn in Marokko ist der Islam teil des Alltages und allgegenwärtig anders als im Christlich geprägtem Deutschland. Jetzt mit 33 Jahren bemerke ich, dass ich in meiner zweiten Lebenshälfte, die mich geprägt und hat reifen lassen, fernab meiner Heimat, ihrer Eindrücke und ihres Einflusses war...welches an sich schon ein Unding ist. Welch ein Mensch wäre ich wohl geworden, wenn diese Dinge hätten Einfluß auf meine Entwicklung nehmen können? Sei es im Zwischenmenschlichen, im Religiösen oder Kulturellen Bereich meiner Umwelt...würde ich evtl jetzt eine oder andere Meinungen vertreten? ------- Kapitel Eins: Der Abflug Diese Reise ins vergessene begann quasi schon beim einchecken, wohl bemerkt am Köln/Bonner Flughafen in Deutschland, wo sich anscheinend und offensichtlich die Marokkanischen Gepflogenheiten klamm heimlich in den vermeintlich geregelten Deutschen Alltag eingeschlichen haben. Die Schlange am Check In Schalter war sehr lang und nur eine Dame, die alle abfertigen sollte...sichtlich gestresst von der Hektik, dem Lärmpegel schreiender Babys, spielenden Kindern und den Passagieren, die alles andere als leicht abzufertigen schienen. Die Mitarbeiterin am Check In Schalter war augenscheinlich Deutscher bzw Europäischer Herkunft, jedoch schien sie schon viele der "Deutschen Tugenden" abgelegt zu haben und ersetzte diese mit denen der Marokkaner. "......Sie haben 4,7 Kilo zu viel Gewicht in ihrem Gepäck....." sagte sie einem Passagier in Spe, der jedoch der deutschen Sprache lediglich "relativ" mächtig war, der im Dialog (wenn man dies so nennen mag) einfach nur nickte und lächelte, während die Dame ihn darauf hinwies. "Haben sie verstanden, was ich gesagt habe? Sie müssen entweder 4,7 Kilo ihres Gepäcks hier lassen oder sie müssen 40 Euro für weitere zehn Kilo zuzahlen!", sprach sie ihm zu, dies in einem ruhigen und gelassenen Ton, wohl schon wissend, wie das einchecken dieses Passagiers ablaufen wird. Der Herr nickte und lächelte die ganze Zeit einfach weiter bis er 40 Euro hörte..."Nix 40 Euro, warum 40 Euro?" entgegnete er ihr, diesmal jedoch ohne ein Lächeln im Gesicht, welches ihm bei einem Casting für eine Zahnpasta Werbung definitiv in den Recall befördert hätte. "Ist schon in Ordnung...."....beruhigte sie ihn schlichtend mit den Händen nach unten winkend. Dann murmelte sie irgendwelche Zahlen vor sich und tippte was auf die Tastatur und sagte zu sich selbst, diesmal hatte sie ein Lächeln im Gesicht, jedoch eins mit dem Charakter der Resignation und Aufgabe "....so lange das Gesamtgewicht stimmt...."! So bekam er den Banner an den Koffer und er verschwand leise und schnell in der Menge, einfach nur froh diese Hürde genommen zu haben. Da ich mit meinen "deutschen Tugenden", die mir eingeimpft worden sind mein Gepäck vorher gewogen habe und alles andere schon fertig und bereit war für eine zügige Abfertigung, ohne Probleme, ging es bei mir schnell und unkompliziert, was die Dame sichtlich gefreut hat. Obwohl ich nicht danach gefragt habe und ich nicht einmal darüber nachgedacht habe welcher Platz im Flieger vermeintlich der beste ist teilte mir die Mitarbeiterin mit: "Ich habe ihren Platz umgebucht und hab ihnen jetzt einen Platz am Exit, im Gang gegeben....da haben sie die meiste Beinfreiheit", und lächelte mir schelmisch zu, während sie einen Sticker ausdruckte, mir auf das Ticket klebte und mir mit den Worten: " Danke schön und einen Guten Flug wünsche ich ihnen." überreicht hat. " Den Zugang zu Ihrem Gate finden sie....", sagte sie zu mir während sie mit der Hand nach rechts zeigte, als ich sie unterbrach! " Danke schön, ich weiß...Gate 31 und der Zugang ist dort rechts, hab ich gerade schon gesehen", antwortete ich ihr während ich mir schon meinen Rucksack auf den Rücken schnallte. "Super, dann wissen sie ja Bescheid. Auf Wiedersehen", rief sie mir noch zu, als schon der nächste Batzen an Tickets von der Familie nach mir auf ihrem Schalter lag. Ich drehte mich um und folgte den Schildern Richtung Gate 31 und den Sicherheitskontrollen, wo alles Standesgemäß Europäisch glatt verlief. Am Duty Free Shop vorbei, Richtung Gate 31, die letzte Passkontrolle und da war ich nun....angegebene Abflugszeit 18:55Uhr, 17:30Uhr war es...also eigentlich perfekt gelaufen und getimed...zwei Stunden vorher eingecheckt und das Gepäck abgegeben, etwa eine Stunde warten bis man in den Flieger kommt, passt doch alles, dachte ich mir in dem Moment, als ich mich im Gate 31 hingesetzt und die Kopfhörer einstecken wollte, als ich dann realisierte, dass ich diese Rechnung jefoch ohne die Marokkanische Fluggesellschaft Air Arabiya gemacht habe. Auf dem Flugplan erschien die Meldung, dass der Flug zwei Stunden Verspätung hat. "Das fängt ja gut an!", sagte ich zu mir selber mit einem Lächeln im Gesicht, denn mir hat das warten jetzt nichts ausgemacht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Passagieren, die mit mir dort gewartet haben, was mich jetzt aber nicht erstaunt hat. "....Gott möge Schande über sie bringen...", halt es auf Arabisch von einem älterem Herrn von der einen Seite. ".....Wäre ja ein Wunder gewesen, wenn der pünktlich gekommen wäre!", machen sich zwei Jungs über die Situation auf der anderen Seite lustig. Alle zücken auf einmal das Telefon und informieren die Leute in Marokko, dass der Flug Verspätung hat und sie sich keine Sorgen machen brauchen. Der Lautstärke Pegel stieg rasant an und ich setze meine Kopfhörer auf und verzog mich wenigstens akustisch aus dieser Umwelt. Um etwa 20Uhr landete dann unser Flieger in Köln/ Bonn und wurde schon von einem Rettungswagen, Zwei Notärzten und einem Feuerwehr Wagen empfangen und es wurde ein sehr älterer Mann erst mit der Trage aus dem Flugzeug getragen und dann auf einem Rollstuhl von den Rettungskräften wahrscheinlich zum Notdienst am Flughafen gebracht. Nun erklärte sich auch die Verspätung, denn der Flieger hat aufgrund eines Notfalls einen Zwischenstop eingelegt. Jetzt wiederum, typisch Marokkanisch, war der Ärger über die Verspätung bei der Menge sofort verflogen und die noch fluchenden von vorhin standen jetzt am Sichtfenster...." Allah möge ihm Heil bringen, so Allah will", sagte der ältere Mann, der noch vor ner Stunde vom Fluchen nicht weg kam und jeder der dies hörte bekräftigte seine Bitte an Allah noch mit dem Zusatz:"Amin". Ab da an, war die Verspätung des Fluges kein Thema mehr in der wartenden Menge. Der Ärger war verflogen und die Genesungs des Kranken Mannes war nun vorrangig und allgemeines Thema. Das bestätigte meine allgemeine Meinung über uns Marokkaner oder besser gesagt ein Aspekt....wir Marokkaner sind ein Volk der Extreme...alles was wir tun, tun wir voller Hingabe....Wenn wir lieben, dann tun wir das extrem und wenn wir hassen, dann tun wir dies ebenso. Ich könnte jetzt mit mir selbst streiten, ob dies nun eine gute oder schlechte Eigenschaft von uns ist....es gäbe genügend Beispiele, die beides belegen und widerlegen würden...mein Resumee ist jedoch definitiv und durchweg positiv! Ich finde es toll, dass wir Marokkaner in den meisten Fällen Herzensmenschen sind....der logische Menschenverstand wird oft ausgeschaltet und man handelt nach seinem Gefühl, nach dem was einem das Herz sagt...was im weiteren Verlauf meiner Reise sich auch öfters bestätigen und mich zu Tränen rühren wird. Zwei Mitarbeiter der Fluggesellschaft machen sich an der Schleuse bereit zum Einlass und öffnen die Glastüren hinter denen die ungeduldigen Passagiere schon in Schlange standen, seit dem der erste Gast das Flugzeug verließ. Denn nachdem der Notfall mit den Rettungskräften verschwunden waren und der Rest der Gäste das Flugzeug verließen kam bei den Mitarbeitern sichtlich Hektik auf und man versuchte anscheinend die verlorene Zeit ein wenig wett zu machen, was der ungeduldigen Menge ja zur Gute kam. Ich blieb weiter sitzen und war einer von vieren, die als letzte das Flugzeug bestiegen. "Ich verstehe den Sinn und Zweck nicht, wieso ich zwanzig Minuten in der Schlange stehen soll, wenn die Sitzplätze ohne hin fest zugewiesen werden....auch wenn ich als letzter das Flugzeug betreten würde, es wäre ja immer noch derselbe Platz!", sagte ich zu einem der Jungs, die mit mir noch saßen. Wir mussten alle erstmal darüber lachen und komischerweise waren auch die Reaktionen quasi identisch, lachen, dabei den Kopf schütteln und im Chor: "....Typisch Marocs". Gefällt euch das erste Kapitel und möchtet ihr das nächste mit dem Titel "Bruder, vergiss was du aus Europa kennst, du bist jetzt hier in Afrika!" lesen? Dann freue ich mich über ein Feedback von euch und Incha Allah habt ihr Spaß beim lesen. Es ist alles wahr und genau so passiert und von mir verfasst und nicht irgendwie, irgendwo her kopiert....Zur Info. Kheir Incha Allah 😊
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