Jump to content

EU will mit neuen Schulden Arbeit für alle schaffen


amaja

Recommended Posts

  • Mitglied

[B]Die EU will die Krise am europäischen Arbeitsmarkt durch Umverteilung lösen: Sparen war gestern. Nun sollen die Steuern erhöht und rigoros eingetrieben werden. Mit dem Geld sollen dann Kredite an Unternehmen vergeben werden, damit diese junge Leute anstellen. Das klingt nach Robin Hood, ist jedoch nichts anderes als ein weiterer planwirtschaftlicher Ansatz. Es wird nicht funktionieren. [/B] Die EU will über die Europäische Investitionsbank 70 Milliarden in die Märkte pumpen: Damit sollen Unternehmen im Lehrlinge ausbilden. Der Gedanke dahinter: Wenn die Jugendlichen einmal irgendwo gearbeitet haben, müssen danach die nationalen Sozialsysteme für sie bezahlen. Damit könnte eine Verteilung der Lasten auf ganz Europa erzwungen werden. Es ist das nächste Kapitel einer absurden, über Schulden finanzierten Planwirtschaft. 70 Milliarden Euro an Krediten sollen über die Europäische Investitionsbank (EIB) in die Unternehmen Südeuropas fließen. Der deutsche Steuerzahler wird durch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble über die staatliche Förderbank KfW beteiligt (hier). Im Zusammenspiel mit der Neudefinition von Schulden als Investitionen (hier) will die EU Geld in die Realwirtschaft pumpen, um die erstarrte Wirtschaft in der Eurozone zu beleben. Der Grund: Die EU hat panische Angst, dass ihr wegen der steigenden Arbeitslosigkeit die Staaten davonlaufen. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat das Problem der Jugendarbeitslosigkeit daher – mit etwa einjähriger Verspätung – als wichtig erkannt (siehe hier eine Analyse zur verlorenen Generation in Europa). In einem Brief an die Welt erklärte Van Rompuy nun, dass die EU das Thema beim nächsten Gipfel behandeln werde. Ziel sei es, allen europäischen Jugendlichen einen Arbeitsplatz oder zumindest einen Ausbildungsplatz zu garantieren. Die Unternehmen sollen verpflichtet werden, Jugendliche aufzunehmen und auszubilden. Die hektische Betriebsamkeit illustriert: Die EU versucht, gegen die zentrifugalen Kräfte in der Zone anzukämpfen, indem sie noch mehr Zentralismus für Europa verordnen will. Die EU fürchtet soziale Unruhen (hier), Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gar eine Revolution (hier). Das Konzept wird die Probleme nicht lösen. Es mag sich eine kurzfristige Beruhigung einstellen, nachhaltig ist es keinesfalls: Es ist nämlich nicht Aufgabe einer bürokratischen Zentral-Organisation, die Leute über Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen (ABM) ruhigzustellen. Die Leute sollten in den richtigen Fächern ausgebildet werden – nämlich in solchen, die nachgefragt werden. Wenn man sich heute ansieht, welche EU-Europäer sich in Deutschland bewerben, gibt es zwei Gattungen: Die Facharbeiter und Leute im Dienstleistungs-Sektor – die finden immer einen Job, da braucht es keine Kredite. Die andere Gruppe sind Akademiker aus den Bereichen Kultur-, Sozial- und Politikwissenschaften. Viele dieser jungen Leute sind sehr nett – aber für Arbeiten, bei denen am Ende ein konkretes Produkt hergestellt werden muss, meist nicht geeignet. Wenn die EU Kredite an Unternehmen vergibt – ob in Deutschland oder in Südeuropa – damit sie Leute vorübergehend beschäftigen, dann wird das Problem nur aufgeschoben: Über kurz oder lang verlieren die Leute ihren Job wieder. Denn wenn ein Unternehmen richtig rechnet, darf es sich nur Leute leisten, die hervorragende Arbeit machen. Wenn es eng wird, werden als erste jene abgebaut, die man nur geholt hat, weil man den billigen Kredit aus Brüssel „mitnehmen“ wollte. Dann fallen die Leute jedoch aus dem Arbeitsmarkt und werden Dauerkunden in den Arbeitslosen- und Sozialsystemen. Hier scheint die EU indes einen Plan zu verfolgen: Mehrfach hat Brüssel bereits gefordert, dass die Sozialleistungen europaweit zu harmonisieren sind und für alle EU-Europäer überall in Europa gelten müssen (hier). Der Plan gehört auch zum Masterplan der Bankenunion (hier). Wirtschaftlich nachhaltige Arbeitsplätze kann der Staat jedoch nicht schaffen. Er kann Beamte beschäftigen, die hoheitliche Aufgaben wahrnehmen. Der Staat ist, wie Ludwig von Mises gezeigt hat, niemals gewinnorientiert – und sollte es auch nicht sein. Daher muss sich der Staat auf jene Aufgaben zurückziehen, wo er nicht das ganze Wirtschafts-System zerstört – indem er als „großer Bruder“ in alle Bereiche hineinregiert, die sich in einem nicht manipulierten Markt selbst regeln würden. Die Idee, nun auch die Unternehmen mit Krediten zu überschwemmen, hat ihre Ursache in der Unfähigkeit und im Unwillen der Staaten, ihre Schulden abzubauen und zu sparen. Wenn man nur die prominentesten deutschen Desaster nimmt – Flughafen Berlin, Elbphilharmonie, Stuttgart 21, Drohnen, Flughafen Kassel – dann kann man sich ausrechnen, welches Sparpotenzial gegeben ist. Dasselbe gilt für die EU, und es gilt für alle Kommunen. Würden alle staatlichen Ebenen wirklich sorgsam mit den Steuergeldern umgehen, dann bräuchten sich die Staaten nicht wie die wild gewordene Hyänen auf den letzten Steuer-Cent zu stürzen, den sie derzeit mit allen Mitteln einzutreiben suchen. Die Staaten könnten sich dann auf ihre ordnungspolitischen Funktionen zurückziehen. Stattdessen wird aus der Not eine Ideologie geboren: Die EU – und mit ihr alle europäischen Schuldenstaaten, inklusive Deutschland – spielt sich als Robin Hood auf, um ihre Drogenabhängigkeit Schulden-Sucht zu verschleiern. Mit schuldenfinanzierter Planwirtschaft kann kein Staat gemacht werden. Erst kann nicht kann ein Staat mit solchen Methoden gerettet werden. Auch die EU nicht. Eine mit Schulden finanzierte Planwirtschaft führt zwangsläufig in den Crash. Neue Kreditlinien ohne Notwendigkeit bei den Unternehmen sind Öl ins Feuer der Schuldenkrise. Mit den neuesten Vorschlägen werden auch jene Unternehmen mutwillig in die Schuldenfalle getrieben, die sich bisher bewusst mit Krediten zurückgehalten haben. Die Unternehmen brauchen keine Kredite für Mitarbeiter, die sie nicht brauchen. Die Unternehmen brauchen funktionierende Märkte ohne Manipulationen und ohne eine bürokratische Zentralwirtschaft – die so viel Steuern verschlingt, dass sich die Leute immer weniger von ihren Löhnen und Gehältern kaufen können. Eine nachhaltige Lösung wäre nämlich ganz einfach. Die Staaten sollen ihre völlig aus dem Ruder gelaufenen öffentlichen Haushalte in Ordnung bringen, damit sie den Unternehmen und Bürgern nicht immer mehr Steuer auspressen müssen. [url]http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/31/eu-will-mit-neuen-schulden-arbeit-fuer-alle-schaffen/[/url]

Link to comment
Share on other sites

  • Mitglied
Perlentaucher

AW: EU will mit neuen Schulden Arbeit für alle schaffen De facto läuft schon eine gigantische Enteignungswelle, und zwar betrifft es die Sparer. Mit künstlichen Dauerzinsen unterhalb der Inflationsrate werden diese allmählich enteignet. Die Leute sparen jetzt auch nichts mehr, was man am steigenden Konsum merkt. Jungen Leuten eine Ausbildung zu geben halte ich schon für eine gute Lösung, auch wenn es auf Pump geschieht. Sie müssten dann aber in der Lage sein, diese Kredite durch ihre Steuern wieder zu tilgen. Das Problem an den Krisenstaaten ist, dass sie nicht willens oder in der Lage sind, die notwendigen Strukturreformen durchzuführen. Am meisten Sorgen bereitet Frankreich. Hier geschieht gar nichts. Das Land beschäftigt im Verhältnis gesehen doppelt so viele Staatsdiener wie Deutschland. Die wollen alle bezahlt werden und produzieren nur sehr wenig. Hollande machte im Wahlkampf Versprechungen, die er nicht halten kann.

Link to comment
Share on other sites

Guest aBuleius

AW: EU will mit neuen Schulden Arbeit für alle schaffen [QUOTE=Perlentaucher;1924096]De facto läuft schon eine gigantische Enteignungswelle, und zwar betrifft es die Sparer. Mit künstlichen Dauerzinsen unterhalb der Inflationsrate werden diese allmählich enteignet.[B] Die Leute sparen jetzt auch nichts mehr, was man am steigenden Konsum merkt. [/B] [/QUOTE] Ich glaube nicht, dass der normale Bürger nicht spart, weil sein Kapital nicht mehr ordentlich verzinst wird.... [QUOTE]Jungen Leuten eine Ausbildung zu geben halte ich schon für eine gute Lösung, auch wenn es auf Pump geschieht. Sie müssten dann aber in der Lage sein, diese Kredite durch ihre Steuern wieder zu tilgen. [/QUOTE] Läuft die Wirtschaft schlecht, muss man Schulden mchen, um der Konjunktur Impulse zu geben. Läuft die Wirtschaft schlecht, müssen Geschenke verteilt und in die Zukunft investiert werden, damit das Land den Anschluss nicht verliert. Egal welche Situation vorherrscht, man muss irgendwie immer Schulden machen. Ein sehr gutes Beispiel sind die Japaner, die einen Schuldenstand von über 200% ihres BIP´s haben. Überall scheint man die Kunst des Gelddruckens zu verstehen. In den Naturwissenschaften würden man ein derartiges Phänomen als Perpetuum Mobile bezeichnen und den Anwender dieser Praxis in eine Anstalt einweisen.

Edited by aBuleius
Link to comment
Share on other sites

  • Mitglied
Perlentaucher

AW: EU will mit neuen Schulden Arbeit für alle schaffen [QUOTE=aBuleius;1924150]Ich glaube nicht, dass der normale Bürger nicht spart, weil sein Kapital nicht mehr ordentlich verzinst wird.... Läuft die Wirtschaft schlecht, muss man Schulden mchen, um der Konjunktur Impulse zu geben. Läuft die Wirtschaft schlecht, müssen Geschenke verteilt und in die Zukunft investiert werden, damit das Land den Anschluss nicht verliert. Egal welche Situation vorherrscht, man muss irgendwie immer Schulden machen. Ein sehr gutes Beispiel sind die Japaner, die einen Schuldenstand von über 200% ihres BIP´s haben. Überall scheint man die Kunst des Gelddruckens zu verstehen. In den Naturwissenschaften würden man ein derartiges Phänomen als Perpetuum Mobile bezeichnen und den Anwender dieser Praxis in eine Anstalt einweisen.[/QUOTE] Und wie wir alle wissen funktioniert ein Perpetuum mobile nicht. Staaten haben schon immer Schulden gemacht und nie zurückgezahlt. Das wird kaschiert durch Inflation und schleichende Enteignung und durch den Produktivitätszuwachs zusammen mit Lohnerhöhungen. Aber so geht es nicht in alle Ewigkeit weiter!.

Link to comment
Share on other sites

Guest aBuleius

AW: EU will mit neuen Schulden Arbeit für alle schaffen [QUOTE=Perlentaucher;1928666]Und wie wir alle wissen funktioniert ein Perpetuum mobile nicht. Staaten haben schon immer Schulden gemacht und nie zurückgezahlt. Das wird kaschiert durch Inflation und schleichende Enteignung und durch den Produktivitätszuwachs zusammen mit Lohnerhöhungen. Aber so geht es nicht in alle Ewigkeit weiter!.[/QUOTE] Exakt, denn auch die Produktivität hat ihre Grenzen denn es gilt: Unendliches Wachstum auf einem endlichen Planet ist einfach nicht möglich und so schließt sich der Kreis Im Übrigen ist das in der Natur beobachtbar: Sobald eine Art die Oberhand gewinnt, gibt es auf Dauer nicht ausreichend Nahrung für die immer weiter anwachsende Population. Irgendwann fallen sie übereinander her oder fallen dem Hunger zum Opfer. Der natürliche Kreislauf des Lebens..

Link to comment
Share on other sites

  • Mitglied
Perlentaucher

AW: EU will mit neuen Schulden Arbeit für alle schaffen [QUOTE=aBuleius;1929086]Exakt, denn auch die Produktivität hat ihre Grenzen denn es gilt: Unendliches Wachstum auf einem endlichen Planet ist einfach nicht möglich und so schließt sich der Kreis Im Übrigen ist das in der Natur beobachtbar: Sobald eine Art die Oberhand gewinnt, gibt es auf Dauer nicht ausreichend Nahrung für die immer weiter anwachsende Population. Irgendwann fallen sie übereinander her oder fallen dem Hunger zum Opfer. Der natürliche Kreislauf des Lebens..[/QUOTE] Stimmt! In der Natur gibt es Regelkreisläufe und Rückkopplungen, die das System wieder zurückschwingen lassen. Wenn sich die Räuber (Wölfe) zu sehr vermehren, dann gibt es immer weniger Beute (Schafe). Dann verhungern die Räuber und die Schafe werden immer mehr. Dann gibt es wieder mehr Räuber, die Schafe machen sich auch Konkurrenz, weil sie sich gegenseitig das Gras wegfressen, zum Glück sind dann die Räuber da, die den Schafbestand dezimieren, und so geht das immer weiter fort.

Link to comment
Share on other sites

  • 1 month later...
  • Mitglied

AW: EU will mit neuen Schulden Arbeit für alle schaffen Hallo alle zusammen! Sehr interessantes Thema diskutiert ihr hier. Ich mag solche Sachen lesen und nachdem ich den ganzen Thread durchgelesen habe und auch [URL="https://www.advoneo-schuldnerberatung.de/ADVOneo-Schuldnerberatung-Formen-der-Schuldnerberatung-130,18854.html"]hier [/URL]mich über die Schulden und Schuldnerberatung mehr informiert habe, würde ich sagen, dass ich zu der Meinung von aBuleius zustimme, dass man immer irgendwie Schulden machen muss. Trotz die Inflation diese Schulden vermindern kann, ist es nicht so wünschenswert man Schulden zu machen, da je mehr Schulden man (oder ein Staat) hat, desto abhängiger ist man von dem Ausgeber :/

Link to comment
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.



  • Who's Online (See full list)

    • Beatnuts
    • lamaroccaine99
    • nafriyaaa
    • Mademoiselle0
    • Faithfull
    • aymin
×
×
  • Create New...

Important Information

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Privacy Policy