Warum Podolski Hilal unterstützt
23. Okt, 2010 von admin in Allgemein
Der FC-Profi Lukas Podolski engagiert sich für Hilal Maroc Bergheim. Der von ihm mitfinanzierte neue Kunstrasenplatz des Landesligisten soll nun auch nach dem deutschen Nationalspieler benannt werden.
Bergheim - Zu den charmantesten Plätzen des Kölner Umlandes zählte der Sportpark Bergheim bislang sicher nicht. Die Gebäude des Kabinentrakts sind in die Jahre gekommen, die Fenster vergittert und die Mauern schon lange nicht gestrichen worden. Schlichte Steinstufen dienen als Tribüne und hinter den Bäumen am Rande des Fußballplatzes wummert die Bundesautobahn A 61.
Lukas Podolski verbindet dennoch mit dieser Sportanlage viel Gutes. Hier ist er als Nachwuchsspieler für Jugend 07 Bergheim aufgelaufen und auf dem benachbarten Tartanfußballplatz hat er einen beträchtlichen Teil seiner Freizeit verbracht. Nach seiner Rückkehr aus München zum 1. FC Köln ist Podolski diesem Stück Vergangenheit wieder einen großen Schritt näher gekommen. Und das nicht nur in geographischer Hinsicht. Natürlich haben die Kumpels von einst den „Gummiplatz“, wie Podolski den Bolzplatz nennt, inzwischen längst der nächsten Generation überlassen, doch einige Freunde sind geblieben und die spielen nun auf dem Rasenplatz des Sportparks für Hilal Maroc Bergheim.
Vor allem wegen ihnen und, um den Jugendlichen der Umgebung eine Perspektive zu eröffnen, hat sich Podolski entschlossen, mehr zu sein, als ein bloßer Beobachter der Landesligaspiele der Bergheimer Elf. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt initiierte der Profifußballer des 1. FC Köln den Bau eines Kunstrasenplatzes, der noch vor dem Einbruch des Winters fertiggestellt sein dürfte. Ein Engagement, das ihn rund 160 000 Euro kostet. Die alten Kabinen des Sportparks brachte er mit ausrangiertem Mobiliar des Kölner Erstligisten auf Vordermann. Wenn es nötig ist, besorgt er den Spielern Fußballschuhe und Sportbekleidung.
Doch die Mannschaft zahlt zurück. Mit dem Versprechen, Leidenschaft und Einsatz zu zeigen und einer wöchentlichen Dosis Normalität und Identität.
Neben dem Bergheimer Team mit den marokkanischen Wurzeln teilen sich noch weitere Vereine die Platzanlage. „Mir geht es um die Jugend“, betont der 25-Jährige immer wieder. Grund genug, darüber nachzudenken, ob auf lange Sicht nicht eine Fusion oder eine intensivere Kooperation der Klubs Sinn machen würde. „Das wäre dann ein Verein, mit einem großen Gelände. Damit können sich die Leute aus der Stadt identifizieren“, sagt Podolski, der nur einen Steinwurf entfernt vom Bergheimer Sportpark in einem Wohnblock, groß geworden ist. Die Grundlagen für die Veränderung hat der 83-fache Nationalspieler bereits mitgestaltet.
Mit der Wahl des neuen Vorstands vor rund vier Wochen hat sein ehemaliger Jugendtrainer aus FC-Zeiten, Willi Breuer, den Posten des Geschäftsführers bei den Bergheimern ehrenamtlich übernommen. Breuer, der seit vergangenem Jahr wieder beim FC tätig ist und in Bergheim wohnt, hat zuvor das Nachwuchsleistungszentrum von Alemannia Aachen geleitet und soll dabei helfen, neue Strukturen zu schaffen. „Wenn man etwas erreichen will, dann braucht man Leute, die sich in diesen Bereichen auskennen. Es ist wichtig, dass der Verein mit dem neuen Vorstand und Willi Breuer erfahrene Leute hat, die mit viel Einsatz und Kompetenz neue Strukturen schaffen und den Verein nach vorne bringen.“
Die erste Mannschaft, das Aushängeschild, verpasste in der abgelaufenen Spielzeit nur knapp den Aufstieg in die Mittelrheinliga. Mittlerweile befindet sich das Team im Umbruch, hochkarätige Spieler wie der vom NRW-Ligisten Fortuna Köln verpflichtete Cengiz Can haben die Mannschaft verstärkt und sollen dazu beitragen, dass es weiter nach oben geht.
Mit Konrad Czarnetzki steht zudem schon seit zwei Spielzeiten ein engagierter Trainer an der Seitenlinie, der aus einer Bezirksliga-Mannschaft einen Aspiranten für die Mittelrheinliga gemacht hat. „Er ist ein Glücksfall für den Verein und für die ganze Region“, erklärt der FC-Profi und versichert, dass er sich in dessen Geschicke nicht einmischen will, schließlich sei er nur ein Freund des Vereins. Allerdings plädiert er dafür, nicht mit aller Gewalt den Erfolg zu suchen. Dass der marokkanische Klub Gefahr laufen könnte, seinen Charakter zu verlieren, sieht Podolski nicht. Für ihn war der Sportpark immer ein multikulturell geprägter Ort und Hilal ein Team, in dem Fußballer aus vielen Nationen eine Heimat finden. Podolski, selbst aus Polen immigriert, spricht aus eigener Erfahrung. „Das war für mich auch schwierig. Ich hatte das Glück, gleich gegenüber des Sportplatzes zu wohnen. So lernt man andere Kinder kennen und lernt die Sprache. Hilal nur auf Marok kaner zu reduzieren ist nicht richtig. Da ist immer was in Bewegung. Das ist Integration.“
Und so hebt er genau wie Czarnetzki die Verdienste altgedienter Spieler hervor: „Ein Mohamed Jaajoui beispielsweise hat einfach alles für den Verein getan. Es ist toll, mit welcher Einstellung und mit welchem Einsatz Mohamed immer für die Mannschaft gearbeitet hat. Für ihn stehen die Türen hier natürlich immer offen.“
Mehr als der Beobachter will der Nationalspieler auch in Zukunft nicht sein. Selbst ein Amt im Verein zu übernehmen, käme nicht in Frage. „Ich konzentriere mich voll auf den FC und die Nationalmannschaft. Mein Beruf ist Fußballer, Hilal mein Hobby“, stellt er klar. Einer Anfrage kann sich Podolski jedoch nicht entziehen: Die neue Sportanlage in Bergheim wird nach der Fertigstellung nicht nur deutlich charmanter aussehen als jetzt, sie wird auch seinen Namen tragen. „Das ist eine große Wertschätzung mir gegenüber. Ich habe eine enge Beziehung zur Region. Wer kann da schon Nein sagen.“
Quelle: ksta.de
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17 Kommentare
ALMuslim
23. Okt, 2010
Super Poldi
Lucky_Star
23. Okt, 2010
Poldi 4 President!!!!!!
maroc_Nour3alaNour
23. Okt, 2010
Sehr schön podolski
zin_bladi_123
23. Okt, 2010
yeeaahh poldii you are the best
najatislam
23. Okt, 2010
Poldiii gibt Hoffnung
Alyka
23. Okt, 2010
POLSCAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
missm23
23. Okt, 2010
yaaaa bergheimer / kerpener sind halt die besten
lalla_schiki_micki_fatima
23. Okt, 2010
find ich jutttt suppiii poldi
nadorblut
24. Okt, 2010
der mann von poldis schwester ist ein türke und der spielt beim hilal bergheim deshalb macht er für die viel und macht alles neu wie jetzt zu lesen kunstrasen
Sanny2010
24. Okt, 2010
…. das ändert nichts daran das ich diesen “Poldi” nicht mag!
jabrymomo
24. Okt, 2010
Es ist nicht entscheidend, ob man ihn magt oder nicht. Entscheidend ist hingegen, dass er dem Verein zurückzahlt, was er bekommen hat. Er wurde von dem Verein aufgenommen, trainiert oder gar gar vom schlimmeren geschont. Mehr noch, der Verein half ihm dabei, ein Beruf zu ergreifen, was finnanziell und gesellschftlich gesehen kaum noch zu toppen ist. Der wichtigste Punkt ist hierfür, dass dies alles nur durch das Engagement marokkanischer Bürger entstanden ist. Positiv, vorbildlich und Ehrenhaft, was viele Menschen in dieser Richtung erreicht haben. Bei Moscheebauvorhaben, Kulturelle Veranstanltungen und Sportvereine konnte gezeigt werden, dass doch diese Gemeinde der marokkanischen Bürger durchaus lebt und belebt. Was kann der Sinn des Lebens noch Sein, als die Welt und sich ein Stückchen besser machen. Nichts. Die Einkaufsmailen hoch,- und runterlaufen, die Straßen um den Block unsicher machen, msn&co bis die Sonne scheint..Allles ist Müll. Daher ist hier ein Plädoyer für mehr bürgerliches Engagement. Ein zusammenhalt dieser marokkanischen Communitie, die sich zu zerstreuen droht. Es schmerzt um so mehr zu hören, dass viele Marokkaner viele Orte vermeiden, weil angeblich dort viele Marokkaner anwesend seien. Es sei noch Einmal daran errinert, dass das Judentum nur dann uberleben konnte, als die Anhänger dieser Religion zusammenhielten. 4000 Jahre der Zerstreuung und Verfolgung konnte dieser kleine Gemeinde somit Nichts anhaben. Noch Einmal ein Appel an mehr Engagement und Zusammenhalt.
vindiesel
24. Okt, 2010
mach weiter so poldi:-))))))))9
DaymChikiDaymNah
25. Okt, 2010
*daumen hoch*
Sinn_und_Sinnlichkeit
25. Okt, 2010
Daumen runter, so können Steuerzahlungen mal schön umgangen werden!!!…denn wer den Haufen kennt, weiss das er für die Pampers seines eigenen Kindes zu geizig ist!
Aschibsan
26. Okt, 2010
jabrymomo
was du da schreibst ist einfach nur müll
podolski hat noch nie bei hilal-maroc gespielt sondern bei bergheim 07 das sind zwei verschiedne vereine also wenn man keine anung hat einfach mal klappe halten
er hilf hilal einfach nur weil er da viele freunde hat und weil die marocs ihm in denn arschkriechen man als ich das gesehen habe kam mir die kotze hoch.
_Jodeci_
26. Okt, 2010
ja normal ist doch alles wilddd
DJ_Benyounes1
10. Mai, 2011
Poldi ist weg und hat Spieler mitgenommen nach Bergheim 2000.
Keiner hat Archgekrochen, es lief auch ohne ihn gut.
Der Verein ist sehr jung, aber erfolgreich für seine Verhältnisse.
Die besten Zuschauer auf jeden Fall.
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