Hungersnot am Horn von Afrika
26. Jul, 2011 von admin in Allgemein
Von der gegenwärtigen Dürre am Horn von Afrika sind bereits über zehn Millionen Menschen betroffen, vor allem in Somalia, Kenia und Äthiopien. Zwei besonders schwerwiegende Faktoren kommen hierbei zusammen: Die über längere Zeit viel zu geringen Regenfälle und die stark gestiegenen Lebensmittelpreise in der Region.
ie aktuelle Dürre ist die schlimmste in der Region seit 60 Jahren. Viele Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren. Insbesondere aus Somalia fliehen Menschen vor der Dürre in das Nachbarland Kenia. An der kenianisch-somalischen Grenze befindet sich das größte Flüchtlingslager der Welt mit mehr als 380.000 Einwohnern. Auch in der somalischen Hauptstadt Mogadischu und anderen Regionen steigt die Zahl der Flüchtlinge an. Insbesondere bei Kindern ist ein dramatischer Anstieg von Unterernährung und Durchfall zu beobachten, was unter den gegebenen Bedingungen lebensbedrohlich ist.
Inzwischen hat die UN für Teile Somalias offiziell eine Hungersnot ausgerufen. Von einer Hungersnot spricht man laut UNICEF dann, wenn mehr als 30 Prozent der Menschen an akuter Mangelernährung leiden oder jeden Tag mehr als zwei pro 10.000 Menschen bzw. vier von 10.000 Kindern in einem Gebiet sterben.
In bestimmten Regionen sterben derzeit sechs von 10.000 Kindern am Tag. Die Hungersnot wird sich nach Einschätzung von UNICEF bald auf die übrigen Landesteile Somalias ausweiten, wenn nicht rasch massive Hilfe kommt.
Hilfsmaßnahmen von Islamic Relief
Islamic Relief hilft in Kenia, Somalia und Äthiopien. In drei Distrikten der somalischen Region Puntland wurde ein Nothilfeprojekt gestartet, bei dem über einen Zeitraum von einem Monat tägliche Rationen von sieben Liter Wasser an 35.406 Menschen verteilt und grundlegende medizinische Versorgung für 1.322 Frauen und Kinder geleistet wird. Darüber hinaus stellt Islamic Relief eine medizinische Versorgung für rund 50.000 Binnenflüchtlinge in der somalischen Region Mudug zur Verfügung. Rund 60 Tonnen Fleischkonserven im Wert von mehr als 250.000 Euro und Lebensmittelpakete im Wert von 71.000 Euro werden in Puntland und Somaliland verteilt. Im Afgooye-Korridor in Süd-Zentralsomalia leistet Islamic Relief medizinische Versorgung für 60.000 Menschen und verteilt gleichzeitig Wasser. Islamic Relief ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die derzeit überhaupt in Süd-Zentralsomalia arbeiten können, da sie über gute lokale Kontakte verfügt und Vertrauen genießt.
In Kenia hilft Islamic Relief derzeit in den Regionen Mandera und Wajir mit Lebensmitteln, Wasser und Hygiene-Sets. In Äthiopien treffen aktuell täglich etwa 1.700 Flüchtlinge aus Somalia ein. Auch hier bereitet Islamic Relief Hilfsmaßnahmen vor. Im Moment plant Islamic Relief die Ausweitung seiner Hilfsmaßnahmen in allen drei Ländern, und zwar zunächst für die kommenden drei Monate. Auch darüber hinaus sind weitere Hilfsmaßnahmen geplant.
Bei der Hilfe für Ostafrika schließt sich Islamic Relief der gemeinsamen Hilfe von ADH an.
Bitte helfen Sie den akut an Hunger und Durst leidenden Menschen in Ostafrika!
Quelle: http://islamicrelief.de
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8 Kommentare
MaroocLady
26. Jul, 2011
Hallo , ich bin eine angehende Krankenschwester und möchte den betroffenen nicht nur mit Spenden helfen sondern auch vorort mit ärtzlicher Versorgung. Kann mir vielleicht Jemand sagen wie man mit einer Hilfsorganisation nach Kenia, Somalia fliegen kann um professionelle Hilfe zu leisten?
melha
26. Jul, 2011
asalamu 3alaikum
@MarocLady
Schwester, wenn du Examiniert bist, kannst du dich an Ärzte ohne Grenzen melden bzw. anfragen, Es ist nicht so einfach Schwester, wie du denkst. Denn du musst auch von der Organisation mit der du hin Fliegst, abgesichert werden. Du musst dich an Ärzte ohne Grenzen wenden, ob sie das machen können/wollen, oder andere Organisationen. Nur musst du viel Erfahrung mit bringen, da du oft auf dich selbst gestellt bist, in solchen Humanitäre-Lagen.
wa salam
Aberschan
26. Jul, 2011
Und was machen unsere Arabischen Saudis? Schauen sich das vom weiten an, fressen sich den Bauch voll und stochern anschließend mit einem Zahnstocher in den Zahnlücken rum……schade schade
SomaliaHilfe
30. Jul, 2011
Salam Alaikum Schwester @MaroocLady Bewundernswerter Kommentar.
Als Krankenschwester kannst Du womöglich in unserer Klinik in Mogadischu gerne mithelfen.
Das Mogadishu Voluntary Hospital wird von uns,
aus Spenden betrieben.
Wende dich bitte an Herrn Abdi
Förderverein Helft Somalia e.V.
D-72076 Tübingen
http://www.somaliahilfe.com
khaled-nrw
04. Aug, 2011
liebe brüder und schwester,
wir können dieses leid nicht einfach so weiter mit ansehen.
jeder von uns sollte helfen.
daher appeliere ich an alle muslimen bitte hilft unseren brüdern und schwestern.
Zouhair-Casawi
06. Aug, 2011
salam,
http://www.tagesschau.de/spendenkonten/spendensomalia100.html
oder:
Islamic Relief Sparkasse
Köln Bonn
Konto: 12 20 20 99
BLZ: 370 501 98
Azrael
06. Aug, 2011
Salam
Es wurden Mehr als 10 Länder durch Gaddafi finanziert bis zum Ausbruch der Invasion in Libyen durch (Al3ahera).
Die Idee von der “Afrikanischen Union”
Von Gaddafi selbst stammt die Idee für eine “Afrikanische Union”: eine Organisation der afrikanischen Staaten mit dem Ziel, stärker zusammenzuarbeiten. 2002 wurde sie Wirklichkeit. Auch deshalb, weil (((( Gaddafi die Mitgliedsbeiträge der ärmsten Staaten Afrikas aus eigener Kasse zahlte))). Überhaupt finanzierte er in Afrika so ziemlich alles: Banken, Entwicklungsprojekte, Straßen, Hotels, Moscheen. Wohl auch deswegen geben die meisten afrikanischen Präsidenten nur lasche Statements zur Lage in Libyen, wie Armando Guebuza, Präsident von Mosambik: “Wir sind besorgt, die meisten afrikanischen Länder sind das. Was dort passiert, ist eine Situation, in der es an Dialog anscheinend fehlt.”
http://politikprofiler.blogspot.com/2011/07/hungersnot-gaddafi-fehlt-afrika.html
„Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann“
AL_WATANI
10. Aug, 2011
@Azrael, auch unbewaffnet bist immer noch gefährlich.
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