Islamische Geschichte und Geschichten
» as Sahaba (r.a.)
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ABU DHAR AL-GHIFAARIY
Der Führer der Gegenseite und der Feind des Wohlstandes Stillvergnügt und fröhlich begab er sich Richtung Makkah. In der Tat, die beschwerliche Reise und der harte, brennende Wüstensand bereiteten ihm Schmerzen. Jedoch, das Ziel vor Augen, ließ ihn seine Qualen vergessen und erfüllten seine Seele mit Glück und Begeisterung. Er erreichte Makkah verkleidet wie einer der gekommen war um die großen Götzenfiguren zu umrunden beim geheiligten Haus, der Ka´bah, oder wie ein Passant der sich verirrt hatte und weitgereist war um Versorgung und Obdach zu suchen. Wenn die Bewohner von Makkah gewußt hätten das er gekommen war um Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu suchen um ihm zuzuhören, dann hätten sie ihn sicherlich in Stücke geschlagen. Nicht das er sich davor gefürchtet hätte, aber vorher wollte er noch diesen Menschen treffen, wegen dem er die brennend heiße Wüste durchquert hatte, und für den er bereit war sein Leben zu riskieren, denn er glaubte an ihn und war überzeugt von seiner Ehrlichkeit und der Wahrheit seiner Botschaft. Er hörte sich um und sammelte heimlich Information und wenn er irgendwo jemanden über Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sprechen hörte, begab er sich vorsichtig dorthin, bis er schließlich in der Lage war alle Fragmente zusammen zu tragen die er hier und dort vernahm. Schlußendlich erreichte er den Platz wo er Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sehen konnte. Eines Morgens ging er dorthin und fand den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) alleine dort sitzen. Er ging zu ihm und sagte, " Oh mein arabischer Bruder, guten Morgen. " Daraufhin antwortete der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), " und der Friede sei mit dir, mein Bruder ". Abu Dhar erwiederte darauf, ´´ Sing mir etwas von dem du immer sprichst.´´ Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) antwortete, " Es ist kein Gedicht das man singt, sondern der Heilige Qu´ran." Abu Dhar sagte, " Dann rezitiere für mich." Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) fing für ihn an zu rezitieren und Abu Dhar hörte zu. Kurz darauf rief er," Ich bezeuge das es keinen Gott gibt außer Allah, und das Muhammad Sein Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und Gesandter ist. " Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) fragte ihn daraufhin, " Woher kommst du mein Bruder ? " Abu Dhar antwortete, " Aus Ghifaar. " Ein breites Lächeln huschte über die Lippen des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und sein Gesicht erfüllte sich mit Erstaunen. Abu Dhar lächelte ebenfalls, den er wußte ganz genau was der Grund des Erstaunens beim Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) war, denn der Mann der vor ihm soeben den Islam angenommen hatte kam aus Ghifaar. Ghifaar war ein Stamm der berüchtigt war für Wegelagerei und Raubüberfälle. Diese Leute waren bekannte Diebe und Verbündete der Nacht und Dunkelheit. Wehe dem, der ihnen des Nachts in die Hände fiel. War es möglich das einer von ihnen den Islam annehmen würde, obwohl es noch eine neue geheime Religion war ? Abu Dhar selbst erzählte. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) hob erstaunt seine Augenbrauen, ob des Rufes von Ghifaar. Dann sagte er: " Allah leitet denjenigen den Er will ". Und in der Tat, Allah leitet wen Er will. Abu Dhar war einer derjenigen den Allah rechtleiten wollte und für den Er das Beste wollte. Sein Verständnis war immer auf die Wahrheit gerichtet. Es ist überliefert das er schon Allah angebetet hatte während der vorislamischen Zeit, das heißt er rebellierte gegen die Anbetung von Götzen und richtete sich schon damals an den einen großen Schöpfer. Darum war es kaum verwunderlich, das er sobald er von dem Erscheinen eines Propheten hörte, der die Götzenanbetung zurückwies und zur Anbetung an Allah den erhaben, den Sieger aufrief, sich aufmachte um diesen neuen Propheten von Allah ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu treffen. Er nahm den Islam sofort und ohne zu zögern an, und war unter den ersten fünf oder sechs Konvertiten. Das heißt er konvertierte während der ersten paar Tage, wenn nicht Stunden zum Islam, also sehr früh in der Tat.Zu der Zeit predigte der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) noch im Geheimen zu seinen ersten Gefährten. Abu Dhar konnte nichts anderes tun als seinen Glauben im Herzen zu tragen, Makkah heimlich zu verlassen und zu seinen Leuten zurückzukehren. Jedoch, Abu Dhar – sein richtiger Name war Jundub Ibn Janaadah – hatte ein rastloses und aufrührerisches Temperament. Er wurde geschaffen um gegen jegliche Unwahrheit und Falschheit zu rebellieren. Jetzt sah er die Falschheit mit eigenen Augen, leblose Steine aufgehäuft aufeinander. Der Ursprung ihrer Anbetung war lange vor ihrer Existenz. Gedanken und Köpfe verbeugten sich vor ihnen und die Menschen riefen zu ihnen: " Zu Diensten, zu Diensten !" Er hatte gesehen das der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den Islam noch im Geheimen zu predigen bevorzugte, aber er wünschte sich das der Glaube durch einen lauten öffentlicher Ruf, durch die ehrenwehrten Gefährten vor seiner Abreise erfolgen würde. Direkt nach seiner Annahme des Islams wollte er vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wissen: " Oh Gesandter Allahs, was wünscht Du das ich tun soll " Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) erwiederte: " Geh zurück zu deinen Leuten und warte auf meine Anweisungen ". Abu Dhar meinte daraufhin: " Im Namen des Einen, in dessen Händen meine Seele ruht, Ich gehe erst zurück nachdem ich hier in dieser Moschee den Islam laut und öffentlich verkündet habe !" Habe ich euch nicht gesagt, das sein Temperament rastlos und aufrührerisches war ? Im selben Augenblick als Abu Dhar diese neue wunderbare Welt entdeckte, repräsentiert durch den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) an den er glaubte und mit dem er nun bekannt war und durch dessen Aufruf, war es da möglich das er stillschweigend zu seinem Stamm zurückkehrte ? Das ging über seine Fähigkeiten. Hierauf begab er sich zum geheiligten Haus und rief so laut er konnte. " Ich bezeuge das es keinen Gott gibt außer Allah, und das Muhammad sein Gesandter ist. " Soweit wir wissen, war dies die erste öffentliche Äußerung die den Islam verkündete und die Arroganz der Quraish herausforderte als sie sie vernahmen. Noch dazu wurde sie ausgerufen durch einen Fremden, der keinerlei Bekannte, kein Ansehen und keinen Schutz in Makkah genoss. Er handelte aus eigenem couragiertem Ermessen, denn er wußte was ihn erwarten würde. Er wurde von den Götzendienern umringt und niedergeschlagen. Diese Nachrichten erreichten Al Abbas, den Onkel des Propheten. Er rannte schnell herbei und konnte Abu Dhar durch einen klugen Schachzug aus seiner Not retten. Deshalb sagte er ihnen: " Oh ihr Quraish ! Ihr seid Händler und euer Handelsweg geht durch das Gebiet der Ghifaar und diese Mann ist einer ihrer Stammesangehörigen. Nehmt euch in Acht, er könnte sein Volk gegen euch aufhetzen, und sie provozieren das sie eure Karawanen ausrauben das nächste mal ". Die Quraish kamen wieder zu Sinnen und ließen von ihm ab. Nachdem er die Süße des Geschlagenwerdens für die Sache von Allah gespürt hatte, wollte Abu Dhar Makkah nicht verlassen ohne mehr zu versuchen. Gleich am nächsten Tag, oder womöglich gar noch am selben Tag, begegnete Abu Dhar zwei Frauen die die beiden Götzen Usaaf und Naa´lah umrundeten und anbeteten. Er stand vor ihnen und beleidigte aufs gröbste ihre Götzen. Die Frauen schrien laut auf und die Leute beeilten sich und kamen um Abu Dhar niederzuschlagen bis er bewußtlos wurde. Als er wieder zu sich kam, rief er sofort wieder, das es keinen Gott gibt außer Allah und das Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sein Gesandter wäre. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) erkannte schnell das Naturell seines neuen Schülers, und seine beeindruckende Fähigkeit der Falschheit zu begegnen. Jedoch, die Zeit des öffentlichen Aufrufs zum Islam war noch nicht gekommen, darum forderte er Abu Dhar erneut auf zu seinen Leuten zurückzukehren und zu warten bis er den Aufruf zur neuen Religion vernahm um dann seine im zugedachte Rolle zu spielen.Abu Dhar kehre also zurück zu seinen Leuten und zu seinem Stamm und erzählte ihnen vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), der die Leute aufrief nur Allah anzubeten und um sie zu edler Gesinnung zu führen. Einer nach dem anderen von seinen Leuten trat zum Islam über. Aber die Bani Ghifaar alleine genügten ihm nicht, er wandte sich an die Bani Aslim um dort sein Licht zu verbreiten. Die Zeit verging und der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wanderte nach Madinah aus mit den Muslimen um sich dort niederzulassen. Eines Tages begrüßte die Stadt einen langen Zug von Menschen die zu Fuß und auf Pferden gekommen waren. Ihre Füße wirbelten viel Staub auf und machten Lärm. Hätte man nicht ihr lautes Rufen : " Allahu Akbar " vernommen, hätte man meinen können eine Armee der Götzendiener ist im Anmarsch. Ihr Ziel war die Moschee des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Diese Parade bestand aus zwei Stämmen, den Bani Ghifaar und den Bani Aslim. Durch Abu Dhar wurden sie Muslime und waren nun alle hier: Männer, Frauen, Alte, Junge und sogar Kinder! Ohne Zweifel, das Erstaunen des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) nahm immer mehr zu. In der Vergangenheit war er überrascht, als er Zeuge wurde wie einer vom Stamm der Ghifaar seinen Übertritt zum Islam verkündete. An diesem Tage brachte er sein Erstaunen zum Ausdruck und rief: " Allah leitet den recht, den er will " Aber jetzt war der ganze Stamm gekommen als Muslime. Sie hatten einige Jahre unter dem Banner des Islams gelebt, geleitet von Allah unter Abu Dhar. Nun waren sie zusammen mit den Bani Aslim hier. Die früheren Verbündeten des Teufels, die allbekannten Bandenräuber, waren jetzt Verbündete der Wahrheit und große Männer mit großen Taten. Ist es nicht wahr das Allah den leitet mit dem er zufrieden ist ? Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) blickte in ihre Gesichter mit Augen voller Freude, Zärtlichkeit und Liebe. Er sah zu den Bani Ghifaar und sagte, " Möge Allah den Ghifaar vergeben." Dann wandte er sich an die Bani Aslim und rief, " Möge Allah Frieden verleihen an die Aslim." Das ist Abu Dhar, dieser grandiose Verbreiter des Islam, halsstarrig, unnachgiebig und schwer zu besiegen. Würde der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) ihn nicht besonders herzlich begrüßen ? In der Tat, seine Anerkennung war reichhaltig und seine Begrüßung gesegnet. Er war dabei an seiner Brust die ehrenhaftesten, respektvollsten und höchsten Auszeichnung zu tragen – und nicht nur er, sondern seine ganze Geschichte - . Generationen und Jahrhunderte gingen vorüber, aber die Meinung des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) über Abu Dhar wird bei den Menschen immer in Erinnerung bleiben: " Weder auf der Erde, noch unter dem Himmelszelt gab es je einer wahrhaftigere Zunge als die von Abu Dhar."Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) bestimmte die Zukunft seines Gefährten und resümierte sein ganzes Leben in diesen kurzen Zeilen. Mutige und verwegene Wahrhaftigkeit waren die Essenz von Abu Dhar´s Leben. Die Wahrhaftigkeit seiner inneren Seele sowie seiner äußeren Erscheinung. Die Wahrhaftigkeit seines Glaubens sowie seiner Zunge. Die Wahrhaftigkeit bestimmte sein Leben. Er betrog weder sich selbst noch andere, und erlaubte niemanden ihn zu betrügen.Seine Wahrhaftigkeit war keine stillschweigende Angelegenheit. Laut Abu Dhar ist Wahrhaftigkeit niemals still. Wahrhaftigkeit ist gleichbedeutend mit Offenheit und Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit der Wahrheit gegenüber und Herausforderung an die Falschheit, Unterstützung von Gerechtigkeit und Widerlegung des Falschen. Wahrhaftigkeit ist ein angemessener Verbündeter der Wahrheit und ein mutiger Ausdruck davon. Beides zusammen beschleunigen sie diese Schritte. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) konnte in seiner weisen Vorraussicht sehen – über all die Entfernung hinweg in die Zukunft –welchen Schwierigkeiten Abu Dhar gegenüberstehen würde, auf Grund seiner Wahrhaftigkeit und Standhaftigkeit. Deshalb forderte er ihn immer wieder zu Besonnenheit und Geduld auf. Einmal sagte er zu ihm," Oh Abu Dhar ! Was würdest du tun wenn einmal eine Zeit käme wo du siehst wie sich Befehlshaber die Kriegsbeute an sich reißen ? " Darauf sagte er, " Ich schwöre bei Allah, der dich mit der Wahrheit sandte, das Ich solche Leute mit meinem Schwert töten werde!" Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte zu ihm, " Soll ich dich eines besseren belehren ? Sei geduldig, solange bis wir uns wieder treffen. " Warum fragte der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) ihn diese spezielle Frage ? Befehlshaber, Geld ? Diese Frage gab ihm den Anstoß sein Leben dem zu widmen wozu er bestimmt war, und genau diese Probleme würde er in der Zukunft in der Gesellschaft vorfinden. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wußte das; deshalb stellte er ihm diese spezielle Frage um ihm diese präzise Anweisung geben zu können: " Sei geduldig solange bis wir uns wieder treffen." Abu Dhar bewahrte diese Anweisungen von seinem Lehrer und Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) ohne sie je zu vergessen. Aus diesem Grund trug er niemals ein Schwert bei sich wenn er auf solche Befehlshaber traf, die sich am Gut der Allgemeinheit bereicherten. Jedoch, er ließ ihnen keine Ruhe und verschwieg niemals solche Ungerechtigkeiten. Und in der Tat, obwohl der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) im verboten hatte ein Schwert gegenüber solchen Menschen zu ziehen, verbot er ihm nicht seine scharfe und wahrhaftige Zunge zu benützen. Und dies tat Abu Dhar. Die Ära von Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) , Abu Bakr und Umar ging vorüber mit all seiner Erhabenheit über alle weltlichen Versuchungen. Weder die begehrlichsten, verleitesten oder habgierigsten Seelen fanden einen Weg für ihre habgierigen Wünsche. Zu dieser Zeit gab es keine Abweichung die Abu Dhars scharfer Zunge bedurfte. So lange der Amir der Gläubigen, Umar Ibn Al-Khattab lebte, waren Muslime, Befehlshaber, und sogar die wohlhabenden Leute angehalten ein bescheidenes, anspruchloses, geschmackvolles und gerechtes Leben zu führen, fast jenseits des menschlichen Fassungsvermögen. Kein Befehlshaber des Kalifs, weder in Irak, Syrien, Yemen oder sonstwo in dieser Gegend, konnte eine Süßigkeit essen, welche unerschwinglich für den Normalbürger war, ohne das diese Nachricht nicht in Kürze Umar erreicht hätte, der denjenigen umgehenst nach Madinah beordert hätte, wo er sich einer harten Strafe ausgesetzt gesehen hätte. Deshalb lebte Abu Dhar glücklich und ohne Probleme, mit innerem Frieden, solange Umar der Amir der Gläubigen war. Nichts ärgerte Abu Dhar mehr als der Mißbrauch von Macht und das Monopol von Reichtum. Umar´s strenge Kontrolle über Macht und seine gerechte Verteilung des Wohlstandes, erlaubte ihm in Beschaulichkeit und Zufriedenheit zu leben. Dies alles ermöglichte ihm sich Allahs Anbetung hinzugeben und sich anzustrengen auf dem Wege Allahs, nie still zu sein wenn es irgendwo einen Übergriff gab, was äußerst selten vorkam. Jedoch eines Tages verließ einer der gerechtesten und großartigsten Herrscher den die Menschheit je erlebt hatte diese Welt, und hinterließ eine riesige Lücke, die unvermeidliche Reaktionen hervorrief, jenseits jeglicher menschlicher Vorstellung. Die muslimischen Feldzüge setzten sich fort, und brachten weitere Regionen unter islamische Herrschaft. Zu dieser Zeit traten ehrgeizige Wünsche und Verlangen nach Komfort und Luxus auf. Durch diese Anläße erkannte Abu Dhar die drohende Gefahr. Die Fahnen der persönlichen Ehre waren drauf und dran diejenigen zu versuchen die bisher die Fahne von Allah hochgehalten haben. Ein Leben von falschem Glanz und wilder Arroganz trat in Erscheinung, um diejenigen zu versuchen die bisher ein Leben der guten Taten bevorzugt hatten. Geld – von Allah geschaffen um seinen Dienern gehorsam zu sein und der Menschheit Nutzen zu bringen – war kurz davor sich in einen tyrannischen Meister zu verwandeln. Ein Meister von wem ? Den Gefährten des Propheten. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) verstarb als sein Schild verpfändet war, obwohl große Mengen von Kriegsbeute unter seiner Aufsicht waren. Die Vorzüglichkeit dieser Erde – geschaffen von Allah für die Menschheit mit all ihren Rechten über sie, und in gegenseitiger Übereinstimmung – war drauf und dran sich in ein Monopol und Sonderrecht zu verwandeln. Macht – eine Verantwortung die fromme Menschen erzittern ließ vor der schrecklichen Abrechnung im Jenseits – veränderte sich in eine Art Autorität, Wohlstand und destruktivem Luxus. Abu Dhar realisierte dies sehr bald. Er suchte nicht nach seinen Aufgaben oder Verantwortung, sondern zückte sein Schwert und schwenkte es durch die Luft, und machte sich auf die Gesellschaft mit seinem Schwert aufzusuchen. Doch schon bald erinnerte er sich der Worte des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), und steckte sein Schwert wieder ein. Ihm fiel wieder ein, das der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) ihm sagte, er solle sein Schwert nicht gegen einen Muslim ziehen. " Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen... " ( 4:92 ) Seine Funktion war nicht zu kämpfen sondern sich zu widersetzen. Das Schwert war nicht geeignet etwas zu ändern oder zu reformieren, aber das wahrhaftige, ehrliche und tapfere Wort war die richtige Waffe. Das gerechte Wort verläßt nie den Weg und die Konsequenzen sind nicht erschreckend. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte einmal als er bei seinen Gefährten saß, das niemand " Weder auf der Erde, noch unter dem Himmelszelt eine wahrhaftigere Zunge habe, als die von Abu Dhar." Warum sollte jemand ein Schwert brauchen, wenn er über eine wahrhaftige Zunge und eine ebensolche Überzeugung verfügte ? Ein einziges Wort von ihm traf das Ziel besser als unzählige Schwerter. Deshalb mußte Abu Dhar all die Befehlshaber, die Reichen, diejenigen die das weltliche Leben anbeteten und von ihm abhingen treffen, um als Führer der Religion aufzutreten, der für diese Leute mehr Gefahr bedeutete als ein Steuereintreiber. Prophetenschaft und nicht Oberherrschaft, Barmherzigkeit gegenüber Bedrängnis, Demut und nicht Überheblichkeit. Gleichheit und nicht Ungleichheit. Zufriedenheit gegenüber Geiz. Genügsamkeit und nicht Luxus und ein Leben der Leichigkeit mit all seinen Versuchungen. Abu Dhar zog also aus um sich all diesen Herausforderungen zu stellen, und Allah wird wahrhaftig zwischen ihm und ihnen richten, und Allah ist der gerechteste aller Richter.Abu Dhar zog also aus zu den Festen der Macht und des Wohlstandes um eine nach der anderen anzugreifen. Innerhalb kürzester Zeit wurde er zum Vorbild für die Arbeiter des Islams und die versammelten Massen. Sogar in den abgelegensten Gebieten, wo ihn noch niemand getroffen hatte, wurde über ihn gesprochen und er war bekannt und es dauerte nicht lange bis man überall von ihm gehört hatte und die Menschen kritische Fragen aufwarfen welche, das Wohlergehen und das weltliche Interesse der Mächtigen und Wohlhabenden bedrohte.Wenn sich dieser ehrenhafte, rebellische Gefährte ein Sinnbild aussuchen würde für sich selbst und seine Aktionen, dann könnte er nichts besseres wählen als ein Eisen, ein glühendes, heißes und flammendes Eisen. Daher wählte er folgende Worte für sein Lied das als ernster Appell an die Leute galt, und die Menschen wiederholten es wie eine Hymne, noch lange nach seinem Tod: Verkünde denjenigen die Gold und Silber horten, eine Warnung vor glühendem Eisen mit dem ihre Stirn gebrandmarkt wird im Jenseits. Nie überquerte er einen Berg oder stieg in ein Tal hinab, oder betrat eine Stadt und stand einem Führer gegenüber, ohne das er diese Worte wiederholte, so oft bis die Menschen ihn mit diesen Worten begrüßten „Verkünde denjenigen die Gold und Silber horten, eine Warnung vor glühendem Eisen.“ Diese Worte wurden zu seinem Markenzeichen zu seiner Zeit und das Ziel in seinem Leben. Er sah das Wohlstand angehäuft und an sich gerissen wurde um Macht zu erreichen durch Überlegenheit und Mißbrauch. Er sah eine überwältigende Leidenschaft für eine Leben das alles Schöne, Gottesfurcht, Hingabe und Wahrhaftigkeit auslöschte das in all den Jahren aufgebaut wurde durch die Mission des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) Als er seine Angriffe startete, began er mit der meist gebieterischen und schrecklichsten Feste in Syrien, wo Mu’aawiyah Ibn Abi Sufyaan über das fruchtbarste Land im Reiche des Islams herrschte. Er verteilte bedenkenlos Geld, um sich seine Zukunft zu sichern indem er unverdiente Privilegien an Leute verteilte, die Einfluß und Ansehen besassen. Eine Zukunft die er zu verlängern anstrebte. Dort in Syrien, das Land der überwäligenden Paläste, Ländereien und Glücksfälle die die letzten Träger der Islamischen Botschaft in Versuchung führte, dort began Abu Dhar seine Attacken. Abu Dhar wollte das Zentrum der Gefahr konfrontieren, bevor es alle Muslime ruinierte und zerstörte. Der Führer der Gegenseite, der die weltliche Macht beabsichtige zu bekämpfen, zog sein einfaches Gewand an, und machte sich schnell wie der Blitz auf nach Syrien. Die einfachen Leute hatten kaum gehört das er angekommen war, da rannten sie schon los um ihn mit großem Enthusiasmus zu begrüßen, ihn zu umringen und wohin er auch ging, bedrängten sie ihn. " Oh Abu Dhar bitte erzähle uns ....Oh Gefährte des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) bitte erzähle uns... " Mit Scharfblick überblickte er die Menge und sah das die Mehrheit unter Armut leidete. Dann richtete er seinen Blick nicht weit davon auf eine Gegend wo er viele Paläste und Ländereien sah. Dann rief er den Leuten zu, " Ich wundere mich das diejenigen die nichts zum Essen finden, nicht ihre Schwerter ziehen um zu kämpfen ?" Doch dann erinnerte er sich an die Ermahnung des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den Widerstand und die Rebellion durch Geduld zu ersetzen, und das Schwert durch die tapferen und wagemutigen Worte zu ersetzen, die Sprache des Krieges zu verlassen um ihr mit Logik, Argumenten und Überzeugung zu begegnen; den Leuten zu erklären das sie alle gleich wären, wie die Zähne eines Kammes; das sie alle gleichberechtigt bezüglich des täglichen Lebens seien; niemand besser wäre als ein anderer, außer in Sachen Frömmigkeit; und das die Führer als erstes verhungern sollten wenn die Menschen Hunger leideten, und die letzen sein sollten die ihren Apettit stillten. Er beschloß mit Hilfe seiner Worte und seines Mutes, eine öffentliche Meinung hervorzurufen die in allen islamischen Ländern eine hinderliche Kraft hervorbringen sollte, repräsentiert durch Intelligenz, Unbezwinglichkeit und Stärke, gegenüber den Führern und den Reichen die abgewichen waren vom wahren Glauben, um die Entstehung einer Macht und Wohlstandsklasse zu unterbinden. Innerhalb weniger Tage, verwandelte sich ganz Syrien in einen Bienenstock in den gerade die Bienenkönigin zurückgekehrt war. Wenn Abu Dhar nur den leisesten Aufruf zur Revolte gegeben hätte, dann wäre ganz Syrien in Flammen aufgegangen. Aber, wie bereits erwähnt, er fokussierte sein ganzes Interesse darauf, eine ehrbahre öffentliche Meinung zu schaffen. Seine Worte waren Thema eines jeden Gespräches, egal ob auf der Straße, in den Moscheen oder in den Versammlungen. Die Gefahr spitzte sich zu für Abu Dhar, als er mit Mu´aawiyah öffentlich vor den Menschen diskutierte, über die neuerdings erworbenen Privilegien der Reichen und Mächtigen. Jeder der dieser Debatte beiwohnte, erzählte es denjenigen die nicht dabei sein konnten, so das sich diese Neuigkeiten schnell wie ein Waldbrand verbreiteten. Abu Dhar, der die wahrhaftigste Zunge auf Erden besaß, so vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) selbst beschrieben , erhob sich. Er fragte Mu´aawiyah nach seinem Reichtum bevor,- und nachdem er Macht erlangte, über sein Haus in Makkah in dem er lebte, und über die Schlößer die er in Syrien besaß. Dann richtete er seine Fragen an die Gefährten die Muß´aawiyah nach Syrien begleiteten und nun Eigentümer von Ländereien und Palästen waren. Danach rief er ihnen allen zu, " Seid ihr das, unter denen der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) lebte, als der Qur´aan offenbart wurde ?" Er antwortete selbst darauf, " Ja, ihr seid das! Der Qur´aan wurde unter euch offenbart. Ihr seid das, die zusammen mit dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) all diese Schauplätze erlebt habt. Daraufhin fragte er sie wiederum, " Kennt ihr diesen Vers aus dem Buch von Allah ? " ... und jenen, die Gold und Silber horten und es nicht für Allahs Weg verwenden – ihnen verheiße schmerzliche Strafe. An dem Tage, da es ( Gold und Silber ) im Feuer der Gahannam glühend gemacht wird und ihre Stirnen und ihre Seiten und ihre Rücken damit gebrandmarkt werden, ( wird ihnen gesagt ) : " Dies ist, was ihr für euch selbst gehortet habt; kostet nun, was ihr zu horten pflegtet." ( 9: 34-35 ) Mu´aawiyah jedoch wollte die ganze Diskussion damit beenden indem er sagte, das dieser Vers nur bezüglich der Leute der Schrift ( Juden und Christen ) offenbart wurde. Daraufhin erwiderte Abu Dhar, " Nein, er wurde für uns alle offenbart. " Abu Dhar fuhr damit fort Mu´aawiyah und seinen Gefährten zu raten, ihre Ländereien, Schlößer, Geld und all ihren Besitz aufzugeben, und nicht mehr zu sparen als was sie zum täglichen Leben bräuchten. Diese Neuigkeiten verbreiteten sich schnell unter den Menschen in ihren Versammlungen und Treffpunkten. Immer lauter konnte man nun die Hymne von Abu Dhar überall vernehmen: " Verkünde denjenigen die Gold und Silber horten, eine Warnung vor glühendem Eisen " Mu´aawiyah war sich der Gefahr bewußt die ausging von diesem großen, ehrbaren und rebellischen Gefährten der ihm Angst einflößte. Dennoch schätzte Mu´aawiyah den Wert von Abu Dhar und fügte ihm keinen Schaden zu, aber er schrieb unverzüglich zum Kalifen Uthmaan ( Möge Allah mit ihm zufrieden sein ) das Abu Dhar die Menschen in Syrien aufwiegelte.Uthmaan schickte nach Abu Dhar und beorderte ihn zurück nach Madinah. Abu Dhar verließ Syrien mit Freundlichkeit, Zuneigung und Ehre. Sein Abschied wurde in einer Art und Weise zelebriert wie ihn Damaskus bisher noch nicht erlebt hatte.Ich brauche deine Welt nicht ! " Diese Worte sagte Abu Dhar zum Kalfien Uthmaan in Madinah, nach einer anhaltenden Unterhaltung zwischen beiden.Nach dieser Unterhaltung und nachdem er all die Neuigkeiten gehört hatte die aus allen Teilen des Islamischen Reiches zu ihm gedrungen waren, wurde Uthmaan klar, das Abu Dhar´s Meinung bereits die Massen in Aufruhr versetzt hatte und bereits konkrete Formen angenommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt realisierte Uthmaan die drohende Gefahr die von Abu Dhar´s Meinung ausging, und er beschloß ihn bei sich in Madinah zu behalten. Uthmaan eröffnete ihm seine Entscheidung auf freundliche Art und Weise und sagte zu ihm," Bleib hier bei mir, und du wirst Tag und Nacht mit Segen begnadet sein. " Daraufhin sprach Abu Dhar den obigen Satz, " Ich brauche deine Welt nicht." Wahrlich, er bedurfte nicht der Welt der Menschen. Er war einer dieser Heiligen die auf der Suche nach dem Reichtum der Seele waren und ihr ganzes Leben dem Geben widmeten und nicht dem Nehmen ! Er fragte den Kalifen Uthmaan ( Möge Allah mit ihm zufrieden sein ) ihm die Erlaubnis zu geben nach Ar-Rabadhah zu gehen, und dieser willigte ein. Trotz seines heftigen Widerstandes, liebte er die Nähe zu Allah und Seinem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), war aufrichtig und behielt immer den Rat des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) in seinem Herzen niemals ein Schwert zu benutzen. Es war als ob der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sein ganzes Leben und Zukunft vorhersehen konnte, und deshalb schenkte er ihm diesen wertvollen Ratschlag. Abu Dhar versteckte niemals seinen Verdruß wenn er Menschen sah die die Flamme des bürgerlichen Widerstands entzündeten, indem sie seine Worte und Meinung benutzen um ihre leidenschaftlichen Wünsche und hinterlistigen Betrügereien zu befriedigen. Eines Tages als er schon in Ar-Rabadhah war, kam eine Delegation aus Kufa zu ihm und wollte ihn überzeugen die Fahne der Revolution gegen den Kalifen zu hissen. Er konterte mit diesen gewichtigen Worten: " Bei Allah, wenn Uhtmaan mich kreuzigen lassen wollte auf einem langen Brett oder gar auf einem Berg, Ich würde dies geduldig ertragen und gehorchen, denn Allah´s Belohnung würde auf mich warten, und ich würde es als das Beste für mich ansehen. Und wenn er mich zwingen würde von einem Ende des Horizonts bis zum anderen zu gehen, Ich würde dies geduldig ertragen und gehorchen, denn Allah´s Belohnung würde auf mich warten, und ich würde es als das Beste für mich ansehen." Er war ein Mann der nicht an weltlichen Dingen interessiert war, denn er war gesegnet mit tiefer Weisheit und Einblick von Allah. Er war sich der Gefahr bewußt die von einem Bürgerkrieg ausgehen würde. Deshalb hielt er sich davon fern. Auf der anderen Seite sah er trotzdem die immense Gefahr wenn geschwiegen würde. Deshalb hielt er sich auch davon fern. Darum erhob er immer seine Stimme der Wahrheit und der Ehrlichkeit, aber nie sein Schwert. Er geriet nie in Versuchung habgierigen Wünschen nachzukommen, noch ließ er sich von weltlichen Hindernissen abhalten. Abu Dhar folgte immer seinem Motto des wahren und ehrlichen Widerstandes. Er verbrachte sein ganzes Leben damit auf die Fehler der Macht und des Geldes hinzuweisen. Denn Macht und Geld unterliegen der Versuchung. Abu Dhar hatte Angst das seine Brüder in diese Falle tappen würden – die gleichen Brüder die mit ihm und dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zusammen das Banner des Islams in die Welt hinausgetragen haben, und er wollte das sie weiterhin die Träger dieser Botschaft des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sein würden. Macht und Geld waren überdies das Rückgrat der Gesellschaft und der Gemeinden, und würde dies mißbraucht werden, würde das Schicksal der Menschen ernsten und unmittelbaren Gefahren ausgesetzt sein. Abu Dhar wünschte so sehr das die Gefährten des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) nicht zu Befehlshabern oder Gouverneuren ernannt werden würden, sondern das sie das bleiben würden was sie immer waren: spirituelle Führer auf dem rechten Weg von Allah für die Menschen. Er wußte um die Gefräßigkeit des Lebens und des Geldes, und er wußte das sein Beispiel und das Beispiel von Umar nie wiederkehren würde. Wie oft hatte er den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagen hören und seine Gefährten davor gewarnt der Versuchung der Macht zu erliegen. " Es ist eine eidesstattliche Aussage, und am Tage der Auferstehung wird sie zur Schande und zum Bedauern, außer für denjenigen der damit begnadet war gerecht zu handeln und seine Aufgabe vollbracht zu haben." Abu Dhar ging so weit, den Kontakt zu seinen Brüdern abzubrechen und sie zu meiden, aus dem einen Grund weil sie Führer wurden und dadurch zu Reichtum kamen. Abu Muusaa Al-Ash´ariy traf ihn einmal. Kaum hatte er ihn gesehen, breitete er seine Arme aus und rief freudig erregt, " Willkommen Abu Dhar, willkommen mein Bruder. " Aber Abu Dhar verhielt sich reserviert und sagte nur, " Ich bin nicht mehr dein Bruder, Ich war dein Bruder bevor du Verwalter und Gouverneur geworden bist. " Das gleiche war mit Abu Hurairah als sie sich trafen. Abu Hurairah umarmte ihn und hieß ihn willkommen, aber Abu Dhar wies ihn von sich und sagte, " Bist du nicht derjenige der Gouverneur geworden ist und dann seine Häuser vergrößerte und Viehherden und Plantagen sein Eigen nannte ?" Abu Hurairah verteidigte sich damit diese Gerüchte zu widerlegen und seine Unschuld zu beteuern. Es hat den Anschein das Abu Dhar einen übertriebenen Standpunkt bezüglich Macht und Geld vertrat, aber er besaß eine Logik die sich aus seiner Aufrichtigkeit und seinem Glauben gegenüber herauskristallisierte.Deswegen vertrat Abu Dhar den selben Standpunkt wie der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sowie seine beiden Gefährten Abu Bakr und Umar, der sich ausdrückte in seinen Träumen, Taten und Benehmen. Auch wenn einige Leute meinten dieser Standpunkt sei ein nicht zu erreichendes Ideal, so sah Abu Dhar es als ein Beispiel eine Lebensaufgabe zu kreieren und sich speziell für diejenigen abzumühen, die mit dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) gelebt hatten, hinter ihm gebetet hatten, mit ihm für die Sache von Allah gekämpft hatten und die ihm den Treueeid geschworen hatten. Zudem – wie bereits erwähnt – wußte sein inspirierter Verstand um den entscheidenden Einfluß vom Macht und Eigentum, das Schicksal der Menschen zu bestimmen. Aus diesem Grund mußte jedwegliche Störung die die Vertrauenswürdigkeit im Machtbereich und die Gerechtigkeit beim Wohlstand gefährdete von Grund aus bekämpft werden.So lange er lebte, hielt sich Abu Dhar an die Standpunkte des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und dem Beispiel seiner beiden Gefährten. Er war ein leuchtendes Beispiel in der Kunst des Überlegenseins gegenüber den Versuchungen von Macht und Wohlstand. Der Oberbefehl über den Irak wurde ihm eines Tages angeboten, aber er sagte dazu nur, " Bei Allah, ihr werdet mich nie in Versuchung bringen können mit eurer Welt. "Einer seiner Gefährten sah wie er ein altes Kleidungstück trug und fragte ihn, " Hast du nicht noch ein anderes ? Ich habe dich doch neulich gesehen wie du noch zwei andere dabei hattest ." Abu Dhar erwiderte, " Oh mein Vetter, Ich gab sie jemanden der sie nötiger hatte als ich." Darauf sagte der Vetter, " Ja, aber du brauchst sie doch auch !" Abu Dhar meinte nur, " Möge Allah uns vergeben. Du verherrlichst dieses Leben. Siehst du denn nicht das ich ein Gewand habe ? Und ich besitze noch eines für das Freitagsgebet. Überdies habe ich eine Ziege dir mir Milch gibt und einen Esel auf dem ich reiten kann. Gibt es einen besseren Segen ? "Einmal saß er zusammen mit ein paar Freunden und sprach, " Mein Freund gab mir einen Ratschlag für sieben Dinge: • Liebe die Armen und stehe ihnen bei • Schaue auf unterlegenen und nicht auf die überlegenen • Frage niemals jemanden nach etwas ( enthalte dich des Bettelns ) • Sei immer höflich zu deinen Angehörigen • Sage immer die Wahrheit wie schmerzlich sie auch sein mag • Habe niemals Angst vor dem Tadel eines Kritikers • Wiederhole so oft wie möglich, " Es gibt keine Kraft noch Macht außer Allah´s" Er lebte nach dieser Devise und wurde ein lebendes Beispiel unter den Menschen. Iman Aliy sagte einmal," Es gibt niemanden heutzutage der lässiger ist gegenüber der Kritik von Leuten – was die Gesetze Allah´s anbelangt – als Abu Dhar."Er lebte um den Mißbrauch von Macht und das Ansichreißen von Wohlstand anzuprangern. Er lebte, um dem zu widerstehen was falsch war, und um das was richtig war zu seinem Recht zu verhelfen. Er lebte um sich der Verantwortung hinzugeben für guten Rat und Warnung. Als er daran gehindert wurde ein Fatwa ( Rechtsgutachten ) auszusprechen, da erhob er seine Stimme den gegenüber die ihn daran hindern wollten und rief, " Im Namen des Einen in dessen Hand meine Seele ruht, auch wenn du dein Schwert auf meinen Nacken legst, und ich glaube immer noch ein Wort des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagen zu müßen bevor du zuschlägst, so werde ich es tun." Hätten die Muslime damals auf seinen Rat gehört, hätten viele Bürgerkriege und Aufruhr vermieden werden können – Aufruhr der bis auf die Spitze getrieben wurde und ernsthaft drohende Gefahr heraufbeschwor. Das Land, die Gesellschaft und die Muslime wurden konfrontiert mit dieser erschwerten und alarmierenden Gefahr. Aber schlußendlich mußte Abu Dhar die Agonie des Todes erleiden in Ar-Rabadhah, den Ort den er wählte nach seiner Meinungsverschiedenheit mit Uthmaan ( Möge Allah mit ihm zufrieden sein ). Laßt uns zu ihm gehen, um ihn würdig zu verabschieden und die letzten Tage seines erstaunlichen Lebens mitzuerleben. Die schlanke dunkelhäutige Frau die weinend an seiner Seite sitzt, ist seine Ehefrau. Er fragt sie, " Warum weinst du, wenn doch der Tod die Wahrheit ist ?" Sie antwortet unter Tränen, " Du wirst sterben und ich habe nicht einmal ein Tuch das groß genug ist um dich einwickeln zu können ". Er lächelte nur wie das vorüberziehende Abendrot und sagte zu ihr, " Beruhige dich und hör auf zu weinen. Ich hörte den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) einmal sagen als wir zusammen mit den Gefährten waren, ´ Einer von euch wird in der Wüste sterben und eine Gruppe der Getreuen wird Zeuge davon sein.´ All diejenigen die damals mit dabei waren sind schon gestorben, entweder in einem Dorf oder in einer Gemeinschaft. Gib acht, eine Gruppe der Getreuen wird bald eintreffen. Bei Allah, ich habe niemals eine Lüge erzählt in meinem ganzen Leben." Dann verstarb er. Gesegnet sei er. Eine Karawane ist im Begriff aufzubrechen und die Wüste zu durchqueren. Eine Gruppe der Getreuen ist dabei und an ihrer Spitze ist Abd Allah Ibn Mas´uud, ein Gefährte des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Ibn Mas´uud hatte ein Traumgesicht von dieser Szene, wo ein Toter ausgestreckt da lag, und daneben eine weinende Frau und ein Junge. Er lenkte sein Kamel in diese Richtung und die komplette Karawane folgte ihm. Dort angekommen blickte er nur kurz auf den toten Körper und erkannte sofort das dies sein Gefährte und Bruder im Islam war, Abu Dhar. Tränen liefen ununterbrochen herab als er vor seinem toten tugendhaften Körper stand und sprach, " Der Gesandte Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) hat die Wahrheit gesprochen. Du wirst alleine gehen, alleine sterben und alleine auferweckt werden." Ibn Mas´uud erklärte dann seinen Gefährten was es auf sich hatte mit diesen Worten des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ).Es war im neunten Jahr nach der Hijrah, während der Schlacht von Tabuk, als der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) befahl alles vorzubereiten um gegen die Römer zu marschieren, die eben begannen ihre Verschwörungen und faulen Tricks gegen den Islam zu inszenieren.An diesen Tagen als die Leute sich aufmachten auf dem Wege Allah´s auszuziehen, war das Wetter unerträglich heiß und qualvoll. Das Ziel war weit entfernt und der Feind furchterregend. Eine Gruppe der Muslime hielt sich zurück und wollte nicht weiter gehen unter hervorbringen verschiedener Entschuldigungen. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine Gefährten aber gingen weiter. Je weiter sie kamen desto erschöpfter wurden sie. Sobald jemand zurück blieb, riefen die Leute, " Oh Prophet, dieser und jener sind zurück geblieben. " Der Prophet erwiderte nur, " Laßt ihn, wenn er gutes beabsichtigt, wird er nachkommen. Wenn nicht, wird Allah euch vor seinem Übel bewahren. " Eines Tages schauten die Leute sich um und konnten Abu Dhar nicht mehr finden. Sie berichteten dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) das Abu Dhar und sein Kamel immer langsamer wurden. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wiederholte nur seine Aussage. Abu Dhar´s Kamel wurde schwächer und schwächer und litt ernstlich unter Hunger, Durst und dem heißen Wetter. Es stolperte vorwärts unter Schwäche und Ermattung. Abu Dhar versuchte alles mögliche es voranzutreiben, aber die Last der Entkräftung war einfach zuviel für das Kamel. Schlußendlich, bekam Abu Dhar das Gefühl das er zurückbleiben würde und den Anschluß an die Karawane verlieren. Deswegen stieg er ab, schulterte seine Sachen, und begann zu Fuß weiterzugehen über den glühend heißen Sand, sich beeilend um den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine Gefährten wieder zu erreichen. Am frühen Morgen, als die Muslime eine Rast machten, sah jemand eine Staubwolke und dahinter den Schatten eines Menschen am Horizont. Sie erzählten dies dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), " Oh Gesandter Allah´s, da kommt jemand alleine gelaufen." Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) erwiederte nur, " Ja, das ist Abu Dhar." Die Muslime rätselten ob dem so sei und warteten bis der Mann eingetroffen war. Dann waren sie erst sicher ob es tatsächlich Abu Dhar war. Der ehrbare Reisende kam Stück für Stück näher. Obwohl er nur mit größter Mühe seine Füße über den heißen Sand schleppen konnte, mit dem schweren Gepäck auf dem Rücken, war er so erleichtert als er endlich die Karawane erreichte, und nicht zurück geblieben war und den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine Gefährten im Stich lassen mußte. Als er endlich sein Ziel erreicht hatte, riefen die Leute," Oh Prophet, es ist Abu Dhar." Abu Dhar ging ohne Umschweife zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), und dieser blickte ihn zärtlich, gütig und traurig lächelnd an und sagte," Allah wird barmherzig sein mit Abu Dhar. Er geht alleine, er stirbt alleine und er wird alleine auferweckt werden."Mehr als zwanzig Jahre sind seitdem vergangen. Abu Dhar starb allein in der Wüste von Ar-Rabadhah, auf einem Pfad wandernd denn niemand so glorreich beschritt wie er. Auch die Geschichte wird sich seiner als Einzigen erinnern der so tapfer Widerstand leistete und so asketisch gelebt hatte. Allah wird ihn alleine auferstehen lassen, weil die Vielzahl seiner verschiedenen Verdienste erlaubt niemanden neben ihm Platz zu nehmen. |
HUDHAIFAH IBN AL-YAMMAAN
Der Feind der Heuchelei, Der Freund der Aufrichtigkeit Die Menschen von Madaa´in gingen in großer Zahl auf die Straße um den neuen Stadthalter zu begrüßen, der vom Kalifen ´Umar ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) geschickt wurde. Sie kamen aus ihren Häusern aus Neugier über diesen anmutigen Gefährten, denn sie hatten viel über ihn und sein gutes Verhalten gehört, über seine Frömmigkeit und seine großen Erfolge bei der Eroberung des Iraks. Als die Leute auf seinen Einmarsch warteten, bemerkten sie einen fröhlichen Kerl der auf einem Esel mit einem altem Sattel daherkam. Der Mann ließ seine Beine baumeln und hatte einen Laib Brot in der einen Hand und etwas Salz in der anderen Hand. Er kaute auf dem Brot und aß es. Als er in der Menge ankam, entdeckten die Menschen das dieser fröhliche Kerl über den sie gerade Witze gerissen hatten, Hudhaifah Ibn Al- Yammaan war, der erwartete neue Stadthalter. Aber war dies tatsächlich eine Überraschung ? Wen hatten sie denn erwartet als sie von der Auswahl ´Umar´s gehört hatten ? Tatsächlich traf sie keine Schuld. Ihre Länder waren nicht daran gewöhnt seit den Persischen Tagen oder davor, solch fröhliche und anmutige Regenten zu besitzen. Hudhaifah wurde von den Menschen umringt und willkommen geheißen. Als er bemerkte das die Leute ihn erwartungsvoll anschauten und eine Ansprache erwarteten, blickte er zu ihnen und sagte, " Hütet euch vor dem Aufruhr ". Die Leute fragten, " Was meinst du mit Aufruhr, oh Abu ´ Abd Allah ? " Er fuhr fort, " Die Tore der Herrscher. Wenn jemand in die Gegenwart eines Herrschers zugelassen wird, und fälschlicherweise dem zustimmt was jener sagt und ihn für etwas lobt was dieser nicht getan hat. " Dies war gleichzeitig ein toller Anfang und eine Überraschung für die Leute. Sie erinnerten sich daran was sie über den neuen Stadthalter gehört hatten, und das er nichts mehr auf dieser Welt verabscheute und verachtete als die Heuchelei. Dieser Anfang zeigte den wahren Charakter des neuen Stadthalters und seine Art und Weise des Herrschens. In der Tat, Hudhaifah Ibn Al-Yammaan war ein Mann der mit der einzigartigen Charaktereigenschaft geboren wurde, die Heuchelei aufs tiefste zu verabscheuen, und der die Fähigkeit hatte diese bereits aus großer Entfernung und aus den verstecktesten Winkeln wahrzunehmen. Er und sein Bruder Safwaan kamen zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) begleitet von ihrem Vater, und sie alle nahmen den Islam an. Dies fügte seinen angeborenen Qualitäten mehr Schärfe und Klarheit zu, ab dem Zeitpunkt als er dieser starken, reinen, tapferen und ehrlichen Religion beitrat, welche die Feigheit, Heuchelei und Lüge verachtet. Mehr noch, er verbesserte seine Manieren durch die Hand des Gesandten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), der selbst so klar und rein war wie das herrlichste Morgenlicht. Nichts war verborgen oder versteckt im Inneren von Hudhaifah. Er war wahrhaftig und vertrauenswürdig. Er liebte die starken Leute die rechtschaffen waren und verabscheute jene die nicht ehrlich waren, mit anderen Worten, die Heuchler und Betrüger. Deshalb gab es kein Reich in dem sein Talent besser aufblühen konnte als unter der Führung des Glaubens und unter den Händen des Gesandten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und der Generation seiner großartigen Gefährten. Wahrlich sein Talent wuchs und entwickelte sich und er wurde Spezialist im lesen von Gesichtern und er sondierte das innere Wesen der Menschen. Er konnte auf den ersten Blick Gesichter lesen und das innerste Wesen dieses Menschen erkennen und deren tiefste und versteckte Mysterien. Er erreichte auf diesem Gebiet die höchste Stufe, bis zu einem Grad das selbst der inspirierte, intelligente und findige Kalif ´Umar ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) ihn konsultierte und um Hudhaifah´s Meinung fragte wenn er Männer für bestimmte Missionen auswählen wollte. Hudhaifah besaß die Umsicht die ihm erlaubte zu erkennen, daß das Gute auf dieser Welt dem offen daliegt, der danach sucht, und daß das Böse verstellt und versteckt ist. Aus diesem Grund sollte der intelligente Mensch klug genug sein um das Böse in seiner versteckten Form und auch in seiner klar ersichtlichen Form zu studieren. Hudhaifah ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) widmete deshalb seine Zeit dem Studium des Bösen und des Übeltäters, sowie auch der Heuchelei und dem Heuchler. Er berichtet uns. Die Menschen pflegten den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) über das Gute zu fragen, aber ich fragte ihn nach dem Bösen aus Angst davor das es mich überkommen könnte. Ich sagte, " Oh Gesandter Allah´s, wir lebten in einer Zeit der Unwissenheit und des Bösen, dann legte uns Allah das Gute dar. Wird es danach weiterhin Böses geben ? " Er sagte, " Ja. " Daraufhin fragte ich, " Nach diesem Bösen, wird es wieder Gutes geben ? " Er sagte, " Ja, aber es wird mit Üblem verdorben sein. ( mit Rauch im wörtlichen Sinne ) . Ich fragte, " Wie wird dieses Böse aussehen ? " Er sagte, " Es wird Leute geben die die Menschen nach anderen Grundsätzen anführen werden als ich dies tat. Du wirst ihre Taten sehen und dies mißbilligen. " Ich sagte, " Wird es danach weiteres Übel geben ? " Er sagte, " Ja, es wird Leute geben die die anderen Menschen zu den Toren der Hölle einladen werden, und ein jeder der diese Einladung akzeptiert wird in die Hölle geschleudert werden ( durch jene ). " Ich sagte, " Oh Gesandte Allah´s. Beschreibe uns diese Leute. " Er sagte, " Sie werden zu uns gehören und unsere Sprache sprechen. " Ich fragte ihn, " Was befiehlst du mir zu tun wenn ich noch zu Lebzeiten auf solche Umstände treffe ? " Er sagte, " Halte dich an die Muslime und ihre Führer. " Ich meinte daraufhin, " Wenn ich aber weder Muslime noch ihre Führer finde, was soll ich dann tun ? " Er sagte, " Halte dich fern von all den verschiedenen Gruppierungen und Sekten, auch wenn du dich bis an dein Lebensende von Baumwurzeln ernähren mußt, und solange bis du Allah treffen wirst unter diesen Umständen. " Beachtet seine Aussage, " Die Menschen pflegten den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) über das Gute zu fragen, aber ich fragte ihn nach dem Bösen aus Angst davor das es mich überkommen könnte. " Hudhaifah Ibn Al-Yammaan schritt mit offenen Augen durchs Leben und mit einer tiefen Einsicht bezüglich der Versuchungen und der Pfade des Bösen, um diese zu vermeiden und die Menschen davor zu warnen. Dies gab ihm Erkenntnis über die Welt, Erfahrung mit den Menschen, und Wissen über die Zeiten. Er würde die Dinge mit Verstand und Einsicht betrachten genau wie ein Philosoph, und mit dem Verstand eines weisen Mannes darüber urteilen. Er sagte, ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) " Der allmächtige Allah sandte Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) um die Menschen rechtzuleiten und vom falschen Weg abzubringen, und vom Unglauben zum Glauben zu führen. Einige Menschen folgten seinem Aufruf und folgten dem richtigen Weg. Diejenigen die tot waren, wurden zu neuem Leben erweckt, und diejenigen die am Leben waren starben wegen ihrer Übeltaten. Als die Zeit des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu Ende war, kam die Zeit der Kalifen die seinem Beispiel folgten. Darauf folgte eine verabscheuungswürdige Zeit der Monarchie. Es gab Menschen die diesen Umstand mit ihren Herzen, Händen und Zungen ablehnten und die dem Pfad der Gerechtigkeit weiter folgten. Es gab aber auch Menschen die diese Umstände nur mit dem Herzen und der Zunge ablehnten, aber ihre Hände enthielten sich der Ablehnung. Deshalb ließen sie ein Feld der Gerechtigkeit aus. Es gab noch andere Menschen die nur mit dem Herzen ablehnten, aber weder mit ihren Händen und ihren Zungen. Diese ließen nun sogar zwei Felder der Gerechtigkeit aus. Schlußendlich gab es die, die weder mit den Herzen, noch mit den Händen und Zungen diese Umstände ablehnten, und diese waren die Toten im Leben. Er sprach über die Herzen und ein Leben durch Rechtleitung oder Irreführung gemäß den Herzen. Er sagte, " Es gibt vier verschiedene Arten von Herzen. Ein verschloßenes Herz, dies ist das Herz des Ungläubigen; ein doppelzüngiges Herz, dies gehört dem Heuchler; ein reines Herz gefüllt mit Licht, das ist das Herz des Gläubigen, und es gibt ein Herz gefüllt mit Heuchelei und Glauben. Der Glauben ist wie ein Baum der mit gutem Wasser gegoßen wird, aber die Heuchelei darin ist wie ein mit Eiter und Blut gefülltes Geschwür. Eines von beiden wird gewinnen. Hudhaifah´s Erfahrung mit dem Übel und seine Ausdauer ihm zu widerstehen und es herauszufordern hatten seine Zunge und Worte geschärft. Er selbst informierte uns darüber in einem edlen Hadith. ´ Ich ging zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und sagte, " Oh Gesandter Allah´s, Ich besitze eine schmähende Zunge gegenüber meinen Leuten und Ich habe Angst das sie mich ins Höllenfeuer bringen wird. " Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte daraufhin zu mir, " Bittest du Allah um Vergebung ? Ich bitte Ihn hundertmal am Tag darum. " Das war Hudhaifah, der Feind der Heuchelei und der Freund der Aufrichtigkeit. Ein Mann mit diesem Charakter muß einen starken Glauben haben und treu sein. Das war die Art und Weise von Hudhaifah bezüglich seines Glaubens und seiner Treue. Er war Zeuge wie sein Vater als Muslim starb in der Schlacht von Uhud, unglücklicherweise getötet durch die Hand eines anderen Muslim, der ihn fälschlicherweise für einen Ungläubigen gehalten hatte. Hudhaifah sah durch Zufall wie das Schwert seinen Vater traf und er rief den Angreifern zu, " Das ist mein Vater, er ist mein Vater ! " Aber es war bereits zu spät. Als die Muslime von diesem Zwischenfall hörten waren sie darüber zutiefst bekümmert, aber Hudhaifah blickte auf sie mit Erbarmen und Vergebung und sagte, " Möge Allah euch vergeben. Er ist am barmherzigsten." Dann stürmte er dem Feind entgegen mit seinem Schwert in der Hand und tat sein bestes und erfüllte seine Aufgabe. Als die Schlacht vorüber war und der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) diese Neuigkeiten hörte, ordnete er an das Blutgeld für den Tod von Hudhaifah´s Vater, Husail Ibn Jaabir ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ), gezahlt werden sollte. Hudhaifah weigerte sich aber das Geld anzunehmen und gab es als Almosen an die Muslime weiter. Diese Tat ließ die Liebe und Achtung des Propheten ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) um ein Vielfaches ihm gegenüber steigen. Der Glaube von Hudhaifah und seine Treue weigerten sich Unfähigkeit und Schwäche anzuerkennen, bis hin zum Unmöglichen. Nach der Schlacht von Al- Khandaq, und dem Scheitern der Ungläubigen unter den Quraish mit ihren jüdischen Verbündeten, wollte der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den aktuellen Stand der Dinge im Lager des Feindes erkundigen. Die Nacht war stockdunkel und angsteinflößend und ein Sturm wütete als ob er die Berge der Wüste zuunterst kehren wollte. Diese Situation versetzte alle in Angst und Schrecken, hervorgerufen auch durch die Belagerung und Beharrlichkeit der Quraish und die Ausweglosigkeit in der sie waren. Zusätzlich nahm der Hunger bereits schreckliche Ausmaße an unter den Gefährten des Propheten. Darum stellte sich die Frage wer hatte noch soviel Kraft und Mut um trotz der Dunkelheit und der Gefahren direkt ins Lager des Feindes zu schleichen um dort Informationen und Neuigkeiten zu erfahren. Der Gesandte Allah´s ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) war derjenige der einen unter den Gefährten auswählte, um ihm diese schwierige Aufgabe anzuvertrauen. Wer wohl war unser Held ? Es war Hudhaifah Ibn Al-Yammaan. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) fragte ihn und er gehorchte. Er reagierte mit großer Gelassenheit in Anbetracht der Lage das er keine andere Wahl hatte als zu gehorchen, einbeziehend der Tatsache das er sich davor fürchtete das die Wahl ihn treffen könnte. Er hatte Angst vor den Konsequenzen. Seine Angst war begründet, denn er mußte diesen Auftrag unter Hunger, Kälte und extremer Schwäche durchführen, die durch die einmonatige Belagerung der Ungläubigen entstanden war. Was Hudhaifah in dieser Nacht passierte war erstaunlich. Er überwand die Strecke zwischen den beiden Armeen, und drang in die Umgebung des feindlichen Lagers der Quraish vor. Ein heftiger Wind löschte die Lagerfeuer im Camp aus und deshalb war alles in Dunkelheit gehüllt. Hudhaifah konnte sich mitten unter die feindlichen Linien der Soldaten mischen. Der Führer der Quraish, Abu Sufyaan hatte die Befürchtung das sich wegen der Dunkelheit feindliche Späher der Muslime einschleichen könnten. Deshalb stand er auf und warnte seine Armee. Hudhaifah konnte deutlich seine laute Stimme hören die rief, " Oh Leute der Quraish, jeder von euch sollte wissen wer neben ihm sitzt und sollte dessen Namen kennen." Hudhaifah berichtete, " Ich beeilte mich deshalb und fragte sofort meinen Nachbarn nach dessen Namen und er sagte er sei ´Der So und so ´!" Dadurch sicherte er sich und seine Anwesenheit in der feindlichen Armee. Abu Sufyaan nahm seine Ansprache an die Armee wieder auf, " Oh Leute der Quraish, bei Allah, ihr seid an einem Platz auf dem ihr euch nicht niederlassen werden. Die Pferde und die Kamel sind erschöpft. Der Stamm der Bani Quraidah hat sich von uns losgesagt und wir wissen nun von ihnen nur das Schlechte und das was wir hassen. Außerdem leiden wir unter dem starken Wind wie ihr seht. Man kann kein Essen kochen und kein Feuer kann entfacht werden. Kein Gebilde hält stand. Ihr müßt euch auf den Weg nach Hause machen sowie ich das machen werde." Daraufhin bestieg er sein Kamel und ritt los, gefolgt von seinen Kämpfern. Hudhaifah sagte, " Ich hielt mein Versprechen das ich dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) gab, weil er mich gebeten hatte nichts zu unternehmen bis ich zu ihm zurückkehren würde, ansonsten hätte ich Abu Sufyaan mit einem Pfeil getötet." So kehrte Hudhaifah also zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zurück und überbrachte die freudige Botschaft und die guten Nachrichten. Ein jeder der Hudhaifah sah und seine Art und Weise des Denkens, seine Philosophie und seine Hingabe an das Wissen betrachtete, konnte sich kaum vorstellen das dieser sich heroisch auf dem Schlachtfeld benehmen würde. Hudhaifah jedoch widerlegte all diese Erwartungen. Dieser Mann, der Allah gerne in der Einsamkeit anbetete, dieser nachdenkliche Mann verwandelte sich in ein wahres Genie, sobald er sein Schwert gegen die unwissenden Götzendiener in der Hand führte. Es genügt zu wissen das er einer jener drei oder fünf Leute war, die das Privileg hatten in alle Städte des Iraks einzudringen. In Hamdaan und Ar-Raiy Ad-Dainawar wurde die Eroberung durch ihn vollbracht. In der großen Schlacht von Nahaawand, wo die Perser ungefähr 150,000 Soldaten zusammenzogen, wählte der Führer der Gläubigen, Kalif ´ Umar, An-Nu´maan Ibn Muqrin als Anführer der muslimischen Armee aus. Dann schrieb er an Hudhaifah das er sich mit seiner Armee aus Kufa ihm anschließen sollte. ´Umar schrieb in einen Brief an seine Kämpfer wo er sagte, " Wenn sich alle Muslime sammeln, dann soll ein jeder Kommandeur seine Armee anführen, und den Oberbefehl über alle Armeen hat An-Nu´maan Ibn Muqrin. Sollte An-Nu´maan fallen und den Märtyrertod sterben, dann ernennt Hudhaifah zu eurem Führer. Sollte auch er fallen, dann nehmt euch Jarir Ibn ´Abd Allah zum Führer. " Nach diesem Prinzip wählte der Führer der Gläubigen insgesamt sieben Kommandeure namentlich für diese Schlacht aus. Dann begann der Kampf. Die Perser hatten 150,000 Mann und die Muslime hatten nur 30,000 Kämpfer. Eine Schlacht begann die alles bis dahin dagewesene in den Schatten stellte. Es war die wildeste Schlacht in der Geschichte in Sachen Heftigkeit und Heldentum. Der Führer der Muslimischen Armee, An-Nu´maan Ibn Muqrin, fiel und erlitt den Märtyrertod, aber noch bevor das Banner der Muslime zu Boden fiel, ergriff sie der neue Führer mit seiner rechten Hand, und mit ihr führte er die Soldaten zum Sieg durch Kraft und großem Heldenmut. Dieser Anführer war niemand anderes als Hudhaifah Ibn Al-Yammaan. Sobald er das Banner in seinen Händen hielt entschloß er sich den Tod von An- Nu´maan Ibn Muqrin noch nicht zu verkünden, solange bis die Schlacht vorüber war. Er rief dessen Bruder Na´iim Ibn Muqrin und ließ ihn den Platz des Toten einnehmen um diesen zu ehren.Durch sein brilliantes Gespür konnte Hudhaifah all dies mitten in der Schlacht vollbringen und erreichen. Dann wandte er sich wie ein wilder Sturm gegen die Persischen Linien mit dem Schlachtruf, „ Allahu Akbar, Allahu Akbar. Sein Versprechen wird vollbracht, Allahu Akbar, Er führt Seine Soldaten zum Sieg !“ Denn wandte er sich auf seinem Pferd an die Muslime und rief, " Oh ihr, die ihr Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) gefolgt seid, vor euch liegen die Gärten Allah´s für euch bereit, laßt sie nicht warten. Auf in den Kampf ihr Helden der Schlacht von Badr. Schreitet voran, oh ihr Helden der Schlachten von Al-Khandaq, Uhud und Tabuk ! " Hudhaifah behielt seinen Tatendrang und die Wichtigkeit dieser Schlacht bis an ihr Ende, und der Kampf endete mit einem überwältigendem Sieg über die Perser und deren unvergleichlichen Niederlage. So könnte man seine Größe beschreiben wenn er sich zu Hause befand oder aber kämpfend auf dem Schlachtfeld. Hudhaifah war einmalig bei jedem Auftrag den er ausführte und er erteilte weisen Rat wenn er gefragt wurde. Bevor Sa´d Ibn Abi Waqqaas und die Muslime sich nach Kufa begaben und sich dort niederließen, weil sie vor dem schrecklichem Klima von Madaa´in flüchten mußten das ihnen großes Unglück zugefügt hatte, da schrieb ´Umar zu Sa´d er solle sofort nach geeigneten Plätzen suchen wo sich die Muslime demnächst niederlassen konnten. Wer wohl wurde losgeschickt um nach solch geeigneten Plätzen für die Muslime zu suchen ? Es war Hudhaifah Ibn Al-Yammaan, begleitet von Salmaan Ibn Ziyaad. Als sie loszogen und die Umgebung von Kufa erreichten, fanden sie dort nur ödes, sandiges Land mit Kieselsteinen, aber Hudhaifah schmeckte den Hauch von Heilkraft und Gesundheit in der Luft. Er sprach zu seinem Gefährten, " Das ist der richtige Platz, so Allah will. " So wurde Kufa geplant und durch die Hände der Baumeister wurde dieser Platz zu einer bewohnten Stadt gemacht. Schon bald nach dem die Muslime sich dorthin begaben, verschwanden ihre Krankheiten und ihre Schwächen und ihre Adern füllten sich mit dem Pulsschlag der Heilkraft und Gesundheit. Hudhaifah war äußerst intelligent und besaß unterschiedlichste Erfahrungen. Er pflegt immer zu den Muslimen zu sagen, " Die besten unter euch sind nicht diejenigen die diese Welt vernachlässigen für das Jenseits, und auch nicht diejenigen die das Jenseits vernachlässigen für diese Welt. Sondern jene sind die besten unter euch, die von dieser Welt und vom Jenseits nehmen. "Eines Tages im Jahr 36 nach der Hidschra wurde Hudhaifah zu seinem Herrn gerufen. Während er sich bereit machte für seine letzte Reise, kamen einige seiner Gefährten um ihn zu besuchen. Er fragte sie, " Habt ihr ein Totenhemd mitgebracht ? " Sie sagten, " Ja, haben wir. " Hudhaifah sagte, " Zeigt her. " Als sie es brachten und er es betrachtete, befand er es als zu neu und zu lang. Ein letztes sarkastisches Schmunzeln kam über seine Lippen und er sagte, " Das ist kein Totenhemd für mich. Zwei weiße Tücher ohne Hemd sind genug für mich. Ich werde nicht allzu lange im Grab verweilen, dann wird man mir einen besseren oder schlechteren Platz anbieten. " Dann murmelte er noch ein paar Worte, und die Leute glaubten zu hören das er sagte, " Tod, du bist willkommen, eine schöne Sache nach so langer Zeit. Derjenige der erst jetzt bereut wird keinen Erfolg haben. " Eine der besten menschlichen Seelen wurde zu Allah empor gehoben, eine der frömmsten, erleuchteten und demütigsten Geister. |
SA´D IBN ABI WAQQAAS
Die Klauen des Löwen Ein andauernder Strom von eintreffenden Nachrichten beunruhigten ´Umar Ibn Al- Khattab, den Führer der Gläubigen. Sie berichteten von den hinterlistigen Attacken der Perser gegen die Muslime bei der Schlacht von Al-Jisr, die die Muslime an nur einem einzigen Tag 4,000 Opfer kostete. Mehr noch, die Nachricht des Verzichtes der Iraker auf ihre Untertanentreue und das sie die vereinbarten Verträge brachen. Darum beschloß er die muslimischen Trupper persönlich zu leiten in einer alles entscheidenden Schlacht gegen die Perser. Und in der Tat, machte er sich auf den Weg mit einigen seiner Gefährten. Er ließ Aliy Ibn Abi Taalib ( möge Allah zufrieden mit ihm sein ) in Al-Madinah zurück und übertrug ihm die Angelegenheiten der Muslime während seiner Abwesenheit. Sie waren jedoch kaum aus Al-Madinah ausgezogen, da rieten ihm einige seiner Gefährten umzukehren, und jemand anderen mit dieser Aufgabe zu betrauen. Abd Ar-Rahman Ibn ´Awf war einer der diese Ansicht vertrat und es nicht als weise befand das Leben des Kalifen zu riskieren, zu einer Zeit in der sich der Islam in einer entscheidenden Phase befand. ´Umar befahl den Muslimen sich zu treffen und ein öffentliche Versammlung abzuhalten. Das Gemeinschaftsgebet stand kurz bevor, und man schickte nach Aliy Ibn Abu Taalib. Dieser kam mit einigen Leuten aus Al-Madinah zum Platz wo ´Umar sich aufhielt. Schlußendlich akzeptierten alle den Vorschlag von Abd Ar-Rahman Ibn ´Awf. Die Versammlung entschied das ´Umar nach Al-Madinah zurückkehren sollte, und das ein anderer Führer die Muslime in den Kampf gegen die Perser führen sollte. ´Umar stimmte dieser Entscheidung zu und fragte dann seine Gefährten," Was denkt ihr, wer ist geeignet um in den Irak zu gehen ?" Die Leute überlegten eine Weile. Abd Ar-Rahman rief schließlich, " Ich habe jemand gefunden!" ´Umar fragte, " Wen meinst Du ?" Abd Ar-Rahman sagte, " Die Klauen des Löwen, Sa´d Ibn Maalik Az-Zuhairy." Auch bekannt unter dem Namen Sa´d Ibn Abi Waqqaas. Die Muslime unterstützten diesen Vorschlag. ´ Umar schickte nach Sa´d Ibn Abi Waqqaas und ernannte ihn zum Gouverneur vom Irak und zum Führer der Armee. Wer ist das, den sie " Die Klauen des Löwen " nennen ? Er ist derjenige, den der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) immer fröhlich grüßte und zu den Gefährten sagte, " Sa´d ist mein Onkel mütterlicherseits." Kann mir irgend jemand etwas über diesen Onkel erzählen ? Sein Name war Sa´d Ibn Abi Waqqaas. Sein Großvater war Uhaib Ibn Manaaf, der Onkel väterlicherseits von Aaminah, der Mutter des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Er nahm den Islam sehr früh im Alter von 17 Jahren an. Wenn er über sich erzählte sagte er, " Ich war Zeuge des Tages an dem Ich der Dritte im Islam war." Was bedeutete, das er als dritter Mensch überhaupt den Islam annahm. Sa´d Ibn Abi Waqqaas schwor dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den Treueeid zu einer Zeit, als dieser noch über den Einen Gott und die neue Religion predigte. Noch vor der Zeit als der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) das Dar Al-Arkam mit seinen Gefährten zusammen als Versteck benutzt hatte und er durch die Gegend zog um den Islam zu predigen. Historische und biographische Quellen berichten das die Konvertierung von Abu Bakr der Grund für Sa´d war den Islam anzunehmen. Es ist möglich das er einer derjenigen war die auf Grund von Abu Bakrs Annahme des Islams diesem Glauben folgten. Zu dieser Gruppe gehörten unter anderem, ´Uthmaan Ibn ´Affaan, Az-Zubair Ibn Al-´Awaam, Abd Ar-Rahman Ibn ´Awf und Talhah Ibn ´Ubaid Allah. Trotz allem ist es möglich das seine Konvertierung schon früher im Geheimen stattgefunden haben könnte. Sa´d Ibn Abi Waqqaas hatte viele edle Charakterzüge auf die er Stolz sein konnte. Aber er stellte diese nie arrogant zur Schau, außer zwei spezielle Privilegien. Er war der erste der einen Speer im Namen Allahs geworfen hatte, und der von einem Speer verwundet wurde. Zweitens, er war der einzige Mensch für den der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) hoffte, seine Eltern mögen für ihn ein Lösegeld sein. Dies geschah am Tag von Uhud, als der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu Sa´d sagte, " Wirf, Sa´d. Mögen mein Vater und meine Mutter dein Lösegeld sein." In der Tat, Sa´d war stolz auf diese beiden edlen Segnungen. Er dankte Allah und sagte immer, " Bei Allah, ich war der erste Araber der einen Speer im Namen Allahs geworfen hat." Aliy Ibn Abi Taalib sagte, " Ich habe nie gehört das der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) gesagt hat das seine Eltern für jemanden als Lösegeld dienen sollten, außer für Sa´d. Am Tag von Uhud hörte ich den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagen, " Wirf, Sa´d. Mögen mein Vater und meine Mutter dein Lösegeld sein." Sa´d konnte man ungehinderd als einen der tapfersten muslimischen Reiter und Araber bezeichnen. Er besaß zwei Waffen, seinen Speer und sein Gebet. Wann immer er einen Feind mit seiner Lanze traf, verletzte er ihn, und wann immer er Allah im Gebet anrief, antwortere Allah ihm. Er und seine Gefährten konnten dies sehen weil der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) oft für Sa´d und in seinem Namen betete. Eines Tages nämlich als der Prophet sah, das Sa´d etwas tat was ihm sehr gefiel, richtete er folgende Bitte an Allah. " Oh Allah, laß den Speer von Sa´d nie sein Ziel verfehlen und erfülle seine Gebete." Das war der Grund warum Sa´d berühmt war unter den Gefährten für seine Gebet, das scharf wie ein Schwert war. Er war sich dessen bewußt, und deshalb verfluchte er niemals jemanden. Sa´d vertraute auf Allah das dieser mit den Menschen machte was Ihm gefiel. ´Aamir Ibn Sa´d berichtete einmal. Sa´d sah einmal einen Mann der ´Aliy, Talhah und Az-Zubair beschuldigte. Er verbat dem Mann dies zu tun, aber dieser hörte nicht auf. Daraufhin sagte Sa´d , " Ich werde Allah anrufen das er sich gegen dich wendet. " Der Mann sagte, " Du drohst mir als wärest du ein Prophet."Sa´d ging fort, wusch sich zum Gebet und betete zwei Rak´ah. Dann hob er seine Hände und sagte, " Oh Allah, wenn Du weißt das dieser Mann Leute beschuldigt, denen Du bereits das Beste gewährt hast, und das seine Beschuldigungen dich ärgern, dann mach aus diesem Mann ein Beispiel für andere. " Nur kurze Zeit später tauchte eine streunendes Kamel auf. Niemand konnte es aufhalten bis es in eine Gruppe von Leuten rannte um dort etwas zu suchen. Dort attackierte es diesen Mann solange mit seinen Beinen bis dieser zu Boden stürzte und den Tod fand. Wenn dieses Phänomen etwas zu bedeuten hat, dann bestätigte es in erster Linie die Reinheit seiner Seele, die Ehrlichkeit in seinem Glauben und die Tiefe seiner Aufrichtigkeit. Sa´d versuchte immer seine Frömmigkeit mit erlaubten Essen zu unterstützen. Mit großer Beharrlichkeit lehnte er es immer wieder ab Geld von zweifelhafter Herkunft zu nehmen. Sa´d führte ein Leben als wohlhabender Muslim. Als er starb hinterließ er großen Reichtum. Man findet selten viel Geld und seinen rechtmäßigen Erwerb zusammen, aber unter den Händen von Sa´d fand dies statt. Deshalb gewährte ihm Allah eine große Summe von erlaubtem Geld. Sa´d ( möge Allah zufrieden mit ihm sein ) war eine große Persönlichkeit unter den Leuten die spendeten, ebenso unter den Leuten die den rechtmäßigen Erwerb und die erlaubten Quellen des Geldes suchten. Seine Fähigkeit erlaubtes Geld zu sammeln, war gleich seiner Fähigkeit dieses Geld wieder zu spenden im Namen Allahs. Er wurde krank auf der Abschiedspilgerreise, bei der er den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) begleitete. Als dieser in besuchte fragte Sa´d, " Oh Gesandter Allahs, ich besitze viel Geld und ich habe nur eine Tochter die mich beerben wird. Darf ich zwei Drittel meines Vermögens als Almosen spenden ? " Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte, " Nein. " Darauf sagte Sa´d, " Dann die Hälfte ?" Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte wiederum, " Nein ". Dann sagte Sa´d, " Dann ein Drittel ?" Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte, " Gut, aber ein Drittel ist immer noch zuviel. Es ist besser deine Erben wohlhabend zu hinterlassen, als das sie auf jemanden angewiesen sind. Für jedes Geld das du im Namen von Allah ausgibst, bekommst du Belohnung, und wenn es nur der Bissen ist den du in den Mund deiner Frau tust." Sa´d blieb nicht der Vater von nur einer Tochter, sondern wurde später noch mit mehreren Kindern gesegnet.Sa´d pflegte viel zu weinen aus Frömmigkeit. Immer wenn er dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zuhörte, wenn dieser seine Anweisung predigte, rollten die Tränen in seinen Schoß herab.Er war gesegnet mit Erfolg und Errungenschaft. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) saß eines Tages mit seinen Gefährten und sein Blick schweifte über den Horizont, als er die geheimen Offenbarungen empfing. Danach schaute er in die Gesichter seiner Gefährten und sagte, " Ein Mann des Paradieses wird in Kürze hier erscheinen." Die Gefährten schauten in alle Richtungen um diese glückliche Person auszumachen. Nach kurzer Zeit erschien Sa´d. Abd Allah Ibn ´ Amr Ibn Al-´Aas fragte ihn später einmal beharrlich, er solle ihm sagen welche Gottesanbetung oder Tat ihn zu solch einer Belohnung befähigt. Sa´d sagte ihm nur, " Ich mache nichts anderes als ihr auch, nur das ich keinerlei Boshaftigkeit und Hass gegenüber einem Muslim in mir trage." Das ist der Mann, den sie " Die Klauen des Löwen " nannten, wie ihn Abd Ar- Rahman beschrieben hat. Das ist der Mann den ´ Umar ausgewählt hat für den großen Tag der Schlacht von Al-Qaadisiyah. Der Führer der Gläubigen hatte viel Einblick in all die hervorragenden Tugenden von Sa´d, als er ihn für diese schwierige Aufgabe ernannte, die dem Islam und den Muslimen bevorstand. ** Seine Gebete wurden erhört und beantwortet. Wenn er Allah um Sieg bitten würde, würde ihm dies gewährt werden. ** Seine Nahrung war rein, seine Zunge war rein und sein Gewissen war rein. ** Er war ein Mann des Paradieses, so hatte es der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) vorhergesagt. ** Er war einer der Reiter am Tag von Badr und am Tag von Uhud und in all den Schlachten zusammen mit dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). ** Überdem hinaus, und ´ Umar würde so etwas nie vergessen oder unterbewerten, war der starke Glaube und seine Standhaftigkeit eine der Tugenden von Sa´d. Und solche Verdienste sollte jeder haben der solch eine große Aufgabe vor sich hat. ´ Umar hatte nicht vergessen was zwischen Sa´d und seiner Mutter vorgefallen war, als er den Islam angenommen hatte und dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) folgte. Zu dieser Zeit schlugen alle Versuche fehl ihn vom Wege Allahs abzubringen. Seine Mutter hatte allerdings einen Plan wo alle glaubten das er Erfolg haben würde. Sie verkündete sich des Essens und des Trinkens zu enthalten, solange bis Sa´d zur Religion seiner Vorfahren und Familie zurückkehren würde. Sie trat in einen Hungerstreik mit todesverachtender Bestimmung und war nahe daran zu sterben. Trotz alledem kümmerte sich Sa´d nicht darum. Er würde seinen Glauben für nichts auf der Welt verraten, sogar wenn es um das Leben seiner Mutter ging. In der Hoffnung das sich sein Herz erweichen würde, wenn er seiner Mutter gegenübertrat, brachten einige seiner Freunde ihn zu seiner Mutter, die kurz vor ihrem Tod stand. Sa´d ging zu ihr. Die Situation war sehr eindrucksvoll, das sogar Felsbrocken nachgegeben hätten und geschmolzen wären. Jedoch, Sa´ds Glaube an Allah und seinen Gesandten erwiesen sich härter als Fels und Eisen. Er beugte sich über sie und rief damit sie ihn hören konnte. " Du weißt, bei Allah, auch wenn du 100 Seelen hättest, die eine nach der anderen aus dir herauskommen sollten, würde ich meinen Glauben nicht verlassen um zu irgend etwas anderem zurückzukehren. Also iß, oder laß es bleiben. "Seine Mutter änderte ihre Meinung. Eine göttliche Offenbarung begrüßte Sa´d´s Position und unterstütze ihn. " Doch wenn sie dich auffordern, Mir das zur Seite zu setzen, wovon du keine Kentniss hast, dann gehorche ihnen nicht.....( 31:15 )" Darf man ihn nicht zu Recht als die Klauen des Löwen bezeichnen " Aus diesem Grund gab ihm der Führer der Gläubigen die Standarte von Al-Qaadisiyah, und schickte ihn gegen die Perser, die mehr als 100,000 Krieger rekrutierten, schwer bewaffnet und mit den gefährlichsten Waffen die die Welt zu der Zeit gesehen hatte, angeführt von den schlauesten und intelligentesten Kriegsherren. Wahrlich, Sa´d würde auf all diese schrecklichen Legionen treffen mit seinen 30,000 Kriegern, die nur mit Speeren bewaffnet waren. Aber ihre Herzen glühten unter dem Willen der neuen Religion mittels Glauben, Kraft und eine seltene, schillernde Sehnsucht nach Tod und Märtyrertum. Die Zeit war gekommen und beide Armeen standen kurz vor dem Zusammenstoß. Sa´d aber wartete immer noch auf die Anweisungen des Führers der Gläubigen. Endlich traf die Nachricht von ´Umar ein, die besagte das Sa´d nach Al-Qaadisiyah marschieren sollte, zum Tor nach Persien. ´Umar´s Worte zeigten Weisheit und Führung. " Oh Sa´d Ibn Wahiib, laß dich nicht täuschen wenn gesagt wird, Du bist der Onkel des Propheten und sein Gefährte. Wisse, es gibt keine Bindung zu Allah außer durch den Gehorsam zu Ihm. Alle Menschen, die edlen sowie die niederen, sind vor Allah gleich. Allah ist ihr Herr und sie sind seine Diener. Die Beziehung der Menschen untereinander ist geprägt vom Wetteifer und die Vorliebe für das Wohlbefinden, aber man kann Allah´s Wohlgefallen nur erreichen durch Gehorsam an Ihn. Erinnere dich an die Haltung des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) von Anbeginn seiner Sendung bis hin zum Zeitpunkt als er unsere Welt verlassen hat. Halte dich an sein Vorbild – das ist was ich dir rate und befehle." ´Umar fügte noch hinzu, " Schicke mir regelmäßig Informationen über deine Lage. Wo du gerade bist und wo die Position deines Feindes ist. Mach deine Nachricht klar, so als ob ich dich sehen könnte. " Sa´d schrieb alle Einzelheiten an den Führer der Gläubigen. Er zeigte ihm nahezu die Position jedes einzelnen Soldaten und seinen Zustand auf. Sa´d erreichte schließlich Al- Qaadisiyah. Die Perser zogen ihre Truppen zusammen und bestimmten einen ihrer berühmtesten und berüchtigsten Kriegsherren zu ihrem Führer, Rustum. Sa´d berichte dies zu ´Umar, dem Führer der Gläubigen, der daraufhin antwortete. " Mach dir keine Sorgen über das was du über sie hörst und siehst. Suche Allah´s Hilfe und vertraue auf Ihn. Schicke zu den Persern Leute von uns mit Erkenntnis, gutem Urteil und Geduld die sie zum Weg Allah´s einladen und berichte mir täglich. " Sa´d schrieb zurück zu ´Umar und berichtete das Rustum und seine Truppen bei Sabaat lagerten. Sie brachten ihre Pferde und Elefanten und marschierten in unsere Richtung. ´ Umar antwortete und beruhigte ihn. Sa´d ist ein kluger und tapferer Reiter, der Onkel des Propheten, einer der ersten die den Islam annahmen, ein Held verschiedener Schlachten. Kein Schwert und keine Lanze verfehlte je sein Ziel. Er stand an der Spitze seiner Armee in einer der größten Schlachten.der Geschichte, wie ein einfacher Soldat, nicht geblendet von Kraft und nicht arrogant agierend trotz seiner Führerschaft. Seine Selbstachtung könnte ihn in Versuchung bringen sich nur auf seine eigene Kompetenz zu verlassen, aber er wartete immer auf Nachricht vom Führer der Gläubigen in Al-Madinah. Auch wenn sie viele Meilen voneinander trennte, schickte er täglich seine Nachrichten zu ihm um Ansichten auszutauschen, Ratschläge und Meinungen zu diskutieren und sich auf die Schlacht vorzubereiten die kurz vor Ausbruch stand. Sa´d wußte ganz genau das ´Umar nie alleine entschied in Al-Madinah, sondern die Muslime und die Gefährten des Propheten zur Beratschlagung versammelte. Trotz der Umstände in der sich Sa´d befand, wollte er sich und seine Armee nicht der Segnungen und des Nutzen berauben, der durch diese Beratungen der Muslime enstand, besonders wenn ´Umar, ein Mann mit großer Eingebung mit dabei war.Sa´d befolgte ´Umar´s Willen, und schickte einige seiner besten Gefährten zu Rustum,  die ihn zum Islam und auf den Weg Allah´s einluden.Die Unterhaltung zwischen ihnen und dem Persischen Führer dauerte lange. Die Gespräche endeten damit das die Muslime sagten, " Allah hat uns ausgewählt um diejenigen die Er von seinen Geschöpfen gewählt hat, vom Götzendienst zum Eingottglauben hinzuwenden, vom kurzen engen diesseitigen Leben hin zur Freiheit, von der Ungerechtigkeit der Führer hin zur islamischen Gerechtigkeit. Jeder der unser Angebot annimmt wird von uns in Frieden gelassen und erleidet kein Unbill. Jeder der gegen uns kämpft, wird bekämpft solange bis Allah´s Versprechen in Erfüllung geht." Daraufhin fragte Rustum, " Welches Versprechen hat euch Allah gegeben ?" Die Gefährten antworteten, " Das Paradies für unsere Märtyrer und den Sieg für die Lebenden. " Die Delegation kehrte zu Sa´d dem Führer der Muslime zurück um ihm zu berichten das es Krieg geben würde. Sa´d´s Augen füllten sich mit Tränen. Er hatte sich so gewünscht das sich der Krieg noch aufschieben lassen würde, denn an diesem Tag verschlechterte sich seine Krankheit zunehmend, und er ertrug sie nur mit Mühe. Seine Abszesse breiteten sich über seinen gesamten Körper aus und er konnte kaum noch sitzen, geschweige denn ein Pferd reiten in der aufkommenden Schlacht. Hätte die Schlacht doch nur vor seiner Krankheit stattgefunden, oder der Beginn hätte sich solange hinausgezögert bis er wieder gesund gewesen wäre, dann hätte er sich tapfer dem Feind entgegenstellen können. Aber so....Nein, der Gesandte Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) hatte ihnen gelehrt niemals das Wort " Wenn " zu gebrauchen, denn " Wenn " bedeutet Schwäche. Ein starker Gläubiger ist weder schwach noch hilflos. Deshalb stand er auf und sprach zu seinen Soldaten. Er began seine Rede mit einem Vers aus dem heiligen Quraan. " und Wir haben bereits nach der Ermahnung in den Zabur geschrieben, dass das Land von Meinen rechtschaffenen Dienern beerbt wird. ( 21:105 )" Nachdem Sa´d fertig gesprochen hatte, leitete er seine Truppen beim Mittagsgebet. Danach richtete er sich wieder an seine Truppen und rief viermal lautstark " Allahu Akbar, Allahu Akbar, Allahu Akbar, Allahu Akbar ! "Das Echo seiner Stimme war im ganzen Universum zu hören. Dann streckte er seinen Arm geradewegs in Richtung des Feindes aus und rief zu seinen Soldaten. " Auf in die Schlacht mit dem Segen von Allah!" Er konnte seine Schmerzen kaum ertragen als er auf seinen Balkon stieg, der ihm als Hauptquartier und Behausung diente. Dort angekommen setzte er sich auf ein Kissen und lehnte sich an eine Kiste. Seine Tür blieb offen, was bedeutete das bei einer letzten Attacke der Perser auf sein Hauptquartier, er gefangen genommen werden würde, entweder tot oder lebendig. Aber er war weit davon entfernt sich davor zu fürchten. Seine Abszesse bluten und schmerzten ihn unaufhörlich, aber er mußte an etwas anderes denken. Von seinem Balkon aus rief er Befehle und kommandierte. Zuerst rief er den Soldaten an der Flanke zu sie sollen vorwärts rücken, dann den Soldaten der anderen Flanke sie sollten den freien Platz besetzen... Mughiirah, pass auf ! Jurair folge ihnen ! Nu´maan, schlag zu ! Ash´ath, Angriff ! Qa´qaa, du auch ! Vorwärts, vorwärts ihr Gefährten des Propheten ! Seine entschlossene und hoffnungsvolle Stimme beflügelte jeden einzelnen Soldaten und machte ihn zu einer eigenen Armee. Die Persischen Krieger fielen und starben wie die Fliegen und mit ihnen ihr Götzendienst und ihre Feueranbetung. Nachdem sie sahen wie ihr Kriegsherr und ihre besten Soldaten gefallen waren, flüchteten die geschlagenen und verstreuten Einheiten blitzschnell. Die muslimische Armee verfolgte sie bis nach Nahawind und Al-Madaa´in. Dort kämpften und besiegten sie die Perser schließlich und konnten am Ende den Thron des Kaisers und seine Krone als Kriegsbeute mit nach Hause nehmen.In der Schlacht von Al-Madaa´in, die zwei Jahre später stattfand, konnte Sa´d seine Tapferkeit unter Beweis stellen. Zwischen den Schlachten von Al-Qaadisiyah und Al- Madaa´in gab es immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Muslimen und den Persern. Zum Schluß sammelten sich die letzten Reste der persischen Armee in Al-Madaa´in, um eine alles entscheidende Schlacht zu führen. Sa´d wurde klar das die Zeit auf Seiten des Feindes war. Deshalb beschloß er sie dieses Vorteils zu berauben. Aber wie sollte er das bewerkstelligen ? Der Fluß Tigris mit seinem Hochwasser stand zwischen ihm und Al-Madaa´in. Gerade hier fand ein Ereignis statt, wo Sa´d wieder einmal unter Beweis stellte, warum ihn Abd Ar-Rahman Ibn ´ Awf als die Klauen des Löwen beschrieb. Sa´d´s Glaube und seine Bestimmung lachten in das Gesicht der Angst, verspotteten und machten sich lustig über das absolut unmögliche, mit bewundernswerter Tapferkeit. Sa´d befahl seiner Armee den Tigris zu überqueren. Sie sollten nach einer sicheren Furt im Fluß suchen, der ihnen erlaubte den Tigris zu durchqueren. Schlußendlich fanden sie so eine Stelle, aber das durchwaten des Flußes war nicht ohne großes Risiko. Sa´d wußte wohlweislich das er den Platz am anderen Ufer sichern mußte, bevor seine Armee den Fluß überqueren konnte, denn auf der anderen Seite lagerte auch der Feind. Deshalb beorderte er zwei Abteilungen. Die erste Abteilung, auch genannt die Abteilung des Terrors, und die zweite Abteilung genannt die Abteilung der Stummen, angeführt von Al Qa´qaa Ibn Amr. Die Soldaten dieser beiden Abteilungen begegneten vielen schrecklichen Situationen um den Uferplatz auf der anderen Seite des Flußes zu besetzen, damit die Armee sicher übersetzen konnte. Sie vollbrachten ihre Aufgabe mit Bravour. Sa´d´s Erfolg an diesem Tag ging in die Geschichte ein und war ein Grund zur Ratlosigkeit bei den Historikern. Sa´d selbst war erstaunt über seinen Erfolg. Auch Salman Al-Farisiy sein Gefährte war darüber erstaunt, und er schüttelte nur den Kopf und sagte, " Wahrlich, der Islam ist etwas neues. Bei Allah, Meere wurden durch die Muslime gebändigt und das Land ebenso. Im Namen des Einen in dessen Hand Salman´s Seele liegt, sie werden als Gruppe kommen und sie werden sie als Gruppe verlassen." Und genauso ist es passiert. Sie überquerten den Tigris als Gruppe und kehrten zurück als Gruppe ohne auch nur einen einzigen Mann oder Pferd zu verlieren. Es geschah das ein Holzbecher von einem der Krieger herunterfiel, und dieser nicht wollte das er der einzige war dem etwas verloren ging. Deshalb rief er seine Gefährten ihm zu helfen den Becher aus den Fluten zu bergen. Plötzlich kam eine Welle und spülte den Becher zu jemanden der ihn einsammeln konnte. Einige historische Quellen beschrieben die Überquerung des Flußes in aller Pracht. Sa´d befahl den Muslimen zu sagen, " Allah genügt uns und Er ist Der auf den wir vertrauen." Dann durchquerte er den Tigris mit seinem Pferd und die Leute taten es ihm nach. Niemand blieb zurück. Sie marschierten durch das Wasser, als ob sie an Land wären, und bald schon füllten sie die Strecke zwischen den beiden Ufern. Man konnte das Wasser nicht mehr sehen vor lauter Menschen und Pferde. Die Soldaten unterhielten sich während der Flußdurchquerung als ob sie an Land wären, denn sie fühlten eine Sicherheit und Ruhe, die durch das Vertrauen in Allah´s Urteil entstand, und Sein Versprechen Unterstützung und den Sieg zu geben. Als ´ Umar Sa´d zum Gouverneur über den Irak einsetzte, zog er aus um die Stadt Kufa zu bauen und errichtete dort den Grundstein für den Islam in den weiten dieses Landes. Eines Tages beschwerten sich die Bewohner von Kufa über Sa´d beim Führer der Gläubigen. Sie verloren die Kontrolle über ihr schwaches und rastloses Temperament und bezichtigten Sa´d eines lächerlichen Vergehens, nämlich das er nicht richtig beten konnte. Sa´d lachte lauthals und sagte, " Bei Allah, ich betete mit ihnen genauso wie der Prophet es uns gelehrt hat. Ich verlängerte die ersten beiden rak´ahs und verkürzte die letzten beiden. " Als ´ Umar Sa´d nach Al-Madinah zurückbeorderte, war er nicht verärgert. Im Gegenteil, er folgte dem Befehl von ´ Umar unmittelbar. Nach einer Weile wollte ihn ´Umar wieder Kufa schicken, aber Sa´d meinte nur lachend. " Befiehlst du mir zu jenen Leuten zurückzukehren die behaupten ich kann nicht richtig beten ? " Sa´d zog es vor in Al-Madinah zu bleiben. Als der Angrif auf ´Umar den Führer der Gläubigen geschah, wählte dieser sechs Gefährten des Propheten und übertrug ihnen die Verantwortung den nächsten Kalifen zu suchen. ´ Umar wählte sechs von jenen Gefährten mit denen der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zufrieden war bevor er starb. Sa´d Ibn Abi Waqqaas war einer von ihnen. Aus ´ Umar´s letzten Worten ging hervor, das es Sa´d gewesen wäre den er für das Kalifat vorgeschlagen hätte, denn er riet und empfahl seinen Gefährten, " Wenn Sa´d Kalif wird, dann ist es gut. Wenn aber ein anderer gewählt wird, dann sollte er Sa´d´s Ratschlag und Hilfe suchen."Sa´d wurde ein langes Leben beschert. Er sonderte sich ab während der Zeit des Bürgerkrieges, die nach dem Tod des dritten Kalifen ´ Uthmaan eintrat. Außerdem befahl er seiner ganzen Familie einschließlich seiner Kinder, ihm keinerlei Neuigkeiten des Bürgerkrieges zu übermitteln.Eines Tages richteten die Muslime bangen Blickes ihre Aufmerksamkeit auf Sa´d, als nämlich sein Neffe, Haashim Ibn ´Utbah Ibn Abi Waqqaas, ihn fragte, " Oh Onkel, hier draußen sind 100,000 Schwerter die der Meinung sind das Du den Anspruch auf diese Sache hast ( nämlich Kalif zu werden )." Sa´d aber antworte nur, " Ich wünsche mir von all den 100,000 Schwertern nur eines, nämlich das wenn es auf einen Gläubigen trifft, es keinen Schaden anrichtet, aber wenn es auf einen Ungläubigen trifft, sollte es seinen Zweck erfüllen." Seinem Neffen wurde klar was er damit meinte, ihn nämlich in seiner Abgeschiedenheit und Sicherheit zu belassen. Als sich die Auseinandersetzung zu Gunsten Mu´aawiyahs entschied und dieser die Zügel der Regentschaft in die Hand nahm, fragte er Sa´d," Warum hast du nicht mit uns gekämpft ?" Sa´d antwortete nur, " Eine dunkle Wolke erschien über mir. Ich sagte zu ihr Husch – Husch und hielt mein Kamel an und wartete bis sie vorüberzog." Mu´aawiyah meinte, " Husch – Husch, diese Worte habe ich nicht im ehrwürdigen Qur´aan gefunden aber folgende Worte, " Und wenn zwei Parteien der Gläubigen einander bekämpfen, dann stiftet Frieden zwischen ihnen; wenn jedoch eine von ihnen sich gegen die andere vergeht, so bekämpft diejenige, die im Unrecht ist, bis sie sich Allahs Befehl fügt..." ( 49:9 ) Du aber hast für keine Seite Partei ergriffen. Du warst weder mit den Ungerechten gegen die Gerechten, noch mit den Gerechten gegen die Ungerechten." Daraufhin sagte Sa´d, " Wie könnte ich gegen einen Mann kämpfen ( er meinte Aliy Ibn Abi Taalib ) zu dem der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) einmal sagte, " Du hast mir gegenüber dieselbe Stellung wie Haaruun sie gegenüber Moses hatte, nur das es nach mir keinen Propheten mehr geben wird."Eines Tages im Jahr 54 n.H., im hohen Alter von über 80 Jahren, bereitete sich Sa´d in seinem Haus in Al-Aqiiq vor, seinen Herren zu treffen. Sein Sohn berichtete über seine letzten Augenblicke. " Sein Kopf war in meinem Schoß und er war im Begriff zu sterben. Ich weinte, aber er sagte zu mir, " Was läßt dich weinen mein Sohn ? Allah wird mich nicht bestrafen, ich gehe Richtung Paradies. "Seine Festigkeit im Glauben konnte selbst im Angesicht des Todes nicht erschüttert werden. Der Prophet selbst ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) übermittelte ihm diese guten Nachrichten, und er glaubte fest an die Ehrlichkeit des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Vor was also sollte er Angst haben ? " Allah wird mich nicht bestrafen, ich gehe Richtung Paradies. " Allerdings wollte er seinen Herren treffen mit seiner allerliebsten Erinnerung die er hatte, eine Erinnerung die ihn mit seiner Religion und seinem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) verband. Deshalb zeigte er auf eine Kiste und sein Sohn öffnete sie für ihn und holte ein altes, zerissenes und verschlissenes Gewand hervor. Er befahl seinen Angehörigen diese alte Gewand als Leichentuch für ihn zu benutzen und sagte zu ihnen, " Ich trug dieses Gewand in der Schlacht von Badr, als wir die Ungläubigen bekämpften. Ich habe es mir für diesen Tag aufgehoben. " Und in der Tat, dieses verschlissene Gewand war nicht irgend ein Gewand. Es war das Banner das über ein langes großes Leben geweht hatte. Unser Held lebte dieses Leben ehrlich, tapfer und gläubig. Der Körper des letzten Auswanderers wurde in Al-Madinah begraben, glücklich angekommen neben einer Gruppe von großartigen Gefährten die ihm vorangegangen waren. Ihre erschöpften Körper hatten schlußendlich ein sicheres Obdach gefunden im Friedhof von Al-Baqii.Lebewohl, Sa´d, lebewohl, Sa´d, der Held von Al-Qaadisiyah, der Eroberer von Al- Madaa´in, derjenige der für immer die Feueranbetung in Persien ausgelöscht hatte ! |
MUS'AB I BN 'UMAIR
Der er ste Abgesandte im Islam Es trifft sich gut für uns ausgerechnet mit diesem Gefährten des Gesandten Allahs Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu beginnen. Er war das Juwel der Quraish, der bestaussehendste unter den Jugendlichen. Historiker und Überlieferer beschreiben ihn als den anmutigsten unter den Mekkanern. Er wurde geboren und ihm Wohlstand aufgezogen, und er wurde im Luxus groß. Es gab wahrscheinlich keinen Jungen in Mekkah der mehr verhätschelt wurde als Mus´ab Ibn ´Umair. Dieser fröhliche Junge verhätschelt und liebkost, der Schwarm der Mädchen von Mekkah, das Juwel der Clubs und Versammlungen. Ist es möglich das ausgerechnet er eine Legende im Glauben wird ? Bei Allah, was für eine interessante Geschichte von Mus´ab Ibn ´Umair, oder Mus´ab der Gute, wie sein Spitzname unter den Muslimen war ! Er war einer der im Islam groß wurde und den der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) aufgezogen hat. Aber wer war er ? Seine Geschichte hat einen Ehrenplatz in der Geschichte der Menschheit. Dieser Junge hörte eines Tages was die Leute über Muhammad den Wahrhaftigen sagten, das Allah ihn als Überbringer froher Botschaft und Warner gesandt hat und die Menschen dazu aufrief Allah den einen Gott anzubeten. In Mekkah wurde morgens und abends über nichts anderes gesprochen als über Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine neue Religion, und dieser verwöhnte Junge war einer seiner aufmerksamsten Zuhörer. Trotz seiner Jugend und Schönheit, waren die Weisheit und der gesunde Menschenverstand einer seiner Charakterzüge. Er hörte das sich der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und diejenigen die an ihn glaubten, immer in dem Haus von Al – Arqam Ibn Al – Arqam ( Dar el Arqam ) bei Al Safaa heimlich getroffen haben, weit entfernt von den Würdenträgern und großen Persönlichkeiten der Quraish. Er verschwendete keine Zeit. Er ging eines Nachts zum Dar Al-Arqam ängstlich aber auch neugierig. Dort angekommen, sah er wie der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den Quran rezitierte und zusammen mit den Gefährten zu Allah, Hocherhaben ist Er, beteten. Mus´ab hatte sich kaum hingesetzt und über die Quranverse nachgedacht die der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) rezitiert hatte, als sein Herz die ihm zugedachte Versprechung empfing. Die innere Freude schleuderte ihn fast von seinem Sitz und er war erfüllt von wilder Verzückung. Aber der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) presste seine gesegnete Hand auf das klopfende Herz von Mus´ab, und eine alles überwältigende Ruhe erfüllte sein Herz. In nur einem einzigen Augenblick, hatte der Junge der soeben Muslim geworden war, mehr Weisheit erhalten trotz seiner Jugend und eine Bestimmung, die den Ablauf der Zeit verändern sollte. Mus´abs Mutter war eine Frau namens Khunaas Bint Maalik, und die Leute fürchteten sie ob ihrer strengen Persönlichkeit. Als Mus´ab Muslim wurde, war er weder ängstlich noch vorsichtig gegenüber irgend jemand auf Erden, ausser seiner Mutter. Selbst wenn ganz Mekkah mit seinen ganzen Götzen, Vornehmen und Wüsten ihn herausfordern würden, er würde standhaft sein. Aber eine Auseinandersetzung mit seiner Mutter war für ihn das schlimmste was es geben konnte, deshalb beschloss er seinen neuen Glauben geheim zu halten, solange Allah dies so wollte. Er ging weiterhin zum Dar Al-Arqam um Unterricht zu nehmen beim Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Er war zufrieden mit seinem neuen Glauben und vermied Ärger mit seiner Mutter, die noch nicht wusste das er zum Islam übergetreten war. Jedoch, zu der Zeit konnte in Mekkah kein Geheimnis verborgen bleiben, denn die Augen und Ohren der Quraish waren immer und überall in Alarmbereitschaft. Eines Tages sah Uthmaan Ibn Talhah ihn regelmäßig ins Dar Al-Arqam gehen, und ein anderes mal sah er ihn wie er das Gebet verrichtete sowie Muhammad dies zu tun pflegte. Kaum als er dies sah, rannte er zu Mus´abs Mutter und berichtete ihr was er gesehen hatte, ganz zum Erstaunen seiner Mutter. Mus´ab stand vor seiner Mutter, den Leuten und den Noblen unter den Quraish, die sich um ihn versammelt hatten, und erzählte ihnen die unwiderlegbare Wahrheit, rezitierte die Qurananverse mit denen der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) ihre Herzen reinigte und sie mit Ehre, Weisheit, Gerechtigkeit und Frömmigkeit füllte. Seine Mutter hob zu einem gezielten Schlag aus, aber ihre Hand erlag ihrer Absicht, auf Grund des erstrahlenden Lichtes das den Glanz seines unschuldigen Gesichtes umfloss, das höchsten Respekt verlangte auf Grund seiner ruhigen Ausstrahlung. Jedoch, seine Mutter ersparte ihm die Schläge und die Qualen, obwohl sie glaubte die Macht zu haben sich durch ihre Götter, die er verlassen hatte, an ihm zu rächen. Stattdessen sperrte sie ihn in eine Ecke ihres Hauses und legte ihn in Ketten, bis er die Neuigkeiten vernahm das einige Muslime nach Abessinien auswanderten. Er machte sich einen Plan, täuschte seine Mutter und seine Bewacher und entkam nach Abessinien. Er blieb mit seinen Glaubensbrüder dort für eine Weile und kehrte dann nach Mekkah zurück. Auch bei der zweiten Auswanderung nach Abessinien war er dabei, als der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) es seinen Gefährten befohl und sie gehorchten. Aber egal ob Mus´ab in Abessinien oder Mekkah war, er verkündete seine Glaubenserfahrungen zu jeder Zeit und an jedem Ort. Mus´ab war sich mit der Zeit sicher das sein Leben und sein Glauben gut genug waren, um sich zu opfern für das höchste Wesen und den größten Schöpfer. Eines Tages begab er sich zu den Muslimen die mit dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zusammen sassen. Als sie ihn kommen sahen senkten sie ihre Köpfe und Tränen liefen aus ihren Augen, denn er trug ein abgetragenes Gewand. Sie waren an seine frühere Erscheinung gewöhnt, als seine Kleidung elegant und duftend war. Das war bevor er Muslim wurde. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) blickte zu ihm mit Augen der Weisheit, des Dankes und der Liebe, und Mus´ab lächelte dankbar als er sagte : ´´ Ich sah Mus´ab früher, und es gab keinen Jungen der mehr verhätschelt wurde von seinen Eltern als ihn. Dies hat er alles verlassen für die Liebe zu Allah und seinem Propheten. ! ´´ Seine Mutter verweigert ihm den ganzen Luxus den sie besaß, als sie merkte das sie ihn nicht mehr zu ihrer Religion zurückbringen konnte. Sie verweigerte jedem ihr Essen, der ihre Götter verlassen hatte, sogar ihrem Sohn. Der letzte Kontakt mit ihrem Sohn war, als sie ein zweites Mal veruchte ihn einzusperren nach seiner Rückkehr aus Abessinien. Da schwor Mus´ab das er jeden töten würde der ihr helfen würde ihn einzusperren. Sie erkannte die Wahrheit und seine Entschlossenheit die in seiner Absicht lag, und sie ließ ihn unter Tränen ziehen. Der Moment der Trennung offenbarte eine noch stärkere Bindung zur Treulosigkeit seitens seiner Mutter, und eine noch stärkere Bindung zum Glauben auf der Seite ihres Sohnes. Als er das Haus verließ sage sie zu ihm ´´ Geh weg von mir, Ich bin nicht länger mehr deine Mutter ´´. Mus´ab aber ging zu ihr und sagte´´ Oh Mutter, Ich gebe dir einen guten Rat und er kommt von meinem Herzen. Glaube an Allah den Einzigen und das Muhammad sein Gesandter ist ´´. Sie erwiderte ärgerlich ´´ Bei den Sternen, ich werde nie deiner Religion beitreten und meinen Stand erniedrigen und meine Sinne vernebeln!´´. Mus´ab verließ also den ganzen Luxus den er genoßen hatte. Er war zufrieden mit dem harten Leben das er nie so vorher gekannt hatte. Er trug einfachste Kleidung, war einen Tag satt und einen Tag hungrig. Der Geist, der aus seinem tiefen Glauben entsprang, geschmückt mit dem Licht von Allah, machte aus ihm einen anderen Menschen, der auch in den Augen anderer großer Muslime gefallen fand. Zu diesem Zeitpunkt beauftragte ihn der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) mit der größten Aufgabe seines Lebens. Er schickte ihn als seinen Abgesandten nach Madinah. Sein Auftrag war, die Ansar, die an den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) bereits glaubten, und die ihm die Treue schworen beim Treffen in Aqabah, zu unterrichten und andere Menschen zum Islam einzuladen. Auch sollte Madinah vorbereitet werden für die große Auswanderung. Es gab unter den Gefährten des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) welche die älter, bekannter und dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) näher standen als Mus´ab, aber der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) vertraute ihm diese wichtigste Aufgabe zu dieser Zeit an. Er legte das Schicksal des Islams von Madinah in seine Hände. Der strahlenden Stadt Al-Madinah war es bestimmt das Ziel der Auswanderung zu sein, das Sprungbrett der islamischen Lehrer und der Befreier der Zukunft zu sein. Mus´ab war der Aufgabe gewachsen und rechtfertigte das Vertrauen das Allah ihm gegeben hatte, und er war gesegnet mit noblem Verstand und edlem Charakter. Er gewann viele Herzen der Menschen von Madinah durch seine Frömmigkeit, Ehrenhaftigkeit und Aufrichtigkeit. Durch ihn traten die Menschen in Scharen dem Islam bei. Zu der Zeit als der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) in nach Madinah schickte, gab es dort nur zwölf Muslime die damals bei Aqabah dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) die Treue schworen. Kaum war er ein paar Monate dort, antworteten die Menschen seinem Ruf zu Allah und seinem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Während der nächsten Wallfahrt schickten die Medinenser eine Abordnung von 70 Gläubigen, Männer und Frauen, nach Mekkah um den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) dort zu treffen. Sie kamen mit ihren Lehrern und dem Abgesandten des Propheten, Mus´ab Ibn ´Umair. Mus´ab bewies durch sein Gefühl und seine Vortrefflichkeit, das der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) recht hatte, ihn als seinen Abgesandten und Lehrer zu entsenden. Mus´ab begriff seinen Auftrag sehr wohl. Er wußte er war ein Aufrufer zu Allah und ein Verkünder Seiner Religion, die die Menschen zur rechten Führung rief und auf einen geraden Weg. Wie der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) an den er glaubte, war er nichts anderes als ein Übermittler der Botschaft. Er war standhaft, zusammen mit seinem Glaubensbruder As´ad Ibn Zoraarah, bei dem er wohnte, zusammen besuchten sie die verschiedenen Stämme, Versammlungen und Wohnorte, um den Menschen den Quran vorzutragen, den Menschen langsam begreiflich zu machen das Allah nur ein einziger Gott ist. Mehrmals kam er in Situationen die ihn und seine Gefährten das Leben kosten konnte, wegen seiner aktiven und klugen Bemühungen. Eines Tages fand er zu seiner großen Überraschung Usaid Ibn Hudair, den Führer des Abd Al-Ashhal Stammes vor sich stehen mit gespannten Pfeil und Bogen. Usaid war rasend vor Wut und Feindseligkeit ihm gegenüber, weil er gekommen war um die Leute von seiner Religion abzubringen, indem er behauptete die Menschen sollten die alten Götter verlassen um den neuen einzigen Gott anzubeten, von dem sie zuvor noch nie gehört hatten. Ihre Götter waren der Mittelpunkt ihrer Religion und Anbetung. Die Menschen wußten deren Plätze wo sie zur Anbetung hingehen mußten. Diese Götter wurden angerufen wenn Hilfe benötigt wurde. Daran glaubten sie. Den Gott von Muhammad, zudem sein Abgesandter aufrief, konnte man nicht sehen und es gab auch keinen Platz wo man ihn finden konnte. Die Muslime die bei Mus´ab saßen bekamen es mit der Angst zu tun als sie Usaid Ibn Hudair sahen in seinem ungezügelten Zorn, aber Mus´ab der Gute blieb standhaft. Usaid stand vor ihm und Asad Ibn Zoraarah und schrie, ´´ Was bringt dich hierher ? Bist du gekommen um unseren Glauben zu zerstören ? Verschwinde schnellstens wenn dir dein Leben lieb ist `` Mit der Ruhe und Kraft eines Ozeans, begann Mus´ab in aller Ruhe zu sprechen.´´Möchtest du dich nicht setzen und zuhören ? ´´ Wenn dir unsere Sache gefällt, bist du herzlich eingeladen, wenn nicht dann werden wir dich damit verschonen. ´´ Allahu Akbar – Allah ist am größten ! Welch großartige Eröffnung mit Aussicht auf ein gutes Ende ! Usaid wurde nachdenklich, ausserdem war er ein kluger Mann, er sah das Mus´ab ihn nur dazu einlud zuzuhören und nichts weiter. Sollte er ihn überzeugen, dann würde er zustimmen, wenn nicht, dann würde Mus´ab ihn und seinen Stamm verlassen, und sich eine neue Nachbarschaft suchen, ohne ihm und seinen Leuten zu schaden. Usaid sagte: ´´ Das ist fair und gerecht ´´. Er legte seinen Bogen zur Seite und setzte sich um zuzuhören. Mus´ab hatte kaum mit Quran lesen aufgehört und Usaid seinen Auftrag geschildert mit dem ihn Muhammad Ibn Abd Allah ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) geschickt hatte, da begann sich bereits das Bewusstsein von Usaid zu öffen und zu klären, auf Grund dieser klaren gesprochenen Worte. Er war überwältigt von dessen Schönheit. Als Mus´ab fertig gesprochen hatte, rief Usaid und diejenigen die mit ihm kamen aus: ´´ Welch wunderbare und wahren Worte ! Wie kann man dieser Religion beitreten ? ´´ Mus´ab erklärte ihm, sich und seine Kleidung zu reinigen und zu sagen, ´´ Ich bezeuge das es keinen Gott gibt ausser Allah ´´. Usaid zog sich für eine Weile zurück und kam dann wieder um sich mit sauberem Wasser zu reinigen und öffentlich zu verkünden: ´´ Ich bezeuge das es keinen Gott gibt ausser Allah, und das Muhammad sein Gesandter ist. ´´ Diese Neuigkeit verbreitete sich mit Windeseile und bald schon kamen Sa´d Ibn Mu´aadh und Sa´d Ibn Ubaadah um den Islam anzunehmen. Durch den Eintritt dieser Leute in den Islam kam Segen über Madinah. Die Menschen fragten sich, wenn Usaid Ibn Hudair, Sa´d Ibn Mu´aadh und Sa´d Ibn Ubaadah den Islam bereits angenommen hatten, auf was warten wir noch ? Gehen wir direkt zu Mus´ab und legen das Glaubensbekenntnis ab. Bei Allah, Mus´ab ruft zur Wahrheit auf und zu einem geraden Weg.´´ Der erste Abgesandte des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) war erfolgreich ohnegleichens. Es war ein Erfolg den er sich redlich verdiente und der ihm ebenbürtig war. * * * Die Zeit verging. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine Gefährten wanderten in der Zwischenzeit nach Madinah aus, und die Quraish reagierten mit Neid, und ihre gottlosen Verfolgungen gegenüber den frommen Muslimen nahmen immer mehr zu. Es kam zur Schlacht von Badr, wo die Quraish eine Lektion erteilt bekamen und ihre Vormachstellung einbüßten. Sie sannen auf Rache, und die Schlacht von Uhud stand kurz bevor. Die Muslime bereiteten sich vor, und der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) stand mittens unter seinen Gefährten um denjenigen auszuwählen, der die Islamische Flagge tragen sollte. Er wählte Mus´ab den Guten, der vortrat um die Flagge zu nehmen. Die Schlacht tobte und die Kämpfe waren erbittert. Die Bogenschützten missachteten den Befehl des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und verliessen ihre Position auf dem Berg, als sie glaubten die Mekkaner zögen sich geschlagen zurück. Aber diese Aktion bewirkte das sich der sichergeglaubte Sieg in eine Niederlage verwandelte. Die Muslime wurden überrumpelt von der Reiterschar der Mekkaner, die in deren Rücken nun angriffen, und viele Muslime wurden getöten durch die Schwerter der Quraish. Als die Quraish die Angst und Verwirrung in den Reihen der Muslime bemerkten, richteten sie ihr Augenmerk direkt auf den Propheten, um ihn zu töten. Mus´ab erkannte die drohende Gefahr, hob die Flagge in die Höhe und rief mit der Stimme eines Löwen , ´´ Allahu Akbar ! Allahu Akbar ´´ Er kehrte um, und tötete den Feind wo immer er ihn antraf. Alles was er wollte war, die Aufmerksamkeit des Feindes weg vom Propheten( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und auf sich zu lenken. Mus´ab kämpfte mit dem Mute der Verzweiflung, in der einen Hand die Fahne, in der anderen Hand das Schwert. Aber die Feinde überwältigten ihn an Zahl. Sie wollten über seine Leiche Zugang zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) bekommen. Lasst uns einen von einem Zeitzeugen berichten über die letzten Momente von Mus´ab den Großartigen. Ibn Sa´d sagte: Ibrahim Ibn Muhammad Ibn Sharhabiil Al – Abdriy überlieferte von seinem Vater, der sagte: ´´ Mus´ab Ibn Umair trug die Flagge am Tage von Uhud als die Muslime auseinander gejagt wurden, er aber blieb standhaft bis er auf Ibn Qumaah den Ritter traf. Dieser schlug ihm auf die rechte Hand und trennte sie ihm ab, aber Mus´ab sagte nur ... und Muhammad ist nur ein Ges andter, und Ges andte vor ihm sind gestorben ...( 3 : 1 4 4 ). Daraufhin nahm er die Flagge in seine linke Hand und stützte sich auf sie. Qumaah schlug ihm daraufhin auch die linke Hand ab, aber Mus´ab klemmte sich die Fahne unter seine Arme und stützte sich darauf, und wiederholte immer nur ... und Muhammad ist nur ein Ges andter, und Ges andte vor ihm sind gestorben ... Der letzte Schlag erfolgte mit einem Speer, der ihn durchbohrte. Mus´ab fiel und mit ihm die Fahne. Er fiel, nachdem er gekämpft hatte um Allahs willen in dieser großen Schlacht der Opfer um des Glaubens willen. Er hat geglaubt das wenn er stirbt, dann ist der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) schutzlos und ohne Verteidigung. Deshalb opferte er sich für den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) ohne Rücksicht auf Verluste. Er war vor Furcht und Liebe zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) so überwältigt, das er nicht aufhören konnte zu sagen ... und Muhammad ist nur ein Ges andter, und Ges andte vor ihm sind gestorben .. ( 3 : 1 4 4 ), bei jedem Schlag dem ihn der Feind zufügte. Diese Verse wurden später offenbart, nachdem er sie immer wieder ausgesprochen hatte.Nach dem bitteren Ende dieser Schlacht fanden sie den Leichnam dieses aufrechten Märtyrers auf seinem Gesicht im Staub liegend, als ob er sich fürchtete das dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) Schaden zugefügt werden könnte. Es sah so aus als verstecke er sein Gesicht um dies nicht mitansehen zu müssen. Oder als ob er sich geschämt hätte als Märtyrer zu sterben, ohne sicher gewesen zu sein das der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) in Sicherheit war, und er nicht in der Lage war ihn zu beschützen. Allah ist mit dir, oh Mus´ab !! Was für eine grandiose Lebensgeschichte ! Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine Gefährten kamen später zurück zum Schlachtfeld um den Märtyrern Lebe Wohl zu sagen und sie zu verabschieden. Beim Anblick von Mus´ab liefen die Tränen über das Gesicht vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Khabbaab Ibn Al-Arat überlieferte: Wir sind mit dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) um Allahs willen ausgewandert, und werden deshalb Belohnung dafür von Allah bekommen. Einige von uns starben ohne irgend etwas von dieser Belohnung im Diesseits geniessen zu können, und einer von diesen war Mus´ab Ibn Umair, der als Märtyrer am Tag von Uhud gefallen ist. Er hat nichts hinterlassen ausser einem zerfetzten Stück Stoff. Wenn wir seinen Kopf damit bedeckten, schauten seine Füße unten raus, und wenn wir seine Füße damit bedeckten, war sein Kopf entblößt. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte uns: ´´ Bedeckt seinen Kopf mit dem Stück Stoff und seine Füße mit Zitronengras ´´. Ungeachtet der tiefen Trauer und des Schmerzes über den Tod seine Onkels Hamzah, und die Verstümmelung seines Körpers, verursacht durch die Götzendiener, in einer Art und Weise die dem Propheten die Tränen in die Augen trieb und sein Herz gebrochen haben, und trotz der Tatsache das das Schlachtfeld übersäht war mit den Leichnamen seiner Gefährten, die alle der Inbegriff von Wahrheit, Frömmigkeit und Erleuchtung waren. Ungeachtet all dessen, stand er beim Leichnam seines ersten Abgesandten um ihn zu verabschieden und weinte bitterlich. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) stand bei den Überresten von Mus´ab Ibn Umair und sprach während seine Augen überliefen mit Tränen der Liebe und Brüderlichkeit... Unter den Gläubigen sind Männer die wahlich ihren Ver tr ag mit Allah erfüllt haben ... ( 3 3 : 2 3 ). Dann warf er einen traurigen Blick auf das Stück Stoff mit dem Mus´ab bedeckt war und sagte: ... Ich sah dich in Makkah, und es gab kein kostbareres Juwel und keinen Vornehmeren als dich, und jetzt liegst du hier barhäuptig in einem Stück Stoff. ... Dann blickte der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) auf all die Märtyrer auf dem Schlachtfeld und sagte:... Der Gesandte Allahs bezeugt das ihr alle Märtyrer seid bei Allah am Tag der Auferstehung... Dann versammelte er alle lebenden Gefährten um sich und sprach... Ihr Leute, besucht die Märtyrer, kommt zu ihnen und begrüßt sie. Bei Allah, kein Muslim wird sie begrüßen, ohne das sie ihren Gruß erwiedern.... Friede auf dich, oh Mus´ab. Friede auf euch, oh ihr Märtyrer. Friede und Segen von Allah auf euch alle ! |
SALMAAN AL FAA RI S I Y
Auf der Suche nach der Wa hrheit Unser neuer Held kommt dieses mal aus Persien, das Land aus dem viele Menschen kamen und dem Islam beitraten im Laufe der Geschichte. Einige von ihnen waren außergewöhnlich und unübertroffen im Glauben, im Wissen über Religion und den weltlichen Angelegenheiten. Es ist eines der Wunder des Islam und seiner Großartigkeit, das er nie ein Land auf Allahs Erde betritt ohne das er unschätzbaren Einfluß nimmt auf die vorhandenen Möglichkeiten und Kräfte und die verborgenen geistigen Größen und Genies der Bevölkerung hervorbringt. Aus Persien kamen die muslimischen Philosophen, Physiker, Juristen, Astronomen, Erfinder und Mathematiker. Laßt uns innehalten; sie erklommen alle erreichbaren Höhen, durchbrachen alle Grenzen während der Blütezeit des Islams durch ihre geistigen Fähigkeiten auf allen Gebieten, mittels ihrer intellektuellen Fähigkeiten, unter anderem in den Wissenschaften und der Staatsverwaltung. Wahrlich, sie kamen aus verschiedenen Völkern, aber ihre Religion war der Islam. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) hat diese gesegnete Ausdehnung vorhergesagt. Und tatsächlich wurde ihm dies von seinem allmächtigen Herrn so versprochen. Er hat hingewiesen auf Zeit, Ort und Tag, und er sah vor seinem geistigen Auge das Banner des Islams flattern in allen Ecken der Welt und über den Palästen der Herrscher. Salmaan Al Faarisiy, der Perser, legte Zeugnis davon ab und war fest mit dem damaligen Zeitgeschehen verbunden. Dies geschah zum Beispiel am Tag der Grabenschlacht ( Al – Khandaq ) im Jahre 5 nach der Hidschrah, als die Führer der Juden nach Makkah kamen um die Götzendiener aufzuwiegeln und eine Allianz schmiedeten gegen den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und die Muslime, indem sie mit den Götzendiener einen Vertrag aushandelten um eine entscheidende Schlacht zu führen diese neue Religion auszurotten. Dieser scheußliche Krieg war so geplant das die Armee der Quraish mit seinen Verbündeten Madinah von außerhalb angreifen sollte, während die Bani Quraidhah von innerhalb angreifen würden, im Rücken der Muslime, um sie so zu schwächen. Eines Tages wurden der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und die Muslime unversehends überrascht durch die Neuigkeit das eine gut ausgerüstete Armee in Richtung Madinah marschierte. Der Quran schilderte diese Szene folgendermaßen: ... Als sie von oben und von unten her über euch kamen, und al s die Augen rollten und die Herzen in die Kehle stiegen und ihr ver schiedene Gedanken über Allah hegtet ... damals wurden die Gläubigen geprüft, und sie wurden in heftigem Maße er schüttert. ( 3 3 : 1 0 – 1 1 ) Vierundzwanzig Tausend Kämpfer unter dem Kommando von Abu Sufyaan und Uyainah Ibn Hisn waren auf dem Weg nach Madinah um es zu erstürmen oder zu belagern, um Muhammad, seine Religion und seine Gefährten ein für alle mal loszuwerden. Diese Armee repräsentierte nicht nur die Quraish alleine, sondern alle ihre Verbündeten Stämme die ein gemeinsames Interesse hatten, bedroht durch den Islam. Es war ein letzter und entscheidender Versuch der alle Feinde des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) einigte, auf Grund von einzelnen, kollektiven oder stammesbasierenden Interessen. Die Muslime befanden sich in einer prekären Situation. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) versammelte sich mit seinen Gefährten um sich zu beraten. Natürlich wollten sie eine Entscheidung treffen in Sachen Verteidigung und Angriff, aber wie konnten sie eine Verteidigungsstrategie aufbauen ? In dieser Situation trat ein Mann auf den Plan. Ein Mann von großer Statur und langem wallenden Haar, ein Mann für den der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) große Liebe empfand. Salmaan Al Farisiy. Er erkundigte die Umgebung und stellte fest das Madinah umgeben war von Hügeln, Bergen und ungeschütztem offenem Land, das sehr leicht vom Feind überwunden werden konnte. Salmaan hatte große Erfahrung gesammelt in Kriegsführung und Kriegstaktik. Er schlug dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) deshalb vor eine Taktik anzuwenden die die Araber bisher noch nicht gekannt hatten. Einen Graben auszuheben an den ungeschützten Stellen von Madinah. Und Allah weiß es besser was geschehen wäre, wenn die Muslime nicht diesen Graben ausgehoben hätten, der die Quraish in Verzweiflung stürzte, da sie so etwas vorher noch nie gesehen hatten. Die Armee des Feindes lagerte einen Monat in ihren Zelten vor Madinah, unfähig die Stadt einzunehmen, und eines Nachts sandte Allah einen Sturm der all ihre Zelte komplett zerstörte und sie alle auseinander trieb. Abu Sufyaan kündigte darauf hin an, das sich alle zurückziehen sollten. Sie waren alle verzagt, mutlos und frustriert. * * * Während der Aushebung des Grabens, beteiligte sich Salmaan dadurch das er den Sand beiseite schaffte. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) hob ebenfalls mit aus in der Gruppe mit Salmaan. Ihre Pickel stiessen auf einen Felsblock der sich als äußerst störrisch erwies und der sich trotz der Kraft von Salmaan nicht brechen ließ. Jeder versuchte es einmal, aber vergeblich. Salmaan ging zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und schlug vor den Graben um diesen störrischen Felsblock herumzuführen. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) kehrte mit Salmaan zurück um sich diesen Felsblock anzuschauen. Er betrachtete ihn und verlangte einen Pickel. Er wies seine Gefährten an zurückzutreten wegen der Splitter. Dann sagte er: Bismillah – und hob den Pickel mit seinen gesegneten Händen und ließ ihn auf den Felsblock niederfallen. Der Felsblock zerbrach mit einem gleißenden Licht. Salmaan berichtete das der Lichtschein über ganz Madinah zu sehen war. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) hob den Pickel ein zweites Mal und der Felsblock zerbrach immer mehr. In diesem Augenblick rief der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) Allahu Akbar – mir wurden die Schlüssel für Rom übergegeben, seine roten Paläste wurden für mich erleuchtet und mein Volk wird als Sieger kommen. Der Prophet hob ein drittes Mal seinen Pickel und der Felsblock zerbrach vollkommen und sein funkelndes Licht war zu sehen. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte daraufhin zu den Leuten, das er ebenfalls die Paläste von Syrien, San´aa und anderen Städten soeben gesehen hätte, über die eines Tages das Banner des Islam wehen würde. Die Muslime riefen in tiefstem Glauben ... Das ist was Allah und sein Prophet uns versprochen hat ! Salmaan war der Urheber der Geschichte des Grabens und er wird immer in Verbindung gebracht werden mit dem Felsblock der einige Geheimnisse des Schicksals und des Verborgenen offenbarte. Als er den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) rief um den Felsblock zu brechen, stand er an seiner Seite und sah das Licht und hörte diese frohe Botschaft, und er erlebte wie diese Prophezeihungen in Erfüllung gingen. Er sah die großen Hauptstädte von Persien und Rom ( Byzanz ), die Paläste von Syrien, Ägypten und Irak. Er sah wie all diese Plätze erbebten unter einer gesegneter Verzückung die herunter rief von den hohen Minaretten in allen Teilen der Welt, das Licht der Führung und Tugend und Güte zu verbreiten. Und hier sehen wir ihn vor seinem Haus in Madinah sitzen im Schatten eines Baumes, wie er seinen Gästen von seinen Abenteuern erzählt auf der Suche nach der Wahrheit, und ihnen erklärt wie er die Religion seines persischen Volkes verlassen hatte um Christ zu werden und später Muslim. Wie er den Wohlstand und das Vermögen seines Vaters aufgegeben hatte, um sich in die Weite der Wildnis zu begeben, auf der Suche nach Erlösung der Seele und seiner Spannung. Wie er auf einem Sklavenmarkt verkauft wurde auf der Suche nach der Wahrheit. Wie er den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) traf und wie er dazu kam an ihn zu glauben. Laßt uns jetzt seine Geschichte hören, die er uns zu erzählen hat. * * * Ich komme aus Isfahan, aus einer Gegend die Jai heißt und ich war der Lieblingssohn meines Vaters, der eine hochgeschätzte Persönlichkeit war unter meinem Volk. Wir waren Feueranbeter. Ich gab mich der Feueranbetung hin solange bis ich ein Wächter des Feuers wurde das entzündet wurde und das wir nie verlöschen ließen. Mein Vater hatte einen Grundbesitz zu dem er mich eines Tages schickte. Ich kam an einer Christlichen Kirche vorbei und hörte wie die Leute beteten. Ich ging hinein und sah was sie taten. Ich war beeindruckt von dem was ich gesehen hatte, und dachte mir, dies ist besser als unsere Religion. Ich blieb bei ihnen bis zum Sonnenuntergang und ging nicht zum Grundbesitz meines Vaters und auch nicht zurück nach Hause, solange bis er nach mir schickte mich zu suchen. Ich fragte die Christen nach dem Inhalt ihrer Religion und nach ihren Gebeten die mich so beeindruckt hatten und nach dem Ursprung ihrer Religion. Sie sagten mir der Ursprung sei in Syrien. Nachdem ich wieder zu Hause war erzählte ich meinem Vater was ich erlebt hatte. ... ´´ Ich kam an einer Kirche vorbei und sah wie die Leute dort beteten und ich war sehr beeindruckt, und ich konnte sehen das ihre Religion besser war als unsere.´´ Wir diskutierten eine Zeitlang und dann legte er mich in Fesseln und sperrte mich ein. Ich schickte eine Nachricht zu den Christen und tat ihnen kund das ich ihrer Religion beigetreten sei. Ich bat sie das wann immer eine Karawane aus Syrien kommen würde, mich zu informieren so das ich mit ihnen reisen konnte. Als es soweit war, bin ich ausgebrochen und mit ihnen nach Syrien zurück gereist. In Syrien angekommen fragte ich nach ihren Gelehrten und wurde zu einem Bischof geschickt, dem Oberhaupt einer Kirche. Ich ging zu ihm und erzählte ihm meine Geschichte. Ich lebte bei ihm, diente ihm, lernte von ihm und betete mit ihm. Aber diese Bischoff war nicht wahrhaftig in seiner Religion, denn er sammelte Geld um es unter den Menschen zu verteilen, was er aber nicht tat, sondern er hortete dieses Geld für sich. Schließlich starb er. Sie bestimmten ein neues Oberhaupt an seiner Stelle. Ich sah keinen gottesfürchtigeren Mann als ihn in seiner Religion, noch einen der mehr bestrebt war Gutes vorraus zu schicken für das Jenseits, noch einen frommeren Mann in dieser Welt, und einen der genauer war beim Gottesdienst. Ich liebte ihn wie keinen anderen. Als sein Ende nahte fragte ich ihn ... ´´ Wen empfiehlst du mir ? An wen soll ich mich wenden ?´´ Er sagte... ´´ Oh mein Sohn ich kenne niemanden der solch einen Weg beschritt wie ich und so ein Leben führte wie ich, ausser einem Mann in Mosul.´´ Als er starb begab ich mich zu dem Mann in Mosul und erzählte ihm meine Geschichte. Ich blieb bei ihm solange Allah wollte das ich bei ihm blieb. Dann erreichte ihn sein Schicksal und sein Tod stand kurz bevor. Wiederum fragte ich ... ´´ Wen empfiehlst du mir ?´´ Er schickte mich zu einem Mann in Nisiibiin. Ich ging dorthin, fand den Mann und erzählte ihm meine Geschichte. Ich blieb bei ihm solange Allah wollte das ich bei ihm blieb. Als sein Tod nahte fragte ich wie schon so oft. Er schickte mich zu einem Mann in Amuriah in Byzanz. Ich begab mich dorthin und fand den Mann und blieb bei ihm. Meinen Lebensunterhalt verdiente ich mir dort mit Schafe und Kühe hüten. Als der Mann kurz vor seinem Tode stand, fragte ich ihn.... ´´ Zu wem soll ich jetzt gehen ?´´ Er sagte: ... ´´ Oh mein Sohn, ich kenne niemanden der sich so auf unserem Wege befindet, deshalb kann ich dir niemanden empfehlen. Aber ein Zeitalter hat dich erreicht indem ein Prophet auftreten wird im lauteren Glauben von Ibrahim. Er wird in einer Gegend von Palmen erscheinen und dorthin wandern. Wenn du ihm aufrichtig gegenüber sein kannst, so tue es. Er wird Zeichen bei sich haben die ihn bestätigen werden. Er wird sich nicht von den Almosen anderer ernähren, aber er wird Geschenke akzeptieren, und zwischen seinen Schultern wird das Siegel der Propheten zu sehen sein. Wenn du ihn siehst, wirst du ihn sofort erkennen.´´ An diesem Tag kam eine Karawane vorbei und ich fragte sie wohin des Weges. Sie sagten mir sie kämen von der Arabischen Halbinsel. Darauf erwiederte Ich das sie meine Schafe und Kuehe bekommen würden im Tausch dafür das ich mit ihnen reisen könnte in ihr Land. Sie stimmten zu. Sie nahmen mich in ihre Gesellschaft und wir brachen auf zum Wadi Al Quraa wo sie mich überwältigten und an einen Juden verkauften. Ich sah viele Palmen und hegte die Hoffnung das dies das Land wäre das sie mir beschrieben hatten und das dies der Platz sei an dem der zukünftige Prophet erscheinen würde. Dem war nicht so. Ich blieb bei dem Juden der mich gekauft hatte, bis eines Tages ein anderer Beduine vom Stamme der Bani Quraidhah kam und mich kaufte. Ich blieb bei ihm bis wir nach Madinah kamen. Bei Allah, kaum hatte ich diese Stadt gesehen, da wußte ich das dies das Land sei das mir beschrieben wurde. Ich blieb bei dem Juden und arbeitete für ihn auf seiner Plantage in Bani Quraidhah, bis eines Tages Allah seinen Propheten schickte, der dann später nach Madinah auswanderte und bei Qubaa under den Bani Amr ibn Awf von seinem Kamel abstieg. Und tatsächlich, eines Tages, ich saß gerade im Wipfel einer Palme zusammen mit meinem Herrn, als ein anderer Jude, nämlich sein Cousin kam, und sagte:... ´´ Möge Allah die Bani Qubaa vernichten. Sie verbreiten das Gerücht über einen Mann der aus Makkah gekommen ist und behauptet ein Prophet zu sein.´´ Bei Allah, kaum hatte ich das gehört, erfaßte mich ein Zittern und die Palme bebte bis ich beinahe heruntergefallen wäre. So schnell ich konnte kletterte ich herab. ´´ Was sagst du da ? Was sind das für Neuigkeiten ? Mein Herr verpasste mir einen kräftigen Schlag und sagte: ´´ Was geht dich das an – los zurück an die Arbeit ´´. Also ging ich zurück an meine Arbeit. Bei Anbruch der Nacht raffte ich zusammen was ich besaß und ging los zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) nach Qubaa. Ich kam dort an und fand ihn zusammen mit einigen seiner Gefährten. Ich sprach ihn an: ´´ Du bist ein Fremder und brauchst Hilfe. Ich habe etwas Essen dabei das ich als Nächstenliebe und Almosen hergeben kann. Die Leute zeigten mir deine Herberge und ich dachte du bist derjenige der es am meisten benötigt, deshalb bin ich hier.´´ Ich stellte das Essen auf den Boden. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) rief seine Gefährten und sagte: ´´ Esst im Namen Allahs ´´. Er jedoch enthielt sich jeder Nahrung und nahm nichts davon. Ich sagte zu mir,´´ Das ist wahrlich eines der Zeichen. Er ißt nicht von Almosen ´´. Am nächsten Tag kam ich zurück um den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) erneut zu treffen und wieder hatte ich Essen dabei. Ich sagte zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) :´´ Ich habe gesehen das du nicht an Almosen teilnimmst, deshalb möchte ich dir heute ein Geschenk machen.´´ und ich stellte das Essen vor ihn. Er rief wiederum seine Gefährten und sagte zu ihnen: ´´ Esst im Namen Allahs ´´, und dann hat er mit ihnen gegessen. Da sagte ich zu mir, dies ist wahrlich das zweite Zeichen. Er ißt von Geschenken. Ich verließ ihn und blieb eine Weile fern. Später kehrte ich zurück und traf ihn umringt von seinen Gefährten nachdem sie alle soeben von einer Beerdigung zurückgekommen waren. Er trug zwei Kleidungsstücke, eines über die Schulter geworfen und das andere um seinen Körper. Ich grüßte ihn und beugte mich vor um seine Schultern zu sehen. Er wußte was ich wollte und warf sein Kleidungstück zurück und wahrlich das Siegel des Propheten war klar und deutlich zwischen seinen Schultern zu sehen, genau wie der Christliche Mönch es mir beschrieben hatte. ´´Auf der Stelle ging ich zu ihm, küsste ihn und weinte. Er rief mich zu sich und ich saß vor ihm und erzählte ihm meine Geschichte wie ihr sie von mir bereits gehört habt. Als ich Muslim wurde hatte mich mein Sklavenstatus abgehalten um an den Schlachten von Badr und Uhud teilzunehmen. Deshalb schlug mir der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) vor: ´´ Geh zu deinem Herrn und bespreche mit ihm deine Freilassung´´, was ich auch tat. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) befahl seinen Gefährten mich zu unterstützen und Allah befreite mich von meiner Knechschaft. Ich wurde ein freier Muslim und nahm zusammen mit dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) an der Schlacht von Al Khandaq teil und auch an weiteren Schlachten. Mit diesen einfachen Worten erzählte uns Salmaan seine aufopfernde Geschichte und seine Abenteuer die er erlebte auf der Suche nach Allahs wahrer Religion und die ihn schließlich seine Rolle in diesem Leben finden ließ. Was für eine edle Gesinnung hatte dieser Mann. Welch Überlegenheit erreichte dieser strebsame und rastlose Geist, der größten Schwierigkeiten widerstand und sie besiegte, und der sich dem Unmöglichen konfrontiert sah und es überwand. Welche Hingabe an die Wahrheit und welche Aufrichtigkeit leitete ihn als er den Grundbesitz seines Vaters verließ mit all seinem Luxus und Wohlstand, und er sich freiwillig in die Wildnis begab mit all seinen Schwierigkeiten und Entbehrungen. Er reiste von Land zu Land, von Stadt zu Stadt auf der Suche nach Bekannschaften, beharrlich suchend nach Gottesverehrung und nach seinem Schicksal unter den Menschen, Sekten und verschiedenen Lebensweisen. Immer auf dem Weg der Wahrheit wandelnd mit all seinen Opfern um der rechten Führung willen, solange bis er als Sklave verkauft wurde. Schlußendlich wurde er von Allah mit der größten Belohnung ausgezeichnet in dem er die Wahrheit fand und in der Gegenwart des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sein Leben verbringen konnte. Ausserdem schenkte ihm Allah ein langes Leben das ihm ermöglichte das Banner des Islams in allen Ecken der Welt flattern zu sehen, und Seine Muslime sich dort verbreiteten mit rechter Führung, Fortschritt und Gerechtigkeit. Wie stellt man sich den Islam solch eines Mannes mit edlem Charakter vor, ausser das er ein Mann der Wahrheit ist. Es ist dies der Islam eines gottesfürchtigen und unschuldigen Mannes. In seiner Gotteshingabe war er intelligent, fromm und der engste Freund von Umar Ibn Al - Khattab. Einmal verbrachte er einige Zeit unter dem Dach von Abu Ad – Dardaa. Abu Ad – Dardaa verbrachte immer die Nacht im Gebet und den Tag mit Fasten. Salmaan tadelte ihn für diesen übermäßigen Gottesdienst. Eines Tages wollte Salmaan ihn vom Fasten abhalten und meinte das er es übertrieb. Abu Ad – Dardaa fragte ihn: ´´ Willst du mich abhalten vom Fasten und Beten für meinen Herrn ? ´´ Salmaan erwiederte, ´´ Nein, aber deine Augen haben ein Recht auf dich, deine Familie hat ein Recht auf dich, also faste periodisch , dann bete und dann schlafe. ´´ Diese Geschichte erreichte dein Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) der daraufhin sagte:´´ Salmaan ist wahrlich ein Mann des Wissens. ´´ Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) war oftmals beeindruckt von seiner Klugheit und seinem Wissen, ebenso von seinem Charakter und seiner Religion. Am Tag von Al – Khandaq standen die Ansaar auf und sagten: ´´ Salmaan ist einer von uns, ´´ da standen die Muhahjiruun ebenfalls auf und meinten: ´´ Salmaan ist einer von uns.´´ Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) allerdings meinte abschließend zu den Leuten: ´´ Salmaan ist einer von uns, von den Leuten des Hauses des Propheten . ´´ Und in der Tat, er verdiente diese Ehre! Ali Ibn Abi Taalib ( Möge Allah ihn in Ehre halten ) gab ihm den Spitznamen ´´ Luqumaan der Weise ´´. Später nach seinem Tod fragte man ihn: ´´ Es gab einen Mann unter den Leuten des Hauses. Wer von euch ist wie Luqumaan der Weise ? Er war ein Mann des Wissens der sich in alle Texte und Bücher der Leute der Schrift vertieft hatte. Er war wie das Meer das sich nie erschöpft.´´ Er wurde unter den Gefährten des Propheten in allen Ehren gehalten mit höchstem Respekt und angesehener Stellung. Während der Kalifatszeit von Umar, kam er einmal auf Besuch nach Madinah, und Umar bewilligte ihm etwas was er vorher noch nie jemandem bewilligt hatte, er sagte zu seinen Gefährten, ´´ Kommt, lasst uns vor die Tore der Stadt gehen und Salmaan willkommen heißen.´´ Salmaan lebte die ganze Zeit mit dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) seit dem ersten Augenblick der Begegnung. Er glaubte an ihn als freier Muslim und betete zu Allah mit ihm. Er erlebte die Kalifatszeit von Abu Bakr, Umar und Uthmaan, während dessen Ära er seinen Herrn traf. Während dieser Zeit verbreitete sich das Banner des Islams überall, und die Schätze des Islams flossen in Strömen nach Madinah und wurden verteilt in Form von regelmäßigen Zuwendungen und festgelegten Löhnen. Die Verantwortung des Regierens erhöhte sich an allen Orten, ebenso die Pflichten und überwältigenden Lasten offizielle Kontrollstellen zu besetzen. Wie stand Salmaan dazu in dieser Sache ? Wie lebte er zu der Zeit der Pracht, des Überflußes und Vergnügens ? * * * Schaut genau hin. Seht ihr diesen bescheidenen Mann dort im Schatten sitzen, wie er Körbe und Geräte aus Palmwedel macht ? Das ist Salmaan. Schaut ihn euch genau an. Seht sein Gewand das so kurz ist das es kaum bis übers Knie reicht. Das ist Salmaan im hohen Alter. Seine jährliche Zuwendung betrug 4,000 bis 6,000 Dirham pro Jahr, aber er spendete und verteilte alles und lehnte es ab auch nur einen Dirham für sich zu nehmen. Dazu sagte er immer nur :´´ Ich würde Palmwedel für einen Dirham kaufen und Sachen daraus machen, die ich dann für 3 Dirham wieder verkaufen würde. Davon würde Ich einen Dirham als Kapital einbehalten und den anderen Dirham für die Familie ausgeben und den dritten Dirham spenden. Selbst wenn Umar Ibn Al Khattab mich davon abhalten sollte, würde ich nicht damit aufhören ´´. * * * Was als nächstes oh Ihr Anhänger von Muhammad ? Was als nächstes , oh ihr Edlen der Menscheit zu allen Zeiten ? Einige von uns glauben, wann immer wir etwas über die Lebensführung der Gefährten hörten, über ihre Frömmigkeit zum Beispiel, von Abu Bakr, Umar, Abu Dharr und ihre Glaubensbrüder, das dieses Betragen zurückzuführen wäre auf die Lebensweise der Menschen auf der Arabischen Halbinsel, wo die Araber gefallen fanden an der Einfachheit. Aber hier sitzt vor uns ein Mann aus Persien, dem Land des Genusses, Luxus und Zivilisation, und er war nicht einer der armen Menschen, nein – er kam aus der Oberschicht. Wie kam es dazu das er Wohlstand, Besitz und Genuss zurückwies und darauf bestand durch die Arbeit seiner Hände von einem Dirham am Tag zu leben ? Wie kam es dazu das er Führungspositionen ablehnte, außer wenn zum Jihaad aufgerufen wurde, oder in dem Falle das niemand außer ihm dazu in der Lage war und er dazu gezwungen war und akzeptieren mußte, scheu und unter Tränen ? Wieso lehnte er es ab seinen rechtlichen Anspruch auf Gehalt bei Führerschaft zu nehmen ? Hishaam Ibn Hasaan überliefert von Al Hasann. ´´ Der Anspruch von Salmaan war ein Gehalt von 5,000 Dirham pro Jahr. Er lebte unter 30,000 Menschen und sein Kleid war in zwei Hälften geschnitten. Das eine zog er an, und das andere benutzte er zum sitzen. Wann immer sein Anspruch ausgezahlt wurde, verteilte er es unter den Bedürftigen und lebte weiter von seinem Handwerk.´´ Warum glaubt ihr hat er dieses Leben bevorzugt, obwohl er ein Kind von Persien war mit all seinem Luxus, der Kinderstube der Zivilisation ? Hört seine Antwort dazu. Als er bereits auf seinem Totenbett lag und seine große Seele sich aufmachte zur Reise zu ihrem Herrn dem Hocherhabenen, kam Sa´d Ibn Abi Waqaas auf Besuch und sah wie er weinte. Sa´d sagte: ´´ Warum weinst du, oh Abu Abd Allah ? Der Prophet von Allah verstarb und war zufrieden mit dir ´´. Salmaan erwiderte: ´´ Bei Allah, ich weine nicht aus Furcht vor dem Tod, noch aus Liebe zu dieser Welt. Aber der Prophet von Allah gab mir einen verpflichtenden Ratschlag den ich befolgen sollte. Er sagte: ´´ Ein jeder von euch sollte nur die Verpflegung eines Reisenden mitführen und besitzen, ´´ und ich habe viele Dinge um mich herum. Sa´d sagte: ´´ Ich habe mich umgeschaut und sah nichts außer einer Wasserkanne und einem Topf für Essen. ´´ Da sagte ich zu ihm. ´´ Oh Abu Abd Allah, gib uns ein Abschiedswort und einen Ratschlag den wir befolgen können. ´´ Er sagte, ... ´´ Oh Sa´d, erinnere dich an Allah bei jeder Sache die zu tun beabsichtigst. Erinnere dich Allahs bei deinem Urteil, wenn du richtest. Erinnere dich Allahs wenn du Sachen verteilst.´´ Dies war der Mann der seinen Geist mit Reichtum füllte und im Gegensatz auf die Reichtümer, den Stolz und die Annehmlickkeiten dieser Welt verzichtete. Er und die anderen Gefährten haben vor dem Propheten von Allah geschworen, sich nicht von der Welt besitzen zu lassen und nicht mehr als einen Reiseproviant in der Tasche zu tragen. Salmaan hielt seinen Schwur, trotzdem vergoss er Tränen als er spürte das seine Seele sich für den Aufbruch fertig machte, das er womöglich die Grenzen überschritten hätte. Es gab nichts außer einem Topf für Essen und eine Wasserkanne und trotzdem fürchtete er verschwenderisch gewesen zu sein. Habe ich euch nicht erzählt das er zu den engsten Freunden von Umar zählte ? Während seiner Regentschaft über Madinah und Umgebung hat er nie seine Gepflogenheiten geändert. Wie wir gesehen haben, lehnte er seinen Anspruch auf sein Gehalt ab, und bevorzugte weiterhin seinen Lebensunterhalt mit Handwerk zu verdienen. Seine Kleidung war nichts weiter als ein Mantel der seiner alten Kleidung in seiner Schlichtheit ähnelte. Eines Tages war er unterwegs auf der Straße, da traf er einen Mann aus Syrien, der eine Ladung Datteln und Feigen bei sich trug. Die Last war zu schwer für ihn und machte ihn müde. Kaum sah er einen Mann vor sich gehen, der dem Anschein nach ein einfacher und armer Mann war, beschloss er ihn seine Last tragen zu lassen und ihm nach Erreichen des Zieles zu entlohnen. Deshalb gab er dem Mann ein Zeichen ( Salmaan, dem Gouverneur ) und holte ihn ein und sagte : ´´ Hilf mir bei meiner Last ´´. Gesagt – getan, und sie schritten beide neben einher. Unterwegs trafen sie eine Gruppe von Leuten. Er grüßte sie und sie standen auf in Ehrerbietung um zurück zu grüßen ... der Friede mit dir oh Gouverneur ´´. Der Syrier fragte sich wer wohl der Gouverneur sei. Seine Überraschung war komplett als einige Leute auf sie zu liefen um Salmaan die Last von seinen Schultern zu nehmen. ´´ Laß uns das tragen , oh Gouverneur ´´. Als dem Syrer klar wurde das Salmann der Gouverneur von Madinah war rief er erstaunt Wörter der Entschuldigung und großes Bedauern kam von seinen Lippen, und er beeilte sich nach der Last zu greifen. Salmaan aber schüttelte nur den Kopf und sagte: ´´ Nein, nicht solange wir unser Ziel nicht erreicht haben.´´ * * * Eines Tages wurde er gefragt, ´´ Was macht dir Schwierigkeiten bei der Regentschaft?´´ Er antworte: ´´ Die Freude sie zu pflegen und die Bitterkeit ihres Zweckes ´´. Ein Freund besuchte ihn eines Tages in seinem Haus und fand ihn Teig kneten. Er fragte: ´´ Wo ist dein Diener ? ´´. Salmaan sagte:´´ Wir schickten sie etwas zu besorgen und wir haben es nicht gern sie mit zwei Aufgaben zu betrauen. ´´ Wenn wir sagen ´´ sein Haus ´´, erinnern wir uns was für ein Haus dies war. Als Salmaan daran dachte ein Haus zu bauen, fragte er den Maurer, ´´ Wie wirst du das Haus bauen ? ´´ Der Maurer war höflich und geistreich. Er wußte um die Frömmigkeit und Ergebenheit von Salmaan, deshalb erwiederte er, ´´ Habe keine Angst. Er wird ein Haus sein das dich vor der Hitze der Sonne schützt und dich warm hält bei kaltem Wetter. Wenn du aufrecht stehst, wird sein Dach deinen Kopf berühren.´´ Salmaan sagte zu ihm:´´ Ja, so soll es sein, fang an und baue es. ´´Es gab nichts von dieser Welt das Salmaan verlocken konnte auch nur für einen Augenblick, und das auch keine Spuren in seinem Herzen hinterlassen konnte, außer einer Sache, derer er aufmersam gedacht hatte und seiner Frau anvertraut hatte. Er bat sie diese Sache gut und sicher für ihn aufzubewahren. Als er schwer krank war am letzten Morgen seines Erdendaseins rief er seine Frau und sagte zu ihr, ´´ Bring mir diese Sache die ich dir anvertraut habe ´´. Sie brachte es ihm, und haltet ein, es war ein Fläschchen Moschusparfüm. Er hatte es errungen am Tage der Befreiung der Stadt Jalwalaa, und er hob es auf für seinen Todestag. Er rief nach einem Gefäß mit Wasser, schüttelte das Moschusparfüm hinein, rührte es mit seiner Hand um und sagte zu seiner Frau,´´ Besprenkel mich damit, den es werden jetzt Geschöpfe von Allah zu mir kommen, die keine Nahrung zu sich nehmen aber Parfüm lieben. ´´ Sie tat wie ihr befohlen und er sagte zu ihr, ´´ Geh und schließ die Tür. ´´ Seine Frau befolgte seinen Wunsch, und kehrte nach einer Weile zurück. Sie fand ihn als seine Seele bereits seinen Körper verlassen hatte. Sie war aufgestiegen zum Höchsten Herrn mit dem Wunsch Ihn zu treffen, sowie den Propheten Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine zwei Gefährten Abu Bakr und Umar, sowie den noblen Kreis der Märtyrer ! * * * Lange rührte sich dieser brennende Wunsch in Salmaan und jetzt war die Zeit für ihn gekommen in Frieden zu ruhen. |
ABD ALLAH IBN UMAR
Der beharrliche und bußfertige gegenüber Allah Als er am Ende seines langen Lebens stand sagte er, " Ich habe dem Gesandten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den Treueeid geschworen. Ich habe weder meinen Eid gebrochen, noch mich an jemanden anderes gewendet bis heute. Ich habe nie den Treueeid geschworen an jene die Unfrieden unter den Muslimen stifteten, noch habe ich einen schlafenden Muslim aufgeweckt. " Diese Worte waren eine Zusammenfassung des Lebens jenes tugendhaften Mannes, der weit über achtzig Jahre alt geworden war. Seine Beziehung zum Islam und zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) begann, als er gerade einmal dreizehn Jahre alt war und seinen Vater zur Schlacht von Badr begleitete, in der Hoffnung einen Platz unter den Kämpfern zu finden. Aber der Prophet schickte ihn damals zurück weil er noch zu jung war. Seit diesen Tagen – und auch vorher schon als er zusammen mit seinem Vater die Auswanderung nach Madinah machte – hatte dieser Junge mit seinen frühreifen und männlichen Verdiensten, eine enge Bindung zum Propheten des Islams ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) hergestellt. Seit diesen Tagen und bis zu seinem Tode im hohen Alter von 85 Jahren, hatte er niemals seinen Treueschwur oder eine Abmachung gebrochen und war immer beharrlich, bussfertig, nie bereit auch nur um eine Haaresbreite von seinem Pfad abzuweichen,. Die Verdienste von Abd Allah Ibn Umar sind so reichhaltig das sie die Vorstellung der Menschen blendeten. Darunter finden wir sein Wissen, seine Bescheidenheit, seine Geradheit auf dem Weg des Bewußtseins, seine Großzügigkeit, Frömmigkeit, Beharrlichkeit im Gebet und sein aufrichtiges Festhalten am Beispiel des Propheten. Auf Grund all dieser Verdienste und Qualitäten formte Ibn Umar seine einmalige Persönlichkeit und sein aufrechtes und wahrhaftiges Leben. Er lernte viele der guten Manieren von seinem Vater, Umar Ibn Al-Khattab, und mit ihm zusammen lernten sie beide viele noble Tugenden direkt vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Sein Glaube an Allah und an Seinen Propheten war perfekt, genau wie bei seinem Vater. Deshalb war die Art und Weise wie er den Spuren des Propheten folgte einfach bewundernswert. Er schaute immer darauf wie sich der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) verhielt in bestimmten Situationen, um dies dann demütig bis ins kleinste Detail zu imitieren. Ein Beispiel, wo auch immer der Prophet betete, am selben Platz betete auch Ibn Umar. Wenn der Prophet Allah im Stehen anrief, so tat dies auch Ibn Umar. Wenn der Prophet Allah im Sitzen anrief, so tat dies auch Ibn Umar. Als der Prophet einmal auf einer bestimmten Strecke von seinem Kamel abstieg um zwei Rak’aah zu beten, stieg Ibn Umar genau an der selben Stelle vom Kamel ab, und betete dort ebenfalls zwei Rak’aah. Darüber hinaus erinnerte er sich, das sich das Kamel des Propheten an einem bestimmten Platz in Makkah erst zweimal drehte, bevor der Prophet abstieg um zwei Rak’aah zu beten. Vielleicht hatte das Kamel dies spontan einfach so gemacht, um sich einen passenden Platz zu suchen, aber Ibn Umar ließ an diesem Platz sein Kamel sich ebenfalls zweimal drehen bevor er abstieg. Dann betete er zwei Rak’aah auf die gleiche Art und Weise wie der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) dies tat. Diese übertriebene Art und Weise der Nachahmung veranlasste einmal die Mutter aller Gläubigen Aa’ishah ( Möge Allah zufrieden mit ihr sein ) zu sagen, " Niemand folgte den Schritten des Propheten so genau wie Ibn Umar dies tat." Er verbrachte sein langes und gesegnetes Leben damit in fester Treue der Sunnah des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu folgen, bis eines Tages die Muslime sagten, " Oh Allah, lass Ibn Umar lange genug leben, dass ich ihm folgen kann, denn ich kenne niemanden der so an der Sunnah des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) festhält wie er." Den gleichen Respekt brachte Ibn Umar gegenüber den Hadithen des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) auf, ähnlich wie sein Respekt gegenüber der Sunnah und den Gepflogenheiten des Propheten. Er überlieferte niemals ein Hadith ohne sich bis auf den letzten Buchstaben zu vergewissern. Seine Altersgenossen sagten, " Keiner der Gefährten des Propheten, war mehr akkurat als Ibn Umar, und hat niemals den Hadithen etwas hinzugefügt oder weggelassen." Wenn er ein Fatwah geben mußte legte er dieselbe Genauigkeit an den Tag. Eines Tages kam jemand zu ihm um ein Fatwah zu verlangen. Als er seine Frage vorbrachte, antwortete Ibn Umar wie folgt. " Ich habe kein Wissen bezüglich deiner Frage." Der Mann ging davon. Kaum war er verschwunden, rieb sich Ibn Umar vergnügt die Hände und sagte zu sich selbst, " Ibn Umar wurde etwas gefragt über das er kein Wissen besaß, also sagte er." Ich weiß es nicht." Er fürchtete sich davor ijtihaad ( unabhängige Beurteilung in gesetzlichen Fragen ) in seinen fatwahs zu machen, obwohl er streng nach den Anweisungen seiner Religion lebte. Eine Religion die demjenigen eine einmalige Belohnung versprach, wenn er eine fatwah machte, und dieselbe Religion die demjenigen doppelte Belohnung versprach wenn seine fatwah korrekt ausgeführt wurde. Jedoch, Ibn Umars Gottesfurcht beraubte ihn des Mutes jegliche fatwah zu machen. Aus demselben Grund hielt er sich zurück das Amt eines Richters zu übernehmen. Das Amt des Richters war eine der höchsten Positionen in Staat und Gesellschaft, und garantierte demjenigen der es bekleidete Wohlstand, Ansehen und Ruhm. Aber warum sollte der fromme Ibn Umar Geld, Ansehen und Ruhm brauchen ? Der Kalif Uthmaan schickte einmal nach ihm und bot ihm das Amt des Richters an, aber Ibn Umar lehnte ab. Uthmaan fragte ihn, " Willst du mir nicht gehorchen ?" Ibn Umar antwortete, " Nein, aber ich wurde unterichtet das es drei verschiedene Arten von Richter gibt: derjenige der unwissend richtet – er wird in die Hölle kommen; derjenige der nach seinen Wünschen richtet – er wird in die Hölle kommen; derjenige der nach ijtihaad richtet und treffsicher ist in seinem Richtspruch. Dieser wird mit leeren Händen, ohne eine Sünde zu begehen und ohne Belohnung zurückkehren. Ich bitte dich im Namen Allahs mich davon zu befreien." Uthmaan befreite ihn davon, nachdem er ihn aber bat niemanden davon zu erzählen, da Uthmaan ob der Stellung von Ibn Umar bei den Leuten wußte, und er Angst hatte, dass wenn die frommen und Gottesfürchtigen unter ihnen hörten warum Ibn Umar das Amt des Richters ablehnte, das sie seinem Beispiel folgen würden, und der Kalif dann keinen Gottesfürchtigen Mann als Richter bekommen würde. Es hat den Anschein das Ibn Umars Einstellung passiv war, aber dem war nicht so. Ibn Umar entzog sich nicht der Verantwortung, wenn es keinen anderen gab außer ihm. In der Tat waren viele der Gefährten des Propheten damit betraut fatwahs zu geben und Recht zu sprechen. Seine Zurückhaltung würde die Gerichtsbarkeit weder lähmen noch sie mit unqualifizierten Leuten besetzen, deshalb bevorzugte es Ibn Umar seine Zeit der Gottesanbetung, Gehorsamkeit und Reinigung der Seele zu widmen. Außerdem wurde das Leben in jener islamischen Epoche geprägt von Komfort und Luxus, Geld war im Überfluß vorhanden und Positionen in gehobenen Stellungen waren immer mehr verfügbar. Die Versuchung durch Geld und gehobene Stellungen zog immer mehr in die Herzen der frommen und gottesfürchtigen Männer ein, und einige Gefährten des Propheten – Ibn Umar eingeschlossen – erhoben die Fahne des Widerstandes gegen diese Versuchungen, in dem sie als Beispiele vorangingen bei der Gottesanbetung, Frömmigkeit und Zurückhaltung beim Bekleiden von hohen Stellungen, um diesen Versuchungen zu widerstehen.Ibn Umar wurde zum " Freund der Nacht ", er betete des Nachts, weinte und bat um Vergebung während der letzten Stunden der Nacht, kurz vor Tagesanbruch. Während seiner Jugenzeit hatte er einmal einen Traum. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) deutete diesen Traum für Ibn Umar so, das das Nachtgebet Hoffnung und Verzückung für ihn bereiten wird. Laßt uns hören wie er selbst uns seinen Traum erzählt. Als der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) unter uns weilte, hatte ich einen Traum indem ich auf einem Stück Brokat zu jedem Platz im Paradies fliegen konnte, den ich mir wünschte. Dort sah ich zwei auf mich zukommen um mich zur Hölle zu bringen, aber ein Engel sagte zu mir, ´ Hab keine Angst ´, und so ließen sie von mir ab. Meine Schwester Hafsa erzählte diesen Traum dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) der daraufhin sagte, ´ Welch vorzüglicher Mann Abd Allah doch ist. Wenn er des Nachts betet, haltet ihn an mehr zu beten´. Von diesem Tag an, bis zu seinem Tode, vernachlässigte Ibn Umar nie das Nachtgebet, weder zu Hause noch auf Reisen. Er betete ständig, rezitierte den Qur´aan, und lobte Allah. Wie bei seinem Vater, rollten ihm Tränen aus den Augen, wann immer er warnende Verse im Qur´aan vernahm. Ubaid Ibn Umar sagte. Einmal las ich Ibn Umar folgenden Qur´aanvers vor: " Und wie, wenn Wir aus jedem Volk einen Zeugen herbeibringen und dich als Zeugen gegen diese herbeibringen ? An jenem Tag werden diejenigen, welche ungläubig waren und dem Gesandten den Gehorsam versagten, wünschen, dass doch die Erde über ihnen geebnet werde, und sie werden kein Wort vor Allah verbergen können. " ( 4:41-42) Ibn Umar fing an zu weinen bis sein Bart naß von seinen Tränen war. An einem anderen Tag saß er mit seinen Brüdern zusammen und las, "Wehe denjenigen, die das Maß verkürzen, die, wenn sie sich von den Leuten zumessen lassen, volles Maß verlangen. Und dann jedoch, wenn sie es ihnen ausmessen oder auswägen, verkürzen sie es. Glauben diese nicht, dass sie auferweckt werden, an einem großen Tag, an dem die Menschen vor dem Herrn der Welten stehen werden ? ( 83:1-6 ) Dann wiederholte er immer und immer wieder " an einem großen Tag, an dem die Menschen vor dem Herrn der Welten stehen werden", während seine Tränen wie schwere Regentropfen herabfielen und er schlußendlich zu Boden stürzte vor Kummer und Weinen. Sein Edelmut, Askese und Frömmigkeit arbeiteten in vollständiger Harmonie zusammen, um diese großen Verdienste dieses großartigen Mannes zu formen. Er spendete reichlich denn er war großzügig. Er gewährte die guten und erlaubten Dinge, denn er war fromm, und er kümmerte sich nicht darum ob ihn sein Edelmut in die Armut trieb, denn er lebte sowieso asketisch. Ibn Umar ( Möge Allah mit ihm zufrieden sein ) war einer derjenigen mit hohem Einkommen. Er war Zeit seines Lebens ein erfolgreicher und ehrlicher Kaufmann, und sein Einkommen aus dem Staatsschatz ( Bait Al-Maal )war reichlich. Er sparte dieses Geld jedoch nie, sondern unterstützte immer die Armen, die Bedürftigen und die Bettler. Azub Ibn Waa´il Ar-Rassiby erzählt uns von einer seiner großzügigen Taten. Eines Tages wurde Ibn Umar 4000 Dirham gewährt und ein Stück Samtstoff. Am nächsten Tag sah ihn Ayub Ibn Waa´il am Markt wie er Futter für sein Kamel auf Kredit kaufte. Ibn Waa´il ging zum Hause Ibn Umars und fragte einige seiner Bekannten. " Hat Abu Abd Ar-Rahman ( d.h. Abd Allah Ibn Umar ) nicht gestern 4000 Dirham und ein Stück Samt bekommen ? " Die Leute sagten zu ihm, " Ja ". Daraufhin erzählte er ihnen das er Ibn Umar am Markt gesehen habe, wie er Futter für sein Kamel kaufen wollte, aber kein Geld dafür hatte. Da sagten die Leute zu ihm, " Ibn Umar ging nicht zu Bett bevor er das ganze Geld verteilt und gespendet hat, dann nahm er das Stück Samt und verließ das Haus. Als er zurückkam hatte er den Samt nicht mehr. Wir fragten ihn wo es sei, und er sagte,´ Ich gab es einem armen Menschen.´Ibn Waa´il schüttelte den Kopf und ging zum Markt. Dort angekommen, stieg er auf eine Anhöhe und rief zu den Menschen." Oh ihr Kaufleute, was macht ihr aus eurem Leben ? Hier ist Ibn Umar dem 4000 Dirham gewährt wurden, und die er alle verteilt hat. Am nächsten Morgen mußte er Futter auf Kredit kaufen für sein Kamel ! " Dieser Mann, dessen Lehrer Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) war, und dessen Vater Umar war, mußte ein großartiger Mann sein, der es verdiente so bezeichnet zu werden. Ibn Umars Qualitäten von Edelmut, Askese und Gottesfurcht zeigten wie aufrichtig er den Propheten und seine Eigenschaften imitierte, und wie aufrichtig er bei der Gottesverehrung war. Er ahmte den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) bis ins kleinste Detail nach, das er sogar sein Kamel dort stehen ließ wo einst das Kamel des Propheten stand und sagte, " Der Fuß des Kamels möge über dem Fuß des Kamels stehen. " Sein Respekt, gutes Benehmen und Bewunderung gegenüber seinem Vater erreichte ebenfalls einen hohen Grad. Umar´s Persönlichkeit nötigte seinen Feinden, seinen Bekannten und vorallem seinen Söhnen, höchsten Respekt ab. Ich sage sogar, jemand der zu diesem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) gehört, und so einen Vater besitzt, der darf kein Sklave des Geldes sein. Große Geldbeträge kamen und gingen, so schnell wie sie kamen, so schnell verteilte er sie. Seine Großzügigkeit hatte nie den Zug von Arroganz. Er widmete sich immer den Armen und Bedürftigen, und verspeiste selten ein Mahl alleine. Waisenkinder und arme Leute waren immer eingeladen. Er tadelte oftmals seine Söhne, wenn sie die Reichen zum Essen einluden und nicht die Armen, und sagte dabei, " Ihr laßt die hungrigen draußen, und ladet die Satten ein." Die Armen wußten um seine Zärtlichkeiten, spürten seine Liebenswürdigkeit und Sympathien ihnen gegenüber und setzten sich deshalb dort hin wo er vorbei kam, damit er sie mit nach Hause nehmen konnte. Wenn er sie sah, meinte man eine süß duftende Blume vor sich zu haben, umschwirrt von einem Schwarm Bienen die den süßen Nektar trinken. * * * Geld in seiner Hand war sein Sklave und nicht sein Herr, es bedeutete für ihn Notwendigkeit und nicht Luxus. Geld gehörte ihm nicht alleine. Die Armen hatten ebenso ein Recht darauf, ein beiderseitiges gemeinsames Recht, und er hatte kein Privileg darauf. Seine Selbstlosigkeit half ihm dabei solch großen Edelmut zu erreichen, das er kein Interesse hatte an weltlichen Dingen wie Geld, um es zu sparen oder sich darum zu bemühen. Im Gegenteil, er wünschte sich nicht mehr zu besitzen als ein Gewand um seinen Körper zu bedecken und gerade genug zu Essen um am Leben zu bleiben. Eines Tages kam ein Freund zurück aus Khurasan und überreichte ihm ein feines, gut aussehendes und schön verziertes Gewand und sagte zu ihm," Ich habe dir dieses Gewand aus Khurasan mitgebracht. Es würde mich freuen wenn du dein altes Gewand ausziehst und dieses schöne neue anziehst." Ibn Umar sagte, " Zeig einmal her ". Er berührte es und fragte ob es aus Seide sei. Sein Freund sagte, " Nein, es ist aus Baumwolle ". Abd Allah betrachtete es eine Weile und legte es dann auf die Seite und sagte," Nein, Ich habe Angst das es mich in Versuchung bringt, und in einen arroganten und stolzen Mann verwandelt. Allah liebt nicht die Arroganten und die Stolzen." Ein andermal kam ein Freund mit einem gefüllten Gefäß. Ibn Umar fragte ihn, " Was ist das ?" Der Freund sagte, " Das ist exzellente Medizin die ich dir aus dem Irak gebracht habe." Ibn Umar sagte, " Welche Krankheit heilt sie ?" Der Freund sagte, " Sie verdaut das Essen gut." Ibn Umar lächelte und sagte zu seinem Freund, " Sie verdaut das Essen gut ? Ich habe seit 40 Jahren meinen Appetit nicht befriedigt." Er, der seit 40 Jahren seinen Appetit nicht befriedigt hatte, zügelte ihn nicht aus Not und Armut, sondern nur aus Selbslosigkeit und Frömmigkeit, um dem Vorbild des Propheten und seines Vaters zu folgen.Er fürchtete sich davor am Tage des Gerichts zu hören, " Ihr habt eure guten Dinge im diesseitigen Leben aufgezehrt, und ihr hattet Genuß daran." ( 46:20 ) Er wußte das er in diesem Leben nur ein Besucher oder ein Durchreisender war. Er beschrieb sich selbst, " Seit dem Tod des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) habe ich keine Steine mehr übereinandergelegt ( d.h., ich habe nichts gebaut ) noch eine Palme gepflanzt." Maimuun Ibn Muhraan sagte einmal, " Ich war einmal bei Ibn Umar zu Hause und versuchte abzuschätzen was er alles besaß, ein Bett, eine Decke, eine Matte usw. einfach alles. Ich kam auf einen Wert von weniger als 100 Dirham." Das kam nicht aus Geiz, denn er war sehr großzügig. Das alles kam von seiner Askese und seine Verachtung dem Luxus gegenüber, und seinem Hang zu Wahrhaftigkeit und Frömmigkeit. Ibn Umar lebte lange genug um die Umayyadenzeit zu erleben, als es Geld im Überfluß gab, Ländereien und Grundbesitz sich ausbreiteten, und ein luxuriöses Leben sich in vielen Haushalten etablierte und nicht nur in den Schlössern. Trotz all dem blieb er standhaft und fest verwurzelt wie das Fundament eines Berges, beharrlich und standfest. Er gleitete nicht aus auf seinem Pfad der Askese und der Frömmigkeit. Wenn über das Leben mit all seinem Vergnügen und Wohlstand gesprochen wurde – ein Leben vor dem er immer floh – pflegte er zu sagen, " In einer Sache stimmte ich mit meinen Gefährten überein. Ich fürchte das ich sie nie mehr treffen werde, sollte ich meine Einstellung dazu ändern. Dann ließ er die anderen wissen, das er sich nicht aus Unfähigkeit dem weltlichen Leben abwandte, dabei hob er seine Hände gen Himmel und sagte, " Oh Allah du weißt, wäre es nicht aus Furcht vor Dir, würden wir den Quraish in diesem Leben nacheifern." * * * Tatsächlich, wäre es nicht aus Gottesfurcht gewesen, dann hätte er die Menschen wetteifern lassen in diesem Leben, und er hätte triumphiert. Aber er hatte es nicht nötig sich mit den Menschen zu messen. Das Leben forderte ihn heraus mit seinen Versuchungen. Gibt es eine größere Versuchung als das Amt des Kalifen ? Dieses Amt wurde Ibn Umar mehrmals angeboten, aber er lehnte immer ab. Er wurde gar mit dem Tod bedroht, aber er blieb bei seiner ausweichenden und ablehnenden Haltung. Al Hassan ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) berichtet. Als Uthmaan Ibn Affan umgebracht wurde, sagte man zu Ibn Umar, " Du bist der Führer der Leute und der Sohn des Führer´s der Leute. Geh hinaus damit dir die Leute den Treueschwur huldigen können." Ibn Umar sagte, " Bei Allah, wenn ich könnte, würde ich es nie erlauben das auch nur ein Tropfen Blut in meinem Namen vergossen wird." Die Leute sagten, " Entweder gehst du hinaus, oder wir töten dich gleich hier in deinem Bett. " Er wiederholte nur was er eben gesagt hatte. Sie versuchten ihn durch Drohungen zu überzeugen, aber vergeblich. Später, als die Zeit der Bürgerkriege kam, war Ibn Umar immer die Hoffnung der Menschen, die ihn drängten das Kalifenamt zu übernehmen. Sie waren bereit ihm den Treueeid zu schwören, aber er lehnte jedesmal ab. Seine Ablehnung könnte man als tadelnswert betrachten, aber er hatte seine eigene Logik und Argumentation. Nach dem Mord an Uthmaan ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) wurde die Situation immer schlechter und schwieriger und nahm gefährliche Züge an. Obwohl er sehr bescheiden gegenüber dem Kalifenamt war, war er bereit dessen Verantwortung und Gefahren zu akzeptieren, unter der Bedingung das er von allen Muslimen einstimmig und freiwillig gewählt würde. Er war immer dagegen das auch nur ein Muslim durch das Schwert gezwungen würde den Treueid zu schwören, deshalb wies er immer das Amt des Kalifen zurück.Damals zu der Zeit war dies allerdings unmöglich. Trotz seiner Verdienste und der einhelligen öffentlichen Meinung, und der Liebe und des Respektes ihm gegenüber, war es unmöglich solch einen einstimmigen Konsens zu erreichen, den Ibn Umar als Bedingung für die Übernahme des Kalifenamtes forderte. Der Islam hatte sich in der Zwischenzeit über verschiedene Landstriche ausgebreitet und es lagen große Entfernungen dazwischen, und die Meinungsverschiedenheiten entfachten erhebliche Zwietracht unter den Muslimen und teilte sie in verschiedene Gruppierungen die einander bekämpften.Eines Tages kam ein Mann und sagte zu ihm." Es gibt keinen schlechteren Menschen als dich in der islamischen Gemeinschaft ! " Ibn Umar sagte erstaunt, " Warum ? Bei Allah, ich habe nie das Blut eines Muslims vergossen, oder habe die Menschen gespalten untereinander oder Zwietracht gesäht." Der Mann erwiederte, " Wenn du es gewünscht hättest, wären alle mit dir einverstanden gewesen." Ibn Umar sagte, " Ich mag es nicht das mir das Kalifenamt angeboten wird, während ein Mann einverstanden damit ist, und der andere nicht."Die Menschen liebten ihn weiter, auch als sich die Ereignisse änderten und das Kalifenamt auf Mu´aawiyah überging, und dann an dessen Sohn Yaziid, und später an Mu´aawiyah II, dem Sohn von Yaziid, der allerding nach nur ein paar Tagen Amtszeit darauf verzichtete und sich zurückzog.Auch als Ibn Umar ein alter Mann geworden war, war er immer noch die Hoffnung der Menschen und sie wünschten sich ihn als Kalif. Darum ging Marwaan zu ihm und sagte, " Gib mir deine Hand, damit ich dir den Treueid leisten kann. Du bist der Führer der Araber, und der Sohn ihres Führers." Ibn Umar fragte, " Was sollen wir tun mit den Menschen des Ostens ? " Marwaan sagte, " Bekämpfe sie, bis sie den Treueeid schwören." Ibn Umar erwiederte, " Ich bin nicht 70 Jahre alt geworden, damit am Ende ein Mann wegen mir sterben muß."Marwaan ging davon und sang dabei. ´ ich kann den Bürgerkrieg sehen und wie es brodelt und das Königreich nach Abi Laila ( Mu´aawiyah Ibn Yaziid ) wird auf die Siegreichen übergehen.´ * * * Seine Weigerung, Gewalt und das Schwert zu gebrauchen, veranlasste Ibn Umar eine neutrale und abgesonderte Position einzunehmen in den bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Aliy und Mu´aawiyah. Er benutzte dafür diese feierlichen Worte.Ich werde dem folgen der sagt," Komm zum Gebet "Und auch dem der sagt, " Komm zum Heil."Aber zu dem der sagt, " Komm töte deinen Muslimbruder und nimm sein Geld," werde Ich antworten mit " Nein."Auch wenn er neutral und abgesondert blieb, wurde er nie heuchlerisch. Wie oft setzte er sich mit Mu´aawiyah auseinander, als dieser am Höhepunkt seiner Herrschaft war, und forderte ihn heraus mit Dingen die diesen verwirrten und weh taten, solange bis Mu´aawiyah ihm drohte ihn umzubringen. Und Mu´aawiyah war derjenige der einmal sagte, " Wenn es auch nur ein winziges Haar gibt, das mich mit den Leuten verbindet, dieses Haar wird nicht zerissen."Eines Tages hielt Al- Hajaaj eine Ansprache und sagte dabei, " Ibn Az-Zubair hat das Buch Allahs verdreht." Daraufhin schrie ihm Ibn Umar ins Gesicht." Du lügst, du lügst,du lügst !" Al-Hajaaj fand keine Worte mehr, geschlagen vor Überraschung.Alles und jeder waren schockiert und hatte Angst auch nur seinen Namen zu erwähnen. Al-Hajaaj drohte Ibn Umar eine schlimme Strafe an, aber dieser fuchtelte nur in Richtung Al-Hajaaj´s Gesicht und meinte, " Es würde mich nicht wundern wenn du das tust was du gesagt hast, denn du bist ein törichter den Menschen aufgebürdeter Herrscher." Alle Leute blickten verwirrt. Trotz seines Mutes und seiner Tapferkeit blieb er vorsichtig bis ans Ende seiner Tage. Er hielt sich heraus im bewaffneten Bürgerkrieg und nahm für keine Seite Partei an.Abu Al-aaliyah Al Barraa´ überlieferte: Einmal ging ich hinter Ibn Umar ohne ihn dabei zu erkennen. Ich hörte wie er zu sich selbst sagte, " Sie nehmen ihre Schwerter und töten einander und kommen zu mir und sagen, Oh Ibn Umar reich uns deine Hand."Es erfüllte ihn mit Kummer und Schmerz mit anzusehen wie die Muslime eigenes Blut vergossen. Wie schon zu Anfangs erwähnt, Ibn Umar weckte niemals einen schlafenden Muslim. Wäre er in der Lage gewesen das Blutvergießen zu beenden, hätte er dies sofort getan, aber die Situation war aussichtslos und deshalb blieb er zu Hause. Sein Herz schlug für Aliy ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) und nicht nur sein Herz, sondern auch sein fester Glaube, wie folgende Überlieferung zeigt, als er in seinen letzten Tagen sagte," Ich bereue nichts was Ich verpasst habe, außer das ich nicht an der Seite von Aliy gekämpft habe, gegen die ungerechte Seite."Er weigerte sich nicht an der Seite von Imam Aliy zu kämpfen weil er sich schützen wollte, sondern wegen der ganzen Sache an sich, denn er lehnte diesen ganzen Streit und diese bewaffnete Auseinandersetzung ab. Er würde sich nicht dagegenstellen wenn es um Muslime gegen Ungläubige ging, sondern nur wenn die Muslime sich gegenseitig bekämpften und töteten.Er machte seinen Standpunkt klar als Naafi´ ihn fragte, " Oh Abu Abd Rahman, du bist der Sohn von Umar und ein Gefährte des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und du bist so wie du bist. Was hielt dich damals ab ? " Er meinte an Aliy´s Seite zu kämpfen. Ibn Umar antwortete, " Was mich daran hinderte waren die Worte von Allah, die uns untersagen das Blut von Muslimen zu vergiessen. Allah der Allmächtige und Gewaltige sagt, " Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung ( mehr ) gibt und die Religion Allah gehört." ( 2:193 ) und wir taten dies. Wir kämpften solange gegen die Ungläubigen, bis Allahs Religion obsiegte, aber für was kämpfen wir jetzt ? Ich habe gekämpft als all die Götzen das heilige Haus besetzt hielten, von der jeder Ecke bis zur Tür, solange bis Allah dieses Land der Araber davon befreit hatte. Soll Ich nun gegen jene kämpfen die sagen, ´ Es gibt keinen Gott außer Allah ?´ Das war seine Logik, seine Argumentation und seine Überzeugung.Das war der Grund warum er sich nicht am Kampf beteiligte, und warum er Abstand hielt an einer Schlacht teilzunehmen, nicht weil er vor dem Kampf flüchten wollte, oder er sich passiv verhielt um den Ausgang des Bürgerkrieges innerhalb der Gläubigen mitzubestimmen, sondern schlicht und einfach, weil er sein Schwert nicht gegen einen Muslimbruder ziehen wollte.Abd Allah Ibn Umar lebte lange und wurde Zeuge, wie das Leben " seine Tore für die Muslime öffnete " Geld war im Überfluß vorhanden, hohe Rangstellungen gab es genügend, Ehrgeiz und Wünsche verbreiteten sich. Aber seine großartigen psychologischen Fähigkeiten veränderten die Regeln seiner Zeit. Er veränderte das Zeitalter des Ehrgeizes, des Geldes und des Bürgerkrieges in ein Zeitalter der Askese, Bescheidenheit, Frömmigkeit und Frieden. Er wandte sich beharrlich Allah zu und lebte gemäß seiner Anbetung, seines starken Glaubens und seiner Demut. Nichts, aber auch gar nichts konnte seine tugendhafte Natur beeinflußen, die sich in den frühen Jahren des Islams gebildet hatte.Die Natur der Dinge änderte sich wiederum während der Umayadenzeit. Diese Veränderung war unvermeidlich. Es war die Zeit der Expansion in allen Aspekten des Lebens, in der Ambition des Staates, sowie in der Ambition des Einzelnen.In der Mitte dieses Zeitalters der Versuchungen und Tätigkeiten, angelockt durch die Idee der Expansion mit all seinen Vergnügungen und Kriegsbeute, stand Ibn Umar mit seinen Verdiensten, und beschäftigte sich mit der Entwicklung seines spirituellen Fortschrittes.Er zog Nutzen aus seinem exzellenten Leben für alles was er bestrebte und seine Zeitgenossen beschrieben ihn wie folgt, " Ibn Umar starb mit denselben Verdiensten wie sein Vater Umar. "Darüber hinaus, geblendet vom Glanz seiner Verdienste, verglichen ihn seine Zeitgenossen gerne mit seinem Vater und sagten, " Umar lebte in einer Zeit wo man viele Seinesgleichen finden konnte, aber Ibn Umar lebte in einer Zeit wo es niemanden Seinesgleichen gab." Es mag eine Übertreibung sein die man verzeihen kann, aber Ibn Umar verdiente eine solche Beschreibung. Aber was Umar anbelangt konnte niemand mit ihm verglichen werden. Es steht außer Frage das es zu irgend einer Zeit irgend jemand gab der ihm ähnlich war.Im Jahre 73 n.H. ging die Sonne unter, und das Schiff der Ewigkeit zog seine Segel auf um die Reise ins nächste Leben anzutreten. Mit an Board, Abd Allah Ibn Umar Al – Khataab, einer der ersten Muslime aus den Tagen der Offenbarung von Makkah und Al – Madinah. |
ABD ALLAH IBN MAS´UUD
Der erste Vorsager des Qur´aan Bevor der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) das Daar Al-Arqam ins Leben rief, erklärte Ibn Mas´uud seinen Glauben an ihm. Er war der sechste Mensch der den Islam annahm und dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) folgte. Das heißt er war einer der allerersten Muslime. Er erzählt uns sein erstes Treffen mit dem Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) : Ich war ein junger Schafhirte der für die Schafe von ´Uqbah Ibn Abu Mu´ait verantwortlich war. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) kam eines Tages mit Abu Bakr zu mir und fragte," Mein Junge, hast du etwas Milch für uns zu trinken ?" und ich sagte, " Ich kann euch leider keine Milch geben ". Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte daraufhin, " Hast du ein weibliches Jungschaf das sich noch nicht gepaart hat ?" Ich sagte, " Ja" und brachte es zu ihm. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) fing es ein und streichelte sein Euter und rief dabei Allah an, solange bis das Euter prall gefüllt war. Abu Bakr brachte ihm einen hohlen Stein in dem sie die Milch auffingen. Abu Bakr trank von der Milch und danach sagte der Prophet zu dem Euter, " Schrumpfe" und das Euter schrumpfte. Ich ging zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) nach diesem Vorfall und sagte zu ihm, " Lehre mich diese Art von Gebet." Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte, " Du bist bereits ein gelehriger Junge." ´Abd Allah Ibn Mas´uud war fasziniert als er den frommen Diener und Gesandten Allahs sah, wie dieser Allah anrief und dabei das Euter eines Schafes streichelte, bis dieses Milch gab, reine und angenehme Milch für diejenigen die sie tranken. Ibn Mas´uud war sich nicht im klaren das das was er sah, nur eines der kleinen Wunder war die aus der Hand dieses ehrenwerten Gesandten kamen, und andere größere Wunder folgen würden, die die Welt erschüttern und mit Licht und Glauben erfüllen würden. Er begriff nicht, das sogar er selbst, der arme, schwache Schafhirte der für ´Uqbah Ibn Abu Mu´ait arbeitete, eines dieser Wunder sein würde, nachdem er den Islam annehmen und dadurch ein starker Gläubiger werden würde, der fähig war den Stolz der Quraish zu besiegen und die Unterdrückung zu überwältigen. Bevor er Muslim wurde, getraute er sich an keiner Versammlung von Edelmännern der Quraish vorbeizugehen, außer mit hastigen Schritten und gebeugtem Haupt. Aber später als er Muslim geworden war, war er in der Lage direkt zur Ka´bah zu gehen und vor den Augen aller Adeligen der Quraish den Qur´aan mit lauter, schöner und beeindruckender Stimme zu rezitieren. ( 5 5 : 1 – 6 ). Er fuhr fort den Qur´aan zu rezitieren während die Quraish wie vom Donner gerührt dabei standen und ihren Augen und Ohren nicht trauten. Sie konnten es nicht glauben das dieser arme, unbekannte und angeheuerte Schafhirte ´Abd Allah Ibn Mas´uud sie in ihrem Stolz herausforderte. Laßt uns einen Augenzeugen hören, Az-Zubair ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) beschreibt uns diese spannende Situation : ´Abd Allah Ibn Mas´uud war der erste der nach dem Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den Qur´aan in Makkah öffentlich rezitierte. Dies fand statt als sich die Gefährten eines Tages mit dem Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) trafen. Sie redeten miteinander, " Bei Allah, niemand hat bis jetzt den Qur´aan für die Quraish rezitiert. Gibt es jemand der dies tun könnte ? Daraufhin meldete sich ´Abd Allah Ibn Mas´uud und sagte, " Ich tue es ". Die Gefährten erwiderten, " Wir haben Angst das sie dir Böses tun. Wir brauchen einen Mann der aus einer starken Familie kommt die ihn vor diesen Leuten schützen kann, für den Fall das sie ihm Böses antun wollen." Ibn Mas´uud meinte nur, " Laßt mich gehen, Allah wird mich beschützen." Er ging zur Ka´bah und fing an zu rezitieren, und er fuhr fort damit. Die Quraish blickten erstaunt zu ihm und sagten, " Was spricht Ibn Umm ´Abd da ? Rezitiert er gar etwas von dem womit Muhammed gekommen ist ? " Sie liefen zu ihm und schlugen auf sein Gesicht ein, aber er fuhr fort diese Surah zu rezitieren solange Allah dies wollte. Er kehrte mit verletztem Gesicht und Körper zu seinen Freunden zurück, die zu ihm sagten, " Siehst du, davor hatten wir Angst das dir das passieren würde." Ibn Mas´uud sagte nur zu ihnen, " Diese Feinde Allahs waren nie wertloser in meinen Augen als heute, und wenn ihr wollt gehe ich morgen wieder zu ihnen und mache das gleiche." Die Gefährten sagten, " Nein, das ist genug für dich. Du hast sie das hören lassen, was sie hassen." Und tatsächlich, als Ibn Mas´uud fasziniert das Schafeuter beobachtete das sich plötzlich mit Milch füllte, verstand er noch nicht das er und seine frommen Freunde ebenfalls eines der großen Wunder des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sein würden, an jenem Tage da sie das Banner von Allah tragen würden, das selbst die Sonne in den Schatten stellen würde. Er begriff noch nicht das dieser Tage nicht mehr fern sein würde. Bald schon würde der Tag kommen an dem dieser arme Schafhirte selbst ein Wunder sein würde. Man konnte ihn kaum finden in dem Gedränge des Lebens, und noch nicht einmal fernab dieses Gedränges, denn er war zu demütig im Vergleich zu den Wohlhabenden, Machtvollen und Hochgestellten der Gesellschaft. Finanziell gesehen gehörte er zu den Armen. Körperlich gesehen war er unter den Schwachen, und gesellschaftlich war er ein Niemand. Aber der Islam entschädigte ihn dafür mit einem großen Anteil an den Schätzen von Khosrau und Cäsar. Der Islam glich außerdem seine körperliche Schwäche mit einem starken Willen aus, dem sich die Unterdrücker unterwerfen mußten und der ihm half die Geschichte zu verändern. Außerdem glich der Islam seinen schwachen sozialen Status aus durch Unvergänglichkeit, Wissen und Ehre die ihm einen hervorragenden Platz unter den berühmten und historischen Personen gab. Die Vorhersage des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) über ihn als er sagte, " Du bist ein gelehriger Junge " , wurde war. Wahrlich, Allah statte ihn mit Wissen aus, das er einer der besten der islamischen Ummah wurde und der Beste der den Qur´aan mit dem Herzen kannte. Ibn Mas´uud beschrieb sich selbst folgendermaßen, " In der Tat lernte ich mehr als siebzig Suren direkt aus dem Mund des Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Ich habe ein größeres Wissen über das Buch von Allah, als ein jeder von euch. " Es hat den Anschein das Allah ihn belohnte als er sein Leben riskierte, als er den Qur´aan immer und überall verlas während der Zeit der Unterdrückung und Folter. Aus diesem Grund begnadete Allah ihn mit dem wunderbaren Talent den Qur´aan zu rezitieren und zu verstehen, bis zu dem Grad das der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) seinen Gefährten empfahl sich nach Ibn Mas´uud zu richten und seinem Beispiel zu folgen. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte, " Haltet euch an die Methode von Ibn Umm `AbdAllah. " Er empfahl ihnen seine Art der Rezitation nachzuahmen und von ihm zu erlernen. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte, " Derjenige der den Qur´aan hören möchte, so wie er offenbart wurde, der möge ihn von Ibn Umm ´AbdAllah hören, " und außerdem, " Jeder der den Qur´aan lesen möchte so wie er offenbart wurde, der möge ihn lesen so wie es Ibn Umm ´AbdAllah es tut. "Es war ein Genuß für den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den Qur´aan aus dem Mund von Ibn Mas´uud zu vernehmen. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) rief ihn eines Tages zu sich und sagte, " Lies mir vor, Abd Allah" und Abd Allah erwiderte daraufhin, " Wie kann ich dir vorlesen wo dir doch der Qur´aan offenbart wurde ? " Der Prophet sagte, " Ich liebe es ihn von anderen zu hören. " Da begann Ibn Mas´uud einen Teil aus der Surah ´ An Nissaa´zu rezitieren, bis zu dem Vers, Als der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) diesen Vers vernahm, floßen seine Augen über mit Tränen und er winkte Ibn Mas´uud zu und sagte, " Es ist genug, Ibn Mas´uud. " Ibn Mas´uud selbst erzählte stolz über die Freigiebigkeit Allah´s ihm gegenüber. " Bei Allah, es gibt keine Surah im Buch von Allah, von der ich nicht weiß wo und warum sie offenbart worden ist. Ich habe ein größeres Wissen und Verständnis über das Buch von Allah als ihr, und wenn es jemand gibt der mehr Wissen als ich besitzt und ich zu ihm auf einem Maulesel reiten muß, dann würde ich bestimmt auf einem Kamel zu ihm reiten um ihn schneller zu treffen. Aber trotzdem bin ich nicht besser als ihr. " Die Gefährten des Propheten bezeugten dies. Der Führer der Gläubigen, ´Umar Ibn Al-Khattab sagte über ihn, " Er hatte immenses Wissen. " Auch Abu Mussaa Al-Ash´ariy erzählte von ihm, " Fragt mich nichts in dieser Sache, solange ihr diesen Gelehrten unter euch habt. " Er wurde nicht nur gerühmt für sein Wissen über den Qur´aan und die Rechtswissenschaft, sondern auch für seine Frömmigkeit und sein Gottesbewußtsein. Hudhaifah sagte über ihn, " Ich habe niemanden gesehen der dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) mehr ähnelte in seiner Lebensweise und seinen Tugenden als Ibn Mas´uud. " Er sagte außerdem, " Die glücklichen Gefährten der Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) erkannten das Ibn Umm ´Abd derjenige war unter ihnen, der Allah am nächsten war. " Einige Gefährten trafen sich eines Tages im Hause von ´Aliy Ibn Abi Taalib und sprachen zu ihm, " Oh, Führer der Gläubigen, wir kennen niemanden der mehr tugendhafter, gelehrter, kameradschaftlicher, freundlicher und Gottesfürchtiger wäre als ´Abd Allah Ibn Mas´uud. " Aliy sagte, " Ich bitte euch im Namen Allahs, ist das wahr und kommt das von euren Herzen ? " Die Gefährten bestätigten dies. Aliy meinte daraufhin, " Oh Allah, ich bestätige vor Dir das ich die gleiche Meinung von ihm habe, wenn nicht sogar mehr. Er las den Qur´aan und machte was erlaubt ist und hielt sich fern von dem was verboten ist. Er war kenntnisreich in der Religion und gelehrt in der Sunnah. " Die Gefährten des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) beschrieben ihn wie folgt, " Es war ihm erlaubt in der Nähe des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu sein, während wir davon abgehalten wurden, und er war zugegen während wir abwesend waren. " Das bedeutete das er mehr Privilegien hatte als die anderen Gefährten. Er konnte den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) öfters zu Hause besuchen und mit ihm sitzen als die anderen. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) vertraute ihm soviele Geheimnisse an, das man ihn bald ehrenvoll den Sekretär nannte. Abu Muussa Al-Ash´ariy ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) sprach einmal in diesem Zusammenhang, " Eines Tages kam ich zum Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und ich war der Ansicht das Ibn Mas´uud zu seiner Familie gehören würde. " Das heißt, der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) liebte ihn über Maßen wegen seiner Frömmigkeit und Intelligenz. Er sagte über ihn, " Hätte ich die Aufgabe einen Führer zu bestimmen, ohne die Muslime zu konsultieren, dann würde ich Ibn Umm ´Abd dazu bestimmen, " und wie wir vorher schon anmerkten wies der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) die Muslime an sich an die Methode von Ibn Umm ´Abd zu halten. Er war dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) so nahe und genoss dessen Vertauen, das er mehr Privilegien bekam als jeder andere. Der Gesandte Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte zu ihm, " Du hast meine Erlaubnis die Vorhänge zu heben. " Das hieß, es war ihm erlaubt zu jeder Tages und Nachtzeit an die Tür des Propheten zu klopfen. Deswegen sagten die Gefährten, " Es war ihm erlaubt in der Nähe des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu sein, während wir davon abgehalten wurden, und er war zugegen während wir abwesend waren. " Und tatsächlich hatte er diesen hohen Stand inne. Wenngleich diese nahe Beziehung die Gefahr barg eine gewisse Intimität hervorzubringen, war die Gesinnung von Ibn Mas´uud gegenüber dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) immer von Respekt und Höflichkeit bestimmt. Dies behielt er sogar nach dem Tod des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) bei. Obwohl er den Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) nur selten erwähnte nach dessen Tod, denn wann immer er seinen Namen aussprach begann er zu zittern und sein Gesicht war gezeichnet von Furcht und Bestürzung. Das geschah immer dann wenn seine Lippen murmelten, " Ich hörte den Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagen... " damit er ja nicht auch nur einen einzigen Buchstaben vergaß oder änderte von dem was gesagt wurde. Laßt uns hören was seine Brüder im Islam über solch ein Verhalten erzählten. ´Amr Ibn Maimuun berichtete, " Ibn Mas´uud besuchte mich regelmäßig unter dem Jahr und niemals erzählte er mir etwas vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Aber eines Tages sagte er zu mir, „ Der Gesandte Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte...“ und im selben Augenblick war er zu tiefst beunruhigt und begann zu schwitzen und korrigierte sich mit den Worten, „ Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte etwas in dieser Art.“ ´Alqamah Ibn Qais sagte, " Gewöhnlich sprach Ibn Mas´uud jeden Donnerstagabend zu den Leuten. Nie hörte ich ihn sagen, " Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte ", aber eines Tages sagte er es doch und der Stock auf den er sich stützte begann in seiner Hand zu zittern. Auch Masruuq überliefert uns von ´Abd Allah, " Eines Tages sprach Ibn Mas´uud zu uns und er sagte, „ Ich hörte den Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagen, „ Daraufhin begannen er und seine ganzen Kleider zu zittern und er verbesserte sich, „ oder so etwas in dieser Art.“ Diese starke Verehrung des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) in seinem Herzen zeugt von seiner Intelligenz. Dieser Mann, der mehr als jeder andere in Begleitung des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) war, konnte am besten beurteilen welche Größe der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) besaß. Aus diesem Grund behielt er die gleiche Gesinnung die er zu Lebzeiten des Gesandten Allahs besaß, auch nach dessen Tode bei. * * * Ibn Mas´uud hielt sich immer in der Gegenwart des Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) auf, sowohl zu Hause als auch auf Reisen. Er nahm an allen Schlachten teil und am Tage von Badr ward ihm eine spezielle Rolle zuteil, nämlich sich Abu Jahls anzunehmen. Die Kalifen des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) waren sich ebenfalls bewußt über den Wert von Ibn Mas´uud. Der Führer der Gläubigen ´ Umar Ibn Al-Khattab ernannte ihn zum Hüter über die Schatzkammer ( Bait Al-Maal ) in Kufa, und er sagte zu den Leuten dort, " Bei Allah, es gibt keinen besseren als ihn. Ihr wißt das ich ihm den Vorzug vor mir selbst gab, als ich ihn zu euch schickte damit ihr von ihm lernen könnt. " Die Menschen von Kufa mochten ihn mehr als jeden anderen der vor ihm kam. Es war ein kleines Wunder das alle Leute in Kufa ihn liebten, denn sie waren berüchtigt dafür das sie gerne rebellierten und meuterten. Sie konnten sich kaum auf eine Nahrung einigen und duldeten keinen Frieden und Beschaulichkeit. Ihr Liebe zu ihm aber war so groß, das sie ihn umringten und baten doch zu bleiben, als der Kalif ´Uthmaan ( möge Allah mit ihm zufrieden sein ) einmal vorschlug ihn abzulösen. Sie riefen, " Gehe nicht - bleib bei uns. Wir werden dich beschützen gegen alles und jeden. " Aber Ibn Mas´uud antwortete ihnen jedoch auf eine Art und Weise die seine Größe und Frömmigkeit widerspiegelten. " Der Kalif hat das Recht auf meinen Gehorsam. Es werden Tumulte kommen und ich möchte nicht derjenige sein der ihnen Tür und Tor öffnet. " Diese Situation enthüllt uns die wahre Natur und Beziehung zwischen Ibn Mas´uud und ´Uthmaan. Es gab einst eine Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden, die damit endete das ´Uthmaan das Gehalt von Ibn Mas´uud kürzte das er aus dem Bait Al- Maal erhielt. Im Gegenzug aber sprach Ibn Mas´uud niemals schlecht über den Kalifen. Im Gegenteil, er pflegte ihn zu verteidigen. Als er davon erfuhr das ein Attentat auf ´Uthmaan verübt worden ist, sagte er jene berühmten Worte, " Wenn sie ihn töten, werden sie hernach niemanden finden der solchen Erfolg hat wie er. " Einige von Ibn Mas´uud´s Freunde sagte daraufhin, " Wir hörten ihn niemals ein schlechtes Wort über ´Uthmaan sagen. " Allah statte Ibn Mas´uud mit Weisheit gepaart mit Gottesfurcht aus. Er besaß Einsicht die ihm erlaubten Dinge zu sehen die unter der Oberfläche lagen, und er hatte die Fähigkeit dies auf intelligente Art und Weise auszudrücken. Zum Beispiel faßte er das Leben von ´Umar Ibn Al-Khattab in einem einzigen aber bündigen Satz zusammen. " ´Umar´s Islam war die Öffnung, seine Auswanderung war ein Sieg, und seine Regentschaft war eine Barmherzigkeit. " Einmal drückte er seine Vorstellung von der Relativität der Zeit folgendermaßen aus. " Euer Herr kennt weder Tag noch Nacht, denn das Licht der Erde und der Himmel stammt von dem Licht seines Antlitzes. " In einem anderen Zusammenhang pries er den Wert der Arbeit eines Menschen, der ihm erlaubt seinen Stand zu erhöhen. " Ich haße es wenn ein Mann sich der Muße frönt und er hat nichts zu tun, weder für sein diesseitiges Leben noch für das Jenseits. " Auch folgende reichhaltige Aussage stammt von ihm. " Der beste Reichtum ist der Reichtum der Seele. Die beste Versorgung ist das richtige Verhalten. Die größte Sünde ist die Lüge, und der übelste Verdienst stammt vom Wucher, und das schlechteste was man verzehren kann ist der Besitz der Waisen. " Ein jeder der andere entschuldigt, wird entschuldigt von Allah, und jeder der anderen vergibt, dem wird von anderen vergeben. " * * * Das war Ibn Mas´uud, der Gefährte des Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und dies alles ist nur ein flüchtiger Eindruck seines heldenhaften Lebens das er im Namen Allahs verbrachte, und seines Propheten und seiner Religion. Dies war der Mann der so klein wie ein Vogel war. Er war so schmächtig und klein das er nicht größer war als eine Person die gerade sitzt. Er hatte so dünne Beine. Einmal kletterte er auf einen Baum um Arak Früchte für den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu pflücken und als die Gefährten des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) seine dünnen Beine dabei sahen, fingen sie an zu lachen. Der Gesandte Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sagte darauf hin, " Lacht ihr über Ibn Mas´uuds Beine ? Auf der Waage bei Allah wiegen sie schwerer als der Berg Uhud. " Das war also der schwache, arme Schafhirte der durch seinen Glauben zu einem Imam wurde der die Menschen zum Licht führte. Es war Allahs Freigiebigkeit ihm gegenüber, das er zu jenen zehn Gefährten des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) gehörte, denen das Paradies noch zu deren Lebzeiten versprochen worden war. Er nahm an all den siegreichen Schlachten teil zusammen mit dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seinen späteren Kalifen. Er war Zeuge wie die beiden großen Weltreiche ihre Tore dem Banner des Islams öffneten und sich unterwarfen. Er sah wie die hohen Posten und das lukrative Geld sich in die Hände der Muslime ergoßen, aber sein Verstand war nie von diesen Dingen besessen. Im Gegenteil, er war damit beschäftigt wie er den Schwur den er dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) geleistet hatte einzulösen, und er war nie in der Versuchung sein demütiges und entsagungsvolles Leben dem er sich hingab aufzugeben. Er hatte nur einen Traum von dem er hoffte er möge in Erfüllung gehen. Laßt ihn selbst berichten darüber. " Ich war zusammen mit dem Propheten in der Schlacht von Tabuuk. Ich wachte eines Nachts gegen Mitternacht auf und sah einen Feuerschein in der Nähe des Lagers. Ich stand auf und ging dorthin. Dort fand ich den Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), Abu Bakr und ´ Umar wie sie dort ein Grab aushoben, um ´Abd Allah Dhul Bijaadain Al-Muzaniy zu begraben, der in dieser Nacht gestorben war. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) war unten im Grab und sagte zu Abu Bakr und ´Umar " Reicht mir unseren Bruder herunter, " was die beiden auch taten. Nachdem er den toten Körper an seinen Platz gebracht hatte sagte er, " Oh Allah, heute Nacht bin völlig zufrieden und erfreut von ihm. Deshalb bitte ich Dich sei Du es auch. " Da wünschte ich mir das ich an seiner Stelle gewesen wäre und in diesem Loch begraben worden wäre. Das war der einzige Wunsch in seinem Leben. Dies stand in keinem Vergleich zu dem was die Menschen heute erstreben in ihrem Leben, wie zum Beispiel Wohlstand, sozialen Status oder Ruhm. Es war der Wunsch eines Mannes der ein gutes Herz besaß, eine ehrbare Seele und einen starken Glauben. Dieser Mann wurde geleitet von Allah, erzogen vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und erleuchtet durch den Qur´aan. |
Bilaal Ibn Rabaah
Dem Grauen spottend Wann immer ´Umar Ibn Al- Khattab, Abu Bakr erwähnte, sagte er," Abu Bakr ist unser Meister und der Befreier von unserem Meister." Er meinte damit Bilaal. Wahrlich, der Mann dem ´Umar diesen Spitznamen " Unser Meister" gegeben hat, war ein großartiger und glücklicher Mann sein. Jedoch, dieser Mann – mit sehr dunkler Gesichtsfarbe, schlank, sehr groß, mit krausem Haaren und spärlichem Bart, so beschrieben von den Überlieferern – würde kaum das er Worte des Lobes über ihn hört und Empfehlungen an ihn gerichtet sieht, die freiwillig geäußert wurden, seinen Kopf beugen und seine Augen niederschlagen mit Tränen die an seinen Wangen herunterliefen, sagen, " In der Tat, ich bin ein Mann aus Abessinien und gestern noch war ich Sklave !" Wer also ist dieser Abessinier der gestern noch ein Sklave war ? Das ist Bilaal Ibn Rabaah, der Ausrufer zum Gebet der Muslime und der Störenfried der Götzen. Er war einer der Wunder des Glaubens und der Wahrhaftigkeit, eines der großen Wunder des Islams. Seit Anbeginn des Islams - bis heute, und solange Allah es will, wissen sieben von zehn Muslimen, wer ist Bilaal. Das heißt, Hunderte Millionen von Muslimen, seit Jahrhunderten und Generationen, kennen Bilaal, erinnern sich seines Namens, wissen um seine Rolle die er gespielt hat, im gleichen Atemzug wie die zwei großen Kalifen des Islams, Abu Bakr und ´Umar. Wenn du ein Kind fragst das noch in den ersten Grundschuljahren ist, in Ägypten, Pakistan, Malaysia oder China, in Süd – oder Nordamerika, Europa, oder Russland, im Irak, Syrien, Türkei, Iran, oder Sudan, in Tunesien, Algerien oder Marokko, im tiefsten Afrika und in den Bergen von Asien, an jedem Platz auf der Welt wo Muslime wohnen, kannst du ein jedes muslimisches Kind fragen, " Wer ist Bilaal, mein Kind ? " Und es wird dir antworten, " Er war der Muezzin vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), und er war der Sklave den sein Herr mit brennend heißen Steinen folterte, um ihm vom Glauben abzubringen. Er aber sagte nur, " Einer.... Einer !" Wann immer du auch diesen bleibenden Ruhm in Betracht ziehst den der Islam Bilaal spendete, so solltest du wissen das dieser Bilaal vor dem Islam nichts mehr als ein Sklave war, der die Kamelherden seines Herren hütete für eine Handvoll Datteln. Wäre nicht der Islam gekommen, wäre es sein Schicksal gewesen für immer ein Sklave zu bleiben, der unter den Menschen umherwanderte, solange bis der Tod seinem Leben ein Ende bereitet hätte, und er in tiefster Vergessenheit verschwunden wäre. Jedoch, sein Glaube erwies sich als wahr, und die Pracht der Religion an die er glaubte, gab ihm in seinem Leben und in der Geschichte, einen erhabenen Platz unter den großen und heiligen Männern des Islams. In der Tat, viele ausgezeichnete Männer, mit Prestige oder Wohlstand haben nicht mal ein Zehntel der Unsterblichkeit erreicht, die Bilaal dem Abessinier zu Teil wurde. Tatsächlich, wurde vielen historischen Persönlichkeiten nicht der Bruchteil des Ruhmes gegeben, mit dem Bilaal gesegnet war. Wahrlich seine schwarze Gesichtsfarbe, seine anspruchslose Abstammung, und seine verachtenswerte Stellung unter den Leuten als Sklave, hat ihn nicht benachteiligt diesen hohen Rang einzunehmen, als er sich entschloß den Islam anzunehmen, und für den er qualifiziert war durch seine Wahrhaftigkeit, Gewissheit, Reinheit und Selbstaufopferung. In seinem Fall, wo solch eine Größe nicht zu erwarten gewesen wäre, ist es auf der Waagschale der Achtung und Ehre, mehr als nur ein erstaunliches Ereignis. Die Leute glaubten das ein Sklave wie Bilaal – von einer völlig fremden Abstammung kommend – der keinerlei Verwandtschaft, noch Macht besaß, der über keine eigene Bestimmung seines Leben verfügte, sondern lediglich der Besitz war von jemanden der ihn mit seinem Geld gekauft hatte, der kam und inmitten der Schafe, Kamele und anderer Tiere seines Herren gelaufen ist – sie haben geglaubt das so eine menschliche Kreatur, weder Macht über sich noch irgend etwas haben könnte. Aber er übertraf alle Erwartungen und erreichte einen Glauben den niemand so wie er besaß. Er war der erste Muezzin des Gesandten und im Islam überhaupt, eine Stellung die von allen Ehrbaren und Großen der Quraish die den Islam angenommen hatten und dem Propheten folgten, angestrebt wurde. Das war Bilaal Ibn Rabaah. Welch Heldenmut und Größe drücken diese drei Worte aus – Bilaal Ibn Rabah. * * * Er war ein Abessinier, einer aus der schwarzen Rasse. Sein Schicksal bestimmte ihm ein Sklave zu sein, bei dem Stamm der Jumah in Makkah, wo seine Mutter eines ihrer Sklavenmädchen war. Er führte das trostlose Leben eines Sklaven dessen Tage ohne Rechte waren und der keine Hoffnung in die Zukunft hegte. Die Neuigkeiten über Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) erreichten ihn zu der Zeit, als die Leute in Makkah darüber zu sprechen begannen, und er den Gesprächen seines Herren und dessen Gästen folgte, besonders von Umayah Ibn Khalaf, einer der Älteren der Bani Jumah, dessen Sklave Bilaal war. Wie oft hörte er Umayah darüber reden mit seinen Freunden und anderen Leuten seines Stammes. Viele Male sprachen sie über den Gesandten mit Worten der Besorgnis, Wut und Arglist. Bilaal, auf der anderen Seite, erfuhr zwischen diesen Worten verrückter Wut und Rage, die Eigenschaften dieser neuen Religion. Er begann zu spüren das dies ganz neue Qualitäten bedeuten würden für seine Umgebung in der er lebte. Er war in der Lage trotz ihrer drohenden Rede, auch ihre Anerkennung um Muhammads Adelsstand, Wahrhaftigkeit und Loyalität heraus zu hören. Und tatsächlich, er hörte sie erstaunt und verblüfft über das reden womit Muhammad gekommen ist. Sie sagten zueinander, " Muhammad war nie ein Lügner, Zauberer, oder verrückt, aber wir müssen so über ihn sprechen, bis wir diejenigen die zu seiner Religion übergelaufen sind, wieder davon abgebracht haben." Er hörte sie reden über seine Ehrlichkeit und seine Treue, über seine Männlichkeit und Ehre, und über seine Reinheit und seinen Gleichmut und seine Intelligenz. Er hörte sie flüstern über die Gründe die sie veranlassten ihn herauszuforden und zu bekämpfen. Erstens, ihre Untertanentreue gegenüber der Religion ihrer Väter; zweitens, ihre Angst um die Ehre und den Glanz der Quraish mit dem sie gesegnet waren, auf Grund ihres religiösen Status den sie innehatten als Zentrum der Götzenanbetung, und als Instanz auf der gesamten arabischen Halbinsel; drittens, die Missgunst der Bani Hashim, das jemand aus ihren Reihen beansprucht ein Prophet oder Gesandter zu sein. * * * Eines Tages erkannte Bilaal Ibn Rabaah das Licht Allahs, hörte Seinen Widerhall in der Tiefe seiner guten Seele. Deshalb ging er zum Gesandten Allahs und nahm den Islam an. Es dauerte nicht lange bis sich diese Neuigkeit verbreitete. Das war ein Schock für die Herren der Bani Jumah, die sehr stolz und eingebildet waren. Alle Teufel dieser Erde versammelten sich in der Brust von Umayah Ibn Khalaaf, der die Annahme des Islam eines seiner Sklaven als schweren Schlag empfand, und ihn mit Schande und Blamage überschüttete. Ihr Abessinischer Sklave trat zum Islam über und folgte Muhammad. Umayah sagte zu sich: " Das macht nichts, die Sonne wird heute untergehen und mit ihr der irregegangene Sklave und sein Islam. " Jedoch die Sonne ging nicht unter mit dem Islam und Bilaal, sondern die Sonne würde eines Tages untergehen, und mit ihr zusammen die ganzen Götzen und die Schutzherren des Heidentums der Quraish. * * * Was Bilaal anbelangt, so besaß er eine Einstellung, die nicht nur dem Islam zur Ehre gereicht hätte, sondern der ganzen Menschheit, obwohl der Islam mehr würdig war. Er widerstand der strengsten Folter wie alle frommen und großen Männer. Allah machte aus ihm ein Exempel, das schwarze Hautfarbe und Abstammung nicht die Größe der Seele in Verruf bringt, wenn sie ihren Glauben findet und sich an ihren Schöpfer heftet und sich an ihre Rechte klammert.Bilaal gab eine gründliche Lehrstunde an diejenigen seiner Altersgruppe und an jede andere Altersgruppe, an die Leute seiner Religion und an die anderer Religionen, eine Lehrstunde die die Idee verwirklichte das Freiheit und Vorherrschaft des Gewissens nicht getäuscht werden können, weder durch Gold noch durch Bestrafung. Er wurde nackt ausgezogen und auf heiße Kohle gelegt, um sich loszusagen von seiner neuen Religion, aber er verweigerte sich. Der Gesandte Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und der Islam machten aus diesem schwachen abessinischen Sklaven einen Lehrer für die Menschheit bezüglich des Respekts gegenüber dem Gewissen und seiner Freiheit und Vorherrschaft. Sie pflegten ihn während der größten Mittagshitze hinaus zu bringen, dann wenn die Wüste sich in eine glühende Hölle verwandelt. Dort draußen wurde er nackt auf die brennenden Steine gelegt und mehrere Leute trugen zusammen einen schweren Felsblock heran, ebefalls glühend heiß, und legten ihn auf seine Brust und seinen Körper. Diese grausame Folter wiederholte sich täglich, solange bis einige seiner Peiniger sich seiner erbarmten. Schlußendlich beschlossen sie ihn frei zu lassen, unter der Bedingung das er gut über ihre Götter sprach, sollte es auch nur ein Wort sein das ihnen erlaubte ihren Stolz zu behalten und man nicht sagen konnte, die Quraish wären besiegt und gedemütigt worden durch den Widerstand ihres ausdauernden Sklaven. Aber nicht mal dieses eine Wort kam über seine Lippen, das er nicht einmal von Herzen hätte sagen müssen, ohne dabei seinen Glauben zu verlieren oder seine Überzeugung verlassen zu müssen, und das sein Leben hätte retten können, Bilaal verweigerte dieses, "Ja", er verweigerte es zu sagen , und statt dessen begann er immer und immer wieder zu wiederholen, " Einer.... Einer!" Seine Peiniger schrien und flehten ihn an, " Sag den Namen von Al-Laat und Al- Uzzaa." Aber er sagte stattdessen immer nur, " Einer.... Einer." Sie sagten zu ihm, " Sprich uns nach." Er aber sagte nur mit bemerkenswertem Spott und ätzender Ironie, " Wahrlich meine Zunge kann das nicht." Also blieb Bilaal in dieser Hitze die alles schmelzen würde, unter dem Gewicht dieses schweren Steines, und nach Sonnenuntergang hoben sie ihn auf und banden ein Seil um seinen Hals. Dann befahlen sie ihren Söhnen ihn durch die Berge und die Straßen von Makkah zu führen. Und Bilaals Zunge sagte die ganze Zeit nichts anderes als, " Einer ..... Einer." Als die Nacht hereinbrach, begannen sie mit ihm zu handeln. " Morgen sprichst du gut über unsere Götter, sag, "Mein Herr ist Al-Laat und Al-Uzzaa", dann lassen wir dich frei. Wir sind müde dich zu foltern und uns ist als ob wir selbst gefoltert werden würden." Er aber schüttelte nur den Kopf und sagte, " Einer....Einer." Da schlug ihn Umayah heftig und explodierte mit unsäglicher Wut und schrie: "Welch Unglück hast du über uns gebracht, oh du Sklave des Bösen. Bei Al-Laat und Al-Uzzaa, ich werde dich zu einem Beispiel machen für Sklaven und ihre Herren." Aber Bilaal fuhr nur fort seinem heiligen Gesang, mit der Sicherheit und Größe eines wahren Gläubigen zu wiederholen: " Einer....Einer." Und ihm, dem die Rolle des Sympathisanten zugedacht war, begann nun wieder zu sprechen und zu verhandeln. Er sagte zu sich, " Nimm es leicht Umayah. Bei Al-Laat, er wird nicht wieder gefoltert, denn Bilaal ist einer von uns, seine Mutter ist unser Sklavenmädchen. Er wird sich nicht noch einmal trauen uns wegen seines Islams lächerlich zu machen. " Bilaal aber blickte in ihre trügerischen Gesichter und sein Mund entspannte sich wie das Morgenlicht und er sagte mit aller Ruhe, die sie erneut schockierte, " Einer …..Einer." Der nächste Tag kam und es wurde Mittag. Bilaal wurde wieder in den glühenden Backofen der Wüste geführt. Er war geduldig, tapfer, standfest und erwartete nur die Belohnung des Jenseits. Abu Bakr As-Siddiq ging hinaus zu ihnen während sie ihn folterten und schimpfte mit ihnen." Tötet ihr einen Mann, nur weil er sagt, " Allah ist mein Herr ?" Dann rief er zu Umayah Ibn Khalaaf, " Hier, nimm mehr als seinen Preis, und lass ihn frei ". Umayah glaubte sich am ertrinken und ergriff glücklich diesen Rettungsring. Er war sehr froh und freute sich als er hörte das Abu Bakr ihm Geld anbot um Bilaal freizukaufen, nachdem sie schon verzweifelten Bilaal zu belehren. Außerdem waren sie Händler, und sie merkten sehr schnell das ein Verkauf weit profitabler war als sein Tod. Sie verkauften ihn an Abu Bakr und dieser setzte ihn umgehend frei, und Bilaal wurde ein freier Mann. Als As-Siddiq seinen Arm um Bilaal legte und sich beeilte ihn freizulassen, sagte Umayah zu ihm, " Nimm ihn, bei Al-Laat und Al-Uzzaa, selbst wenn du dich geweigert hättest ihn zu kaufen, auch nur für eine Goldunze, hätte ich ihn dir gegeben." Abu Bakr bemerkte die Bitterkeit der Verzweiflung und die Enttäuschung versteckt in seinen Worten. Es war angemessen nichts zu erwidern, denn sie verletzten die Würde des Mannes, der soeben sein Bruder wurde und ihm gleich war. Doch sagte er noch zu Umayah, " Bei Allah, auch wenn du ihn nur für ein hundert Unzen verkauft hättest, so hätte ich dies bezahlt." Er verschwand mit seinem Gefährten und ging zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) um ihm die Neuigkeiten zu vekünden von der Befreiung von Bilaal, und es gab ein großes Fest. Nach der Auswanderung des Gesandten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und der Muslime nach Madinah, und ihrer Niederlassung dort, führte der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den Gebetsruf ein. Wer also sollte der Muezzin sein, der fünfmal am Tag zum Gebet rief ? Wer sollte über weites Land rufen, " Allahu Akbar" und " Es gibt keinen Gott außer Allah ?" Es war Bilaal, der schon dreizehn Jahre zuvor gerufen hatte, als sie ihn gefoltert haben, " Allah ist Einer.........Einer ". Er wurde vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) ausgewählt an diesem Tag, der erste Muezzin im Islam zu sein. Mit seiner melodiösen und rührseligen Stimme füllte er die Herzen mit Glauben und die Ohren mit Ehrfurcht wenn er rief. Allahu Akbar, Allahu Akbar Allahu Akbar, Allahu Akbar Ich bezeuge das es keinen Gott gibt, außer Allah Ich bezeuge das es keinen Gott gibt, außer Allah Ich bezeuge das Muhammad der Gesandte Allahs ist Ich bezeuge das Muhammad der Gesandte Allahs ist Kommt zum Gebet Kommt zum Gebet Kommt zum Heil Kommt zum Heil Allahu Akbar, Allahu Akbar Es gibt keinen Gott außer Allah * * * Es kam zum Kampf zwischen den Muslimen und der Armee der Quraish, die angerückt war um Madinah zu erobern. Diese erste Schlacht tobte mit aller Härte, und Bilaal kämpfte und griff an. Der Islam war eingetaucht in diese erste Schlacht von Al Badr, deren Wahlspruch der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) ausgab, " Einer .....Einer." In dieser Schlacht, opferten die Quraish ihre Jugendlichen und ihre Edelmänner der Zerstörung. Umayah Ibn Khalaaf, der Herr von Bilaal der ihn mit grausamer Härte zu foltern pflegte, war drauf und dran die Flucht zu ergreifen. Aber sein Freund Uqbah Ibn Abu Mu’iit kam zu ihm mit einem Rauchfass in der Hand, als er hörte das er sich zurückziehen wollte. Als er zu ihm kam saß Umayah unter seinen Leuten. Uqbah schwenkte sein Rauchfass hin und her und sagte zu ihm:’" Oh, Abu Aliy, nimm das. Du bist wie die Frauen." Aber Umayah schrie ihn nur an, " Möge Allah dich und dein Rauchfass häßlich machen !" Er sah keinen anderen Ausweg und kehrte zurück in die Schlacht. Welch andere Geheimnisse noch offenbarte oder verbarg das Schicksal an diesem Tag ? Uqbah Ibn Abu Mu’iit war einer der ärgsten Fürsprecher bei Umayah, als dieser Bilaal und andere schwache Muslime folterte. Und an diesem Tag, drängte er Umayah zum Kampf in die Schlacht von Badr zurückzukehren wo er sterben sollte, so als wäre es der Platz von Uqbah selbst an dem er sterben sollte. Umayah war ein Drückeberger, und wäre es nicht wegen Uqbah gewesen, wäre er davon gelaufen. Aber Allah führt Seine Befehle aus. Also laßt Umayah losziehen, denn es gab noch eine offene Rechnung zwischen ihm und einem der Diener von Allah. Es war an der Zeit diese Rechung zu begleichen. Der große Richter stirbt niemals. Was du schuldest, sollst du begleichen. Wahrlich, das Schicksal wäre sehr erfreut gewesen diese Tyrannen zu verspotten. Uqbah war derjenige auf dessen Provokationen Umayah am meisten hörte und er folgte seinem Wunsch die unschuldigen Gläubigen zu quälen. Dieser Uqbah war es nun der Umayah hinaus in den Tod trieb. Er sollte sterben durch die Hand von wem ? Natürlich durch die Hand von Bilaal selbst. Die gleichen Hände die Umayah gekettet hatte und dessen Besitzer er geschlagen und gequält hatte. Diese Hände hatten an diesem Tage von Badr eine Verabredung, bestimmt vom Schicksal, gegen die aggressiven Folterer der Quraish, die die Gläubigen erniedrigten und ungerecht behandelten. Dies hat sich damals tatsächlich so zugetragen. Als der Kampf zwischen den beiden Seiten begann und die Muslime immer ihren Schlachtruf, " Einer ....Einer" hinausriefen, wurde Umayah stutzig und sein Herz war gewarnt. Dieses Wort, das sein Sklave noch neulich unter Folter und Qualen immer wieder wiederholte, wurde zum Schlachtruf einer neuer Religion und Nation. " Einer....Einer ". War das tatsächlich so ? Ging das so schnell ? * * * Die Schwerter klirrten aneinander und die Kämpfe wurden heftiger. Als sich die Schlacht ihrem Ende neigte, bemerkte Umayah Ibn Khalaaf den Gefährten des Propheten, Abd Ar-Rahman Ibn Awf. Er ersuchte um Schutzhilfe um durch eine Gefangennahme sein Leben zu retten. Abd Ar-Rahman akzeptierte sein Gesuch und gewährte im Schutz. Er nahm ihn gefangen und führte ihn über das Schlachtfeld zu dem Platz wo die Gefangenen untergebracht waren. Unterwegs trafen sie auf Bilaal der sofort rief, " Der Kopf der Ungläubigen, Umayah Ibn Khalaaf. Möge Ich nicht gerettet sein, sollte er gerettet werden. Er hob sein Schwert um ihm den Kopf abzuschlagen, der immer so arrogant und stolz gewesen war. Aber Abd Ar-Rahman Ibn Awf rief zu Bilaal, "Oh Bilaal, er ist mein Gefangener!" Ein Gefangener obwohl die Schlacht noch tobte ? Ein Gefangener an dessen Schwert noch das Blut der Muslime klebte, die er eben zuvor noch bekämpft hatte ? Nein, Aus Bilaals Sicht war dies eine Ironie und Kränkung des Verstandes, und Umayah hatte sie lange genug gekränkt und verspottet. Er spottete zu lange, als das keine Ironie mehr übrig blieb für solch einem Tag, für so ein Dilemma und für so ein Schicksal. Bilaal war klar das er es alleine niemals schaffen würde das Heiligtum seines Glaubensbruders Abd Ar-Rahman Ibn Awf zu erstürmen. Deshalb rief er so laut er konnte zu den Muslimen. " Oh, ihr Helfer von Allah. Der Kopf der Ungläubigen, Umayah Ibn Khalaaf ! Möge Ich nicht gerettet werden, wenn er gerettet wird !" Eine Gruppe von Muslimen erschien mit ihren Schwertern von denen noch das Blut tropfte. Sie umringten Umayah und seinen Sohn, der bei den Quraish kämpfte. Abd Ar-Rahman Ibn Awf konnte nichts mehr tun. Er konnte nicht einmal mehr seine Schutzweste bewahren, die die aufgebrachte Menge ihm wegnahm. Bilaal blickte lange auf den toten Körper von Umayah, der neben den zertrümmerten Schwerten lag. Dann rannte er davon, mit lauter Stimme rufend, " Einer ....Einer ". Ich glaube, es ist nicht unser Recht, die Tugend der Nachsicht von Bilaal bei diesem Anlass zu untersuchen. Wenn das Zusammentreffen zwischen Bilaal und Umayah unter anderen Umständen zustande gekommen wäre, dann wäre es uns erlaubt Bilaal um Nachsicht für Umayah zu fragen, und ein Mann des Glaubens und der Frömmigkeit wie er, wäre dem sicherlich nachgekommen. Aber das Treffen fand statt während der Schlacht und jede Partei war gekommen um den Feind zu zerstören. Aufflammende Schwerter und Tote die fielen. Dann sah Bilaal Umayah, der jeden Teil seines Körpers mit Qualen überzogen hatte. Wo und wie hatte er ihn getroffen ? Er sah ihn auf der Bühne des Schlachtfeldes kämpfend, das Schwert niedersausend auf die Köpfe der Muslime. Wäre er auf Bilaal getroffen, hätte er dessen Kopf abgeschlagen. Unter solchen Umständen ist es nicht fair Bilaal zu fragen. "Warum hast du ihm nicht vergeben ? " * * * Die Tage vergingen und Makkah wurde erobert. Der Gesandte ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) nahm die Stadt ein, dankbar sagend, " Allahu Akbar " an der Spitze von 10,000 Muslimen. Er steuerte direkt auf die Ka´bah zu, den heiligen Platz, den die Quraish mit ihren Götzen bevölkerten, gemäß der Anzahl der Tage eines ganzen Jahres. " Die Wahrheit ist gekommen und die Unwahrheit ist verschwunden. " Seit diesen Tagen gibt es dort keinen Uzzaa, keinen Lat und keinen Hubal mehr. Die Menschen verbeugen sich seit damals nicht mehr vor einem Stein, einem Götzen. Die Menschen beten niemanden anderes als Allah an, mit bestem Gewissen, Denjenigen der keinesgleichen hat, den Einen, den Allergrößten, den Allerhöchsten. Der Gesandte ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) betrat die Ka´bah, begleitet von Bilaal. Dort angekommen sah er einen geschnitzten Götzen der Ibrahim ( der Friede sei auf ihm ) darstellte, wie er mit Hilfe von Stöcken Prophezeihungen machte. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wurde sehr ärgerlich und sagte, " Möge Allah sie alle töten. Unser Vorfahr hatte niemals Prophezeihungen mit Hilfe von Stöcken gemacht. Ibrahim war weder Jude noch Christ, vielmehr war er ein lauterer Muslim und niemals ein Götzendiener." Dann befahl er Bilaal auf das Dach der Moschee zu steigen und zum Gebet zu rufen, und Bilaal rief zum Gebet. Wie großartig war die Zeit, der Ort und der Anlaß! Das Leben in Makkah kam für einen kurzen Augenblick zum Stillstand, und tausende von Muslimen verharrten regungslos, wiederholten leise und in Ergebenheit den Gebetsruf hinter Bilaal, während die Götzendiener in ihren Häusern waren und kaum glauben konnten was passiert war. War das Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine arme Gefolgschaft, die sie noch vor gar nicht langer Zeit ausgestoßen hatten ? Ist er das wirklich, mit 10,000 von seinen Anhängern ? Ist das tatsächlich er, den sie verfolgt und vertrieben hatten, den sie bekämpft hatten und viele seiner Sippe und seiner Bekannten getötet hatten ? Ist er es wirklich, der vor ein paar Minuten zu ihnen gesagt hatte, obwohl sie unter seiner Gewalt und Gnade standen, " Geht, ihr seid frei !" Es gab drei Adlige die an einem offenen Platz vor der Ka´bah saßen, als ob sie unberührt wären von der Szene mit Bilaal, als er ihre Götzen mit seinen Füßen getreten hatte, und über ihren daliegenden Trümmern den Gebetsruf hinausrief, wie der durchziehende Frühling. Diese drei waren Abu Sufyaan Ibn Harb, der ein paar Stunden zuvor den Islam angenommen hatte, und Attaab Ibn Usaid und Al-Haarith Ibn Hishaam, die noch keine Muslime waren. Attaab hatte seine Augen auf Bilaal gerichtet, wie dieser den Gebetsruf machte, und sagte, " Allah hat Usaid geehrt indem er ihn dies nicht hat hören lassen, oder das was ihn wütend gemacht hätte." Al-Haarith meinte, " Bei Allah, wenn ich sicher wäre das Muhammad ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) die Wahrheit spricht, würde ich ihm folgen." Abu Sufyaan, der alte Fuchs meinte nur, " Ich sage lieber nichts, denn würde ich es tun, würden mich diese Kieselsteine hier verraten. " Als der Prophet die Ka´bah verließ, sah er die drei dort sitzen und konnte in ihren Gesichtern lesen was sie dachten. Er sagte zu ihnen mit dem Licht Allahs in seinen Augen und der Freude des Sieges in seiner Stimme, " Ich weiß was ihr gesagt habt ", und er erzählte ihnen was sie eben zuvor gesagt hatten. Al-Haarith and Attaab riefen sofort, " Wir bezeugen das du der Gesandte Allahs bist. Bei Allah, niemand konnte uns hören, und deshalb konnte dich keiner darüber informieren. " Und sie hießen Bilaal willkommen mit neuen Herzen, die noch das Echo der Worte des Gesandten enthielten, kurz nachdem er Makkah eingenommen hatte." Oh ihr Leute der Quraish, Allah hat von euch die Arroganz der Vorislamischen Zeit genommen, und die Prahlerei über eure Vorväter. Die Menschen stammen von Adam ab, und Adam ward aus Staub gemacht." * * * Bilaal lebte mit dem Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und wurde Zeuge aller Schlachten mit ihm, rief zum Gebet und beobachtete aufmerksam die Bräuche dieser großartigen Religion, die ihn aus den Finsternissen ins Licht brachte und aus der Sklaverei in die Freiheit. Die Gestalt und Form des Islams und der Muslime war gewachsen. Jeden Tag fühlte sich Bilaal dem Herzen des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) näher, der ihn als einen der Bewohner des Paradieses beschrieb. Aber Bilaal blieb immer das was er war, ehrenhaft und demütig, er betrachtete sich immer noch als der abessinische Sklave von gestern. Eines Tages wurden ihm und seinem Bruder zwei Mädchen vorgeschlagen zwecks Heirat, und er sagte zu deren Vater. " Ich bin Bilaal und das ist mein Bruder, zwei Sklaven aus Abessinien. Wir waren auf dem Irrweg und Allah hat uns geleitet. Wir waren beide Sklaven und Allah hat uns befreit. Solltest du einverstanden sein uns deine Töchter zur Heirat zu geben, so gehört alles Lob Allah, bist du nicht damit einverstanden, dann ist Allah der Größte. " * * * Der Gesandte Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) verstarb zufrieden und Abu Bakr As-Siddiiq übernahm das Kommando über die Muslime. Bilaal ging zum Nachfolger des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), dem Kalifen, und sagte zu ihm. " Oh Kalif, ich hörte den Gesandten Allahs sagen, " Die beste Tat eines Gläubigen ist der Jihaad im Namen Allahs. " Abu Bakr sagte, " Was möchtest du also, oh Bilaal ? " Er erwiderte, " Ich möchte die Sache von Allah verteidigen bis ich dabei sterbe. " Abu Bakr sagte, " Und wer wird dann den Adhaan für uns ausrufen. ? " Bilaal sagte mit Tränen in den Augen, " Ich werde keinen Adhaan mehr ausrufen nach dem Tod des Gesandten Allahs. " Abu Bakr sagte, " Bleib bei uns, und rufe den Adhaan für uns, Bilaal. " Bilaal sagte, " Wenn du mich befreit hast damals nur für dich, dann werde ich es tun, aber wenn du mich für Allah befreit hast, dann überlasse mich Ihm. " Abu Bakr sagte, " Ich habe dich für Allah befreit. " Hier gibt es nun unterschiedliche Meinungen bei den Überlieferern. Die einen glauben das er losgezogen ist, um für die Sache Allahs zu kämpfen. Die anderen meinen, das er Abu Bakr’s Vorschlag angenommen hat und bei ihm in Madinah geblieben ist. Als Abu Bakr starb und Umar sein Nachfolger wurde, bekam Bilaal die Erlaubnis und ging nach Syrien. Ob so oder so, Bilaal gelobte und verbrachte den Rest seines Lebens mit dem Jihaad für die Sache von Allah, und mit der Bestimmung, Allah und seinen Gesandten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wieder zu treffen mit der besten aller Taten, die beide so liebten. Seine melodiöse, einladende und Ehrfurcht einflößende Stimme rief niemals mehr den Adhaan aus, denn immer wenn er rief, " Ich bezeuge das Muhammad der Gesandte Allahs ist, " versagte seine Stimme unter Tränen erstickt und überwältigt von den Erinnerungen an den Gesandten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Seinen letzten Adhaan rief er während der Tage von Umar, dem Führer der Gläubigen, als dieser Syrien besuchte. Die Muslime ersuchten ihn, Bilaal zu überreden ihnen den Adhaan zu machen. Der Führer der Gläubigen rief Bilaal, als es Zeit für das Gebet war, und flehte ihn an den Adhaan zu machen. Bilaal stieg nach oben und rief zum Gebet wie früher. Die Gefährten des Gesandten Allahs die zusammen mit dem Führer der Gläubigen anwesend waren, während Bilaal zum Gebet rief, weinten wie niemals zuvor, und Umar weinte am meisten. * * * Bilaal verstarb in Syrien beim Kampf für die Sache von Allah, so wie er es sich immer gewünscht hatte. Im Staub bei Damaskus liegt der Körper eines der größten Persönlichkeiten der Menschheit, der mit ganzer Überzeugung aufgestanden ist für den Glauben des Islams. |
HAMZAH IBN ABD AL-MUTTALIB
Der Löwe Allah´s und der Martyrer unter den Martyrern Am Ende eines langen Tages angefüllt mit Arbeit, Gottesverehrung und Spiel fielen die Menschen in Makkah in einen tiefen Schlaf. Die Leute der Quraish lagen in ihren Betten, aber einer von ihnen verließ bereits sein Bett, denn er ging immer früh schlafen und ruhte nur eine Weile um dann aufzustehen um sich in einer Ecke seines Hauses dem Gebet zu widmen, denn er hatte große Angst vor dem erwarteten Zusammentreffen mit seinem Herrn. Immer wenn seine Frau aufwachte und sie seine Stimme hörte wie er Allah anflehte, mußte sie weinen und sagte zu ihm, er solle es nicht so schwer nehmen und doch versuchen etwas zu schlafen. Unter Tränen antwortete er, " Die Zeit des Schlafens ist vorüber, Khadiijah. " Zu jener Zeit war Muhammad noch kein ernstes Problem für die Quraish, obwohl er schon ihre Aufmerksamkeit zu erregen begann, weil er seine Botschaft schon im geheimen zu verbreiten begann. Diejenigen die damals schon an ihn glaubten waren allerdings nicht sehr viele. Es gab Leute unter den Ungläubigen die ihn liebten und respektierten. Sie sehnten sich danach ihren Glauben an ihn zu verkünden und einer seiner Anhänger zu werden, aber ihre Angst vor den vorherrschenden Regeln und dem Druck der überlieferten Traditionen hielt sie davon ab. Einer unter diesen Menschen war Hamzah Ibn ´Abdul Muttalib, der Onkel des Propheten väterlicherseits, der zugleich sein Milchbruder war denn sie hatten beide dieselbe Amme. * * * Hamzah war sich völlig im klaren über die Größe seines Neffen und über die Wahrheit mit der er gekommen war. Er kannte ihn nicht nur als seinen Neffen, sondern auch als Bruder und Freund, denn sie gehörten beide derselben Generation an. Sie spielten zusammen und sie gingen anfangs die gleichen Weg im Lebens, Schritt für Schritt. Aber in ihrer Jugend trennten sich dann ihre Wege. Hamzah bevorzugte das Leben der Muße und versuchte einen Platz zu finden unter den prominenten Führern der Quraish in Makkah. Während dessen Muhammad das Leben der Abgeschiedenheit wählte, fern ab der Menge, versunken in jene tiefe spirituellen Meditationen die ihn darauf vorbereiteten die Wahrheit zu empfangen. Trotz der Tatsache das beide unterschiedliche Lebenswege beschritten nach ihrer Jugend, verfolgte Hamzah immer aufmerksam die Tugenden seines Freundes und Neffen. Diese Tugenden verhalfen Muhammad das Herz vieler Menschen zu gewinnen, und darüber hinaus eine klare Vorstellung zu bekommen über seine großartige Zukunft. Eines Tages ging Hamzah wie üblich aus dem Haus. Bei der Ka´bah traf er auf mehrere Edelleute der Quraish. Er setzte sich zu ihnen und hörte zu worüber sie diskutierten. Sie redeten über Muhammad. Das erste mal merkte Hamzah das die Leute beunruhigt waren über das wozu sein Neffe aufrief, und ihr Ton war voll Bitterkeit und Wut. Zuvor schenkten sie ihm keinerlei Beachtung – zumindest gaben sie es vor so zu tun – aber heute waren ihre Gesichter bestürzt, verärgert und aggressiv. Hamzah lachte nur über ihr Gerede und beschuldigte sie der Übertreibung. Abu Jahl sagte zu seinen Gefährten das Hamzah derjenige sei der am besten über die Gefahr Bescheid wüßte die von seinem Neffen ausging, und er nur vorgab diese Gefahr zu unterschätzen, solange bis die Quraish sich beruhigt hätten um eines Tages aufzuwachen und zu sehen das sein Neffe gänzlich die Kontrolle über sie alle erlangt hätte. Sie hörten nicht auf so zu sprechen und bedrängten Hamzah der nur dabei saß und manchmal lächelte und manchmal die Stirn runzelte. Als sie sich zerstreuten, dachte Hamzah über all das nach worüber sie die ganze Zeit diskutiert hatten bezüglich seines Neffens.* * * Die Tage vergingen und das Getuschel der Quraish über Muhammad und seinen Aufruf nahm zu. Einige Zeit später ging das Getuschel in offene Provokation über und Hamzah beobachtete dies aus der Ferne. Die standfeste Einstellung seines Neffen gegenüber den Provokationen verblüfften ihn. Solch eine Einstellung war höchst ungewöhnlich für die Quraish, die von sich selbst behaupteten das sie stark und herausfordernd waren. Sollte sich bei irgend jemand Zweifel ins Herz geschlichen haben, bezüglich der Größe und Wahrhaftigkeit von Muhammad, so war dies nicht so bei Hamzah, den er war derjenige der Muhammad am besten kannte, schon von Kindheit an über die Jugend bis hin ins stolze, ehrbare Mannesalter. Hamzah kannte Muhammad so gut wie er sich selbst kannte, wenn nicht sogar besser. Seit ihrer Geburt, über ihre Jugend und bis heute wo sie erwachsene Männer geworden sind, war das Leben von Muhammad so rein und klar wie das Sonnenlicht. Es kam nicht einmal vor das Hamzah bei Muhammad einen Fehler oder eine zweifelhafte Tat entdeckt hätte. Er sah Muhammad nie verärgert, hoffnungslos, geizig, achtlos oder labil. Hamzah war nicht nur körperlich sehr stark, sonder hatte auch einen starken Willen. Darum war es für ihn ganz normal jemanden zu folgen von dem er sicher war das dieser ehrlich und wahrhaftig sei. Deswegen verbarg er ein Geheimnis in seinem Herzen das sich allerdings schon sehr bald offenbaren sollte. Und dieser Tag kam bald. Hamzah verließ sein Haus um in die Wüste zu gehen um dort seiner Leidenschaft des Jagens nachzugehen ( was er außergewöhnlich gut konnte ). Die meiste Zeit verbrachte er so. Auf seinem Weg nach Hause schaute er wie üblich bei der Ka´bah vorbei um seine Umkreisungen zu machen. Dort in der Nähe traf er die Dienerin von ´Abd Allah Ibn Jud´aan die sofort herbei eilte und zu erzählen begann, " Oh Abu ´Umaarah, du kannst dir nicht vorstellen was deinem Neffen heute durch Abu Al-Hakam zugestoßen ist. Als er Muhammad hier sitzen sah, kam er und schlug ihn und beschimpfte ihn auf das Übelste und behandelte ihn auf eine Art und Weise die Muhammad sehr mißfiel." Sie fuhr fort und erzählte Hamzah genau was Abu Jahl dem Propheten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) angetan hatte. Hamzah hörte genau zu und überlegte eine Weile. Dann nahm er seinen Bogen mit seiner rechten Hand und warf ihn über seine Schulter. Er ging los zur Ka´bah mit forschen Schritten in der Hoffnung dort Abu Jahl zu treffen. Er beschloß ihn solange zu suchen bis er ihn fand, sollte Abu Jahl nicht bei der Ka´bah sein. Bei der Ka´bah angekommen erblickte er tatsächlich Abu Jahl, der im Kreis der Adeligen der Quraish saß. Hamzah ging direkt zu Abu Jahl und schlug ihm seinen Bogen solange auf den Kopf bis dieser zu bluten begann. Zur großen Überraschung rief er dazu, " Du wagst es Muhammad zu beschuldigen, obwohl ich seiner Religion folge und das sage was er sagt ? Los komm und schlage mich, wenn du dich traust." Die Quraish trauten ihren Augen und Ohren nicht. Sie vergaßen fast das ihr Führer Abu Jahl derart beschuldigt und gedemütigt wurde, denn sie waren wie vom Donner gerührt ob der Neuigkeit das Hamzah zur Religion von Muhammad übergetreten war, und das er das sah und sagte, was Muhammad sah und sagte. Konnte dies tatsächlich wahr sein, obwohl Hamzah der stärkste und würdevollste unter den jungen Quraish war ? Dies bedeutete eine schreckliche Katastrophe der die Quraish hilflos gegenüber standen, denn Hamzah´s Übertritt zum Islam würde viele andere noble der Quraish anziehen. Das würde Muhammad´s Aufruf unterstützen und er würde genug Solidarität finden um eines Tages die ganzen Götzen niederzureißen. Und in der Tat, Hamzah war zum Islam übergetreten und verkündete öffentlich was er solange in seinem Herzen geheim gehalten hatte. * * * Hamzah hob seinen Bogen wieder auf und warf ihn über seine Schulter. Mit festen Schritten und hoch erhobenem Kopf schritt er von dannen. Alle Leute schauten zutiefst enttäuscht und Abu Jahl leckte sein Blut ab das von seiner Kopfwunde stammte. Hamzah verfügte über Scharfsinn und klarem Verstand. Er ging nach Hause um sich zu erholen von der Anstrengung und um über das nachzudenken was vorgefallen war, Er hatte seine Ankündigung gemacht unter dem Einfluß von Wut und Empörung. Er haßte es wenn die Leute seinen Neffen beschuldigten und ihm Ungerechtigkeit widerfuhr und niemand ihm half. Solch rassistischer Eifer gegen die Ehre der Bani Haashim ließ ihn Abu Jahl schlagen und seinen Islam ausrufen. Aber war dies der richtige Weg die Religion seiner Eltern und Vorfahren zu verlassen, um eine neue Religion anzunehmen dessen Lehren er noch gar nicht richtig kannte, und dessen wahre Identität er noch gar nicht verinnerlicht hatte ? Es ist wahr das Hamzah nie an der Unbescholtenheit von Muhammad gezweifelt hatte, aber konnte man eine neue Religion annehmen mitsamt der ganzen Verantwortung in einem Moment der Wut, sowie Hamzah dies tat ? Es stimmte das er seinem Neffen und dessen Aufruf und Banner das er trug immer großen Respekt zollte, aber wann war die richtige Zeit dieser neuen Religion zu folgen, wenn dies seine Bestimmung sein sollte ? Sollte es im Moment der Empörung und des Ärgers sein, oder im Moment der tiefen Besinnung ? Deshalb wurde er erleuchtet durch klares Bewußtsein und betrachtete die ganze Situation nochmals im Licht einer sorgfältigen Überlegung. Hamzah begann also erneut zu überlegen. Er verbrachte zahllose rastlose Tage und schlaflose Nächte. Wenn jemand versucht die Wahrheit zu ergründen mittels der Kraft des Verstandes, dann wird die Unsicherheit das Wissen beeinflußen, und so geschah es mit Hamzah. Sobald er seine Vernunft walten ließ und den Islam prüfte um ihn zu vergleichen mit der alten Religion, begann er Zweifel zu spüren bei der angeborenen Wehmut zur Religion seiner Väter, und andererseits die Angst vor allem Neuen. All seine Erinnerungen an die Ka´bah, die Götzen und Statuen und deren hoher Rang den sie inne hatten bei den Quraish und in Makkah, all dies kam in ihm hoch. Es erschien ihm das die Verleugnung der ganzen Geschichte und ehemalige Religion, ein tiefer Graben wäre den es zu überwinden galt. Hamzah war erstaunt wie man so schnell und so früh die Religion seiner Väter verlassen konnte. Er bedauerte was er getan hatte, aber er fuhr fort bei seiner Reise der wohlüberlegten Betrachtung. Just in diesem Moment wurde im klar das sein Verstand nicht ausreichen würde, und das er sich an die unsichtbare Macht wenden müßte. Bei der Ka´bah betete er zum Himmel und ersuchte die Hilfe eines jeglichen Lichtes im Universum, das ihn den rechten Weg leiten sollte. Laßt ihn uns seine eigene Geschichte hören: Ich bedauerte das ich die Religion meiner Väter und Verwandten verlassen hatte, und ich befand mich in einer schrecklichen Unsicherheit und konnte nicht mehr schlafen. Ich ging zur Ka´bah und betete zu Allah mein Herz zu öffnen für die Wahrheit und all die Zweifel zu beseitigen. Allah erhörte meine Gebete und füllte mein Herz mit Glauben und Zuversicht. Am nächsten Morgen ging ich zum Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und berichtete ihm was mir geschah und er betete zu Allah er möge mein Herz festigen in dieser neuen Religion. So kam es das Hamzah dem Islam beitrat, der Religion der Sicherheit und Zuversicht. * * * Allah unterstützte den Islam durch dem Beitritt von Hamzah. Er war stark genug den Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu verteidigen, und ebenso die Schwachen unter den Gefährten. Als Abu Jahl ihn unter den Muslimen sah, begriff er das etwas unvermeidliches geschehen würde. Deshalb unterstützte er die Quraish in dem Bestreben den Propheten und seine Gefährten zu ruinieren. Er überlegte einen Bürgerkrieg anzuzetteln um seinen Ärger und seine bitteren Gefühle loszuwerden. Natürlich war Hamzah nicht in der Lage all das Leid alleine abzuwenden, aber sein Beitritt zum Islam war wie ein Schutzschild das die Muslime beschützte, und außerdem war er die erste Quelle die viele Stämme dazu bewog zu überlegen ebenfalls dem Islam beizutreten. Die zweite Quelle war später der Übertritt von ´Umar Ibn Al-Khattab zum Islam, wo dann die Menschen in Scharen zum Islam konvertierten. Seit seinem Übertritt zum Islam widmete Hamzah sein ganzes Leben und seine ganze Kraft Allah und der neuen Religion, bis der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) ihn eines Tages mit dem ruhmreichen Titel ehrte, " Der Löwe Allahs und seinem Gesandten". Der erste Überfall der Muslime gegen ihre Feinde war unter dem Kommando von Hamzah. Das erste Banner das der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) einem Muslim überreichte, ward an Hamzah. In der Schlacht von Badr als die beiden verfeindeten Parteien aufeinander trafen, verbrachte der Löwe Allah´s und seinem Gesandten wahre Wunder. * * * Der Rest der besiegten Soldaten aus der Armee der Quraish stolperte tief enttäuscht zurück nach Makkah. Abu Sufyan war untröstlich und schlich mit gebeugtem Haupt vom Schlachtfeld und mußte dort alle die toten Märtyrer der Quraish zurücklassen, darunter Abu Jahl, ´Utbah Ibn Rabii´ah, Al-Aswad Ibn ´Abdul Al-Asad Al-Makhzumi, Al-Waliid Ibn ´Utbah, al-Nafr Ibn Al-Haarith, Al-´Aas Ibn Sa´iid, Tamah Ibn ´Addi und zehn andere der noblen Quraish. Aber die Quraish würden diese Niederlage nicht so einfach hinnehmen. Sie begannen sofort mit der Vorbereitung einer neuen Armee und bündelten alle verfügbaren Kräfte um den Verlust ihrer Ehre und ihrer Toten zu rächen. Sie bestanden darauf den Kampf fortzusetzen. In der Schlacht von Uhud schlossen sich erneut alle Quraish und ihre Verbündeten zusammen unter dem Kommando von Abu Sufyan. Die Führer der Quraish nahmen sich zwei Personen zum Ziel und Opfer in dieser Schlacht, nämlich den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und Hamzah ( Allah möge mit ihm zufrieden sein ). Jeder der ihren Gesprächen und Plänen vor der Schlacht zuhören konnte, stellte fest das Hamzah gleich nach dem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) das Hauptopfer war. Bevor sie in die Schlacht zogen, wählten sie bereits jemanden aus der Hamzah töten sollte. Es war dies ein abessinischer Sklave der außergewöhnlich gut mit dem Speer umzugehen wußte. Sein einziger Auftrag war, Hamzah mit gezieltem Speerwurf zu töten. Sie warnten ihn vorab sich nur auf diesen Auftrag zu konzentrieren, egal was auf dem Schlachtfeld auch passieren möge. Sie versprachen ihm die Freiheit wenn er seinen Auftrag erfolgreich beenden würde. Dieser Sklave, sein Name war Wahshiy, gehörte Jubair Ibn Mut´am. Jubair´s Onkel wurde in der Schlacht von Badr getötet und deswegen sagte er zu Wahshiy, " Ziehe los in die Schlacht und wenn du Hamzah getötet hast bist du ein freier Mann." Hernach schickten sie Wahshiy zur Frau von Abu Sufyan, Hind Bint ´Utbah, die ihm ebenfalls Mut zusprach Hamzah zu töten, denn sie verlor bereits ihren Vater, ihren Onkel, ihren Bruder und ihren Sohn bei Badr, und es wurde gesagt das Hamzah für ihren Tod verantworlich war. Hind war am meisten daran interessiert das die Quraish wieder in den Krieg zogen, und sie war der Hauptgrund für die Schlacht von Uhud. Alles was sie wollte war der Tod von Hamzah und seinen Kopf, egal was es kosten würde. Sie verbrachte viele Tage vor der Schlacht damit um Wahshiy ihren Zorn in sein Herz einzuimpfen und sie machte Pläne für ihn. Sie versprach ihm ihre wertvollsten Schmuckstücke wenn er Hamzah töten würde. Mit ihren haßerfüllten Fingern hielt sie ihre kostbaren Ohrringe aus Perlen und einige goldene Halsketten hoch, und während sie ihn anblickte sagte sie, " Dies alles ist deins, wenn du Hamzah tötest." Wahshiy´s Mund wurde wäßrig bei diesem Angebot und er fieberte der Schlacht entgegen, um danach seine Freiheit zu erlangen und sein Sklavendasein zu beenden, und zusätzlich all den Schmuck der den Hals der Frau des Führers der Quraish zierte. Es war klar das diese Schlacht einzig und allein den Tod Hamzah´s forderte. * * * Die Schlacht von Uhud begann und die beiden Armeen trafen aufeinander. Hamzah war mitten auf dem Schlachtfeld und in voller Ausrüstung. An seiner Brust befand sich eine Straußenfeder die er immer mit sich führte wenn er in den Kampf zog. Er bewegte sich vor und zurück und köpfte jeden der Götzendiener der ihm in den Weg kam. Es schien das der Tod sich auf sein Kommando hin einstellte. Wen immer er auch auf´s Korn nahm, sein Tod war unausweichlich. Die Muslime waren drauf und dran den Sieg zu erringen, und die geschlagene Armee der Quraish befand sich bereits ängstlich auf dem Rückzug, da verließen die Bogenschützen der Muslime ihre angestammte Position um bereits Beute zu machen die die Quraish auf dem Schlachtfeld zurückließen. Wenn sie ihren Platz nicht verlassen hätten und den Reitern der Quraish die Möglichkeit gegeben hätten die Schlacht zu drehen, dann wäre diese Schlacht mit einem ruhmreichen Sieg der Muslime beendet worden mit all seinen Männern und Frauen, Pferden und Lasttieren. Die Quraish nutzen dies und machten einen Überraschungsangriff im Rücken der Muslime und griffen mit blitzenden Schwertern an. Die Muslime versuchten sich zu sammeln und ihre Waffen wieder aufzunehmen, nachdem sie dachten die Quraish würden sich zurückziehen, aber der Angriff war zu heftig. Als Hamzah sah was sich ereignete, verdoppelte er seine Anstrengungen. Er bekämpfte alles und jeden in seiner Umgebung und Wahshiy beobachtete ihn dabei und wartete auf den geeigneten Moment. Laßt uns seinen eigenen Bericht hören von dieser Szene. Ich bin ein Abessinier der den Speer auf besondere Art und Weise benutzt und der niemals sein Ziel verfehlt. Als die Kämpfer aufeinander trafen schaute ich nach Hamzah aus, und bald schon sah ich ihn mitten im größten Kampfgetümmel. Er tötete jeden mit seinem Schwert der in seiner Nähe war. Nichts konnte ihn aufhalten. Bei Allah, ich bereitete mich vor auf ihn. Ich wollte ihn. Ich versteckte mich hinter einem Baum um ihn vor dort aus anzugreifen, oder vielleicht hatte ich das Glück das er in meine Nähe kam. In diesem Augenblick kam mir Sabaa´u Ibn ´Abd Al-Uzzaa zuvor. Als Hamzah ihn erblickte rief er, " Komm her, Sohn des Beschneiders". Im selben Moment noch schlug er ihn auf den Kopf. Das war der Moment indem ich meinen Speer hob und ihn hin und her wog bis ich ihn völlig unter Kontrolle hatte. Dann warf ich. Der Speer durchbohrte seinen Rücken und kam zwischen seinen Beinen wieder hervor. Er erhob sich um auf mich loszugehen, aber er konnte nicht und schon bald starb er. Ich ging zu seinem Körper und nahm meinen Speer an mich und ging zurück zum Lager. Ich wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Ich tötete ihn nur um meine Freiheit zu erlangen. Laßt Washiy weiter erzählen: Als ich nach Makkah zurückkam, ließen sie mich frei. Ich blieb dort solange bis zum Tag der Eroberung, als der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) die Stadt einnahm. Dann floh ich nach At-Taa´if. Als die Delegation aus At-Taa´if geschickt wurde um kundzutun das die Leute den Islam annehmen würden, hörte ich einige Leute sagen das ich besser nach Syrien oder in den Jemen gehen sollte oder an irgend einen anderen Platz. Als ich mich in dieser Not befand sagte ein Mann zu mir, "Wehe dir! Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) hat noch nie jemanden töten lassen, der seiner Religion beigetreten ist." Daraufhin ging ich zum Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) nach Madinah, und als er mich das erste Mal erblickte, hatte ich bereits Zeugnis abgelegt und war Muslim geworden. Der Prophet sah mich und sagte, " Bist du das Wahshiy ?" Ich sagte, " Ja, Gesandter Allahs". Er sagte, " Erzähl mir wie du Hamzah getötet hast." Ich berichtete ihm und als ich fertig war sagte er, " Wehe dir ! Geh mir aus den Augen und kehre nie wieder zu mir zurück." Von da an vermied ich jeden Platz an dem der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) sich befand, bis zu seinem Tod. Später dann, als die Muslime gegen Musailimah den Lügner kämpften, in der Schlacht von Al-Yamaamah, ging ich mit ihnen. Ich hatte denselben Speer dabei, mit dem ich Hamzah getötet hatte. Als die beiden Parteien sich zum Kampf trafen, sah ich Musailimah mit seinem Schwert in der Hand stehen. Ich bereitete mich auf ihn vor und schwang meinen Speer bis ich ihn völlig unter Kontrolle hatte. Dann warf ich und er durchbohrte seinen Körper. Wenn ich schon mit diesem Speer einen der besten der Menschen getötet hatte, nämlich Hamzah, so hoffte ich doch das Allah mir vergeben werde, wenn ich mit demselben Speer einen der übelsten der Leute, nämlich Musailimah den Lügner töten werde. Aus diesem Grund also starb der Löwe Allah´s und seinem Gesandten als großer Martyrer. Sein Tod war so ungewöhnlich wie sein ganzes Leben, denn seinen Feinden war es nicht genug ihn nur zu töten. Sie opferten all ihre Leute und ihr Geld nur um den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seinen Onkel Hamzah in einer Schlacht zu töten. Hind Bint Utbah, die Frau von Abu Sufyan, befahl Wahshiy ihr die Leber von Hamzah zu bringen, und er befolgte ihren grausamen Wunsch. Er kehrte zu ihr zurück mit der Leber von Hamzah in seiner rechten Hand, und mit seiner linken Hand nahm er die Schmuckstücke in Empfang für diese vollbrachte Tat. Hind, deren Vater in der Schlacht von Badr fiel, und deren Ehemann der Führer der Götzendiener war im Kampf, kaute die Leber von Hamzah in der Hoffnung ihr Herz möge erleichtert werden, aber die Leber erwies sich zu zäh für ihre Zähne und so spie sie sie wieder aus, um daraufhin ihr Gedicht hinauszuschreien. Für Badr haben wir Rache an dir genommen, in einem Kampf der heftiger war als jeder andere, ich war ungeduldig mich an dem Mörder meines Sohnes´Utbah zu rächen, sowie meines Bruders. Mein Schwur ist eingelöst, und mein Herz ist für immer erleichtert. Die Schlacht war vorüber und die Quraish bestiegen ihre Kamele und Pferde und wandten sich in Richtung Makkah. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine Gefährten untersuchten das Schlachtfeld um ihre Martyrer zu sehen. Und dort, im Herzen des Tales, betrachtete der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) die Gesichter seiner Gefährten, die ihre Seele für ihren Herren geopfert hatten, und ihm ihr Leben gaben als höchstes Opfer das zu geben war. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) stand plötzlich auf und blickte bestürzt. Er knirschte mit den Zähnen und schloß seine Augen. Er konnte sich einfach nicht vorstellen das die Moral und das Verhalten der Araber so grausam sein konnte, das sie die toten Körper dermaßen verunstalteten und zerstückelten, wie sie dies mit seinem Onkel taten, dem Löwen Allahs, Hamzah Ibn ´Abd Al-Muttalib. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) öffnete seine glänzenden Augen und blickte auf den toten Körper seines Onkels und sagte, " Es gibt keinen größeren Verlust in meinem Leben als dein Tod. Ich war noch nie so auf Rache aus wie heute.“ Dann wandte er sich an seine Gefährten und sagte, " Nur wegen Safiyah ( Hamzah´s Schwester ) und damit sie nicht so traurig sein wird, und damit es eine Praxis wird für die Zukunft, werde wir Hamzah begraben, ansonsten hätte ich ihn so belassen damit ihn die wilden Tiere fressen oder die Klauen der Vögel ihn davongetragen hätten. Wenn Allah mir bestimmt das ich über die Quraish siegen werde, dann werde ich dreißig von ihnen in Stücke hacken.“ Daraufhin riefen die Gefährten, " Bei Allah, wenn wir sie eines Tages besiegen werden, dann zerstückeln wir sie wie es noch nie zuvor bei den Arabern gesehen wurde. " Allah ehrte Hamzah indem er seinen Tod als ein Beispiel für die Muslime machte und sie Gerechtigkeit und Gnade lehrte, auch in Situationen wenn Stafe und Widervergeltung erlaubt waren. Kaum hatte der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) seine harschen Worte beendet, sandte Allah eine Offenbarung zu ihm, noch während er auf dem Schlachtfeld stand. ( 1 6 : 1 2 5-1 2 8) Die Offenbarung dieser Verse zu diesem Zeitpunkt waren die größte Ehre die Hamzah zuteil werden konnte. Wie bereits erwähnt war Hamzah nicht nur der Onkel des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) weswegen er ihn so liebte, sondern auch sein Milchbruder, sein Spielkamerad in der Kindheit und sein bester Freund während seines ganzen Lebens. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) fand keinen besseren Abschied für Hamzah als für ihn mit all den anderen Märtyrern zu beten. Hamzah´s Körper wurde zum Gebetsplatz auf dem Schlachtfeld gebracht, dem Schlachtfeld das Zeuge seiner Tapferkeit war und sein Blut aufgenommen hatte. Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und seine Gefährten beteten für ihn. Sodann brachten sie einen anderen Märtyrer und legten ihn neben Hamzah und beteten für ihn. Dann wurde der Märtyrer fortgebracht und ein anderer kam an seiner Stelle und wieder wurde für ihn gebetet. So geschah es mit allen Muslimen die in dieser Schlacht gefallen waren. Und es bedeutete das an diesem Tag siebzig mal für Hamzah gebetet wurde gemäß der Anzahl der Gefallenen.Auf dem Weg zurück vom Schlachtfeld hörte der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wie die Frauen der Bani ´Abd Al-Ashhal ihre Toten beweinten und er sagte," Aber Hamzah hat niemanden der ihn beweint ". Sa´d Ibn Mu´aadh hörte dies und dachte der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wäre zufrieden wenn die Frauen auch seinen Onkel beweinen würden. Deshalb lief er geschwind zu den Frauen der Bani ´Abd Al-Ashhal und trug ihnen an Hamzah zu beklagen. Als der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) davon erfuhr sagte er, " So habe ich das nicht gemeint. Geh zurück zu ihnen und möge Allah dir Barmherzigkeit gewähren. Es wird kein weinen und beklagen mehr geben." Die Gefährten des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) fingen daraufhin an ihre eigenen Lobreden für Hamzah zu sprechen und seine Tugenden zu rühmen. Der Dichter, Hassaan Ibn Thabit sagte im Verlauf eines langen Gedichtes. Weint über Hamzah, denjenigen der euer altes Pferd nicht vergaß. Der die Pferde anspornte im Lauf Wie die Löwen im Dschungel. Er war stark und kräftig Und weißer als Haashim. Er schaute auf zur Sonne Außer in der Nacht, wo seine Zunge schwieg. Unter euren Schwertern hat er gelebt, solange bis er gelämt war Durch die Hand von Wahshiy der sich verkaufte. ´Abd Allah Ibn Rawaahah sagte folgende Verse. Ich weinte, aber was half es mir ? Als sie sagten, Hamzah der Löwe Allah´s wurde getötet Abu Ya´liy, ein Mann der Ehre Er starb für euch und Säulen fielen danieder Safiyah, die Schwester von Hamzah und die Tante des Gesandten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) dichtete folgendes. Er wurde eingeladen von Allah zum glücklichen Paradies Diese Bestimmung war, was Hamzah wollte Ich werde dich nie vergessen egal ob ich bleibe oder gehen muß Eine Klage für den Löwen, durch den der Islam geschützt wurde Oh mein Bruder, möge Allah dich belohnen für das was du tatest Aber die besten Worte die über ihn gesagt wurden kamen vom Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) als er ihn unter den Märtyrern liegen sah." Möge Allah dir Barmherzigkeit gewähren. So wie ich dich kannte, hast du immer die Familienbande geehrt und hast alle guten Taten und Tugenden in dir vereinigt." Der Verlust von Hamzah war groß und nichts konnte den Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) darüber trösten. Aber zu seiner großen Überraschung bot ihm Allah den besten Trost an. Als er von Uhud in Richtung Madinah ging, sah er eine Frau der Bani Diinar deren Mann, Vater und Bruder in der Schlacht gefallen waren. Die Frau fragte die Muslime über den Ausgang der Schlacht. Als sie ihr über den Tod ihres Vaters, Mannes und Bruder berichteten, fragte sie ängstlich, " Und was ist mit dem Gesandten Allah´s ? " Die Leute antworteten ihr, " Es geht ihm gut, wie du es dir nur wünschen kannst." Daraufhin sagte die Frau, " Bitte laßt mich ihn sehen." Sie warteten zusammen bis der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) vorbei kam, und als sie ihn sah, sagte sie zu ihm, " Alles Unglück hat keine Bedeutung, solange du sicher und am Leben bist." Ja, dies war der schönste Trost für den Gesandten Allah´s ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ). Er lächelte über diese ungewöhnliche Situation, für die es keinen Vergleich an Treue und Hingabe gab. Eine arme und hilflose Frau verlor in kürzester Zeit ihren Mann, Vater und Bruder, und ihre erste Reaktion darauf war nach dem Wohlleben des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu fragen, obwohl solch ein Schicksalsschlag selbst einen Berg zum Einsturz gebracht hätte. Diese Situation war von Allah zum günstigsten Augenblick vorbereitet worden um seinen Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) Trost zu spenden für den Tod des Löwen Allah´s, den Märtyrer aller Märtyrer. |
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