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Erstellt am 19-Aug-2009 um 14:22
Das Fasten hat seine Vorteile unter den Gesichtspunkten Gesundheit und Hygiene. Der Islam will, dass ein Muslim gesund, sauber, munter, flink und energisch ist. „Fastet, um gesund zu sein“, sagte der Prophet (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm). Und die Ärzte erkennen heute die vielen Vorteile des Fastens an, die die Gesundheit und das Wohlergehen von Körper und Geist sichern. Einige dieser positiven Punkte haben einen direkten Einfluss auf die Psyche und den Körper der fastenden Person.

Es wurde herausgefunden, dass das Fasten eine wirksame Behandlung für psychologische Krankheiten und emotionale Störungen ist. Es hilft einer Person, seinen Willen zu stärken, seinen Geschmack und seine Manieren zu entwickeln und zu verfeinern, seine Überzeugung, Gutes zu tun, zu stärken, Streitereien, Gereiztheit und Überstürztheit zu vermeiden, was alles zu einer vernünftigen und gesunden Persönlichkeit beiträgt. Neben der Steigerung der Widerstandsfähigkeit und der Fähigkeit, Härten und Ausdauerbelastungen zu begegnen, spiegelt sich das Fasten durch das Herabsetzen der Gefräßigkeit und der Beseitigung überschüssigen Fetts in der äußeren physikalischen Erscheinung wider. Die Vorteile des Fastens hören hier nicht auf, es ist mitwirkend verantwortlich für die Linderung einer Anzahl von körperlichen Krankheiten des Verdauungssystems, wie chronische Magenschmerzen, Entzündung des Dickdarms, Leberkrankheiten, Verdauungsstörung, und Gegebenheiten wie Fettleibigkeit, Arterienverkalkung, hoher Blutdruck, Asthma, Diphtherie und viele andere Erkrankungen.

Ein schweizerischer Arzt, Dr. Barsilus, stellte fest: Die Vorteile des Hungers als Heilmittel übertreffen diejenigen durch das mehrmalige Einnehmen von Medizin. Wie Lesern bekannt ist, empfehlen einige Ärzte den Patienten, Mahlzeiten auszulassen, manchmal für ein paar Tage, bevor sie ihnen eine kontrollierte Diät verschreiben.

Im Allgemeinen beschleunigt das Fasten durch den Hunger die Vernichtung der Abfallgewebe des Körpers und produziert anschließend durch die Nahrung neues Gewebe. Dies ist, warum einige Wissenschaftler darauf hinweisen, dass das Fasten als ein wirksames Mittel betrachtet werden sollte, um Jugend und Langlebigkeit wiederherzustellen. Jedoch befreit der Islam kranke und alte Leute vom Fasten, deren Gesundheitszustand sich dadurch verschlechtern würde.

Aber das Fasten sollte auch seine Regelungen haben, und nicht einfach die in Ordonanz ausgelassenen Mahlzeiten, was der Gesundheit und Ausdauer eher schadet, anstatt sie zu verbessern. Hier bietet der Islam wieder die Antwort, und um die Vorteile des Fastens wahrzunehmen, empfiehlt er die späten Mitternachtsmahlzeiten, ‘Zuhûr’ genannt (vor dem formellen Beginn des Fastens), und das Fastenbrechen in der vorgeschriebenen Zeit. Natürlich sollte man sich, um eine gute Gesundheit zu sichern, nach dem Fastenbrechen der Fresssucht enthalten.

Einige Gesundheitsrichtlinien für den Ramadan

Dieser Artikel bietet einen nützlichen Rat darüber, wie man einige allgemeine im Ramadan auftretende Probleme vermeidet. Wenn er befolgt wird, ermöglicht er einer Person, bequem zu fasten und die geistigen Vorteile des Ramadan vollständig zu genießen.

Während des heiligen Monats Ramadan sollte sich unsere Nahrung nicht zu sehr von unserer normalen Nahrung unterscheiden und so einfach wie möglich sein. Die Nahrung sollte solche sein, dass wir unser normales Gewicht behalten und es weder verlieren noch zunehmen. Wenn man jedoch übergewichtig ist, ist Ramadan eine ideale Zeit, um sein Gewicht zu normalisieren.

Im Hinblick auf die langen Stunden des Fastens sollten wir langsam verdauliche Nahrungsmittel zu uns nehmen, einschließlich ballaststoffreicher Nahrungsmittel, aber keine schnell verdaulichen Nahrungsmittel. Langsam verdauliche Nahrungsmittel halten bis zu 8 Stunden an, während schnell verdauliche Nahrungsmittel nur 3 bis 4 Stunden anhalten.

Langsam verdauliche Nahrungsmittel sind Nahrungsmittel, die Körner und Samen enthalten, wie Gerste, Weizen, Hafer, Hirse, Grieß, Bohnen, Linsen, ganzes Mahlzeit- Mehl, unpolierter Reis, usw. (komplexe Kohlenhydrate genannt).

Schnell verbrennende Nahrungsmittel sind Nahrungsmittel, die Zucker, weißes Mehl, usw. (raffinierte Kohlenhydrate genannt) enthalten.

Ballaststoffhaltige Nahrungsmittel sind Nahrungsmittel, die Kleie enthalten, ganzer Weizen, Körner und Samen, Gemüse wie Brechbohnen, Erbsen, Sem (Papry), Gartenkürbis, Mais, Spinat, und anderes Kraut wie Methie (Bockshornklee), die Blätter der roten Beete (reich an Eisen), Früchte mit Schale, getrocknete Früchte, besonders getrocknete Aprikosen, Feigen und Backpflaumen (Zwetschgen), Mandeln usw.

Die gegessenen Lebensmittel sollten sehr ausgewogen sein und Nahrungsmittel von jeder Nahrungsmittelgruppe enthalten, d.h. Früchte, Gemüse, Fleisch/Huhn/Fisch, Brot/Zerealien und Milchprodukte. Gebratene Nahrungsmittel sind ungesund und sollten reduziert werden. Sie verursachen Verdauungsstörung, Sodbrennen und Gewichtsprobleme.

Vermeiden Sie: Gebratene und fetthaltige Nahrungsmittel. Nahrungsmittel, die zu viel Zucker enthalten. Das Überessen, besonders an Zuhûr. Zu viel Tee an Zuhûr: Tee regt den Harnfluss an, wodurch wertvolle Mineralsalze ausgeschieden werden, die Ihr Körper am Tag benötigt. Zigaretten rauchen: Wenn Sie das Rauchen nicht aufgeben können, reduzieren Sie es allmählich und fangen Sie ein paar Wochen vor Ramadan damit an. Rauchen ist ungesund, und man sollte komplett damit aufhören.

Essen Sie: Komplexe Kohlenhydrate an Zuhûr, damit das Essen länger anhält, indem es Sie weniger hungrig macht. Halîm enthält besonders viel Zucker, Ballaststoffe, Kohlenhydrate, Kalium und Magnesium. Mandeln sind reich an Proteinen und Ballaststoffen mit wenig Fett. Bananen enthalten viel Kalium, Magnesium und Kohlenhydrate.

Trinken Sie: Soviel Wasser oder Fruchtsäfte wie möglich zwischen Iftâr und der Schlafenszeit, so dass Ihr Körper seinen Flüssigkeitspegel rechtzeitig regulieren kann.

Verstopfung:

Verstopfung kann Hämorrhoiden, Analfissur (schmerzhafte Risse im Analkanal) und Verdauungsstörung mit einem aufgeblähten Gefühl verursachen.
Ursachen: Zu viel raffinierte Nahrungsmittel, zu wenig Wasser und nicht genügend Ballaststoffe in der Nahrung.

Heilmittel: Vermeiden Sie die übermäßige Aufnahme raffinierter Nahrungsmittel, erhöhen Sie die Wasseraufnahme und benutzen Sie Kleie zum Backen und braunes Mehl zum Roti (indische Beilage) machen.

Verdauungsstörung und Blähungen:

Ursachen: Das Überessen. Zu viel gebratene und fetthaltige Nahrungsmittel, würzige Nahrungsmittel, und Nahrungsmittel, die Wind erzeugen, z.B. Eier, Kohl, Linsen; sprudelnde Getränke wie Cola mit Kohlensäure erzeugen ebenso Gas.

Heilmittel: Überessen Sie sich nicht, trinken Sie Fruchtsäfte, oder noch besser: trinken Sie stilles warmes Wasser. Vermeiden Sie gebratene Nahrungsmittel, fügen Sie blähenden Nahrungsmitteln Ajmor bei. Heißes Ingwerwasser (2 cm frische Ingwerwurzel mit 1 l Wasser 20 min. aufgekocht) vor den Mahlzeiten eingenommen wirkt verdauungsfördernd und beugt Blähungen vor.

Schlafsucht (niedriger Blutdruck):

Übermäßiges Schwitzen, Schwäche, Müdigkeit, Mangel an Energie, Schwindel, besonders beim Aufstehen aus einer Sitzposition, ein blasses Äußeres und sich matt zu fühlen, sind Symptome, die mit niedrigem Blutdruck einhergehen. Dies tritt häufig am Nachmittag auf.
Ursachen: Eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme und verminderte Salzaufnahme.

Heilmittel: Halten Sie sich kühl, erhöhen Sie die Flüssigkeits- und Salzaufnahme.

Warnung: Niedriger Blutdruck sollte bestätigt werden, indem man den Blutdruck messen lässt, wenn typische Symptome auftreten. Leute mit hohem Blutdruck müssen während des Ramadan ihr Medikament evtl. regulieren. Diese sollten ihren Arzt befragen.

Kopfschmerzen:

Ursachen: Koffein und Tabak-Entzug, zu viel am einem Tag erledigen, Schlafmangel, Hunger; treten gewöhnlich auf, wenn der Tag vorbeigeht und verschlechtern sich am Ende des Tages. Wenn sie mit niedrigem Blutdruck einhergehen, können Kopfschmerzen ziemlich stark sein und können vor dem Iftâr sogar Brechreiz verursachen.

Heilmittel: Verringern Sie den Koffein- und Tabakkonsum, indem Sie langsam eine oder zwei Wochen vor dem Ramadan damit beginnen. Koffeinfreie und Kräutertees können ersatzhalber verwendet werden. Reorganisieren Sie Ihren Zeitplan während des Ramadan, um ausreichend Schlaf zu bekommen.

Niedriger Blutzucker:

Schwäche, Schwindelgefühl, Müdigkeit, schlechte Konzentration, leichtes Schwitzen, sich wackelig fühlen (zittern), unfähig sein, körperliche Tätigkeiten durchzuführen, Kopfschmerzen und Herzklopfen sind Symptome für niedrigen Blutzucker.

Ursachen bei Nichtdiabetikern: Zu viel Zucker, d.h. raffinierte Kohlenhydrate, zu sich zu nehmen, besonders an Zuhûr. Der Körper erzeugt zu viel Insulin, was den Blutzucker senkt.

Heilmittel: Essen Sie etwas an Zuhûr und reduzieren Sie zuckerhaltige Nahrungsmittel oder Getränke.

Warnung: Diabetiker müssen ihr Medikament im Ramadan evtl. regulieren, bitte konsultieren Sie Ihren Arzt.

Muskelkrämpfe:

Ursachen: Unzulängliche Aufnahme von kalzium-, magnesium- und kaliumhaltigen Nahrungsmitteln.

Heilmittel: Essen Sie Nahrungsmittel, die reich an oben genannten Mineralen sind, z.B. Gemüse, Früchte, Milchprodukte, Fleisch und Datteln.

Warnung: Diejenigen, die wegen hohem Blutdruck in medizinischer Behandlung sind und Probleme mit Nierenstein haben, sollten ihren Arzt befragen.

Magengeschwüre, Herzbrennen, Gastritis und Hiatushernie:

Ein erhöhter Säuregehalt im leeren Magen im Ramadan verschlimmert die oben genannten Gegebenheiten. Es erscheint als brennendes Gefühl in der Magengegend unter den Rippen, und kann sich bis zum Hals erstrecken. Würzige Nahrungsmittel, Kaffee, und Cola-Getränke verschlimmern diese Gegebenheiten.

Es gibt Medikamente, die den Säuregehalt im Magen kontrollieren können. Leute mit nachgewiesenen Magengeschwüren und Hiatushernie sollten kurz vor Ramadan ihren Arzt befragen.

Nierensteine:

Nierensteine können bei Leuten vorkommen, die weniger Flüssigkeit zum Trinken haben. Dabei ist es erforderlich, Extraflüssigkeiten zu trinken, um die Bildung von Nierensteinen zu verhindern.

Gelenkschmerzen:

Ursachen: während des Ramadan, wenn extra Salah durchgeführt werden, nimmt der Druck auf das Kniegelenk zu. Bei den Älteren und denjenigen mit Arthritis kann dies zu Schmerz, Steifheit, Schwellungen und Unbehagen führen.

Heilmittel: Nehmen Sie ab, so dass die Knie keine Extralast tragen müssen. Trainieren Sie die unteren Gliedmaßen vor dem Ramadan, so dass sie auf die zusätzliche Beanspruchung vorbereitet werden können. Körperlich fit zu sein ermöglicht eine höhere Leistungsfähigkeit, wodurch man dazu im Stande ist, das Salah mit Leichtigkeit durchzuführen.
Erstellt am 21-Aug-2009 um 23:35
chukran obseve, danke für die tipps, mubarak ramadan kulchi
[Mitgliedschaft beendet]
Erstellt am 22-Aug-2009 um 01:04
Jazzakallahu khairan für den Beitrag!
[Mitgliedschaft beendet]
Erstellt am 8-Aug-2010 um 23:17
barak allah o fik ein echt toller beitrag:) möge allah dich dafür belohnen amin.
 
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