Wissenschaft & Wirtschaft
» Welche Auswirkungen hat eine Leitzinserhhöhung?
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Salam hoffe es geht euch allen gut.
Wie man der Ăberschrift entnehmen kann möchte ich wissen, welche Auswirkungen die Leitzinserhhöhung auf -Arbeitslosigkeit -Konjunktur -Inflation hat. Ich bedanke mich schon mal im Voraus fĂŒr eure Antworten. MfG |
Das kann man so einfach nicht beantworten.
Eine Leitzinssenkung wird von den Zentralbanken der LĂ€nder bzw von der EU durchgefĂŒhrt. Die Zentralbank verleiht Geld den anderen Banken(GeschĂ€ftsbanken) wie der Commerzbank, Dresdner Bank,Deutsche Bank etc. Und die Universalbanken geben dieses Geld wieder an Unternehmen/Kunden in Form von Krediten weiter,damit die Unternehmen Investitionen tĂ€tigen können, die die Konjuntujur beleben und die Arbeitslosigkeit abbauen soll. Man erhofft sich durch die niedrigeren Zinsen,das so mehr Geld in den Umlauf kommt. Ob das jedoch gemacht wird,ist wieder ein anderes Thema. Im Moment rĂŒcken die Banken das Geld nicht raus. In der Volkwirtschaftslehre lernst du die sogenannte QuantitĂ€sgleichung die dann zur QuantitĂ€tstheorie umgeformt wird : M + V = Y + P (Betrachten hier die Wachstumsraten von M=Geldmenge, V= Ulaufgeschwindigkeit des Geldes, Y = Produktion einer Volkswirtschaft, P = Preisniveau) Aus wissenschaftlichen Daten geht hervor, das die Y jĂ€hrlich um 3% wĂ€chst und die Umlaufgeschwindigkeit jĂ€hrlich um 1 %. Also sind in der Gleichung M+V=Y+P 2 Variablen fix => M+(-1%) = 3%+ P Und um Inflation zu vermeiden, muss P=0% gelten - also PreisstabilitĂ€t. Damit das gewĂ€hrleistet ist, muss man dann die Geldmenge jedes Jahr um 4% erhöhren. => 4% - 1% = 3% + 0% Und durch diese Leitsinssenkung soll wie oben erwĂ€hnt mehr Geld in den Umlauf kommen und dadurch soll die Geldmenge in einer Volkswirtschaft steigen. Somit wird dann die Inflation (das gilt wenn P ungleich 0 ist) verhindert. So und bei einer Leitzinserhöhung lĂ€uft das Ganze andersherum. Die Zentralbank vergibt weniger Geld bzw die GeschĂ€ftsbanken holen sich weniger Geld von den Zentralbank und es gelangt weniger Geld in den Umlauf .... Die Anhebung eines Leitzinses steht fĂŒr eine restriktivere Geldpolitik. Ihr Ziel ist es, die Inflation niedrig zu halten: FĂŒr Kreditinstitute wird es teurer, sich bei den Zentralbanken mit Geld zu versorgen. Weil die Banken die höheren Zinskosten zumindest teilweise an ihre Kunden weitergeben, bedeutet dies fĂŒr Unternehmen und Verbraucher: Kredite werden teurer und damit unattraktiver. Gleichzeitig lohnt sich das Sparen wieder mehr, denn auch die Guthabenzinsen steigen. Unter dem Strich kann man sagen: Nach einer Leitzinserhöhung investieren die Unternehmen weniger, weil die Finanzierung teurer wird. Die BĂŒrger nehmen weniger Kredite fĂŒr Konsum oder Hausbau auf und sparen mehr. Dadurch sinkt die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, und die Anbieter können die Preise nicht mehr so leicht erhöhen und Entlassungen sind nicht unĂŒblich. Hoffe konnte es dir verstĂ€ndlich erklĂ€ren. |
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"MoHileini" schrieb: Das kann man so einfach nicht beantworten.
Eine Leitzinssenkung wird von den Zentralbanken der LĂ€nder bzw von der EU durchgefĂŒhrt. Die Zentralbank verleiht Geld den anderen Banken(GeschĂ€ftsbanken) wie der Commerzbank, Dresdner Bank,Deutsche Bank etc. Und die Universalbanken geben dieses Geld wieder an Unternehmen/Kunden in Form von Krediten weiter,damit die Unternehmen Investitionen tĂ€tigen können, die die Konjuntujur beleben und die Arbeitslosigkeit abbauen soll. Man erhofft sich durch die niedrigeren Zinsen,das so mehr Geld in den Umlauf kommt. Ob das jedoch gemacht wird,ist wieder ein anderes Thema. Im Moment rĂŒcken die Banken das Geld nicht raus. In der Volkwirtschaftslehre lernst du die sogenannte QuantitĂ€sgleichung die dann zur QuantitĂ€tstheorie umgeformt wird : M + V = Y + P (Betrachten hier die Wachstumsraten von M=Geldmenge, V= Ulaufgeschwindigkeit des Geldes, Y = Produktion einer Volkswirtschaft, P = Preisniveau) Aus wissenschaftlichen Daten geht hervor, das die Y jĂ€hrlich um 3% wĂ€chst und die Umlaufgeschwindigkeit jĂ€hrlich um 1 %. Also sind in der Gleichung M+V=Y+P 2 Variablen fix => M+(-1%) = 3%+ P Und um Inflation zu vermeiden, muss P=0% gelten - also PreisstabilitĂ€t. Damit das gewĂ€hrleistet ist, muss man dann die Geldmenge jedes Jahr um 4% erhöhren. => 4% - 1% = 3% + 0% Und durch diese Leitsinssenkung soll wie oben erwĂ€hnt mehr Geld in den Umlauf kommen und dadurch soll die Geldmenge in einer Volkswirtschaft steigen. Somit wird dann die Inflation (das gilt wenn P ungleich 0 ist) verhindert. So und bei einer Leitzinserhöhung lĂ€uft das Ganze andersherum. Die Zentralbank vergibt weniger Geld bzw die GeschĂ€ftsbanken holen sich weniger Geld von den Zentralbank und es gelangt weniger Geld in den Umlauf .... Die Anhebung eines Leitzinses steht fĂŒr eine restriktivere Geldpolitik. Ihr Ziel ist es, die Inflation niedrig zu halten: FĂŒr Kreditinstitute wird es teurer, sich bei den Zentralbanken mit Geld zu versorgen. Weil die Banken die höheren Zinskosten zumindest teilweise an ihre Kunden weitergeben, bedeutet dies fĂŒr Unternehmen und Verbraucher: Kredite werden teurer und damit unattraktiver. Gleichzeitig lohnt sich das Sparen wieder mehr, denn auch die Guthabenzinsen steigen. Unter dem Strich kann man sagen: Nach einer Leitzinserhöhung investieren die Unternehmen weniger, weil die Finanzierung teurer wird. Die BĂŒrger nehmen weniger Kredite fĂŒr Konsum oder Hausbau auf und sparen mehr. Dadurch sinkt die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, und die Anbieter können die Preise nicht mehr so leicht erhöhen und Entlassungen sind nicht unĂŒblich. Hoffe konnte es dir verstĂ€ndlich erklĂ€ren. Danke fĂŒr die ErklĂ€rung :-) Ist einige Zeit her, als ich zuletzt BWL/VWL hatte. |
"MoHileini" schrieb: Das kann man so einfach nicht beantworten.
Eine Leitzinssenkung wird von den Zentralbanken der LĂ€nder bzw von der EU durchgefĂŒhrt. Die Zentralbank verleiht Geld den anderen Banken(GeschĂ€ftsbanken) wie der Commerzbank, Dresdner Bank,Deutsche Bank etc. Und die Universalbanken geben dieses Geld wieder an Unternehmen/Kunden in Form von Krediten weiter,damit die Unternehmen Investitionen tĂ€tigen können, die die Konjuntujur beleben und die Arbeitslosigkeit abbauen soll. Man erhofft sich durch die niedrigeren Zinsen,das so mehr Geld in den Umlauf kommt. Ob das jedoch gemacht wird,ist wieder ein anderes Thema. Im Moment rĂŒcken die Banken das Geld nicht raus. In der Volkwirtschaftslehre lernst du die sogenannte QuantitĂ€sgleichung die dann zur QuantitĂ€tstheorie umgeformt wird : M + V = Y + P (Betrachten hier die Wachstumsraten von M=Geldmenge, V= Ulaufgeschwindigkeit des Geldes, Y = Produktion einer Volkswirtschaft, P = Preisniveau) Aus wissenschaftlichen Daten geht hervor, das die Y jĂ€hrlich um 3% wĂ€chst und die Umlaufgeschwindigkeit jĂ€hrlich um 1 %. Also sind in der Gleichung M+V=Y+P 2 Variablen fix => M+(-1%) = 3%+ P Und um Inflation zu vermeiden, muss P=0% gelten - also PreisstabilitĂ€t. Damit das gewĂ€hrleistet ist, muss man dann die Geldmenge jedes Jahr um 4% erhöhren. => 4% - 1% = 3% + 0% Und durch diese Leitsinssenkung soll wie oben erwĂ€hnt mehr Geld in den Umlauf kommen und dadurch soll die Geldmenge in einer Volkswirtschaft steigen. Somit wird dann die Inflation (das gilt wenn P ungleich 0 ist) verhindert. So und bei einer Leitzinserhöhung lĂ€uft das Ganze andersherum. Die Zentralbank vergibt weniger Geld bzw die GeschĂ€ftsbanken holen sich weniger Geld von den Zentralbank und es gelangt weniger Geld in den Umlauf .... Die Anhebung eines Leitzinses steht fĂŒr eine restriktivere Geldpolitik. Ihr Ziel ist es, die Inflation niedrig zu halten: FĂŒr Kreditinstitute wird es teurer, sich bei den Zentralbanken mit Geld zu versorgen. Weil die Banken die höheren Zinskosten zumindest teilweise an ihre Kunden weitergeben, bedeutet dies fĂŒr Unternehmen und Verbraucher: Kredite werden teurer und damit unattraktiver. Gleichzeitig lohnt sich das Sparen wieder mehr, denn auch die Guthabenzinsen steigen. Unter dem Strich kann man sagen: Nach einer Leitzinserhöhung investieren die Unternehmen weniger, weil die Finanzierung teurer wird. Die BĂŒrger nehmen weniger Kredite fĂŒr Konsum oder Hausbau auf und sparen mehr. Dadurch sinkt die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, und die Anbieter können die Preise nicht mehr so leicht erhöhen und Entlassungen sind nicht unĂŒblich. Hoffe konnte es dir verstĂ€ndlich erklĂ€ren. Sehr gut erklĂ€rt Bruder, ich hatte es nicht besser machen können. |
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"MoHileini" schrieb: Das kann man so einfach nicht beantworten.
Eine Leitzinssenkung wird von den Zentralbanken der LĂ€nder bzw von der EU durchgefĂŒhrt. Die Zentralbank verleiht Geld den anderen Banken(GeschĂ€ftsbanken) wie der Commerzbank, Dresdner Bank,Deutsche Bank etc. Und die Universalbanken geben dieses Geld wieder an Unternehmen/Kunden in Form von Krediten weiter,damit die Unternehmen Investitionen tĂ€tigen können, die die Konjuntujur beleben und die Arbeitslosigkeit abbauen soll. Man erhofft sich durch die niedrigeren Zinsen,das so mehr Geld in den Umlauf kommt. Ob das jedoch gemacht wird,ist wieder ein anderes Thema. Im Moment rĂŒcken die Banken das Geld nicht raus. In der Volkwirtschaftslehre lernst du die sogenannte QuantitĂ€sgleichung die dann zur QuantitĂ€tstheorie umgeformt wird : M + V = Y + P (Betrachten hier die Wachstumsraten von M=Geldmenge, V= Ulaufgeschwindigkeit des Geldes, Y = Produktion einer Volkswirtschaft, P = Preisniveau) Aus wissenschaftlichen Daten geht hervor, das die Y jĂ€hrlich um 3% wĂ€chst und die Umlaufgeschwindigkeit jĂ€hrlich um 1 %. Also sind in der Gleichung M+V=Y+P 2 Variablen fix => M+(-1%) = 3%+ P Und um Inflation zu vermeiden, muss P=0% gelten - also PreisstabilitĂ€t. Damit das gewĂ€hrleistet ist, muss man dann die Geldmenge jedes Jahr um 4% erhöhren. => 4% - 1% = 3% + 0% Und durch diese Leitsinssenkung soll wie oben erwĂ€hnt mehr Geld in den Umlauf kommen und dadurch soll die Geldmenge in einer Volkswirtschaft steigen. Somit wird dann die Inflation (das gilt wenn P ungleich 0 ist) verhindert. So und bei einer Leitzinserhöhung lĂ€uft das Ganze andersherum. Die Zentralbank vergibt weniger Geld bzw die GeschĂ€ftsbanken holen sich weniger Geld von den Zentralbank und es gelangt weniger Geld in den Umlauf .... Die Anhebung eines Leitzinses steht fĂŒr eine restriktivere Geldpolitik. Ihr Ziel ist es, die Inflation niedrig zu halten: FĂŒr Kreditinstitute wird es teurer, sich bei den Zentralbanken mit Geld zu versorgen. Weil die Banken die höheren Zinskosten zumindest teilweise an ihre Kunden weitergeben, bedeutet dies fĂŒr Unternehmen und Verbraucher: Kredite werden teurer und damit unattraktiver. Gleichzeitig lohnt sich das Sparen wieder mehr, denn auch die Guthabenzinsen steigen. Unter dem Strich kann man sagen: Nach einer Leitzinserhöhung investieren die Unternehmen weniger, weil die Finanzierung teurer wird. Die BĂŒrger nehmen weniger Kredite fĂŒr Konsum oder Hausbau auf und sparen mehr. Dadurch sinkt die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, und die Anbieter können die Preise nicht mehr so leicht erhöhen und Entlassungen sind nicht unĂŒblich. Hoffe konnte es dir verstĂ€ndlich erklĂ€ren. Super erklĂ€rt - vielen Dank! |
Aschefar schrieb: Salam hoffe es geht euch allen gut. Wie man der Ăberschrift entnehmen kann möchte ich wissen, welche Auswirkungen die Leitzinserhhöhung auf -Arbeitslosigkeit -Konjunktur -Inflation hat. Ich bedanke mich schon mal im Voraus fĂŒr eure Antworten. MfG Kann man auch in ein paar SĂ€tzen erklĂ€ren. Also folgendes, wenn die EZB den Leitzinssatz erhöht, werden die Kredite teurer und die Geldmenge die im Umlauf geflossen wird sinkt.  |
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