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Erstellt am 10-Feb-2010 um 13:01
Als du dachtest, ich schaue nicht zu

Von einem Kind geschrieben

Als du dachtest, ich schaue nicht zu

„Als du dachtest, ich schaue nicht zu, sah ich dich mein erstes Bild an den Kühlschrank hängen, und ich wollte sofort noch eins malen.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, sah ich dich eine streunende Katze füttern, und ich lernte, dass es gut ist, freundlich zu Tieren zu sein.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, sah ich dich für mich meinen Lieblings-Kuchen backen und ich lernte, dass die kleinen Dinge die besonderen Dinge im Leben sein können.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, hörte ich dich ein Gebet sprechen, und ich wusste, es gibt einen Gott, mit dem ich immer reden kann und ich lernte, Allah zu vertrauen.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, sah ich dich eine Mahlzeit zubereiten und sie zu einer Freundin mitnehmen, die krank war, und ich lernte, dass wir alle helfen müssen, uns um einander zu kümmern.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, sah ich dich deine Zeit und dein Geld hergeben, um Menschen zu helfen, die nichts hatten und ich lernte, dass diejenigen, die etwas besitzen, denjenigen geben sollten, die nichts haben.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, fühlte ich dich mir einen Gute-Nacht-Kuss aufdrücken und ich fühlte mich geliebt und geborgen.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, sah ich, wie du dich um dein Haus und jeden darin kümmertest und ich lernte, dass wir auf das aufpassen müssen, was uns gegeben wird.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, sah ich dich deine Aufgaben bewerkstelligen, selbst wenn du dich nicht gut fühltest und ich lernte, dass ich verantwortungsvoll sein muss, wenn ich erwachsen werde.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, sah ich, wie Tränen aus deinen Augen kamen und ich lernte, dass Dinge manchmal wehtun, aber es ist in Ordnung, zu weinen.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, sah ich, dass du dich sorgtest und ich wollte alles sein, was ich sein konnte.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, lernte ich die meisten der Lektionen des Lebens, die ich wissen muss, um eine gute und produktive Person zu sein, wenn ich erwachsen werde.

Als du dachtest, ich schaue nicht zu, schaute ich dich an und wollte sagen, „Danke für all die Dinge, die ich gesehen habe, als du dachtest, ich schaue nicht zu!“

Erstellt am 11-Feb-2010 um 20:35
Sei nicht traurig…

Sei nicht traurig!

Wenn du gestern Traurigkeit empfunden hast, hat sich durch dein
traurig sein, nichts an deiner Situation geändert. Dein Sohn ist in der
Schule durchgefallen, und du warst deprimiert, doch änderte deine
Depression die Tatsache, dass er durchfiel? Dein Vater starb, und du
warst niedergeschlagen, doch brachte ihn das wieder ins Leben zurück?Du hast dein Geschäft verloren und warst traurig. Hat dies deine Situation geändert, indem es Verluste in Gewinne umwandelte?

Sei nicht traurig:

Wahrlich,ein großes Haus wird dich nicht vor den Auswirkungen der Depression
schützen, noch wird dies eine schöne Ehefrau, Reichtum im Überfluss,
ein hoher Rang oder großartige Kinder.

Sei nicht traurig:

Die Traurigkeit veranlasst dich, dir Gift vorzustellen, obwohl du
eigentlich reines Wasser siehst; einen Kaktus zu sehen, obwohl du auf
eine Rose blickst; eine öde Wüste zu sehen, obwohl du einen üppigen
Garten betrachtest; dich wie in einem unerträglichen Gefängnis zu
fühlen, obwohl du auf einer großen und geräumigen Erde lebst.

Sei nicht traurig:
Du hast zwei Augen, zwei Ohren, Lippen, zwei Hände, zwei Beine, eine
Zunge, ein Herz, Frieden, Sicherheit und einen gesunden Körper.

Welche der Wohltaten eures Herrn wollt ihr beide (Menschen und Dschinn) da leugnen? [55:13]

Sei nicht traurig:

Du hast die wahre Religion, um danach zu leben, ein Haus zum Wohnen,
Brot zum Essen, Wasser zum Trinken, Kleidung zum Tragen, eine Ehefrau
um Ruhe zu finden; warum dann die Melancholie?

Sei nicht traurig:

Allah hat für dich die Erde, und was drin ist, erschaffen. Er ließ schöne
Gärten wachsen, und füllte sie mich verschiedenartigen Pflanzen und
Blumen paarweise, männliche und weibliche. Und Er erschuf große Palmen,
leuchtende Sterne, Wälder, Flüsse und Bäche – dennoch bist du traurig!

Sei nicht traurig:

Du trinkst Wasser, das rein ist, du atmest frische Luft, du wanderst
mit beiden Füßen in Gesundheit, und du schläfst nachts in Ruhe.

Sei nicht traurig:

Du hast die Möglichkeit zu Allah zu beten, und dich somit durch Demut vor
der Tür vom König der Könige auszuzeichnen. Du hast das gesegnete
letzte Drittel der Nacht um Allah anzuflehen, und deine Stirn auf dem
Boden in Niederwerfung aufzuscheuern.

Sei nicht traurig,

denn Traurigkeit veranlasst dich die Vergangenheit zu bedauern,
Befürchtungen hinsichtlich der Zukunft zu haben, und sie bringt dich
dazu deine Gegenwart zu verschwenden.

Sei nicht traurig,

denn deine Traurigkeit erfreut deinen Feind, ärgert deinen Freund, und lässt den Neider jubeln.


Sei nicht traurig,

denn Traurigkeit ist meist vom Satan und ist eine Art der Hoffnungslosigkeit:

„Haben Wir dir nicht deine Brust geweitet und dir deine Last
abgenommen, die schwer auf deinem Rücken lastete, und deinen Namen
erhöht? Und, wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung einher;
wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung einher. Und, wenn du (mit
etwas) fertig bist, dann bemühe dich (auch weiterhin), und begehre die
Nähe deines Herrn.“ [94:1-8]
Editiert von Islam4You, vor 2 Jahr(e)
Erstellt am 12-Feb-2010 um 18:52
Wen die Toten sprechen könnten

(Ein Vortrag von Abu Jamal)

Wenn mein Vater nur wüsste!

Ein Junge, der in seinen jungen Jahren gestorben ist, und den der Tod
aus dem Leben gerissen hat. Er gehörte zu den Menschen die noch voller
Hoffnung sind, ihr Leben zu genießen. Er starb mit einem Übermaß an
Sünden. Was könnte es sein, das er seinem Vater, der seine Erziehung
vernachlässigte, sagen würde, wen er ihn in diesem Leben träfe?

Er würde wahrscheinlich sagen:
” Oh mein lieber Vater, ich habe die
Früchte meiner Sünden gesehen, und sie sind eine Auswirkung deiner
Erziehung. Ich habe diese Früchte als unerträgliches loderndes Feuer
und Höllenbrand gesehen. Mein lieber Vater, du hast dich in meinem
Leben sehr um meine Kleidung und Speise und Trank gekümmert, doch du
hast dich nicht um mein Herz und meine Seele gekümmert. Du hast mich in
der Zeit meiner Pubertät vernachlässigt, du hast mich nicht zu
rechtschaffenen Freunden geführt, es hat dich nicht interessiert, mit
wem ich von unseren Verwandten, unseren Nachbarn und meinen
Schulkameraden befreundet war.




Es gab eine beispielhafte und wirksame Zeit-und zwar zwischen 7 und
15 Jahren- von der du wusstest, mein lieber Vater, dass diese Zeit die
Phase der Erziehung ist, in der das Kind zum richtigen Ziel geführt
werden kann. Ich war der Pfeil und warst die Hand und der Bogen.




In dieser Phase, mein lieber Vater, waren wir für alle Dinge
empfänglich, wir liebten alle Dinge und waren auf alles neugierig. In
dieser Phase haben wir alle Arten der Freunde auf der Messe des
Dieseits gesucht-welche wir aussuchen sollten und mit welchen wir uns
befreunden sollten. In dieser Phase waren wir der reinste Teig. Du
warst in der Lage uns zu Rechenschaft zu leiten. Mein lieber Vater, du
hast jedoch die meiste Zeit der Woche mit deinen Freunden, deinen
Kameraden oder den Verwandten verbracht, und in der restlichen Zeit
hast du deine Geschäfte verfolgt, was dir keine Glückseligkeit brachte
und dein freundliches Gesicht zu einem bitteren Gesicht werden ließ.




Mein lieber Vater, du hast dich nicht um die erlaubten Dinge
gekümmert, darum habe ich sie bei jedem gesucht, der sie mir zu
Verfügung stellte.

Auf diese Weise hast du unsere Beziehung wie eine Beziehung zu einem
Firmenchef werden lassen, der auf seinem Gebiet versagt hat. Diese
Beziehung war arrogant und formell, bis sie sich zu solch einer
trockenen Beziehung entwickelt hat, dass ich aufgrund dieser
Trockenheit keine Leitung und keine Rat mehr von dir annahm.




O mein lieber Vater, hättest du mich nur zu einem deiner Freunde
gemacht, so hättest du eine größere Wirkung auf mich gehabt. Doch du
hast diese Freundschaft als eine Herabsetzung empfunden, die einem
leitenden Chef nicht entspricht.




O mein lieber Vater, wäre ich in der Lage für deine Vernachlässigung
in meiner Erziehung um Vergebung zu bitten, so hätte ich dies getan.
Als ich mich jedoch mit schweren Sünden von dieser Welt trennen musste,
hatte ich nicht einmal die Möglichkeit, nur für eine einzige meiner
Sünden um Vergebung zu bitten, wie ist es dann mit den Sünden anderer?
Aber du befindest dich immer noch am Ort der Möglichkeiten und bist in
der Lage, für dich und für mich um Vergebung zu bitten.




Mein lieber Vater, du bist die Ursache für meine Abweichung, doch
dies ist keine Erleichterung für meine Strafe, die ich hier vorfand.
Aber ich bitte dich um eine Reue für meine Vernachlässigung, und ich
bitte dich, die Angelegenheit bei meinen Geschwistern zu erkennen,
bevor die Zeit abläuft.




Mein lieber Vater, ergreife die Reue für dich und meine Geschwister,
dass es für mich am Tag der Auferstehung eine Rettung sein mag.”
Erstellt am 14-Feb-2010 um 11:10
Bete bevor das Totengebet für dich gebetet wird!

Ich hatte das Gebet unterlassen. Alle sagten mir, ich solle beten: Mein
Vater, meine Geschwister, doch ich ließ mich einfach nicht
überzeugen...
Eines Tages klingelte das Telefon. Ein weinender alter Mann war dran. Er sagte: „Bist du Ahmad?“ Ich sagte: „Ja!“
Der
alte Mann sprach weiter: „Wir gehören Allah und zu Ihm kehren wir
zurück; wir fanden deinen Freund Khaled tot auf seinem Bett. Es tut mir
sehr leid.
Ich schrie: „Khaled?! Er war gestern bei mir!“
Der
alte Mann weinte und sprach: „Wir beten morgen für ihn das Totengebet
in der Großen Moschee.“ Ich legte auf und weinte… Khaled! Wie kann er
nur als Jugendlicher sterben?
Ich spürte, dass der Tod mich wegen meiner lächerlichen Frage auslachte…
Ich
betrat weinend die Moschee. Es war das erste Mal, dass ich für jemanden
das Totengebet verrichtete. Ich suchte nach Khaled und fand ihn vorne
liegen, in weißem Stoff gewickelt. Ganz vorne beim Vorbeter. Er bewegte
sich nicht. Ich schrie auf, als ich ihn so sah. Die Anwesenden drehten
sich zu mir um…
Ich bedeckte mein Gesicht mit den Händen und
senkte meinen Kopf. Ich versuchte mich zu beherrschen, aber
vergebens... mein Vater zog mich zu sich und flüsterte mir ins Ohr:
„Bete bevor für dich das Totengebet verrichtet wird!“
Es war so,
als hätte er geschossen und nicht geredet. Ich konnte nicht aufhören zu
weinen und konnte meinen Blick von Khaled nicht abwenden.
Was
würde Khaled wohl wünschen, wenn er jetzt aufstehen würde: Eine
Zigarette? Eine Freundin? Eine Reise ins Ausland? Einen coolen Song?
Ich versetzte mich in seine Lage und erinnerte mich an die Verse:
„Am
Tage, wenn die Beine entblößt werden und sie aufgefordert werden, sich
anbetend niederzuwerfen, werden sie es nicht können.“ [Al-Qalam:42]
Wir gingen zum Friedhof und ließen ihn in sein Grab nieder.
Ich
überlegte mir: Was wird er wohl antworten, wenn er nach seinen Taten
gefragt wird? Sagt er etwa: Zwanzig Lieder, sechzig Filme, tausende von
Zigaretten? Ich weinte lange… Kein Gebet, das für ihn fürsprechen
könnte, keine guten Taten, ich konnte mich nicht bewegen.
Mein Vater wartete lange auf mich. Ich verließ Khaled… und ging weg.
Wahrscheinlich hörte er mich beim Gehen…
Editiert von Islam4You, vor 2 Jahr(e)
[Mitgliedschaft beendet]
Erstellt am 14-Feb-2010 um 17:12
Masch`Allah das sind echt wunderschöne und zum nachdenkend bringende Texte.
[Mitgliedschaft beendet]
Erstellt am 14-Feb-2010 um 18:09
_Cat_ schrieb:

Masch`Allah das sind echt wunderschöne und zum nachdenkend bringende Texte.

Dem kann ich mich nur anschließen.
Danke an Islam4You, dass du dir die Zeitgenommen hast um diese Texte für uns zu posten. :)
Erstellt am 14-Feb-2010 um 19:06
Ich danke Euch für eure Feedback.
Möge Allah subhana uatahala unseren Iman stärken und uns zu vorbildlichen Muslime machen.
[Mitgliedschaft beendet]
Erstellt am 14-Feb-2010 um 19:07
Islam4You schrieb:

Ich danke Euch für eure Feedback.
Möge Allah subhana uatahala unseren Iman stärken und uns zu vorbildlichen Muslime machen.

Amin!
[Mitgliedschaft beendet]
Erstellt am 14-Feb-2010 um 19:11
Islam4You schrieb:

Ich danke Euch für eure Feedback.
Möge Allah subhana uatahala unseren Iman stärken und uns zu vorbildlichen Muslime machen.

Amin.
[Mitgliedschaft beendet]
Erstellt am 19-Feb-2010 um 16:37
Sehr schöne Texte, barakAllahufiek für diese schöne Gruppe.
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