PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Juden in Marokko


mu7tajiba
05.04.2011, 21:05
salamu aleykum wr wb

Auch wenn ich einiges über das Thema Juden in Marokko im Internet erforschen kann so bleibt bei mir ein gewisses Interesse, das ich damit nicht stillen kann.
Man hört oft darüber, dass es "viele" Juden in Marokko gibt, gerade in den Städten Tanger, Fes und Marakkesch. Doch wo sind sie?
Ich hatte vor einigen Tagen die Möglichkeit den düsseldorfer Rabinner Soussan zu sprechen, der -wie sich rausstellte- marokkanischer Herkunft ist.
Es sind nun zwei Generationen vergangen, nachdem die Juden nach dem zweiten Weltkrieg nach Israel, oder speziell die marokkanischen Juden, nach Frankreich ausgewandert sind.
Die Geschichte des Rabinners, dass seine Großeltern und sein Vater sich als Marokkaner fühlen und besonders erstere die Riten, Sitten und nicht zuletzt die arabische Sprache beibehalten haben, finde ich interessant und zugleich erstaunlich. Die marokkanischen Juden sehen, seiner Erzählung und meiner Recherche zufolge, Marokko noch immer als eine Heimat, in der sie sich heimisch und wohl gefühlt haben. Nicht zuletzt fühlen sie sich immernoch wohl dort.
Doch kennt ihr denn marokkanische Juden oder gibt es in diesem Forum welche? Es geht hier nicht um bloßstellung oder Konfliktfragen. Ich hatte selbst nur bis zu dem Gespräch mit Rabi Soussan nie einen "marokkanischen Juden" gesehen. Oft habe ich von meinen Eltern von unseren alten Nachbarn gehört...jedoch sind halt viele ausgewandert und da würde mich interessieren, wie stehen die marokkanischen Juden zu ihrem Heimatland. Sehen sie Marokko als Heimat?
Was habt ihr für Erfahrungen?

Ich bitte euch darum sinnesfreie Kommentare zu unterlassen. Wer nicht genug Verständnis für mein Interesse/Frage oder Thematik hat soll sich bitte ignorante Beiträge sparen.

bouhmara-light
05.04.2011, 21:19
für den wahrscheinlichen fall, dass deine franz. kenntnisse ausreichen, empfehle ich diese seite:

www.darnna.com

eine community-plattform von marokk. juden aus allen bewohnten kontinenten:)

mu7tajiba
05.04.2011, 21:24
Erstmal vielen Dank!
Mein französisch Kenntnisse sind leider nur mittelstufen-Niveau. Gibt es denn Plattformen auf deutsch/englisch ?

bouhmara-light
05.04.2011, 21:47
Erstmal vielen Dank!
Mein französisch Kenntnisse sind leider nur mittelstufen-Niveau. Gibt es denn Plattformen auf deutsch/englisch ?

versuche diese mal aufzufrischen, den diese plattform ist extrem gut und beinhaltet ein reichhaltiges archiv- und informationsmaterial, angefangen von märchen, über liedgut bis hin zu politischen tätigkeiten einzelner persönlichkeiten.

auf deutsch kenne ich keine und englisch erst recht nicht. auf arabisch existieren ganz gut recherchierte monographien über das marokk. judentum.

ein befreundeter marokk. kunstprofessor jüd. abstammung namens paul dahan hat vor 3 jahren in belgien das sog. Le Centre de la Culture Judéo-Marocaine ("CCJM") in Brüssel gegründet. das Institut das jetzt über die Landesgrenzen bekannt ist, besitzt eine grossartige bibliothek und ein umfangreiches photoarchiv von seltenheitswert, nebst ein museum mit vielen kuriositäten (einige Objekte wurden bei mir gekauft:D)...auf jeden fall ist dieses museum, das allen offen steht, ein besuch wert.

mehr unter:


http://www.judaisme-marocain.org/

ULTIMATUM
06.04.2011, 16:11
immer wieder diese unterschwellige judenverherrlichung.
Ich kanns nicht mehr hören langsam.

Muslime und Juden sind gleichermaßen Opfer, doch die muslimische Seite leidet mehr.
Sie werden nämlich vom selbsternannten Staat Israel alias Palästina unterjocht und dann verlangen die Juden auch noch Gerechtigkeit. Das einzige Recht dass ihnen zusteht ist aus Palästina zu verschwinden. In Marokko und überall auf der Welt sind sie meinetwegen herzlich Willkommen.

"zahlt euere Djizya haltet die Verfassung ein und lebt euer leben, dann behandeln wir euch wie Ahlu Dimma und der Spuk der ewigen Verfolgung nimmt sein Ende"

bouhmara-light
06.04.2011, 16:26
2009 wurde ein sehr guter Film (Drama) über den Exodus marokkanischer Juden anfang der 60er in das Land wo "Milch und Honig" fliesst mit dem Titel: Where are you Going Moshe (arab: fin tamschi ya mosche).

Der Film wurde von keinem Geringeren als Hassan Benjelloun gedreht. Neben Sa3d Schraibi gehört H. Benjelloun zu den beachteten Regiesseuren und Filmproduzenten des Sonnenreiches.

http://www.youtube.com/watch?v=sZi0e1sacw4&feature=related :)

Rybka
06.04.2011, 16:28
salamu aleykum wr wb

Auch wenn ich einiges über das Thema Juden in Marokko im Internet erforschen kann so bleibt bei mir ein gewisses Interesse, das ich damit nicht stillen kann.
Man hört oft darüber, dass es "viele" Juden in Marokko gibt, gerade in den Städten Tanger, Fes und Marakkesch. Doch wo sind sie?
Ich hatte vor einigen Tagen die Möglichkeit den düsseldorfer Rabinner Soussan zu sprechen, der -wie sich rausstellte- marokkanischer Herkunft ist.
Es sind nun zwei Generationen vergangen, nachdem die Juden nach dem zweiten Weltkrieg nach Israel, oder speziell die marokkanischen Juden, nach Frankreich ausgewandert sind.
Die Geschichte des Rabinners, dass seine Großeltern und sein Vater sich als Marokkaner fühlen und besonders erstere die Riten, Sitten und nicht zuletzt die arabische Sprache beibehalten haben, finde ich interessant und zugleich erstaunlich. Die marokkanischen Juden sehen, seiner Erzählung und meiner Recherche zufolge, Marokko noch immer als eine Heimat, in der sie sich heimisch und wohl gefühlt haben. Nicht zuletzt fühlen sie sich immernoch wohl dort.
Doch kennt ihr denn marokkanische Juden oder gibt es in diesem Forum welche? Es geht hier nicht um bloßstellung oder Konfliktfragen. Ich hatte selbst nur bis zu dem Gespräch mit Rabi Soussan nie einen "marokkanischen Juden" gesehen. Oft habe ich von meinen Eltern von unseren alten Nachbarn gehört...jedoch sind halt viele ausgewandert und da würde mich interessieren, wie stehen die marokkanischen Juden zu ihrem Heimatland. Sehen sie Marokko als Heimat?
Was habt ihr für Erfahrungen?

Ich bitte euch darum sinnesfreie Kommentare zu unterlassen. Wer nicht genug Verständnis für mein Interesse/Frage oder Thematik hat soll sich bitte ignorante Beiträge sparen.



http://www.hagalil.com/schweiz/rundschau/inhalt/marokko.htm

Designerien
06.04.2011, 17:02
Ich habe Familie in Antwerpen,da wurde wir auf einer Hochzeit eingeladen.
Da saß eine Frau neben mir, und meinte das sie jüdin ist,ich habe nur gedacht das sie mich nur veräppeln will,doch sie meinte es wirklich ernst .Sie meinte zu mir das in Antwerpen( Belgien) Hälfte der einwohner Juden sind und das 30%Prozend Marokkner sind,ich war echt erstaunt :-)

Lolaa
06.04.2011, 17:47
Wer marokkanische Juden in Marokko erleben will, kann in Casablanca ins Schwimmbad "Tahiti Beach" oder" Tropikana". Da sind so viele, man meint es sind Franzosen, doch sind es meistens Juden. Die sprechen meist nur französisch, doch verstehen sie auch arabisch und sprechen es auch. Oder man geht in die Innenstadt "Maarif", es gibt sogar eine Metzgerei, die beste Wurst die ich je gegessen habe. Der Laden ist brechend voll, mit muslimen:D
In Casa sieht man sie eher, sie fallen schon auf.
Die Frauen der Hammer, sehen sehr gut aus.

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 17:56
Wer marokkanische Juden in Marokko erleben will, kann in Casablanca ins Schwimmbad "Tahiti Beach" oder" Tropikana". Da sind so viele, man meint es sind Franzosen, doch sind es meistens Juden. Die sprechen meist nur französisch, doch verstehen sie auch arabisch und sprechen es auch. Oder man geht in die Innenstadt "Maarif", es gibt sogar eine Metzgerei, die beste Wurst die ich je gegessen habe. Der Laden ist brechend voll, mit muslimen:D
In Casa sieht man sie eher, sie fallen schon auf.
Die Frauen der Hammer, sehen sehr gut aus.


ich glaube wohl kaum das jemand intressiert ist Juden zu begutachten in irgend welchen Schwimmbädern :hammer:

bouhmara-light
06.04.2011, 18:04
Wer marokkanische Juden in Marokko erleben will, kann in Casablanca ins Schwimmbad "Tahiti Beach" oder" Tropikana".

genau, oder in der kaiserlichen Menagerie in Rabat. Dort kann man sie sogar streicheln und füttern, so zahm sind sie....und wer als Gläubiger Muselman Angst hat, dass er sein Wudu verliert oder sich verunreinigt fühlt, falls einen einen yehudi anfasst (Juden gelten in unserem Kulturkreis als unrein und beim Schlafen kriecht ein Wurm aus ihrem Mund so der Volksmund), sollte das Aquarium von Debdou besuchen. Dort kann man Juden sorgenlos beobachten, da sie hinter gepanzertem Glas stehen...:)

mu7tajiba
06.04.2011, 18:09
immer wieder diese unterschwellige judenverherrlichung.
Ich kanns nicht mehr hören langsam.

Muslime und Juden sind gleichermaßen Opfer, doch die muslimische Seite leidet mehr.
Sie werden nämlich vom selbsternannten Staat Israel alias Palästina unterjocht und dann verlangen die Juden auch noch Gerechtigkeit. Das einzige Recht dass ihnen zusteht ist aus Palästina zu verschwinden. In Marokko und überall auf der Welt sind sie meinetwegen herzlich Willkommen.

"zahlt euere Djizya haltet die Verfassung ein und lebt euer leben, dann behandeln wir euch wie Ahlu Dimma und der Spuk der ewigen Verfolgung nimmt sein Ende"

watt für unterschwellige Judenverherrlichung :confused:
Hast du meinen Beitrag und mein Anliegen gelsen oder einfach mal drauf losgetippt? Es geht hier nicht um sympathie/antipathie oder Kriege und Konflikte. Es geht mir um die Geschichte Marokkos und da gehören Juden nunmal auch dazu. Der Berater des Königs André Azulay ist auch kein muslim, aber marokkaner ;) und HassanII ist regelmäßig an jüdischen Feiertagen in die Synagoge gegangen. Hier geht es nicht um die Geschichte des Nah-ost konfliktes, sondern derer in Marokko.

@alle anderen
Ich danke euch sehr !

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 18:13
watt für unterschwellige Judenverherrlichung :confused:
Hast du meinen Beitrag und mein Anliegen gelsen oder einfach mal drauf losgetippt? Es geht hier nicht um sympathie/antipathie oder Kriege und Konflikte. Es geht mir um die Geschichte Marokkos und da gehören Juden nunmal auch dazu. Der Berater des Königs André Azulay ist auch kein muslim, aber marokkaner ;) und HassanII ist regelmäßig an jüdischen Feiertagen in die Synagoge gegangen. Hier geht es nicht um die Geschichte des Nah-ost konfliktes, sondern derer in Marokko.

@alle anderen
Ich danke euch sehr !

HassanII ist regelmäßig an jüdischen Feiertagen in die Synagoge gegangen.

Nicht dein ernst oder :confused:

Lolaa
06.04.2011, 18:16
ich glaube wohl kaum das jemand intressiert ist Juden zu begutachten in irgend welchen Schwimmbädern :hammer:

Ich antworte nur auf eine Frage:p

bouhmara-light
06.04.2011, 18:17
HassanII ist regelmäßig an jüdischen Feiertagen in die Synagoge gegangen.

Nicht dein ernst oder :confused:

naja, was nur wenige wissen ist, dass H2 von einer jüdin grossgezogen wurde. Seine Milchmutter war Jüdin. Direkt nach der Geburt nahmen die Schranzen den Säugling der Mutter weg und gaben ihn einer Palastjüdin um ihn gross zu ziehen. Schliesslich wollten sie nichts dem Zufall überlassen:D

Unterricht bekam er in den Kindheitstagen von 2 Nonnen aus der franz. Elsaß, so wurde und wird auch Weihnachten weiterhin in den Palast gefeiert mit Tannenbaum und so ein Zeug:)

Lolaa
06.04.2011, 18:17
HassanII ist regelmäßig an jüdischen Feiertagen in die Synagoge gegangen.

Nicht dein ernst oder :confused:

Mohammed rasule lah, hatte sogar Nachbarn, mit den er regelmässig zu tun hatte:confused:

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 18:21
Na sieh mal einer an,man lernt nie aus intressant ;)

Lolaa
06.04.2011, 18:22
Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Ahnung hier die Leute haben.

Marokkanische Juden, sind Marokkaner, sie haben frührer als Nachbarn, ganz natürlich miteinander gelebt, da wurde gegenseitig auf Kinder aufgepaßt u.w.s., da wurden auch Kinder gegenseitig mit Muttermilch versorgt. Sie waren unbeholfen damit umgegangen, man kann es als naiv bezeichnen, es gab kein Palistinakonflikt.

Heute ist alles anders, die Menschen sind so brutal blöd!

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 18:22
Mohammed rasule lah, hatte sogar Nachbarn, mit den er regelmässig zu tun hatte:confused:

Ja das war mir klar, dass Mohamed rasule lah sogar Nachbarn hatte die Juden waren...aber er hat doch nicht an jüdischen Feiertagen teilgenommen..

mu7tajiba
06.04.2011, 18:34
HassanII ist regelmäßig an jüdischen Feiertagen in die Synagoge gegangen.

Nicht dein ernst oder :confused:

Der rabbi hat mir erzählt, dass Hassan2 dies aus Respekt seinen Landsleuten getan hat und ihnen auch gratulierte. Vllt gibt es ja was im Inet dazu, ich schaue mal nach...

mu7tajiba
06.04.2011, 18:36
naja, was nur wenige wissen ist, dass H2 von einer jüdin grossgezogen wurde. Seine Milchmutter war Jüdin. Direkt nach der Geburt nahmen die Schranzen den Säugling der Mutter weg und gaben ihn einer Palastjüdin um ihn gross zu ziehen. Schliesslich wollten sie nichts dem Zufall überlassen:D

ich bin mir sicher die arabische muttermilch hätte ihm zu einem höheren IQ verholfen :D :P

kleiner scherz am Rande ;)

indiangirl
06.04.2011, 19:15
besuchten zahlreiche marokkanischstämmige Juden aus vielen Erdteilen das Grabmal von "Sidi Youssef" (Sultan Sidi Mohammed Ben Jussuf (König Mohammed V) das in Ter99a3 (Nador) liegt, um das Helulafest zu feiern.

Der Marabut "Sidi Youssef" der zu den "Awliyyaa Assalihin" gehört, wird gleichermaßen auch von der muslemischen Bevölkerung verehrt.

mehr davon:

http://www.nadorcity.com/--

in casa oder Rabat wurde ein juden dorf eröffnet nur für jüdische marokkaner,der Berater des Marokkanischen Königs Andre Asolay ist jude und ein Vertrauter des Marokkanischen königshaus seit jahrzehnten,

indiangirl
06.04.2011, 19:21
Hier ein kurzer Bericht über einen marokkansichstämmigen Juden aus den USA, der zum Islam konvertiert ist und jetzt einen gut gehenden Boukadiyyo-Laden in Tittawin (Tetouan) betreibt...
http://www.hespress.com/?browser=view&EgyxpID=20853



http://www.maroczone.de/forum/archive/index.php/t-4337.html

indiangirl
06.04.2011, 19:28
Landesinfos Marokko



Größe: 710.850 km²

Einwohner: über 30 Mio.

Landeshauptstadt: Rabat

Religion: Islam, vereinzelt Juden- und Christentum

Staatsform: konstitutionelle Monarchie

Nationalfeiertag zum Grünen Marsch: 6.November

Unabhängigkeitstag: 18.November

Währung: Marokkanischer Dirham (MAD oder DHS)



So kommt man nach Marokko:

Marokko ist unweit von Europa gelegen, nur 14km trennen es von Spanien an der Meerenge von Gibraltar. Somit ist die Anreise mit jedem Verkehrsmittel ohne Probleme möglich.

Marokko hat zwölf internationale Flughäfen: Agadir, Al Hoceima, Casablanca, Dakhla, Fès, Laâyoune, Marrakech, Ouarzazate, Oujda, Rabat-Salé, Tanger und Tetouan.

“Royal Air Maroc“ und viele andere große Fluglinien bieten sowohl Charter- als auch regelmäßige Linienflüge aus vielen Städten Europas, Amerikas und dem mittleren Orient an.

Zur Einreise ist unbedingt ein Reisepaß (mind. noch 6 Monate gültig) erforderlich!



Die Geschichte Marokkos



Die Bevölkerung Marokkos kann bis in prähistorische Zeiten zurückverfolgt werden.

Phönizier, Karthager, Byzantiner, Römer und Vandalen besiedelten schon ca.1000 v. Chr. den Maghreb bevor er dann letztendlich im 8. Jahrhundert. n. Chr. in die Hand der Araber fiel.

Marokko als Staat existiert seit dem Jahre 788 als Moulay Idriss die Macht erlangte und das Königreich gründete.

Heute ist Marokko konstitutionelle Monarchie. König Mohammed VI. bestieg 1999 den Thron als Nachfolger Hassan II. in der langen Dynastie der Alaouiten. Er ist nicht nur politischer König sondern gilt auch als weltliches Oberhaupt der Muslime Marokkos.





Die Volksgruppen Marokkos



Die Berber gelten als Ureinwohner des Landes und es ist bis heute unklar wo ihre wahren Wurzeln liegen. Sicher ist jedoch, dass die bereits lange vor dem Eindringen der Römer den Maghreb besiedelten. Es gibt unter ihnen drei große Volksgruppen, die sich sowohl in der Lebensart als auch in ihren Dialekten unterscheiden. Teils leben sie noch als Halbnomaden, teils als sesshafte Bauern im Atlas. Sie verstehen sich als edle und freie Menschen und sind stark darauf bedacht ihre Kultur und Sprache zu bewahren.

Die Araber machen den zweiten großen Teil der Bevölkerung Marokkos aus. Sie leben vor allem in den Städten. Die aus ihnen entstandene Oberschicht prägte das Bild Landes nachhaltig. Sie übten zu allen Zeiten großen Einfluss auf die Wirtschaft und den Handel aus und viele große Unternehmen liegen in ihren Händen.

Kleinere Volksgruppen bilden die Harratin, welche Nachfolger der schwarzen Sklaven sind, Nomadenstämme die von den Mauren und Sahrawis abstammen und ca. noch 5000 Juden.





Die Sprachen Marokkos



Neben dem klassischen Arabisch, welches Amts- und Lehrsprache ist, ist im Alltag der marokkanisch-arabische Dialekt Hauptverständigungsmittel. Aber auch das Tamazight (Berberisch) wird von ca. 40% der Bevölkerung, den Berbern im Riff, im Atlas und in der Souss-Ebene gesprochen und variiert in seiner Aussprache von Region zu Region.

Viele Marokkaner sprechen sehr gut Französisch, manche auch Spanisch, Englisch und Deutsch.





Die Religionen Marokkos



Der Islam ist offizielle Staatsreligion, aber das Zusammenspiel mit anderen Glaubensrichtungen (v.a. mit Juden und Christen) klappt in Marokko ohne Probleme und deren freie Religionsausübung ist verfassungsrechtlich festgelegt.

Der Tagesrhythmus ist jedoch bestimmt von den 5 Gebetsrufen, bei denen der Muezzin hoch oben von seinem Minarett die Gläubigen zum Gottesdienst ruft und dessen Schall die Straßen füllt.

Im Monat Ramadan fasten die Marokkaner von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, trinken keinen Alkohol und rauchen nicht. Der ganze Tagesablauf passt sich diesem Rhythmus an, so haben z.B. die Behörden, Geschäfte und Museen kürzere Öffnungszeiten und tagsüber sind die Straßen sehr leer und viele Cafés geschlossen.

Für Nicht-Muslime gibt es dennoch einige Restaurants und Cafés, vor allem in den größeren Hotels, in denen es immer zu Essen und zu trinken gibt.

Je ruhiger die Tage, desto schöner die Nächte: sobald im Ramadan die Sonne untergegangen ist erwacht das Leben auf den Straßen und die Marokkaner essen trinken und feiern allabendlich bis spät in die Nacht:

(Ramadan 2004: ca. Mitte Okt.-Mitte Nov.)





Der Kalender



Das bürokratische und geschäftliche Leben wird von dem auch bei uns üblichen gregorianischen Kalender bestimmt und im Gegensatz zu anderen muslimischen Ländern gelten hier auch Samstag und Sonntag als Wochenende.

Der Freitag ist kein Feiertag, aber die Behörden und öffentlichen Einrichtungen verlängern ihre Mittagspause um den Gläubigen das ausgiebige Freitagsgebet zu ermöglichen.

Das religiöse Leben jedoch folgt dem muslimischen Kalender, welcher am 16. Juli 622 n. Chr. begann, dem Tag als der Prophet Mohammed Mekka verlassen hat um nach Medina auszuwandern. Dieser Kalender richtet sich nach dem Mond, was zur Folge hat, dass sich die religiösen Feste von Jahr zu Jahr im Datum des Sonnenkalenders ein bisschen verschieben.





Feste und Moussems



Feste beziehen sich meistens auf saisonale Ereignisse und man feiert oft die lokale Ernte. Sie berufen sich meist auf alte Künste und Traditionen und werden noch heute ausgiebig gepflegt.

Die Moussems sind große Zusammentreffen, bei denen einem Schutzheiligen Ehre erwiesen wird.

Man sollte die Chance nutzen an einem solchen Fest teilzunehmen! Da erlebt man traditionelle Tänze und Gesänge, Fantasia, Kostüme und Köstlichkeiten für Leib und Seele.

Die genauen Daten für diese Feiern variieren je nach Erntezeit und Mondkalender und sollten direkt vor Ort erfragt werden.





Religiöse Feiern



Diese Tage sind Feiertage in ganz Marokko. Aber da auch sie sich nach dem Mondkalender richten, sollte man sich vor Ort nach dem genauen Datum erkundigen.

Aid-el-saghrir: Fest zum Ende des Ramadan

Aid-el-kabir: Hammelfest oder Opferfest zum Gedenken an Gottes Güte gegenüber dem Propheten Abraham, ca. 40 Tage nach Aid-el-saghrir

Erster Moharem: Neujahrstag des muslimischen Jahres

Mouloud: Geburtstag des Propheten Mohammed





Handwerk, Kunst und Tradition



Noch heute wird das traditionelle Kunsthandwerk in Marokko gepflegt und an die Nachfahren weitergegeben und Schneider, Silbersticker, Metallhandwerker, Teppichweber, Gerber, Töpfer und Holzschnitzer prägen das Bild in den Straßen und Basaren der Städte.

Hier kann man noch Original-Herstellungstechniken und wahre Kunstfertigkeiten ohne das zutun moderner Maschinerie begutachten und Qualitätsware direkt beim Handwerker selbst ersteigern. Die Muster, Farben, Verzierungen und Materialien variieren von Region zu Region und es lohnt sich immer















Marokkos Küche



Die Küche Marokkos bietet tausend Geschmäcker: sonnengereifte Früchte und Gemüse, seltene Gewürze, frische Fische und geschmackvolles Fleisch. Hier mischen sich Einflüsse von Orient und Okzident und bieten eine unglaubliche Vielfalt und versprechen einen exzellenten Gaumenschmaus.

Unbedingt probiert werden sollten Couscous, Brochettes, Pastilla, Tajine...und natürlich der Thé à la menthe


Copyright © 2010 Marokko Nature Reisen. Tous droits réservés.

Maroc Nature Sejours et Aventures Sarl. Licence agence de voyage n 9P/08 Patente 45191346 - RC 28209 / IF 06521245
129 RES. ELBAKOURI / RUE KHALID BEN ELOUALID GUELIZ / MARRAKECH - MAROKKO
Tel 212 524 44 70 19 - Fax 212 524 44 70 24 - Mobile: 212 661 21 81 50 - Email : contact@maroc-nature.com

Creation site web ADM.Site Web Partenaires : DM - www.maroc-nature.com

Hbila
06.04.2011, 19:40
Was hat der zuletzt gepostete Teil mit den Feiertagen etc. mit den Juden zu tun ?? :weiss nicht:

MissDonnerwetter
06.04.2011, 19:45
Salam.
in jeder marokkanischen Stadt gibt es ein Judenviertel, auch "mellah" genannt. Dort leben vermehrt Juden wobei sich die wohlhabenden in noblere Gegenden niedergelassen haben. Also wie Lolaa schon gesagt hat trifft man in Casa ziemlich viele Juden. Zwar beherrschen sie arabisch in Wort und Schrift, sprechen vom Dialekt her nicht so harsch wie Marokkaner. Wenn die sprechen hört es sich so an, als seien sie blutige Arabischanfänger;)
Mein Vater hatte einen guten Freund in Marokko, jüdischer Abstammung. Er betrachtet Marokko als seine Heimat, schließlich geht es denen da echt gut und wer sich auskennt weiß auch, dass sie alle gut betucht sind. In Israel haben sie meist Familie, sodass sie dort eben 1 Mal im Jahr oder so Urlaub machen, so wie wir auch 1 Mal im Jahr nach Marokko fliegen.

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 19:47
Was hat der zuletzt gepostete Teil mit den Feiertagen etc. mit den Juden zu tun ?? :weiss nicht:

Wieso, lass sie doch mal einfach Berichten.Finde das intressant sie hat ja in dem Beitrag Religionen Marokkos genannt somit hat das sehr wohl was damit zu tun.Für manch andere ist das vielleicht sehr hilfsreich mehr darüber zu erfahren;)

Grauzone
06.04.2011, 19:48
Meine Mama hat bis heute noch so einige Rezepte von jüdischen Nachbarinnen, die damals in Mellila lebten. Bis in die späten 70iger haben viele Familien noch dort gelebt, einige sogar zur Untermiete bei dem Opa meiner Cousinen. Meine Mama erzählt uns auch heute noch viele interessante Geschichten über das damalige Zusammenleben und besonders wie gut das Verhältnis der Muslime und Juden war.
Ist immer wieder schön zu hören.:)

Hbila
06.04.2011, 19:49
Wieso, lass sie doch mal einfach Berichten.Finde das intressant sie hat ja in dem Beitrag Religionen Marokkos genannt somit hat das sehr wohl was damit zu tun.Für manch andere ist das vielleicht sehr hilfsreich mehr darüber zu erfahren;)

Habe ich etwa behauptet, dass es nicht gut ist ?? Ich habe eine normale Frage gestellt, weil ich nichts in dem Teil gefunden habe, was mit Juden zu tun hat, sondern allgemeine Informationen zu Marokko. Handwerk, Feiertage und Küche, da sehe ich nichts was mit Juden zu tun hat.

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 19:53
Habe ich etwa behauptet, dass es nicht gut ist ?? Ich habe eine normale Frage gestellt, weil ich nichts in dem Teil gefunden habe, was mit Juden zu tun hat, sondern allgemeine Informationen zu Marokko. Handwerk, Feiertage und Küche, da sehe ich nichts was mit Juden zu tun hat.


Zitat von Indiagirl:"Die Religionen Marokkos



Der Islam ist offizielle Staatsreligion, aber das Zusammenspiel mit anderen Glaubensrichtungen (v.a. mit Juden und Christen) klappt in Marokko ohne Probleme und deren freie Religionsausübung ist verfassungsrechtlich festgelegt." somit hat sich glaube ich deine Frage erübrigt ;)

Hbila
06.04.2011, 19:54
Zitat von Indiagirl:"Die Religionen Marokkos

Der Islam ist offizielle Staatsreligion, aber das Zusammenspiel mit anderen Glaubensrichtungen (v.a. mit Juden und Christen) klappt in Marokko ohne Probleme und deren freie Religionsausübung ist verfassungsrechtlich festgelegt." somit hat sich glaube ich deine Frage erübrigt ;)

Wäre von Vorteil meinen ganzen Beitrag zu lesen, Feiertage, Küche und Handwerk hat mit dem Thema nichts zu tun, da es dort Allgemein um Marokko geht und nicht um Juden.
Das nächste Mal einen ganzen Beitrag lesen und nicht nur die Hälfte.

So und jetzt genug Off-Topic, damit man weiterhin was über die marokkanischen Juden was zu lesen bekommt.

meknasi80
06.04.2011, 19:56
http://www.youtube.com/watch?v=U_qjOFY3ijI&feature=relmfu

Hbila
06.04.2011, 19:57
http://www.youtube.com/watch?v=U_qjOFY3ijI&feature=relmfu

U_qjOFY3ijI&feature=relmfu

Aschefar
06.04.2011, 19:58
Zitat von Indiagirl:"Die Religionen Marokkos



Der Islam ist offizielle Staatsreligion, aber das Zusammenspiel mit anderen Glaubensrichtungen (v.a. mit Juden und Christen) klappt in Marokko ohne Probleme und deren freie Religionsausübung ist verfassungsrechtlich festgelegt." somit hat sich glaube ich deine Frage erübrigt ;)

Sie hätte auch nur den Teil posten können, der zu diesem Topic passt...wäre übersichtlicher und so.

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 19:59
Wäre von Vorteil meinen ganzen Beitrag zu lesen, Feiertage, Küche und Handwerk hat mit dem Thema nichts zu tun, da es dort Allgemein um Marokko geht und nicht um Juden.
Das nächste Mal einen ganzen Beitrag lesen und nicht nur die Hälfte.

So und jetzt genug Off-Topic, damit man weiterhin was über die marokkanischen Juden was zu lesen bekommt.


Menschen machen fehler,vielleicht hat sie sich nichts dabei gedacht, also mich persönlich stört das nicht:)es verstehen ja auch nicht alle so gut Detsch wie wir;)solange da doch Infos über die Religionen war finde ich das jetzt nicht so tragisch

:)

meknasi80
06.04.2011, 20:04
die juden haben eine tief verwurzelte kultur in marokko, ja sogar unsere marokkanische kultur stammt teilweise aus der jüdische kultur, wie die musik und die heutige marokkanische küche.der marokkanische staat hat sie nie als juden gesehen sonder als marokkaner. viele mitglieder der israelischen regierung stammen aus marokko.wenn wunderts dann schon, das parkanlagen, uni`s und strassen den namen "könig hassen 2" in israel tragen.

bent_maghreb
06.04.2011, 20:07
:wand: Es gibt Juden in Marokko. Und jetzt?
Es gibt genauso Muslime in Deutschland und Christen in Indien.....
Wo ist da der unterschied?

Hbila
06.04.2011, 20:08
:wand: Es gibt Juden in Marokko. Und jetzt?
Es gibt genauso Muslime in Deutschland und Christen in Indien.....
Wo ist da der unterschied?

Keiner macht hier einen Unterschied.Nur wollen einige Informationen zu den marokkanischen Juden haben, mehr auch nicht.:)

MiSs_MZ_HoTteSt_LiPpZzz
06.04.2011, 20:15
Landesinfos Marokko







Die Volksgruppen Marokkos


Die Araber machen den zweiten großen Teil der Bevölkerung Marokkos aus. Sie leben vor allem in den Städten. Die aus ihnen entstandene Oberschicht prägte das Bild Landes nachhaltig. Sie übten zu allen Zeiten großen Einfluss auf die Wirtschaft und den Handel aus und viele große Unternehmen liegen in ihren Händen.

Creation site web ADM.Site Web Partenaires : DM - www.maroc-nature.com

was für eine hirnrisse quelle.
seid wann haben wir denn in marokko das apadheid system???
lies erstmal selbst was du ins world wide net verbreitest, du copy&paste tante.

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 20:26
Sie hätte auch nur den Teil posten können, der zu diesem Topic passt...wäre übersichtlicher und so.

Jetzt macht doch nicht so ein Drama draus,wenn andere dumme Kommentare abgeben sagt keiner was:D

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 20:27
was für eine hirnrisse quelle.
seid wann haben wir denn in marokko das apadheid system???
lies erstmal selbst was du ins world wide net verbreitest, du copy&paste tante.

na na na wollen wir nicht beleidigend werden junge Dame jetzt lass doch mal das arme Mädel in frieden nicht jeder hat ne iq wie Du :D

Soi_HakuKaen
06.04.2011, 20:31
Jetzt macht doch nicht so ein Drama draus,wenn andere dumme Kommentare abgeben sagt keiner was:D


Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert :)

MZ-Fluch vllt...lol

KirschHoneyBaby
06.04.2011, 20:40
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert :)

MZ-Fluch vllt...lol

ich weiß ja nicht in was für einer Welt du lebst,scheinst das ganze aber ziemlich ernst zu nehmen;)

Ps.Und auf den Ruf zurückzukommen,der ist mir nur in der reality wichtig,was so menschen wie du schreiben die einen menschen garnicht kennen nehme ich keinen Stück ernst also salam oulikum

Kriege kann man nur führen wenn man Waffen besitzt:daumen hoch:

ULTIMATUM
06.04.2011, 20:42
watt für unterschwellige Judenverherrlichung :confused:
Hast du meinen Beitrag und mein Anliegen gelsen oder einfach mal drauf losgetippt? Es geht hier nicht um sympathie/antipathie oder Kriege und Konflikte. Es geht mir um die Geschichte Marokkos und da gehören Juden nunmal auch dazu. Der Berater des Königs André Azulay ist auch kein muslim, aber marokkaner ;) und HassanII ist regelmäßig an jüdischen Feiertagen in die Synagoge gegangen. Hier geht es nicht um die Geschichte des Nah-ost konfliktes, sondern derer in Marokko.

@alle anderen
Ich danke euch sehr !

meine Kritik galt denen hier die so stolz von jüdischen Minderheiten in Marokko berichten. Sicher mögen sie gebildete und ausgezeichnete Geschäftsleute sein, auch gebührt den moderaten und friedlich gesinnten Juden mein Respekt und all das, aber z.zt. wird im Politikforum ihr Ansehen so hochpliert als wären sie das Volk aller Völker. Mit stolz erfüllt wird zudem auch von ihrem politischen Einfluss in Marokko erzählt obwohl das längst kein Geheimnis mehr ist usw. usf..

Solange sich das Judenvolk nicht einheitlich für die Befreiung Palästinas einsetzt bleiben sie in meinen Augen nur eine Randnotiz.

Soi_HakuKaen
06.04.2011, 20:45
meine Kritik galt denen hier die so stolz von jüdischen Minderheiten in Marokko berichten. Sicher mögen sie gebildete und ausgezeichnete Geschäftsleute sein, auch gebührt den moderaten und friedlich gesinnten Juden mein Respekt und all das, aber z.zt. wird im Politikforum ihr Ansehen so hochpliert als wären sie das Volk aller Völker. Mit stolz erfüllt wird zudem auch von ihrem politischen Einfluss in Marokko erzählt obwohl das längst kein Geheimnis mehr ist usw. usf..

Solange sich das Judenvolk nicht einheitlich für die Befreiung Palästinas einsetzt bleiben sie in meinen Augen nur eine Randnotiz.

seh ich genauso... isreal hat kein existenzrecht, und wirds es auch nie haben.
aber das ist ja ein anderes thema ^^ ...

@KHB: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert. :) zum zweiten

guapita
06.04.2011, 20:50
Der rabbi hat mir erzählt, dass Hassan2 dies aus Respekt seinen Landsleuten getan hat und ihnen auch gratulierte. Vllt gibt es ja was im Inet dazu, ich schaue mal nach...

Wow auch mal was Positives von Hassan II :eek:
Wenn er nur diesen Respekt auch seinen berbischen Landsleuten erwiesen hätte...
Außerdem finde ich die Aussage, dass Mohamed VI als Oberhaupt der marok. Muslime anzusehen ist so dermaßen falsch, da man seinen (meiner Meinung nach) gespielten Glauben nicht als repräsentativ für das marok. Volk nehmen sollte. Also verspüre da nicht mehr als Fremdschämen, wenn ich so darüber nachdenke. Da sind uns die Türken mit ihrem Präsidenten um Meilen vorraus. :wand:


Sorry für das Off-Topic, aber das musste raus.:p

guapita
06.04.2011, 21:05
meine Kritik galt denen hier die so stolz von jüdischen Minderheiten in Marokko berichten. Sicher mögen sie gebildete und ausgezeichnete Geschäftsleute sein, auch gebührt den moderaten und friedlich gesinnten Juden mein Respekt und all das, aber z.zt. wird im Politikforum ihr Ansehen so hochpliert als wären sie das Volk aller Völker. Mit stolz erfüllt wird zudem auch von ihrem politischen Einfluss in Marokko erzählt obwohl das längst kein Geheimnis mehr ist usw. usf..

Solange sich das Judenvolk nicht einheitlich für die Befreiung Palästinas einsetzt bleiben sie in meinen Augen nur eine Randnotiz.

Ganz genau.:daumen hoch::daumen hoch:

indiangirl
07.04.2011, 05:17
1948 leben in Marokko zwischen 265 000 und 285 000 Juden. Im Juni 1948 werden bei blutigen antijüdischen Ausschreitungen in Oujda und Djerada 44 Juden ermordet und Hunderte verletzt. Im selben Jahr wird ein inoffizieller Boykott der jüdischen Wirtschaft angezettelt. 1952 finden erneut mehrere antijüdische Ausschreitungen durch den arabischen Mob statt. 1954 werden jüdisches Eigentum geplündert und jüdische Schulen zerstört.

1956 erklärt Marokko seine Unabhängigkeit und die Emigration nach Israel wird untersagt. Der antizionistische Kommunist und Widerstandskämpfer gegen die französische Besatzung Simon Lévy, Vorsitzender der jüdisch-maokkanischen Gemeinde meint dazu, eine übereilte Auswanderung nach dem Suezkrieg sei in Marokko gegenüber anderen arabischen Staaten, beispielsweise des Irak und Ägyptens, nicht zu beobachten gewesen. 1958 leben 200 000 Juden in Marokko, immerhin mindestens 65 000 weniger als 1948. Er sieht hauptsächlich wirtschaftliche Gründe der Auswanderung, zwischen 1948 und 1956, bedauert sie und lastet sie der Agitation der Jewish Agency an. (57)

1958 wird die Anzahl jüdischer Regierungsbeamter willkürlich gesenkt. Alle zionistischen Aktivitäten sind verboten. 1963 wird die Emigration wieder erlaubt, und es verlassen mehr als 100 000 Juden Richtung Israel das Land. 1965 beschreibt der marokkanische Schriftsteller Said Ghallab die Haltung seiner moslemischen Landsleute gegenüber ihren Nachbarn:

"Die schlimmste Beleidigung, die ein Marokkaner wohl bieten konnte, war, jemanden wie einen Juden zu behandeln. ... Meine Jugendfreunde sind antijüdisch geblieben. Sie verbergen ihren virulenten Antisemitismus, in dem sie argumentieren, daß der Staat Israel ein Geschöpf des westlichen Imperialismus wäre ... In der Bevölkerung wird ein ungebrochener Hitler-Mythos gepflegt. Die Vernichtung der Juden durch Hitler wird extatisch gepriesen. Es wird sogar vermutet, daß Hitler gar nicht tot ist, sondern lebt, und es ihm gut geht. Seine Ankunft wird erwartet, damit er die Araber von den Juden befreie." (58)

1968 leben noch 50 000 Juden in Marokko. 2001 sind es 5 700.

Simon Lévy gibt eine gänzlich andere Schilderung. Die Ausschreitungen seien Ausnahmen. Er behauptet, die irakischen Juden seien geflohen, weil die Jewish Agency Terror in deren Rängen gesät habe, damit sie nach Israel auswanderten. Die Einschätzung von Simon Lévy liest sich wie eine märchenhafte Hofberichterstattung. Stutzig muß auch machen, daß in Marokko der Kommunist Simon Lévy so offen auftreten kann. Aus Marokko sind ganz andere Verfahren Kommunisten gegenüber bekannt.

Auch Mitchell Bard erwähnt, daß König Hassen II. bis zu seinem Tode, 1999, versucht habe, die Juden zu beschützen. Marokkanische jüdische Auswanderer dürften Freunde und Familie in Marokko besuchen, selbst mit israelischem Paß. Marokkanische Juden seien im Geschäftsleben tätig und hielten Posten in der Regierung. Dennoch kann die willkürliche Herabsetzung der Beamtenzahl wohl nicht ohne König Hassans Zustimmung geschehen sein. Man kann der Einschätzung Mitchell Bards eher entnehmen, wie bescheiden die Juden schon geworden sind. Es versetzt sie fast in Euphorie, daß sie in Marokko nicht so brutal behandelt werden wie sonstwo in arabischen Ländern. Marokko sei vielleicht Israels engster Freund in der arabischen Welt. Es mag stimmen. Es sei auch daran erinnert, daß König Mohammed V. zur Vichy-Zeit die Juden seines Landes vor der Deportation bewahrt.

1999 organisiert König Hassan II. das erste Welttreffen der marokkanischen Juden, in Marrakesch. Im April 2000 unterstützt die marokkanische Regierung unter seinem Nachfoger Mohammed VI. eine Serie von Vorträgen und Veranstaltungen zur Förderung der Achtung der Religionen untereinander. Im Oktober 2000 versuchen zwei arabische marokkanische Jugendliche, in Tanger eine Synagoge zu schänden. König Mohammed VI. erklärt in einer Fernsehansprache, vom 6. November 2000, daß die Regierung die Mißhandlung marokkanischer Juden nicht zulassen werde. Wie lange noch kann er solches durchhalten?

Die Entwicklung in Marokko in den letzten Jahren jedenfalls spricht eine andere Sprache. Das islamistische Attentat in Casablanca, am 16. Mai 2003, ist kein Anzeichen für einen "moderaten" Islamismus, schreibt Jean-Pierre Tuquoi. Aus den Gemeindewahlen, am 12. September 2003, gehen die "Bartträger" vom Parti de la justice et du développement (PJD) als zweitstärkste Partei hervor. Geschickt positionieren sie sich zunächst in rückständigen Klein- und Mittelstädten und in ausgewählten Bezirken großer Metropolen. In Tanger, dessen Nordteil "Wad el-Yahoud", das Tal der Juden, genannt wird, sind sie gar nicht erst angetreten. Ebenso nicht in der modernen Stadt Agadir. Auch die Nationalisten des Istiqlal können mit ihrem Ergebnis zufrieden sein. (59)

Der von den palästinensischen Arabern seit 80 Jahren geschürte islamistische antisemitische Fundamentalismus und Nationalismus dringt bis in die entferntesten Winkel der arabischen Welt. Eine Einheit zwischen PJD und Istiqlal ist, wenn nötig, schnell herzustellen.

Ein Schritt, dem Einhalt zu gebieten wäre, den Palästinensern endlich ihren Staat zuzubilligen. Die arabische Welt müßte daraufhin ihre Argumentation neu ordnen. Das würde geraume Zeit in Anspruch nehmen. Dann würde endlich der Blick der arabischen Bevölkerung darauf fallen, daß sie über Jahrzehnte von Despoten und Diktatoren, angemaßten und anmaßenden Königen und korrupten Banden regiert wird, im Einklang mit den Interessen mächtiger politischer und Wirtschaftskreise der EU bzw. Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, der USA und der Sowjetunion bzw. Rußlands. Dieser Blick wird den Arabern durch die in den Lagern vegetierenden Palästinenser verstellt.

http://www.zionismus.info/antizionismus/arabisch-7.htm

fessfouss
07.04.2011, 07:39
salamu aleykum wr wb

Auch wenn ich einiges über das Thema Juden in Marokko im Internet erforschen kann so bleibt bei mir ein gewisses Interesse, das ich damit nicht stillen kann.
Man hört oft darüber, dass es "viele" Juden in Marokko gibt, gerade in den Städten Tanger, Fes und Marakkesch. Doch wo sind sie?
Ich hatte vor einigen Tagen die Möglichkeit den düsseldorfer Rabinner Soussan zu sprechen, der -wie sich rausstellte- marokkanischer Herkunft ist.
Es sind nun zwei Generationen vergangen, nachdem die Juden nach dem zweiten Weltkrieg nach Israel, oder speziell die marokkanischen Juden, nach Frankreich ausgewandert sind.
Die Geschichte des Rabinners, dass seine Großeltern und sein Vater sich als Marokkaner fühlen und besonders erstere die Riten, Sitten und nicht zuletzt die arabische Sprache beibehalten haben, finde ich interessant und zugleich erstaunlich. Die marokkanischen Juden sehen, seiner Erzählung und meiner Recherche zufolge, Marokko noch immer als eine Heimat, in der sie sich heimisch und wohl gefühlt haben. Nicht zuletzt fühlen sie sich immernoch wohl dort.
Doch kennt ihr denn marokkanische Juden oder gibt es in diesem Forum welche? Es geht hier nicht um bloßstellung oder Konfliktfragen. Ich hatte selbst nur bis zu dem Gespräch mit Rabi Soussan nie einen "marokkanischen Juden" gesehen. Oft habe ich von meinen Eltern von unseren alten Nachbarn gehört...jedoch sind halt viele ausgewandert und da würde mich interessieren, wie stehen die marokkanischen Juden zu ihrem Heimatland. Sehen sie Marokko als Heimat?
Was habt ihr für Erfahrungen?

Ich bitte euch darum sinnesfreie Kommentare zu unterlassen. Wer nicht genug Verständnis für mein Interesse/Frage oder Thematik hat soll sich bitte ignorante Beiträge sparen.


marokkanische juden fühlen sich genau so wie uns muslime, in erster linie, Marokkaner. Auch wenn viele ausgewandert sind, besonders in den 60 Jahren, kehren viele jährlich nach Marokko zur Urlaub oder sogar zu ihren "Awliya".

Da ich selbst aus dem jüdischen Viertel in Casablanca komme, kann dir bestätigen, dass wir immer ganz friedlich miteinander gelebt und immer noch leben. Man fragt sich gar nicht, ob wir muslime oder juden sind...sondern das wir einfach in erster linie marokkanische bürger sind.

hier ein lied von Pinhas Cohen - Dini el Maghrib

http://www.youtube.com/watch?v=oeyEGNjQq7k&feature=related

Unsere vielfalt ist unsere stärke.

ULTIMATUM
07.04.2011, 09:39
Ein Schritt, dem Einhalt zu gebieten wäre, den Palästinensern endlich ihren Staat zuzubilligen. Die arabische Welt müßte daraufhin ihre Argumentation neu ordnen. Das würde geraume Zeit in Anspruch nehmen. Dann würde endlich der Blick der arabischen Bevölkerung darauf fallen, daß sie über Jahrzehnte von Despoten und Diktatoren, angemaßten und anmaßenden Königen und korrupten Banden regiert wird, im Einklang mit den Interessen mächtiger politischer und Wirtschaftskreise der EU bzw. Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, der USA und der Sowjetunion bzw. Rußlands. Dieser Blick wird den Arabern durch die in den Lagern vegetierenden Palästinenser verstellt

so ist das. Frieden kann nur durch Diplomatie erreicht werden. Wenn das nicht funktioniert greift als endgültige Lösung die kriegerische Methode, ganz getreu dem Motto "wer nicht hören will muss fühlen".

bouhmara-light
07.04.2011, 14:44
so ist das. Frieden kann nur durch Diplomatie erreicht werden. Wenn das nicht funktioniert greift als endgültige Lösung die kriegerische Methode, ganz getreu dem Motto "wer nicht hören will muss fühlen".

wie wahr wie wahr, man denke nur an den preussischen General und Militärtheoretiker Carl von Clausewitz der es mal trefflich forumulierte: "Der Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln":ole:

Vielleicht sollten die Araber das Clausewitz's Hauptwerk "Vom Kriege" beherzigen, dann klappt es vielleicht beim 5ten Mal...auch wenn das ein frommer Wunsch bleiben wird:)

guapita
07.04.2011, 17:20
wie wahr wie wahr, man denke nur an den preussischen General und Militärtheoretiker Carl von Clausewitz der es mal trefflich forumulierte: "Der Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln":ole:

Vielleicht sollten die Araber das Clausewitz's Hauptwerk "Vom Kriege" beherzigen, dann klappt es vielleicht beim 5ten Mal...auch wenn das ein frommer Wunsch bleiben wird:)

Entschuldigung aber was soll denn das bitte heißen. Ich glaube du solltest dich mal besser zum historischen Hintergrund des Nahostkonfliktes informieren. Dann würdest du nämlich erkennen, dass die Araber nicht mehr als um ihr Recht kämpfen. Die aktuelle Lage ist natürlich auch äußert interessant, denn vieles das von israelischer Seite dort zerstört wird, wird von den westlichen vermeintlich freiheitliebenden Medien vertuscht. Aber das gehört hier ja eigentlich gar nicht hin. Wollte dich nur mal darauf hinweisen, dass du möglicherweise falsch liegst. :)

ULTIMATUM
07.04.2011, 18:43
wie wahr wie wahr, man denke nur an den preussischen General und Militärtheoretiker Carl von Clausewitz der es mal trefflich forumulierte: "Der Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln":ole:

Vielleicht sollten die Araber das Clausewitz's Hauptwerk "Vom Kriege" beherzigen, dann klappt es vielleicht beim 5ten Mal...auch wenn das ein frommer Wunsch bleiben wird:)

In der Wiege der Vernunft fällt das Match Israel vs. Palästina zugunsten der Heimatbevölkerung aus - ganz genau , für die Palästinenser.
Ungebetene Gäste werden solange unter Druck gesetzt bis sie sich freiwillig aus dem Staub machen. Dabei ist uns dieses Szenario nicht fremd. Selbst das Tierreich lehrt uns den geregelten Lauf der Natur. Sooft sich eine fremdartige Spezies einem Rudel nähert wird es verscheucht.

Eine Koexistenz zwischen Juden und Muslimen bleibt für die meisten Friedensaktivisten ein immerwährender Traum. Gott ist auf der Seite der Gerechtigkeit und wer im Falle Israel unrecht begeht steht fett gedruckt in authentischen Geschichtsbüchern. :)

Makaveli
07.04.2011, 23:33
"zahlt euere Djizya haltet die Verfassung ein und lebt euer leben, dann behandeln wir euch wie Ahlu Dimma und der Spuk der ewigen Verfolgung nimmt sein Ende"

Für die Juden aber ein schlechter Deal. Vor allem wenn man sieht, dass diese alten politischen Systeme sogar im nahen Osten zunehmends in Frage gestellt werden.

bouhmara-light
08.04.2011, 10:25
Der fred strotzt mal wieder nur so von Dummheit, wie sie von Arabischen Muslimen seit 100 jahren mit Löffeln gefressen wird, und das alles mit der täglichen Einnahme der Mantra-Unfehlbarkeitspille der mythologischen arabischen Un-antisemitbarkeit ...Und sind dabei gegenüber unseren christlichen Minderheiten den selben unverzeihlichen Fehler zu begehen wie vor 60 Jahren gegenüber den jüdischen Minderheiten in den Arab-muslimischen Ländern, der in etwa folgend aussah

Die meisten Juden in Israel sind in Israel geboren ... die Wenigsten kommen noch tatsächlich aus irgendeinem Land ... und oft genug kommen die Eltern und Grosseltern der Heute dort geboren aus ganz verschiedenen Himmelsrichtungen ...und dass viele von ihnen sich dort schon seit dem 16 (osmanischer Provinz) Jahrhundert niedergesiedelt haben und vieles des angebl. geraubten landes redlich erworben haben, wird hier gern vergessen

Ausserdem wollen wir lieber nicht die Pandorabüchse öffnen woher die Mehrheit der jüdischen Einwohner bis zur russischen Welle stammte ... ja genau aus muslimischen Ländern ... weshalb die wohl von dort wegmussten?

1) weil die muslimischen Araber die angeblich gar keine Antisemiten sein können, auf einmal nicht mehr zwischen Zionist und "arabischen Juden" unterscheiden konnten,
2) weil die damaligen Herrscher der arabischen Staaten ihre Juden "verkauft haben",
3) Beides.

in allen Drei Fällen kann man von Verrat seitens der arabischen Muslime an ihren Dhimmis sprechen ... und vielleicht sollte man lieber fragen, ob nicht solcher Verrat und die dazugehörigke verlogene Selbstgerechtigkeit der arab. Muslime nicht erst recht zur heutigen verfahrenen Lage gehörig beitragen...

warum ging Palästina flöten? warum gehts seit mehreren Hundert Jahren mit den Muslimen Berg ab?

Verschwörungstheorie über Verschwörungstheorie ... - ganz anders als in Sachen "liebe und den richtigen finden" vergessen alle auf einmal das Wort Maktoub, das wort Qadar, ... schön interessant diese muslimische Vergesslichkeit ... Sobald von Palästina die Rede ist, werden aus guten muslimischen Monotheisten auf einmal Dualisten ...

Derweil ist doch die Suche nach Verantwortlichen für jede Missliche Lage in der islamischen Welt (USA, Juden, zionisten, kolonialisten, etc.) nur
Symptom der Flucht vor Realität und Verantwortung ...

so lange die Muslime bei feuchten Träumen von Pali-Endsieg mit Waffengewalt weiterhin ihrer Nafs und ihren Gelüsten dienen unter Vorgaukelung reiner Absicht, solange wirds mit den Muslimen weiterhin gehörig bergab gehen ...

statt bla bla über Palästina und die ewige Schuldzuschiebung auf die bösen Zionisten sollten Muslime mal mehr Dhikr machen, weniger schätzen, ihren kleinen allgemeinen täglichen Sünden einstellen und versuchern Eigenkritik zu üben und den spirituellen zustand der Umma aufzubessern.

Gestern die Juden, morgen die Kopten und wer weiss was noch dazu kommt. Allein die Tatsache, dass der christliche Südsudan in wenigen Monaten seine Loslösung vom arab-muslemischen Norden via Volksentscheid erklärt hat, soll uns zu denken geben....wieder heisst es also: An Boden verloren. Die islamische Welt schrumpft weiter:)

ULTIMATUM
08.04.2011, 11:50
so lange die Muslime bei feuchten Träumen von Pali-Endsieg mit Waffengewalt weiterhin ihrer Nafs und ihren Gelüsten dienen unter Vorgaukelung reiner Absicht, solange wirds mit den Muslimen weiterhin gehörig bergab gehen ...

das will ja niemand in Frage stellen. Dazu gibt es einen vortrefflichen Quran-Vers aus der Sure "Der Donner":

Gewiß, Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie (die Leute) nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist. Und wenn Allah einem Volk etwas Übles zufügen will, so gibt es dagegen keine Abwehr, und sie haben keinen Helfer außer Ihm. [Surah Ar-Ra'd 13:11]

Doch vergegenwärtige dir eins wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst

Sie wollten Allahs Licht mit ihrem Munde auslöschen; jedoch Allah will nichts anderes, als sein Licht zu vollenden; mag es den Ungläubigen auch zuwider sein. [Surah At-Tauba 9:32]

Ich kann auch gerne einen kleinen Aqida Crashkurs geben damit hier einige verstehen wer und was unter Ungläubig fällt.

Es stellt sich nicht die Frage nach dem Verantwortlichen für das Übel auf dieser Welt. Ich bin kein Fan von Verschwörungstheorien und dergleichen. Van Helsing war auch nie mein Fall. Ich bin lösgelöst von all diesen geistigen Ausflüchten. Mein Interesse ist einzig und allein der Wahrheit gewidmet und die liegt im Wort Allahs und den authentischen Aussagen seines geliebten Muhammad,
mag es den Ungläubigen zuwider sein [Surah At-Tauba 9:32]

Die präkere Lage der Muslime zur Zeit mag vielleicht den Anschein erwecken als ginge es mit ihnen bergab, aber das ist lediglich eine göttliche Versuchung um die Wahrhaftigen von den Unwahrhaftigen zu unterscheiden. Der Islam wird wieder an Stärke gewinnen und aufblühen. Was sich zunächst nach einem irreparablen Wunschdenken anhört wird bald Realität
mag es den Ungläubigen zuwider sein [Surah At-Tauba 9:32]